Fr, 17. Juni 1966
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| Do, 16. Juni 1966 ◀ 1966 ▶ Sa, 18. Juni 1966 |
ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Vormittagsprogramm nur über die Fernsehsender des NDR mit RB, Meißner (HR), Kreuzberg/Rhön und Ochsenkopf/Fichtelgebirge (BR) | |
| 10:00 | Nachrichten der Tagesschau |
| 10:05 | Tagesschau Wiederholung von gestern |
| 10:20 | Streifzüge im Moor Ein Tierfilm von Bernhard Brandel Anmerkung: Nach anderen Angaben "Schaffhausen", Bild einer Stadt am Hochrhein |
| 11:00 | Gemeinschaftsprogramm |
| Anschließend Das aktuelle Magazin – 13:30 Uhr | |
| 11:00 | Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit Übertragung aus dem Plenarsaal des Bundeshauses in Bonn (– 12:15 Uhr / WDR) |
| 15:00 | Schülerlotsen-Wettbewerb 1966 Eine öffentliche Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Bundesverkehrswacht aus der Stadthalle in Freiburg (SWF) |
| 16:00 | Zu Gast bei fremden Völkern Heute: Copacabana in Brasilien Ein Film von Arne Sucksdorff Neben mächtigen modernen Hotelbauten leben die Armen in Rio de Janeiros berühmten Badeort. Der Beitrag zeigt u.a., wie die Kinder der Armen mit selbstgebauten Drachen gegen die Sprösslinge der Reichen antreten (Für alle / WDR) |
| 17:25 | Denn sie sollen getröstet werden Englischer Spielfilm von Zoltan Korda ARD-Erstsendung: 28. März 1964 Gong 24/1966: Besonders vom Bild her ein bewegender Film. Ab 16 Vom Deutschen Fernsehen aus Köln |
| 19:00 | Der Fall Grothaus Eine historische Dokumentation über den Ruhrgebiets-Arbeiter Wilhelm Grothaus, der auf exemplarische Weise die jüngste deutsche Geschichte miterlebt hat, vom sozialen Elend zu Beginn des Jahrhunderts und die Arbeiterkämpfe bis zur Dresdner Bombennacht und den Aufstand vom 17. Juni 1953 Buch: Erika von Horstein, Regie: Claus-Ferdinand Siegfried (ab 14 / WDR) |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter am Wochenende mit dem Reisewetterbericht |
| 20:15 | Fluchtversuch Fernsehfilm von Rolf Defrank und Gustav Strübel, Personen und Darsteller: Karl Lindner (Heinz Giese), Erna Lindner, seine Frau (Elisabeth Wiedemann), Ernst Spangenberg (Erwin Lindner), Linda Spangenberg, seine Frau (Ruth Hausmeister), Klaus Palke (Siegurd Fitzek), Ludwig Bleicher (Peter Thom), Gerhard Fritsche (Jens Johler), Lisbeth Bleicher (Gudrun Genest), Frau Wenzel, Zeitungsfrau (Marianne Schubart), Herr Kiefer (Kurt Haars), Manfred Kadenbach (Hans Joachim Krietsch), Berliner Fahrer (Joachim Hagemann), Erster Fernfahrer (Hans Bartels), Zweiter Fernfahrer (Helmut Wieland), Zwei Mädchen (Andrea Jonasson, Felicitas Andresen), Wirt im Rasthaus (Dieter Scheil), Zollbeamter West (Achim Plato), Zonenzollbeamter Ost (Hans Treichler), Schichtführer Ost (Friedrich Theuring), Assistentin Ost (Anje Peuker), Vopo-Leutnant Ost (Helmut Heisler), Vopo-Hauptmann Ost (Wolfgang Feige), Volkspolizist (Günter Einbrodt), Vopo Wartha (Wilfried Elste), Unteroffizier der Nationalen Volksarmee (Hannes Finger), Ein Gefreiter (Hans Eckardt), Ein Obergefreiter (Achim Dünnwald), Szenenbild: Karl Wägele, Wolfgang Wahl, Kamera: Hartmut Missbach, Regie: Theo Mezger Zwei Lastkraftwagen sind in Richtung Zonengrenze unterwegs. Der eine soll Industriefracht von Westdeutschland nach Berlin bringen, im anderen versuchen vier Menschen aus Mitteldeutschland nach dem Westen zu fliehen. An der Grenze kommt es zu einer dramatischen Konfrontation, als die Volkspolizisten den Westfahrer zwingen, die Straße zu blockieren, auf der der Fluchtwagen daherrast ... Nach einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1961 ARD-Erstsendung: 7. Januar 1965 Gong 24/1966: Beachtlich in Regie und Darstellung, thematisch etwas vereinfacht. Möglich ab 14 (SDR) |
