Fr, 25. Dezember 1959
Seite zuletzt bearbeitet vor 13 Tage
Aus TV-Programme
Zur Navigation springen
Zur Suche springen
| Do, 24. Dezember 1959 ◀ 1959 ▶ Sa, 26. Dezember 1959 |
ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 10:00 | Eurovisionssendung des Französischen Fernsehens Evangelischer Gottesdienst in der St.-Thomas-Kirche in Straßburg Predigt: Pastor Ernest Rebert Liturgie: Pastor Pierre Lutz Es singt der Kirchenchor St. Thomas, Leitung: Professor Charles Müller. An der Orgel: Elizabeth Hering (–11:00) TV-Fernsehwoche 3/1960, Leserbrief: Ich hatte mich so auf die evangelische Morgenfeier des französischen Fernsehens gefreut. Was geschah? Statt einer Andacht zeigte ein Sprecher, während der Kirchenchor sang, eine Dame an der Schreibmaschine und Bilderverkäufer und gab einen Kommentar dazu; die Predigt wurde übersetzt. Wenn ich in die Kirche gehe oder am Bildschirm sitze weil ich wegen der Pflege meines gelähmten Sohnes nicht zur Kirche gehen kann), will ich aus dem Alltagsleben heraus und Trost und Hilfe finden, aber das hier war kein Gottesdienst |
| 15:00 | Peterchens Mondfahrt Von Gerd von Bassewitz Personen: Anneliese (Cornelia von dem Bottlenberg), Peterchen (Frank von dem Bottlenberg), Mutter (Irmgard Först), Maikäfer (Horst Butschke), Sandmännchen (Dirk Dautzenberg), Nachtfee (Lola Müthel), Sonne (Margot Trooger), Frau Holle (Johanna Koch-Bauer), Windliese (Mira Hinterkausen), Minna (Tilla Hohmann), Blitzhexe (Edith Teichmann), Mann im Mond (Rudolf Therkatz), Wassermann (Wilhelm Wahl), Weihnachtsmann (Karl Luley), Sturmriese (Bernd M. Bausch), Regenfritz (Werner Vielhaber), Eismax (Walter Gottschow), Pfefferkuchenmann (Helmut Dickow), Milchstraßenmann (Hans Müller-Westernhagen) und Donnermann (Alwin Joachim Meyer) Musik nach Clemens Schmalstich von William Keiper Ausstattung: Hein Heckroth Fernsehbearbeitung: Hein Heckroth und Gerhard F. Hering Regie: Gerhard F. Hering Seit Jahrhunderten litt die Familie Sumsemann aus dem Geschlecht der Maikäfer an der verruchten Tat eines Bösewichts: Ihnen allen fehlte das sechste Bein, das dem Urahn einmal von einem schwarzen Mann abgehackt worden war. Die Fee der Nacht rächte sofort diese schlimme Tat und verdammte den Unhold auf den höchsten Mondberg. Aber leider hatte der Übeltäter sein erbeutetes Maikäferbein mit auf den Mond genommen. Und so mußten von nun an alle Sumsemänner mit fünf Beinchen auskommen. Doch die gute Fee der Nacht hatte auch hier einen Ausweg gefunden. Wenn ein Sumsemann zwei artige Menschenkinder finden würde, die noch nie ein Tier gequält haben, dann dürfte er mit ihnen das Glied wieder holen. Aber soviel die Maikäfer auch suchten – sie fanden die braven Kinder nicht. Dem letzten Sumsemann jedoch war das Glück hold. In Anneliese und Peterchen sollte er endlich die langersehnten Retter des sechsten Beines finden . . . Gong 51/1959: Mit dem Fernsehspiel "Peterchens Mondfahrt" will der NWRV heute Nachmittag den kleinen wie auch den großen Zuschauern eine Freude machen. Das Fernsehen hat für dieses Spiel viele bekannte Schauspieler verpflichtet und die wunderbare Welt des Märchens mit allen Einzelheiten im Kölner Fernsehstudio nachgebaut Hörzu 2/1960 schrieb in ihrer Kritik: Der Nachmittag des ersten Feiertages gehörte vorwiegend den Kindern. Mit "Peterchens Mondfahrt" zollte ihnen das Fernsehen einen hübschen Tribut in einer reizvollen Inszenierung: schade nur, dass die Güte des Bildes nicht die Güte der Aufführung hatte Hörzu 2/1960, Leserbriefe: Mit dieser Sendung hat das Fernsehen unseren kleinen (und großen) Kindern wirklich ein wunderschönes Geschenk gemacht; – Auch wir Erwachsene