Di, 2. Februar 1960

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Mo, 1. Februar 1960   ◀                 1960                 ▶   Mi, 3. Februar 1960

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Kinderstunde
Biblische Geschichte
Heute: Jakob und seine Söhne
In graphischen Darstellungen von Paula Jordan (NWRV)
Anmerkung: Nachmittagsprogramm nach anderen Angaben: 17:00 Lustige Streiche mit Fiete Appelschnut / 17:25 Toulouse-Lautrec, Übertragung aus der Hamburger Kunsthalle mit Dr. Hans Platte / 17:50 Wie richte ich meine Wohnung ein / 18:10–18:20 Vom Umgang mit Hunden
17:10 Kinderstunde
Lustige Streiche mit Fiete Appelschnut
Ein Marionettenspiel der Bühne Fritz Fey, Mölln (NWRV)
17:30 Wir richte ich meine Wohnung ein?
Wilfried Köhnemann und Angelika Feldmann beraten uns (NWRV)
17:50 Vom Umgang mit Hunden
Ulrich Klever stellt uns den deutschen Schäferhund vor (– 18:00 Uhr / NWRV)

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
 19:25 Sehpferdchen zeigt
Die fröhliche Kamera

SFB
 18:45 Das Telemagazin
 18:55 Das Sandmännchen
 19:00 Unterhaltungsprogramm des Werbefernsehens
Tick-Tack-Quiz
 19:30 Berliner Abendschau

WDR
 18:45 Hier und Heute
 19:25 Intermezzo
So ein Seemann

HR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Vater ist der Beste

SR
 19:25 Bunte Palette
Inspektor Garrett
Heute: Gefährlicher Dienstag

SDR/SWF
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Werbefernsehen
Die sechs Siebeng'scheiten

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
 19:25 Zwischen halb und acht
Vater ist der Beste

20:00 Nachrichten, Tagesschau
Leitung: Martin S. Svoboda
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
20:20 Wiederholung in einer Fernsehaufzeichnung
Der kaukasische Kreidekreis
Von Bertolt Brecht, Fernsehfassung: Hans Gottschalk und Franz Peter Wirth, mit Käthe Reichel (Grusche), Hanns Ernst Jäger (Azdak, der Dorfschreiber), Hans Elwenspoek (Lavrenti Vachnadze), Elisabeth Goebel (Aniko, seine Frau), Rolf Boysen (Simon Chachava), Eva Maria Meineke (Natella Abaschwili), Ernstwalter Mitulski (Arsen Kazbeki), Dieter Kirchlechner (Sein Neffe Bizergan), Erich Schudde (Bruder Anastasius), Trudik Daniel (Schwiegermutter), Ernst Ronnecker (Ihr Sohn Jussup), Hans Magel, ursprünglich vorgesehen: Heini Göbel (Schauwa), Ortrud Bechler (Ludovika), Sigfrit Steiner (Der Gefreite), Paul Edwin Roth (Der Sänger), Ernst Ehlert (Der Milchbauer), Annemarie Mörike (Die Bäuerin), Ferry Dittrich (Ihr Mann), Martin Lübbert, ursprünglich vorgesehen: Roderich Arndt (Großfürst), Fred C. Siebeck (Erster Anwalt), Hans Timerding (Zweiter Anwalt), Flory Jacobi (Köchin), Paul Dättel (Erster Panzerreiter), Günther Erich Marsch (Zweiter Panzerreiter), Lothar Schmidt (Panzerreiter), Annemarie de Bruyn (Die Alte), Wolfgang Wendt (Der Adjutant), Georg Bahmann (Bauer) sowie Armas Sten Fühler, Elisabeth Botz, Willy Semmelrogge, Rolf Schimpf, Hugo Bairle, Karlheinz Bernhardt, Heinrich Diedrich, Ingrid Fernolt, Pia Mietens, Julius Mitterer, Waltraud Nitzoldi, Waldemar Dannenhaus, Hans Hanus, Karl Karner, Marieluise Rumpel und andere, Choreografie: Jean Soubeyran, Szenenbild und Kostüme: Gerd Richter, Musik: Paul Dessau, musikalische Leitung: Rolf Unkel, Regie: Franz Peter Wirth
Als "vor vielen Jahren" in Grusinien das herrschende Regime gestürzt und die Machthaber erschlagen wurden, rettete die Magd Grusche aus dem brennenden Palast das Kind des Gouverneurs. Sie flieht ihn die Berge und bringt das Kind vor den Soldaten in Sicherheit. Als die Frau des Gouverneurs wieder an die Macht gelangt, verlangt sie das Kind von Grusche zurück. Die überlieferte Probe im "Kaukasischen Kreidekreis" soll entscheiden, wem das Kind zufällt. Aber Richter Azdak lässt die Entscheidung nicht gelten. Er wollte eine Zeit der Gerechtigkeit in Grusinien errichten, in der nicht nach dem Gesetz, sondern nach den menschlichen Umständen gerichtet wird ...
TV Fernsehwoche 5/1960: Nachdem das Deutsche Fernsehen dieses tief- und hintergründige "Lehrstück" am 25. September 1958 in einer Direktübertragung gesendet hatte, war in der TV-Familie, in der Fachwelt und im Kreis der Kritiker nur eine Meinung zu hören: großartig! Noch heute spricht man davon. Und das will viel heißen. Franz Peter Wirth, der nach dieser Inszenierung "der beste Fernseh-Regisseur" genannt wurde, hat mit seinem "Kreidekreis" einen weithin sichtbaren Meilenstein gesetzt. Er suchte den Weg, der vom "realistischen Theater" wegführte, einen Weg, der auch das für unsere Augen entstehende TV-Bild – in dem zu schwelgen jeder verlockt ist – vereinfachte, abstrahierte, klärte. Er hat mit seinem wohlüberlegten Fernseh-"Experiment" das getan, was Bert Brecht schon mit Worten seiner Dichtung versucht hatte. So ist ein harmonisches Ganzes entstanden, das durch diese Vereinfachung in Wort und Bild besonders deutlich wird: ein erschütterndes Menschenschicksal, das in den Gezeiten der politischen Entwicklungen von der Welle hin- wieder zurückgeworfen wird, in denen sich der Mensch und sein Herz dennoch behaupten. Dieses Herz trug Käthe Reichel als die Magd Gruscha auf den Lippen und in den Augen. Sie, die noch unter Bertolt Brecht in dessen Berliner Ensemble gearbeitet hat und von dort in einem einfachen Glockenrock mit Bluse und zusammengebundenem Haar – fast so, wie sie auf dem Bildschirm erscheint – nach Stuttgart gekommen war, hat am nachhaltigen Erfolg der Aufführung den gleichen Anteil wie ihr Regisseur. Ihre Gruscha wird lange in Erinnerung bleiben
ARD-Erstsendung: 25. September 1958 (SDR) Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
Anschließend gegen 22:20 Uhr
Wiederholung der zweiten Abendnachrichten

