Fr, 3. Juni 1966

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Do, 2. Juni 1966   ◀                 1966                 ▶   Sa, 4. Juni 1966

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

07:45 Farbfernseh-Versuchssendungen
– 09:45 Uhr

Vormittagsprogramm von ARD und ZDF
nur über die Fernsehsender des NDR mit RB, Meißner (HR), Kreuzberg/Rhön und Ochsenkopf/Fichtelgebirge (BR)
 10:00 Nachrichten
 10:05 Tagesschau
Wiederholung vom Vorabend
 10:20 Gelernt bleibt gelernt
Artisten von damals, heute gesehen
 11:10 Teste dich selbst
Ein modernes Gesellschaftsspiel?
 12:00 Das aktuelle Magazin
– 13:30 Uhr

SR
 12:30 Im Dreieck
Eine Sendung für Schichtarbeiter im Montandreieck in deutscher und französischer Sprache (– 13:30 Uhr)

SFB
 16:10 Dschungel-Boy
Heute: Der verlorene Sohn

16:40 Nachrichten der Tagesschau
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
16:45 Sport – Spiel – Spannung
Eine (möglichst) unterhaltsame Sendung mit Klaus Havenstein
Universitätsprofessoren klagen, dass heutige Studenten nur noch Lernmaschinen seien. Wie sieht es in dieser Beziehung bei unseren Schülern aus? Normalerweise ist ihre freie Zeit am Nachmittag so sehr mit Lernen ausgefüllt, dass wenig Zeit für Pläne und Wünsche bleibt. Die heutige Ausgabe will Beispiele und Anregungen geben, wie man trotzdem noch einem Hobby frönen kann (ab 12 / BR)
17:55 Vorschau
auf das Nachmittagsprogramm der kommenden Woche (WDR)
18:00 Nachrichten der Tagesschau
Alle Sender außer BR (– 18:05 Uhr)

NDR/RB
 18:05 Berichte vom Tage
 18:16 Die Nordschau
Heute: Das Freitagsmagazin
 18:50 Das Sandmännchen
 19:00 Berichte vom Tage
 19:21 Jedermannstraße 11
Heute: Die Einladung
 19:59 Programmhinweise

SFB
 18:30 Gewagtes Spiel
Heute: Tod in der Roßbachwand
 19:05 Das Sandmännchen
 19:15 Blick in die Presse
 19:23 Wetterbericht
 19:25 Berliner Abendschau
mit "Stricheleien – Sticheleien" von Oskar

WDR
 18:05 5 nach 6
Sportvorschau
 18:30 Hier und Heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:10 Vergessene Inseln der Südsee
Heute: Marquesas
 19:40 Wie im Scheinwerfer
Jugendsendung mit Trude Kaiser und Prof. Clemens Kaiser-Breme

HR
 18:05 Programmhinweise
 18:10 Philipp II. – Bildnis eines Einsamen
Szenen aus Schillers Drama und Verdis Oper "Don Carlos" vervollständigen das Porträt
 18:40 Das Sandmännchen
 18:50 Die Hessenschau
 19:10 Die Abenteuer des Bob Moran
Heute: Das Geheimnis der alten Vase
Prof. Harding, ein Freund Bobs, hat mit zwei anderen Forschern eine seltsame alte Vase ausgegraben. Bei einem Besuch findet Bob seinen Freund leblos im Museum von Beirut ...
 19:50 Heute in Hessen

SR
 18:05 Aktuelles von hüben und drüben
 18:15 Drei und Paris
 18:30 Das Sandmännchen
 18:35 Rätseloptik
 18:45 Der dunkle Nachbar
Heute: Das 3000jährige Reich des Negus Negesti
 19:20 Mosaik
 19:45 Aktueller Bericht

SDR/SWF
 18:05 Wells Fargo
Heute: Der Deserteur
 18:40 Die Abendschau / Blick ins Land
 19:10 Das Sandmännchen
 19:20 Treffpunkt New York
Heute: German Town
 19:54 Nachrichten
aus Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz

BR
 18:10 Panorama Italiano
Für Italiener in Deutschland
 18:25 Nachrichten
 18:35 Sag die Wahrheit!
Ein Ratespiel mit Guido Baumann
Heute sind zu erraten: der Leiter der Milchwirtschaft, Dr. Edmund Renner, und der Lawinenforscher Dr. Claude Jaccard, im Rateteam: Lilian Westphal, Petra Schürmann, Dr. Hans Stotz und Hans Sachs, Regie: Peter Küp
 19:05 Nachrichten und aktuelle Viertelstunde
 19:25 Die Münchner Abendschau
Heute: Das Magazin

20:00 Tagesschau
Das Wetter morgen, mit dem Reisewetterbericht zum Wochenende
20:15 Thilo Koch berichtet:
Begegnungen in Deutschland
Regie: Peter Otto
Trotz Mauer und Minengürtel gibt es Begegnungen zwischen Deutschen zu beiden Seiten der Zonen- und Sektorengrenzen. Mehr als eineinhalb Millionen Rentner kommen jährlich in die Bundesrepublik zu Besuch. Thilo Koch und seine Mitarbeiter unter Leitung von Peter Otto filmten in Ost und West solche "Begegnungen in Deutschland"
Gong 26/1966 schrieb in seiner Kritik: Jährlich 1,2 Millionen Besucher aus Mitteldeutschland in der Bundesrepublik, zwei Millionen Bundesrepublikaner und 200 000 Jugendliche – zumeist in Gruppen – zu Besuch in der Zone! Nüchterne, für den Abseitsstehenden vielleicht einmal interessante Zahlen, die Thilo Koch an den Anfang seiner gelungenen Dokumentation stellte. Sachlich, ohne kritischen Kommentar, zeigte er die Tragik und Problematik des geteilten Deutschland auf, aber gerade diese Aufzählung von Fakten in Wort und Bild besagte mehr, als er mit einer stimmungsheischenden Kamera erreicht hätte. Die Frage, ob wir nach über 20 Jahren hüben und drüben noch Gemeinsamkeiten besitzen, wurde vielleicht am besten damit beantwortet, dass es schwerer ist, über politische Gegensätzlichkeiten zu sprechen, als Gemeinsamkeiten festzustellen. Aber gerade die auf der oberen politischen Ebene eingenommene Haltung erschwert auch die menschlichen Kontakte, die als einzige Brücke heute noch geblieben sind. Doch die Antwort darauf, ob diese "kleinen Kontakte" genügen, um bei einer unveränderten politischen Situation auch weiterhin "Gemeinsamkeiten" zu besitzen, blieb im Raum stehen. Somit war der Beitrag am Vorabend des Redneraustausches eine Mahnung, dass zur Wiedervereinigung auch ein Geben und Nehmen in beiden Teilen Deutschlands gehört
Hörzu 26/1966 schrieb in ihrer Kritik: Dem Weg der kleinen Schritte, oft gefordert und auf privater Ebene demonstriert, folgten Thilo Koch und seine Kameramänner. Die "Begegnungen in Deutschland" waren zumeist persönlicher Art. Thilo Koch fing einzelne Gespräche der Menschen aus Ost und West ein – einfache Gespräche vor einem politischen Hintergrund. Jede Unterhaltung, so privat sie auch sein mochte, stand im Schatten der politischen Auseinandersetzung. Aber die Sendung zeigte auch, wie bewusst die Begegnungen und Kontakte gesucht werden, und nicht nur um der verwandtschaftlichen Bedingungen willen. Auch der Fernsehzuschauer, der den östlichen Alltag nicht aus eigenem Erleben kennt, dürfte bei diesen Filmdokumenten und Interviews nachdenklich geworden sein (ab 14 / NDR)