hatten unsere Freude an dieser reizenden Sendung, an der uns alles, bis auf die Bildqualität, gefiel Gong 3/1960 schrieb in seiner Kritik: [...] zündete der NWRV Köln mit "Peterchens Mondfahrt" eine mächtige und sprühende Wunderkerze an. Bei der Ausstattung wie in der Wahl der Darsteller hatte man sich vom Prinzip leiten lassen, dass für das Fernsehen das Beste gerade gut genug ist. Die anfängliche Befürchtung, das Spiel könnte unter den Segeln eines pompösen Kitsches dahintreiben oder gar kentern, erwies sich als unbegründet, dafür sorgten schon die von Gerd von Bassewitz vorgezeichneten, reizenden und bewährten Texte. Allerdings werden manche der kleinen Zuschauer durch die fast zweistündige Spieldauer überfordert worden sein, zumal sich unmittelbar danach – wiederum zwei Stunden lang – die recht attraktive Übertragung aus dem Nationalzirkus Knie anschloss TV-Fernsehwoche 3/1960 schrieb in ihrer Kritik: "Peterchens Mondfahrt" mit üppiger Starbesetzung beim Kaffeekränzchen der Nachtfee, eine anmutig servierte Delikatesse, nicht nur für Kinder (WDR) (–16:50) |
| 17:00 | Zu Gast beim Schweizerischen Nationalzirkus Knie Eine Übertragung aus dem Zirkus-Krone-Bau in München Für die Zirkusleute dauert das Weihnachtsfest nur wenige Stunden. Am Heiligabend versammeln sich alle in der Manege zu einer kleinen Feier; in den Ställen glitzert irgendwo im Winkel eine Kerze, wenn die Tiere ihre Sonderration bekommen. – Heute erinnert nur noch der Weihnachtsbaum am Rande der Manege an das Fest. Artisten und Tiere arbeiten wie an jedem anderen Tag, um den Menschen – auch Ihnen am Bildschirm – Freude zu bringen. Der Schweizer Nationalzirkus Knie, der zur Zeit im Münchner Zirkus-Krone-Bau gastiert, zeigt Ihnen heute abend ein erlesenes Programm anlässlich "160 Jahre Artisten- und Zirkusdynastie Knie" Hörzu 2/1960 schrieb in ihrer Kritik: Reizvoll auch der anschließende Besuch im Schweizerischen Nationalzirkus Knie. Besonders lobenswert die Art des Kommentars (– 19:00 Uhr / BR) |
NDR/RB | |
| 19:00 | Die Nordschau (–19:45) |
WDR | |
| 19:00 | Hier und Heute Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen (–19:45) |
| 20:00 | Nachrichten Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| 20:05 | Aus dem Cuvilliés-Theater in München Der Barbier von Sevilla Komische Oper in zwei Akten Text von Cesare Sterbini Musik von Gioacchino Rossini Personen: Graf Almaviva (Fritz Wunderlich), Bartolo, Arzt, Vormund der Rosine (Max Proebstl), Rosine, sein Mündel (Erika Köth), Figaro, Barbier (Hermann Prey), Basilio, Musiklehrer (Hans Hotter), Marzelline, Haushälterin im Hause Bartolos (Ina Gerhein), Fiorillo (Karl Ostertag) und ein Offizier (Adolf Keil) Musikalische Leitung: Joseph Keilberth Bühnenbild und Kostüme: Max Bignens Inszenierung: Herbert List Der Barbier von Sevilla ist derselbe schlaue Meister des Rasiermessers, der in der "Hochzeit des Figaro" von Mozart heiratet. In Rossinis Werk hilft Figaro zunächst einmal einem anderen in die Ehe: dem Grafen Almaviva. Graf und Gräfin, Doktor Bartolo und Basilio – sie alle sind Gestalten beider Opern, sind Geschöpfe Mozarts und Rossinis. Der Deutsche ist inniger und tiefer, der Italiener leichter und lustiger – ihre musikalischen Welten sind von verschiedenen Temperamenten geschaffen. Rossini spaßt mit überquellender Laune: Seine Oper ist eine Hochzeit, die Wohllaut und Witz halten. Deshalb lassen wir uns gern zu Weihnachten Teil eins der Geschichten von Figaro schenken, zumal uns das Fernsehen den zweiten, den Mozartschen Teil, schon als Osterei 1959 beschert hat. Hörzu 2/1960 schrieb in ihrer Kritik: Am Abend dann die Weihnachtsgabe