| 21:35 | Tibet – rotes Dach der Welt Ein Bericht von Hans Wilhelm Vahlefeld Neues Filmmaterial japanischer Kameraleute wurde zu einem aktuellen Bericht über das von den Chinesen besetzte Land und die trotz aller gegenteiliger Beteuerungen der Besatzer angespannte politische Situation zusammengefasst (ab 14 / NDR) |
| 22:05 | Nachrichten Das Wetter morgen |
| 22:10 | Franz Schubert Symphonie Nr. 8 – Die Unvollendete Es spielt das Südwestfunk-Orchester unter der Leitung von Ernest Bour, Regie: Peter Trabold (– 22:35 Uhr / SWF) |
ZDF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 15:25 | Das Wunder der Trakehner Eine weltberühmte Pferderasse ist gerettet Ein Bericht von Horst Peets Der Beitrag gibt einen Einblick in die Geschichte der edelsten Pferderasse der Welt. Es war die Zeit der großen Trecks vor zwanzig Jahren: Pferde retteten Menschen vor dem Zugriff der Russen in einem Marsch über Weichsel und Elbe, und Menschen hungerten für die Tiere, um sie vor dem Untergang zu bewahren. Heute ist die Rasse des ostpreußischen Trakehners, dessen Ahnen bis auf das Jahr 1732 zurückgehen, durch die Tatkraft und die Opferbereitschaft ihrer Züchter endgültig gerettet ZDF-Erstsendung: 14. Juli 1965 |
| 16:10 | Auferstehung Dt.-ital.-frz. Spielfilm (1958) mit Horst Buchholz, Regie: Rolf Hansen ZDF-Erstsendung: 13. April 1964 Hörzu 28/1966, Leserbrief: Trotz des herrlichen Wetters am 17. Juni setzte ich mich vor den Fernsehschirm, um die "Auferstehung" mit Horst Buchholz zum zweitenmal zu erleben. Dieser Film hat mich abermals sehr gepackt und tief beeindruckt |
| 17:55 | Nachrichten / Wetter |
| 18:00 | Tag der deutschen Einheit Übertragung der Kundgebung in Berlin |
| 19:00 | 5. Brandenburgisches Konzert von Johann Sebastian Bach Es spielt das Stuttgarter Kammerorchester (Wh.) |
| 19:10 | An zwei Flügeln Lieselotte Gierth und Gerd Lohmeyer spielen Kompositionen von Witold Lutoslawski und Darius Milhaud Regie: Rolf Unkel |
| 19:27 | Mainzelmännchen-Kapriolen und Wetter |
| 19:30 | Nachrichten |
| 19:40 | Staatsakt zum 17. Juni Ausschnitte aus der Feierstunde im Bundestag mit einer Ansprache des Bundeskanzlers |
| 20:00 | Aktion Brieftaube Schicksale im geteilten Berlin Dokumentarspiel von Will Gronnenberg und Hanns-Karl Kubiak mit Wilfried Herbst (als Dieter Gaaf), Thomas Danneberg (als Hans Springel), Anita Höfer (als Hanna Hobrecht), Michael Paryla (als Asger Munch-Jensen), Frank Nossack (als Ole Bengtson), Kiran Kotinkan (als Ravi), Hans Neubert (als Pierre Langlois), Petra von der Linde (als Juliane Wildmann), Kurt Waitzmann (als Herr Wildmann), Gudrun Genest (als Frau Wildmann), Alexander Engel (als Dr. Kolbert), Gerd Duwner (als Kolbert jr.), Peter Hippler (als Kneipenwirt), Heidrun Kussin (als Volkspolizistin), Szenenbild: Will Vierhaus, Regie: Wolfgang Schleif Dokumentarspiel über wahre Ereignisse in den Monaten August–Oktober 1961 in Berlin: Junge Studenten der Kunstakademie sitzen zusammen und überlegen, wie sie ihren Kommilitonen, die im Osten festsitzen, helfen können. Sie riskieren Freiheit und Leben, um mit gefälschten Pässen ihre Studienkollegen und deren Angehörige herüberzuholen. Nach ersten Erfolgen wird einer der jungen Leute von der Volkspolizei geschnappt ... ZDF-Erstsendung: 13. August 1964 Hörzu 27/1966 schrieb in ihrer Kritik: Mit der wirklichen Berliner Mauer beschäftigte sich am 17. Juni das halbdokumentarische Spiel "Aktion Brieftaube". Es war ein sicher gut gemeintes, aber schwacher Beitrag zum Tag der deutschen Einheit. Die Personen blieben farblos, die Dialoge voller Phrasen Anmerkung: Ursprünglich für heute vorgesehen: "Der Fall Angelika", Untertitel: Ein Schicksal im Schatten der deutschen Teilung, Dokumentarspiel von Erich Ebermayer, Personen und Darsteller: Angelika Klandt (Susanne Uhlen), Frau Luise Stahlmann (Trude Breitschopf), Fritz Stahlmann (Josef Fröhlich), Hildegard Klandt (Liane Hielscher), Willi Kuster (Jochen Sehrndt), Rechtsanwalt Schade (Dieter Wagner), Rechtsanwalt Herder (Hans Paetsch), Professor (Rudolf Fenner), Amtsgerichtsrat (Edgar Maschmann), Vormundschaftsrichter (Hans Ulrich), Frau Werdermann (Marga Maasberg), Landgerichtsdirektor (Jöns Anderson), Gärtner (Willem Fricke), Senatspräsident am Kammergericht (Viktor Warsitz), Szenenbild: Albrecht Becker, Regie: Rudolf Jugert, Inhalt: Die neunjährige Angelika, lebensfroh und unkompliziert, lebt bei ihrer Großmutter in Westberlin. Ihre Mutter ließ sie schweren Herzens dort bei ihrem Vater Fritz Stahlmann zurück, als sie mit ihrem späteren Mann in die Sowjetzone ging. Eines Tages erinnert sich Hildegard ihres Kindes und will Angelika zurückhaben. Die Gerichte geben durch alle Instanzen der Mutter recht – doch ist es auch eine Entscheidung, die für Angelika richtig ist? Gong 24/1966: Ein uneheliches Kind wird zum Streitobjekt zwischen Vater und Mutter, zwischen Ost und West, zwischen Politik und Gesetz. Eher ab 16 Der Spiegel 30/1966 schrieb: Nicht zum erstenmal muß sich das Mainzer Fernsehen mit den rechtlichen Problemen solcher Dokumentarsendungen um noch lebende Personen auseinandersetzen. Am 17. Juni dieses Jahres wollte Mainz das Dokumentarspiel "Der Fall Angelika" ausstrahlen, einen Bericht über die neunjährige Schülerin Angelika Kurtz, die bei ihrer Großmutter in West-Berlin lebt, aber durch bundesdeutschen Gerichtsbeschluß ihrer Mutter in Ost-Berlin zugesprochen wurde. Das Jugendamt Berlin-Tempelhof sah durch die Sendung die Persönlichkeitsrechte des Kindes verletzt. Doch Land- wie Kammergericht in West-Berlin widersprachen dieser Auffassung. Das ZDF verzichtete dann freiwillig auf die Ausstrahlung der Sendung. Leider konnte nicht geklärt werden, wann bzw. ob das Fernsehspiel überhaupt ausgestrahlt wurde |
| 21:10 | Blickpunkt Informationen und Meinungen zur Außenpolitik |