21:00 Polizeirevier 87
Heute: Immer im Einsatz
Von Evan Hunter, Personen und Darsteller: Steve Carella (Robert Lansing), Robert Havilland (Gregory Walcott), Bert Kling (Ron Harper), Meyer Meyer (Norman Fell), Karl Harrod (Richard LePore), Danny Gimp (Walter Burke), Carol Rodale (Barbara Turner), Claire Townsend (Margie Regan), Terry (Anita Sands), Monoghan (King Calder), Brecht (Ben Hammer), Artie (Alan Dexter), Helen (Stephanie Hill), Mrs. Mattfield (Vivi Janiss), Robert "Bobby" Mattfield (John Clarke Bowman), Blaney (Dal McKennon), Labortechniker (Dennis McCarthy) und andere, Regie: Don Weis
Bert Kling, Benjamin des Teams im Polizeirevier 87, freut sich auf ein verlängertes Wochenende mit seiner Freundin Claire. Auf der Fahrt wird Kling zufällig Augenzeuge eines Raubüberfalls. Zwei junge Burschen haben die Tageskasse eines Kinos geraubt und wollen flüchten. Als der Beamte die beiden stellen will, schießt einer auf ihn. King erwidert das Feuer und trifft einen der Räuber tödlich, dem anderen gelingt die Flucht. Es stellt sich heraus, dass der Tote Robert Mattfield hieß, Sohn einer Witwe war und die Tat aus materieller Not beging. Kling belastet der Vorfall schwer, erst seinem Chef gelingt es, ihn aus der schweren seelischen Krise zu helfen ...
Vom Deutschen Fernsehen aus Köln (ab 16)
21:45 Bericht vom SPD-Parteitag in Dortmund
(WDR)
22:05 Tagesschau
Das Wetter morgen
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
22:20 Glück in Frankreich
Von Ernst von Salomon, Personen und Darsteller: Ernst (Hartmut Reck), Majie (Veronique Viala), Oskar (Herbert Bötticher), Isa (Marijke Bakker), Verleger (Hans Cossy), Seyerlen (Friedrich Joloff), Tantine (Louisette Rousseau), Dominique (Simono), Polizeikommissar (Jean Pierre Zola), Jean-Pierre (Clement Harari), Gambetta (Lucien Frégis), Kapitän (Albert Michel), Eisverkäufer (Jacques Serres), Szenenbild: Paul Haferung, Musik: Rolf Wilhelm, Kamera: Walter H. Schmitt, Regie: Paul May
1931. Schriftsteller Ernst wird in den politischen Wirren der Weimarer Republik als angeblicher Bombenleger ins Gefängnis gesteckt und beginnt dort, einen neuen Roman zu schreiben. Nach seiner Entlassung schickt ihn sein Verleger nach Frankreich, wo er in der stillen Atlantik-Bucht von Erromardie sein Werk vollenden soll. In seiner Pension lernt Ernst die hübsche Majie kennen und verliebt sich in das Mädchen. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer ...
ARD-Erstsendung: 30. Mai 1965
Hörzu 26/1966, Leserbrief: Dieses Fernsehspiel nach einem Buch Ernst v. Salomons hat mir auch als Wiederholung sehr gefallen. Ganz großartig spielte Veronique Viala die Majie. Ich könnte mir keine andere Darstellerin denken, die diese Rolle so natürlich, so frisch und überzeugend spielen würde (Für Erwachsene / WDR)
23:55 Nachrichten der Tagesschau
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg

ZDF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:40 Die Sportinformation
Dreißig Minuten rund um den Sport
18:10 Nachrichten
Anschließend
Wetterbericht
18:20 Die Drehscheibe
Ein Magazin zum Feierabend
Im Unterhaltungsteil Barbara Valentin mit "Dreht dich nicht um, Monsieur" und The Modern Sounds mit "Verträumtes Meer"
18:55 Schiff ahoi!
Von Seebären und Landratten
Heute: Gut geködert ist halb gefangen
Captain Bailey hat als passionierter Angler die Bucht von Balboa genau im Kopf. Doch seit einigen Tagen ist es wie verhext: kein Fisch will bei ihm anbeißen. Und das gerade jetzt, da zahlungskräftige Kunden warten. Als er eines Tages wieder mit leeren Händen von einer Angelpartie zurückkehrt, sieht er am Ufer den kleinen Stanley, der mühelos einen selten weißen Seebarsch aus dem Wasser holt. Das muss am Köder liegen. Den hat Stanleys Großmutter zubereitet ...
Mit Paul Ford (Captain Bailey), Rosemary De Camp (Großmutter) (ab 14)
19:27 Mainzelmännchen-Kapriolen und Wetter
19:30 Heute
Nachrichten Themen des Tages
20:00 Die großen Spione
Der Mann, der sich Abel nannte
Dokumentarspiel von Maria Matray und Answald Krüger, Personen und Darsteller: Abel (Carl Raddatz, erste Fernsehrolle), Hayhanen (Rolf Boysen), Hanna (Ida Krottendorf), Major Howard (Heinz Weiss), Captain Macintosh (Harry Riebauer), Captain O'Brian (Herbert Mensching), Remisoff (Ernst Fritz Fürbringer), Jones (Reinhard Glemnitz), Bancroft (Paul Glawion), Pittaluga (Otto Stern), Stanley Wood (Alexander von Rosen), Sylvia (Almut Eggert), Richter Byers (Hans Leibelt), Verteidiger Donovan (Hans Korte), Staatsanwalt Tompkins (Herbert Fleischmann), Barlow (Lutz Moik), Kioskbesitzer (Jean-Pierre Zola), Gerichtssprecher (Hannes Kaetner), Bradley (Johannes Buzalski), Walter (Fred Klaus), Verbindungsoffizier (Harry Raymon) und andere, Sprecher: Reinhard Glemnitz, Kamera: Georg Krause, Schnitt: Ira Oberberg, Kostüme: Ingeborg Ege-Grützner, Masken: Fritz Seyfried, Aufnahmeleitung: Dieter Schönemann, Regieassistenz: Ilona Juranyi, Musik: Hans-Martin Majewski, Szenenbild: Willi Schatz, Produktionsleitung: Jörg Zorer, Regie: Ludwig Cremer
Am 10. Februar 1962 fand auf der Glienicker Brücke in Berlin ein denkwürdiges Ereignis statt: Der sowjetische Meisterspion Rudolf Iwanowitsch Abel wurde gegen den über der Sowjetunion abgeschossenen U-2-Piloten Francis Gary Powers ausgetauscht ... Das Dokumentarspiel erzählt die Geschichte Abels, der das sowjetische Spionagenetz in Nord- und Mittelamerika leitete. In New York tarnte er sich als "armer Maler. Keiner ahnt, dass er geheime Funknachrichten empfängt und von hier aus Mikrofilme hinter den Eisernen Vorhang gehen. Einer seiner Mitarbeiter, Oberstleutnant Hayhanen, verrät ihn eines Tages an die Amerikaner ...
Gong 22/1966: Dokumentarspiel um die Spionagetätigkeit des russischen Obersten Abel, der 1962 von den Amerikanern gegen den in Russland abgestürzten Piloten Powers ausgetauscht wurde. Ab 16
Das Hamburger Abendblatt schrieb am 04.06.1966: Das Dokumentarspiel, das den Fall des russischen Meisterspions Rudolf Abel durchleuchten wollte, musste sich weitgehend mit landläufigen Klischees über das gefährliche Leben der Agenten begnügen. Wer dieser sogenannte Oberst Abel, der auch unter vielen anderen Namen neun Jahre lang in den USA aufgetreten ist, wirklich war, scheint nach den Ermittlungen des Autorengespanns Maria Matray und Answald Krüger noch keineswegs ergründet worden zu sein. Ludwig Cremer hat das Spiel trotz der mangelhaften Dokumentation dank guter Darsteller immerhin zu einer spannenden Story zurechtgeknetet. Carl Raddatz, Rolf Boysen und Ida Krottendorf haben ihn neben vielen anderen Mitwirkenden nach Kräften dabei unterstützt. Raddatz wird man nun hoffentlich häufiger auf dem Bildschirm sehen
Anschließend
Kurznachrichten
21:15 Blickpunkt
Informationen und Meinungen zur Außenpolitik
21:45 Aspekte
Informationen und Meinungen aus dem Kulturleben
Heute mit einem Porträt des Schriftstellers Ernst Jünger (ab 16)
22:15 Heute
Nachrichten, Wetter, Themen des Tages