des Bayerischen Rundfunks: ein Logenplatz im Cuvielliés-Theater in München, wo Rossinis "Barbier von Sevilla" über die Bühne ging. Die Techniker hatten sich alle Mühe gegeben, die Szenerie hell auszuleuchten, die Kameras richtig zu postieren, die Mikrofone gut zu verteilen. An der Inszenierung konnten si nichts ändern; so geriet manches für den Bildschirm zu statuarisch. Aber dank der Behändigkeit der Bildregie, dank der vorzüglichen Tonwiedergabe war das musikalische Spiel ein reines Vergnügen; man spürte etwas von der echten Theater-Atmosphäre. Künstlerisch war die Aufführung unübertrefflich: Erika Köth, Fritz Wunderlich, Hermann Prey, Hans Hotter, Max Proebstl – kann man sich eine bessere Besetzung überhaupt denken? Nicht zu vergessen die subtile musikalische Gestaltung durch Joseph Keilberth und die vorzügliche Regie Hermann Lists. Für ein solches Weihnachtsgeschenk gebührt den Münchnern höchstes Lob Hörzu 2/1960, Leserbrief: Nachdem wir kürzlich die hervorragende Opernsendung "Zar und Zimmermann" sehen konnten, ist uns bei dieser Übertragung klargeworden: Opernaufführungen müssen extra für das Fernsehen eingerichtet werden. Direktsendungen von Opernbühnen haben zuviele Nachteile. Die Bildregie war wirklich gut, aber sie konnte die Mängel nicht ausgleichen Gong 3/1960 schrieb in seiner Kritik: Die Münchener rückten diesmal von der schon fast traditionellen Wilhelm-Inszenierung am 1. Feiertag ab und übertrugen stattdessen aus dem Cuvilliés-Theater Rossinis "Barbier von Sevilla". Trotz der etwas kühl stilisierten Ausstattung, die gerade durch ihren Gegensatz zur herrlichen Innenarchitektur des Theaters spürbar wurde, entfaltete sich auf der Bühne ein beschwingtes, mitreißendes Spiel, das vor allem von Hans Hotter als Basilio, von Erika Köth und von Hermann Prey als Figaro getragen wurde. Die Akustik freilich war nicht immer befriedigend. Hier zeigte sich, dass die Tonregie aus einer Studio-Inszenierung im allgemeinen doch mehr herauszuholen vermag TV-Fernsehwoche 3/1960 schrieb in ihrer Kritik: "Der Barbier von Sevilla" aus dem prunkvollen Cuvilliés-Theater in München mit Opernstarbesetzung war ein absoluter Höhepunkt im Fernsehen (BR) |
DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 10:00 | Evangelischer Gottesdienst Übertragung aus der Thomas-Kirche Eine Eurovisionssendung des Französischen Fernsehens aus Straßburg (– 11:00 Uhr) |
| 15:00 | Peterchens Mondfahrt Übernahme vom Deutschen Fernsehen (– 16:50 Uhr) |
| 17:00 | Zu Gast beim Schweizer Nationalzirkus Knie Übernahme vom Deutschen Fernsehen (– 19:00 Uhr) |
| 19:30 | Zeit im Bild |
| 19:45 | Das Steyrer Krippenspiel |
| 20:40 | Seraphine oder Die stumme Apothekerin Oper von Heinrich Sutermeister |
| 21:55 | Zeit im Bild mit Streiflichtern aus Österreich (– 22:10 Uhr) |
Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 10:00 | Evangelischer Gottesdienst Übertragung aus der Thomas-Kirche Eine Eurovisionssendung des Französischen Fernsehens aus Straßburg (– 11:00 Uhr) |
| 15:45 | Weihnachten auf dem Marktplatz Wiederholung von gestern |
| 17:00 | Zu Gast beim Schweizer Nationalzirkus Knie Übernahme vom Deutschen Fernsehen (– 19:00 Uhr) |
| 20:15 | Der kleinste Engel und der Weihnachtsstern Weihnachtserzählung von Charles Tazewell |
| 20:30 | Von Bethlehem bis Nazareth Ein Dokumentarfilm des Südwestfunks |
| 21:00 | Amahl und die nächtlichen Besucher Oper von Gian Carlo Menotti Eine Aufzeichnung des Amerikanischen Fernsehens NBC ARD-Erstsendung: 6. Januar 1958, Erstsendung im Schweizer Fernsehen: 16. Januar 1958 |
| 22:00 | Nachrichten |
| Do, 24. Dezember 1959 ◀ 1959 ▶ Sa, 26. Dezember 1959 |