| 21:40 | Die Preußen und ihre Dichter Dokumentation von Walther Schmieding An den Werken der preußischen Dichter von Lessing und Kleist über Fontane und Fritz von Unruh bis zu Jochen Klepper und Hans Scholz will die Sendung die Geistes- und Entwicklungsgeschichte des vielbewunderten und vielgehassten Staates Preußen darlegen. Dazu Ausschnitte aus "Minna von Barnhelm", "Der Prinz von Homburg", Martin Held liest Prosa von Fontane, Arnold Zweig, Klepper und Ernst von Wildenbruch. Der 81jährige Fritz von Unruh, dessen Drama "Louis Ferdinand" 1913 vom Kaiser verboten wurde, erzählt von seiner Begegnung mit dem Preußentum (ab 14) |
| 22:25 | Nachrichten / Wetter |
| 22:30 | Caligula Schauspiel von Albert Camus, deutsch von Guido G. Meister, mit Horst Frank (als Caligula), Krista Keller (als Caesonia), Hans Korte (als Helicon), Charles Regnier (als Cherea), Friedhelm Ptok (als Scipio), Alexander Golling (als Lepidus), Goetz von Langheim (als Fabius), Harry Kalenberg (als Patricius), Götz Olaf Rausch (als Mereia), Alexander Hegarth (als Mucius), Monika Madras (als Frau des Mucius), Luigi Malipiero (als Oberhofmeister) und anderen, Szenenbild und Kostüme: Gerd Richter, Regie: Ludwig Cremer Kaiser Caligula entwickelt sich nach dem Tod seiner Schwester immer mehr zu einem geistigen "Amokläufer". Er will unbegrenzte Freiheit und dehnt seine materielle Macht immer weiter aus – Enteignungen und Morde sind an der Tagesordnung. Erst als sich Caligula zum Gott ausrufen lässt, handeln die Senatoren. Sie töten den Kaiser, der im Glauben stirbt, Leute wie seinesgleichen seien unausrottbar ... In diesem Werk drückt der französische Dichter die Grundüberzeugung aus, die sein ganzes Werk prägt: Die totalitäre Macht, als deren Sinnbild Caligula gestaltet ist, wird es immer geben. Und daraus resultiert die Verpflichtung zum unablässigen Widerstand gegen jede Form von Gewalt. In der Pariser Erstaufführung spielte Gérard Philipe die Titelrolle. – Ludwig Cremers erste Fernsehregie "Die chinesische Mauer" war nach Meinung der Kritik eine der interessantesten Aufführungen auf dem Bildschirm überhaupt. Cremer, der für seine Regiearbeit die langjährige Tätigkeit als Leiter der Abteilung Hör- und Fernsehspiel in Baden Baden aufgab, bevorzugt aktuelle Problemstücke und gilt als vortrefflicher Gestalter des geschliffenen und pointierten Dialogs Gong 24/1966: Frühes Drama (1938) des französischen Schriftstellers über einen jungen Herrscher, der die Welt verneint und sie deshalb zerstört. Für Erwachsene, besonders kritische Aufmerksamkeit erforderlich Gong 28/1966 schrieb in seiner Kritik: 1938 hat Albert Camus sein Stück in Algier geschrieben. Er war damals gerade 25 Jahre alt, und die Tragödie vom Treiben eines wahnwitzigen Tyrannen illustriert nicht nur (wie es die völlig unzulängliche Einleitung dartat) die These vom Widerstand gegen Mörderherrschaft. Neben der Verpflichtung zum Aufstand gegen die Hybris des Geistes und die Kälte des Herzens (das sicherte dem Drama wohl den 17. Juni) werden Früchte vom Sartreschen Baum der Erkenntnis gereicht: Freiheitsphilosophiererei aus Verzweiflung und Ekel. Camus sagt von seinem aus dem historischen Rahmen gesprengten Kaiser im Rollkragenpullover: "Seine Wahrheit besteht darin, die Götter zu leugen", sein Irrtum sei es jedoch, "die Menschen zu leugnen". Die Götter zu leugnen, die Menschen aber zu lieben – zu diesem Konzept aus der Küche der Existenzphilosophie bekannte sich Camus auch später. Das Gedankenstück wäre sicher schon längst in der Ablage verschwunden, wäre