Nord 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendepause vom 4. April bis 4. September 1966

Hessen 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:00 Schreiben Sie schneller (20)
Stenografie mit Walter Klein
Wiederholung von gestern
19:30 Benvenuti in Italia (20)
Italienisch für Anfänger mit Ima Agustoni (Wh.)
20:00 Tagesschau
Das Wetter morgen
20:15 Deutschlandstreicher
Wiederholung aus dem ARD-Hauptprogramm vom 26. Mai 1966
21:00 Beat! Beat! Beat!
Eine Musiksendung im Beat-Rhythmus für junge Leute
Mitwirkende: The Rattles, Lee Curtis, Sounds Incorporated, Helen Shapiro und The Overlanders
Sprecher: Mal Sondock, Regie: Ekkehard Böhmer
21:45 Nachrichten aus Hessen
21:50 Schach – das königliche Spiel (10)
Mit Wolfgang Unzicker und Robert Lembke
22:05 Der Sportkalender
– gegen 22:35 Uhr

Bayern 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:00 Kursprogramm
Kunst in Bayern (8)
Eine Stilkunde zum Erwandern mit Herbert Alexander Stützer
In der Münchner Alten Pinakothek sieht man Werke, an denen man die Entwicklung der Malerei der Renaissance verfolgen kann. Auch Beispiele des zeitlich sich anschließenden Manierismus befinden sich dort. Zwar hat Bayern Bauwerke aufzuweisen, die Merkmale der Renaissance tragen, aber immer finden sich an ihnen auch Stilmerkmale der späten Gotik
19:30 Das internationale Rote Kreuz
20:00 Tagesschau
Das Wetter morgen
20:15 Musisches Programm: Theaterkolleg
Die Welt der Bühne als Bühne der Welt (11)
Von Paul Frischauer und Michael Kehlmann
Heute: So ist es – ist es so. Zeigt das moderne Theater die Wirklichkeit? Ist Wirklichkeit Theater?
Das Theater unserer Zeit spiegelt die tiefe geistige Unsicherheit, in der vertraute Maßstäbe nicht mehr gelten, in der die Begriffe von Zeit und Raum aufgehoben sind. Das absurde Theater lehrt die Menschen, seine eigene Situation in seiner ganzen Verzweiflung und Härte zu begreifen – so Martin Esslin. Wie die Mystik nimmt das Theater des Absurden seine Zuflucht in einer poetischen Metaphernsprache. Wir sehen Ausschnitte aus Schnitzlers "Der grüne Kakadu", Pirandellos "So ist es – ist es so", Tennessee Williams' "Glasmenagerie", Beckets "Warten auf Godot" und von Schönthans "Der Raub der Sabinerinnen"
21:05 Musisches Studienprogramm
Robert Schumann
Sieben Stücke aus den "Kinderszenen" und "Vogel als Prophet"
Jörg Demus spielt auf einem Klavier Robert Schumanns
21:20 Chronik
Nachrichten und Information

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

09:50 Medizin nach Noten
10:00 Aktuelle Kamera
10:25 Im Blickpunkt
10:35 Objektiv
Wiederholung von gestern
11:15 Die vier Gerechten
Heute: Das falsche Gutachten
Wiederholung von gestern
11:40 Studio Halle
Lampenfieber
Wiederholung von gestern
12:40 Testsendungen
U.a. von 13:30–14:50 Uhr: "Die Abenteuer des Krosch" (– 16:25 Uhr)
16:30 Programmvorschau
16:35 Medizin nach Noten
16:45 Schülerprogramm zum heimatkundlichen Deutschunterricht – Verkehrserziehung (1. bis 3. Klassen)
Du bist dabei!
Unsere Fahr(rad)schule
17:00 Schülerprogramm zum Unterricht in Staatsbürgerkunde (9. bis 12. Klassen)
Die Technische Revolution und wir
Woher kommt das Geld für die technische Revolution?
Mit Oberstudienrat Heinz Frankiewicz, gestaltet aus Beiträgen der Sendereihe "Bilder und Bemerkungen zur Technischen Revolution"
17:30 Fernsehakademie
Russisch für Sie (51)
Heute: Im Sanatorium (Wh.)
18:00 Tanz mit mir!
Heute: Wiener Walzer
18:30 Fakten und Figuren
Heute: Dressur der Elektronen
18:45 Programmvorschau
18:50 Unser Sandmännchen
Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 ttt zum Wochenend
19:25 Das Wetter
19:30 Aktuelle Kamera
19:50 Im Blickpunkt
20:00 Das Geheimlabor
Tschechoslowakischer Film, Regie: Jiri Lehovec
21:20 Fernseh-Urania
Geheimcode des Lebens: Können Erbanlagen verändert werden?
Mit Prof. Dr. Rolf Löther, Institut für Philosophie der Humboldt-Universität Berlin, nach anderen Angaben mit Prof. Dr. Erhard Geissler, Institut für Mikrogenetik der Universität Rostock
21:50 Aktuelle Kamera
22:05 Razzia
DEFA-Film (1947) Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