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11:00 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Aktuelle Kamera
11:15 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Sport und Musik
11:55 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Expedition ins Unbekannte (2)
12:30 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Wer will mit uns nach Island ziehen?
13:00 Testsendungen
U.a. von 13:30–15:00 Uhr: "Untreue", ein Spielfilm
16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 10 Jahren an
Frank und seine Erlebnisse
18:20 Das Drehmoment
Fernsehreportage
18:50 Wetterbericht
18:55 Unsers Sandmännchen
19:00 Die Nähmaschine
19:15 Musik und Mannequins
19:45 Aktuelle Kamera
20:00 Parole Freies Deutschland
Fernsehspiel von Alexander Ott und Manfred Petzold, mit Jochen Thomas (Gefreiter Kowalla), Herbert Malsbender (Feldwebel Enders), Werner Toelke (Fähnrich Kraake), Fritz Ernst Fechner (Obergefreiter Lemke), Robert Trösch (Armeebevollmächtigter), Gerry Wolff (Hauptmann Wergun), Harry Riebauer (Leutnant Höfer), Kurt Mühlhardt (Oberst), Heinz Schröder (Major Wilde), Peter Paul Goes (Hauptmann von Enke), Horst Schön (Lenz), Karl Brenk (Behrens), Wolfgang Lohse (Schrecker), Herbert Köfer (Schnorrer) sowie Fritz Decho, Lutz Friedrich, Hans-Jürgen Gruner, Anita Herbst, Maximilian Larsen, Johannes Maus, Günther Polensen, Albert Zahn, Regie: Rudi Kurz
21:15 Expedition ins Unbekannte (5)
Von und mit Dr. Hans Hass
Anschließend
Aktuelle Kamera
Spätausgabe

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:30 Fernsehküche
Küchenchef Willi Hallmann bereitet und serviert einen Schinkenfleckerl-Auflauf
20:00 Zeit im Bild
20:15 Gianni Schicchi
Musik von Giacomo Puccini, Text von Giovacchino Forzano, mit Erich Kunz, Christiane Sorell, Dagmar Hermann, Rudolf Christ, Herbert Prikopa, Anny Felbermayer, Endre Koréth, Alois Pernerstorfer, Hans Strohbauer, Sonja Draksler und anderen
Musikalische Leitung: Argeo Quadri, Bildregie: Hermann Lanske
Direktübertragung aus der Volksoper Wien
Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 07.02.1960: Seit einiger Zeit geht jeder Opernwiedergabe auf dem Bildschirm eine kurze, informative Einführung voran, die einiges über das Leben des Komponisten, das zu spielende Werk und dessen Inhalt aussagt. Eine ausgezeichnete Einrichtung, für die man in Dr. Dolf Lindner den richtigen Mann gefunden hat. "Gianni Schicci" wurde sodann in der Inszenierung der Volksoper direkt übertragen. Die amüsante Handlung um die Überlistung der Erbschleicher durch den klugen Testamentsfälscher in ihrer sehr modernen musikalischen Gewandung Puccinis kam als reine Bühneneinstudierung auf dem Bildschirm leider nur zu halber Wirkung. Wirklich mitreißend, als Sänger wie als Schauspieler, war eigentlich nur Erich Kunz. Die übrigen Darsteller wirkten zumindest in der Fernsehübertragung allzu flach und unkomödiantisch. Die Kameraführung war sauber, aber durchaus konventionell
21:15 Zeit im Bild
bis 22:20 Uhr

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute keine Sendung

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