das Spiel mit der schrankenlosen Freiheit des Absurden nicht so glänzend und theaternah aufgezogen. Aus dem Gefrierfach des Intellekts stammt Caligulas böse Dialektik; Horst Frank, auf dämonische Rollen abonniert, hatte das dazugehörige Funkeln des Fanatismus im Aug' und die Regie Ludwig Cremers die Bitternis und Schärfe, die dieser Dressurakt auf dem geistigen Hochseil verlangt. Vor stilisierter Dekoration, die sich mit szenischen Aperçus begnügte, gewann das Gedankenspiel seine Faszination. Römische Senatoren im Cut (wie weiland Hamlet im Frack, so neu ist der Sprung über den Graben der Geschichte ja nicht): Charles Regnier, Friedhelm Ptok und Alexander Golling. Fazit: Fragwürdige Freiheitsphilosophie, aber ein blendender Theaterabend, leider im Ghetto des Nachtprogramms Hörzu 28/1966, Leserbriefe: Camus ist mein Lieblingsautor. Mit seinen Theaterstücken kann ich mich aber nicht so recht anfreunden: Sie sind mir zugunsten ihrer theatralischen Wirkung zu kolossal angelegt. Seine Personen verkörpern nur Ideologien, sind Plakatfiguren. Trotzdem: Eine hervorragende Inszenierung, in der Horst Frank aber der Versuchung unterlag, Klaus Kinski zu imitieren; – Ein Lob für Krista Keller, die die fast unspielbare Rolle der Caesonia mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen gestaltete Gong 28/1966, Leserbrief: Ich war mächtig gespannt auf diese Aufführung, zumal ich dieses Camus-Werk schon des öfteren auf der Bühne gesehen habe. Ludwig Cremer entschied sich für eine moderne Version, obgleich m. E. doch der Bezug zur modernen Zeit gerade auch durch historische Kostüme gegeben werden kann. Camus Regieanweisungen (beim Gastmahl bewegen sich die Personen wie Marionetten) fielen somit flach, dafür gab es sehr viele moderne Attitüden, die mir zu sehr aufgesetzt erschienen. Dennoch war es eine Fernsehabend, der sogar einen Theaterbesuch ersetzte (– gegen 00:15 Uhr) |
Nord 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Sendepause vom 4. April bis 4. September 1966 |
West 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 13:00 | Ein Tag = Eine Stunde Aus den WDR-Regionalprogrammen |
| 14:00 | Programmhinweise |
| 19:00 | Programmhinweise |
| 19:10 | Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen |
| 19:15 | Hierzulande – Heutzutage Prisma des Westens: Landesforum / Kommentar "Für und Wider" |
| 19:50 | Ihre Heimat – Unsere Heimat Für italienische Gastarbeiter |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Marx und Engels contra Ulbricht Eine Dokumentation von Jürgen Neven-du Mont und Wolfgang Leonhardt Diese Sendung entstand noch vor dem Mauerbau und will an Hand von Bild- und Filmdokumenten zeigen, dass die Praktiken des Ulbricht-Regimes den Auffassungen der "Väter" des Kommunismus widersprechen |
| Anschließend Programmhinweise |
Hessen 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 19:00 | Schreiben Sie schneller (22) Stenografie mit Walter Klein Wiederholung von gestern |
| 19:30 | Benvenuti in Italia (22) Italienisch für Anfänger mit Ima Agustoni (Wh.) |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Fellini dreht Ein Bericht von Sergio Zaroli über die Entstehung des Films "Julia und die Geister" |
| 21:00 | Nachrichten aus Hessen |