10:00 Schulfernsehen
Islandsaga (1)
Heute: Landnahme und Besiedelung
Text: Hans-Ole Hansen und Mogens Winkler, deutsche Version: Dr. Anton Böhm
Eine Sendung des Dänischen Rundfunks
11:00 Kurznachrichten
11:03 Programm für Schichtarbeiter
Mittwoch zwischen 5 und 7
Wiederholung von gestern
Anschließend
Kurznachrichten
18:30 Kurznachrichten
18:35 Blick ins Land
Unsere landwirtschaftliche Rundschau
Vorgesehene Beiträge: Land- und forstwirtschaftliche Zusammenarbeit (Norwegen), Urbarmachung von Lehmböden (Australien), Milchabholung Gmünd (Österreich), Schneckenzucht (Österreich)
Gestaltung: Hans Richter
Anschließend
Tipp-Revue
19:00 Fernsehküche
Küchenchef Hans Hofer bereitet und serviert: Junges Huhn mit Gemüse
Anschließend
Für Sie notiert
19:30 Zeit im Bild
19:55 Schaufenster und Kurzfilm-Mosaik
20:15 Schöne Geschichten mit Papa und Mama
Von Alfonso Paso, deutsch von Gerhard Metzner, Personen und Darsteller: Dr. Rodriguez (Hans Holt), Dolores Velasco (Vilma Degischer), Fernando Cano (Erik Frey), Manuela Velasco (Ingrid Kohr), Ricardo Cano (Albert Rueprecht), Consuelo, medizinische Assistentin (Marianne Chappuis), Isabella, Raumpflegerin (Helen Arcon), Bühnenbild: Gaby Niedermoser, Kostüme: Inge Lüttich, Bildregie: Wolf Dietrich, Inszenierung: Hans Hollmann
Aufzeichnung einer Aufführung aus den Wiener Kammerspielen
Der spanische Arzt Dr. Rodriguez empfiehlt als Rezept gegen vorzeitiges Altern eine leidenschaftliche Liebe und zeigt, wie zwei einsame alte Hypochonder, Witwe Dolores und Witwer Fernando, die einander zufällig in seinem Wartezimmer über den Weg laufen, unversehens einen zweiten Frühling erleben. Weniger erfreut sind die Nachkommen der beiden Herrschaften, die einer nüchtern-sachlichen Generation angehören. Nur langsam lernen die Jungen am Beispiel der Alten, was auch für sie wichtig wäre ...
Österreich-Hörzu 22/1966: Das Stück ist eine Komödie! Handfestes Theater, jedoch vom Charme der Grand Dame Vilma Degischer verfeinert
Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 11.11.1965 zur Theaterpremiere am 09.11.1965: [...] versetzt den Kritiker in die angenehme Lage, herzlich mitzulachen [...]. Es ist sicherlich keine große Sache, aber man sollte dergleichen auch nicht unterschätzen: ein Stück, eine Inszenierung, eine Darstellung, die zu allen Spielarten der Heiterkeit vom Schmunzeln bis zur Lachsalve einlädt. [...] Man soll diesen Kammerspielabend ohne falsche literarische Scham genießen, auch wenn das Stück von Alfonso Paso und die Inszenierung von Hans Hollmann gelegentlich in Klamauk ausarten. Der Regisseur hat sicherlich zuviel gemacht, aber doch zuviel des Guten! [...] Und dieses Stück, das nicht mehr als ein Schwank sein will, erlaubt Vilma Degischer immerhin die fulminante Abrechnung einer enttäuschten Frau mit ihrem verstorbenen Pedanten von Ehemann. In der Szene ist die Degischer ganz groß. Die liebe Mama vom Dienst kann endlich einmal wieder zeigen, was für eine