| 21:05 | Vier Männer und ein Pokerspiel Nach einer Erzählung von Bertolt Brecht mit Peter Thom, Fritz Grieb, Charles Brauer und Uwe Friedrichsen, Regie: Wolf Vollmar Der kurze Film erzählt die Geschichte eines großen Pokerspiels zwischen vier jungen Männern. Der eine hat so viel Glück, dass es kaum mit rechten Dingen zugehen kann. Aber soviel die anderen auch aufpassen, ihnen fällt keine Schwindelei auf ... Der Film erhielt das Prädikat "besonderes wertvoll" |
| 21:30 | Der Sportkalender – gegen 22:00 Uhr |
Bayern 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 11:35 | Schulfernsehen Die Teilung Deutschlands Zweite Wiederholung (– 12:05 Uhr) |
| 19:00 | Kursprogramm Kunst in Bayern (10) Eine Stilkunde zum Erwandern mit Herbert Alexander Stützer In der Barockzeit wurden in Bayern beachtenswerte Profanbauten errichtet wie das Rathaus in Landsberg am Lech. Weit mehr noch spiegelt sich jeder der Ausdruck dieser Zeit in den Schlössern und Residenzen der absolutistischen Fürsten. Schloss Weißenstein in Pommersfelden und die Würzburger Residenz sind spezielle Beispiele dafür |
| 19:30 | Schulfernsehen Zwischen den Schlagzeilen Eine aktuelle Monatsschau zur Gegenwartskunde für Schüler aller Schulgattungen von der 7. Klasse an |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Max Reger Leben und Werk Ein Porträt von Hans Mersmann Diese umfassende Dokumentation anlässlich seines 50. Todestages am 11. Mai zeigt den Komponisten als Bindeglied der Kette Bach-Beethoven-Brahms-Hindemith |
| 21:15 | Chronik Nachrichten und Information (– 21:30 Uhr) |
DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 10:00 | Schulfernsehen Kleine Welt der großen Wunder Die Biologische Station Lunz am See (Wh.) |
| 11:00 | Kurznachrichten |
| 11:03 | Programm für Schichtarbeiter Aber, Herr Doktor ... Wiederholung vom Mittwoch |
| 12:35 | Kurznachrichten |
| 18:30 | Kurznachrichten |
| 18:35 | Mit Rat und Tat Beratungssendung für den Landwirt Heute: Unfallverhütung in der Forstwirtschaft Buch und Regie: Ing. Helmut Engel, Fachberatung: Dipl.-Ing. Siegfried Handschuh und Dipl.-Ing. Rudolf Wicha Von 23 Unfällen bei der Arbeit mit Motorsägen ereignen sich 9 auf unsicherem Standplatz, 4 beim Verfangen der Sägekette an Ästen und Steinen, 3 durch Verklemmen der Säge im Schnitt, 2 durch Ausspringen der Säge aus dem Schnitt, bei 2 wurde der Mitarbeiter verletzt, 2 entstanden durch wegschnellende Holzstücke, einer durch das Reißen der Sägekette. Bei der Holzschlägerung ereignen sich immer wieder schwere und vielfältige Unfälle, bei deren Vermeidung die heutige Sendung helfen möchte |
| Anschließend Tipp-Revue | |
| 19:00 | Fernsehküche Küchenchef Ernst Faseth bereitet und serviert ein Schlankheitsmenü |
| Anschließend Für Sie notiert | |
| 19:30 | Zeit im Bild |
| 19:55 | Schaufenster und Kurzfilm-Mosaik |
| 20:15 | Journaldienst Eine Dokumentation über die Arbeit der österreichischen Sicherheitsbehörden bei der Aufklärung von Kriminalfällen Nach einem Manuskript von Erich Beyer und Kurt Frischler, Regie: Otto Anton Eder Heute geht es um ein Einbrecherduo, das zu Beginn der fünfziger Jahre große Lagerhäuser nördlich der Donau in Niederösterreich heimsuchte. Die Gauner hatten es stets auf Kassenschränke abgesehen und verwendeten für ihre Einbrüche ein besonders raffiniertes und eigenartiges Werkzeug – die Tresore waren wie mit einem Konservenöffner aufgeschnitten. Auf die Spur kam man den Tresorknackern, als eine Polizeistreife eines Abends hinter dem Wiener Zentralfriedhof einen Radfahrer beobachtete, der auf dem Gepäcksträger einen eigenartigen Gegenstand mitführte. Auf Anruf der Beamten flüchtete er und erschoss auf der Flucht die beiden Polizeihunde, die ihn verfolgten. Zurück blieb das Fahrrad und der Gegenstand, der sich als aufgeschweißter kleiner Einbautresor entpuppte |
| 20:45 | Zeitventil Das Fernsehkabarett von und mit Gerhard Bronner und Peter Wehle und dem Ensemble des Wiener Neuen Theaters am Kärntnertor Folgende Nummern und Songs sind für die letzte Ausgabe vor der Sommerpause vorgesehen: "Komprimierte Festwochen" in der Zirkusmanege (eine musikalische Nummer mit dem gesamten Ensemble in Artistenkostümen); ein Sketch über die sommerliche Misere mit den geschlossenen Gasthäusern in Wien (mit dem ganzen Ensemble); ein prominenter Sowjetpolitiker (Erich Frank) hält eine Lobrede auf de Gaulle, ein Beauftragter des Generals (Peter Wehle) beantwortet sie; "Brave 'Horizonte'", Kurt Sobotka als Dr. Heinz Brantl präsentiert einen Beitrag über das Kartellunwesen, und zwar so, wie ihn sich die Kartellherren vorstellen, wie er ihnen am liebsten wäre; "Der Geolook", eine musikalische Nummer (mit Eva Pilz und Edith Leyrer über die neue Damenmode); ein kleiner Sketch über die Ansichten der Österreicher über die Zigeuner (mit Erich Frank und Toni Kern); eine musikalische Nummer über den Vatertag (mit dem Ensemble); zwei Posten des Bundesheergrenzschutzes bei der Wacht und mit großen Problemen beschäftigt (Kurt Sobotka und Johann Sklenka); ein kleiner Sketch über die Premiere von "Mohn ist auch eine Blume" (mit Edith Leyrer und Gerhard Frick); eine Publikumsbefragung von Teddy Podgorski über das Thema "Soll die österreichische Regierung entpolitisiert werden?" (mit Johann Sklenka); "Alles geht zu schnell", ein Song mit Gerhard Bronner und Peter Wehle; "Neuzuwachs für die TV-Chefredakteurediskussion" (mit Rudi Schippel als Hofrat Kalmar); ein Couplet mit Gerhard Bronner und Peter Wehle; ein Protestsong, interpretiert von Kurt Sobotka Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 18.06.1966: Das Zündendste am "Zeitventil" war für mich der Protestsong Sobotkas: ausgezeichnet komponiert, getextet, hinreißend interpretiert und auch die Inszenierung und Photographie von hoher Klasse. Das war weitaus effektvoller als alle die sogenannten Protestsongs deutscher Zunge – dazu aber noch Kritik und Parodie. Allerdings: dadurch, dass der Song ohne erklärende Conférence, ohne Kommentar plötzlich da war, hing er beziehungslos im Raum und war für Laien, die vom Thema keine Ahnung haben, ein zwar blendender, aber doch totaler Verriss sämtlicher Protestsongs und -sänger. Und das war, glaube ich, keineswegs Zweck der Nummer. Apropos Musik: vom Musikalischen her gab es durchweg Hochklassiges. Zum Beispiel der sehr jazzige "Geolook"-Song (als Zeitkritik allerdings nicht nötig), die "konzentrierten" Festwochen zu Beginn (von Regie und Darstellung her auch sehr gelungen), der Vatertagsong (zu lang allerdings) und "Alles geht zu schnell" (in dem ein ziemlich unnötiger, grober Schnitzer war, nämlich der vom afrikanischen Staatsoberhaupt und vom Baum), auch das Schlusscouplet. Witzig und gescheit Franks russische Ansprache an Frankreichs Präsidenten und Wehles Antwort. Die Chefredakteurediskussion präsentierte Rudi Schippels hinreißende Kalmar-Parodie. Sobotkas Brantl war hingegen nicht besonders gelungen (dafür war die Nummer wieder ausgezeichnet). Wichtig, aber wenig effektvoll und zu lang: die Rosenfeldnummer des Einsenders. Die anderen Nummern fielen alle ab. Noch eine Anerkennung: ein großes und ständiges Handicap, an dem allerdings die "Zeitventil"-Leute keine Schuld tragen, ist, dass zufolge der miserablen Produktionsbedingungen gerade die wichtigsten Nummern, nämlich die aktualitätsbezogenen, um Wochen hinter dem Anlass nachhinken und dadurch den Großteil ihrer Wirkung verlieren. Auf diese Weise wird nie ein Kabarett gemacht werden können, das die Zuseher aus ihrer Ruhe bringt. Vielleicht ließe sich das einmal ändern |
| 22:00 | Zeit im Bild |
| 22:20 | Jazz aus den USA Heute mit Duke Ellington und seinem Orchester |
Österreich – Technisches Versuchsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 14:15 | Schulfernsehen Die Tagebücher des Lewis und Clark (2) Expeditionsbericht aus der Pionierzeit Amerikas Eine Übernahme von der NBC |
| 15:15 | Schulfernsehen Die Tagebücher des Lewis und Clark (2) |
| 19:00 | Nachrichten |
| 19:05 | Die Antenne |
| Anschließend Tele-Spot | |
| 19:25 | Harrys Girls Filmserie mit Larry Blyden, Susan Silo, Dawn Nickenson, Dinah Williams |
| Anschließend Tele-Spot / Programmvorschau | |
| 20:00 | Tagesschau |
| Anschließend Tour de Suisse Bericht von der 6. Etappe Zug–Rorschach | |
| Anschließend Tele-Spot | |
| 20:25 | Im Brennpunkt Reportagen und Kommentare zur internationalen Lage Leitung der Sendung: Hans O. Staub |
| 20:50 | Reisender ohne Gepäck Schauspiel von Jean Anouilh, deutsch von Helma Flessa, mit Lil Dagover (als Herzogin), Robert Graf (als Gaston), Gertrud Kückelmann (als Valentine), Alice Treff (als Frau Renaud), Robert Dietl (als Georges Renaud), Ernst Konstantin (als Huspard), Jaspar von Oertzen (als Haushofmeister), Kurt Sobotka (als Kammerdiener), Peter Oehme (als Chauffeur), Monika John (als Juliette), Adolf Ziegler (als Notar Pickwick), Ursula Barlen (als Köchin), Sascha Hehn (als Knabe), Fernsehbearbeitung und Regie: Ludwig Cremer Gaston hat im Ersten Weltkrieg sein Gedächtnis verloren und sucht fünfzehn Jahre später immer noch seine Angehörigen. Verschiedene Familien, die in Frage kommen und die er abwechselnd besucht, beanspruchen ihn aus egoistischen Gründen als angeblich verschollenen Anverwandten. Bei den Renauds häufen sich die Indizien, dass Gaston tatsächlich der lange vermisste, verlorene Sohn zu sein scheint. Allerdings findet Gaston bei den Renauds eine so wenig schmeichelhafte Vergangenheit, dass er alles daran setzt, das belastende "Gepäck" seiner Personalität loszuwerden und wieder in der Anonymität seiner Unabhängigkeit zu verschwinden ... ZDF-Erstsendung: 24. April 1963 Anmerkung: Nach anderen Angaben lief das Fernsehspiel "Golden Boy", ARD-Erstsendung: 25.01.1962 |
| 22:20 | Tagesschau Spätausgabe |
| 22:30 | Programmvorschau |
| Do, 16. Juni 1966 ◀ 1966 ▶ Sa, 18. Juni 1966 |