Komödiantin sie ist, welches Temperament sie hat, vom Sex-Appeal und der Ironie, mit der sie ihn würzt, gar nicht zu reden. [...] Erik Frey legt einen eingebildeten Kranken hin, von dem Molière allerhand lernen könnte. Gegen den raunzigen Humor seines Hypochonders kommt diesmal nicht einmal der bubenhafte Charme des Liebhabers mit den grauen Schläfen auf. Hans Holt konferiert, ein Liebesdoktor, der Esprit und Skepsis mit Eleganz verteilt. Wie gut Marianne Chappuis ihm assistiert, zeigt, dass ihr erstes "Guten Abend" sofort Stimmung im Haus macht. Das in Pflichtbewusstsein verstockte junge Paar karikieren Ingrid Kohr mit weniger, Albert Rueprecht mit mehr Ironie, Helen Arcon ist eine Carmen von Bedienerin. Witz und Einfall haben auch die Bühnenbilder und Kostüme. Hans Hollmann hat mit seinen übersprudelnden und entwaffnenden Einfällen alle zu guter Laune angesteckt. Seit Jahren die beste Stimmung in den Kammerspielen
Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 04.06.1966: Der Gourmet hat Gänseleber auf dem Toast gehabt, hat Papageienzungen – geröstet, getrüffelt, geräuchert – gespeist, hat vom Rind prinzipiell nur den Tafelspitz akzeptiert, vom Schwein überhaupt nichts, und dazu nur erlesene Spitzenweine. Der Gourmet hat alles im Magen gehabt, was gut und teuer und nicht küchenjedermanns Sache ist. Und jetzt ist er so weit, dass er einen ganz deplacierten Heißhunger auf ein simples Wiener Schnitzel hat. Er bestellt es, genießt es, ist glücklich. So ist es mit solchen Stücken wie "Schöne Geschichten mit Papa und Mama", dessen Aufzeichnung wir gestern sahen. Der Fernseher ist mit den Bildschirmdramaturgen durch die Höhen und Tiefen der Psychologie gewandert, hat Grenzsituationen der Existenz gesehen, hat sich mit Schaudern von dieser Hölle gewandt und Surreales, Naturalistisches, Symbolisches, Mystisches, Klassisches und allerhand ähnlich Gedankenvolles gesehen. Der Fernseher hat sich war nicht das Hirn verdorben, aber er sehnt sich ab und zu nach unbeschwertem Lachen, Pointen und reinem Komödiantentum. Und eben das wurde ihm mit obengenanntem Stück serviert, appetitlich angerichtet. Der Fernseher lehnte sich zurück, war entspannt, genoss nur und war froh, weil er lachen konnte. Nur ist der Fernseher ein wenig traurig, weil er weiß, dass derlei dramatische Kost ungemein rar ist. Deshalb allerdings schätze er's wieder doppelt, das Stück und das Lachen
Österreich-Hörzu 25/1966 schrieb in ihrer Kritik: [...] Der Autor ist ein Meister in der Herbeiführung komischer Situationen, er lässt seine Figuren zur dermaßen unrechten Zeit auftreten, dass die Possenwirkung keine Grenzen kennt und der Zuschauer an die Klamaukgenies Arnold und Bach erinnert wird. Dazu kommt eine sichere Pointierung des Dialoges, die von Regisseur Hans Hollmann in jedem Fall richtig verwertet worden ist
22:15 Zeit im Bild
22:35 Jazz aus USA
Jazzstars und -bands beim Newport-Festival
Mitwirkende: Bobby Hackett, Louis Armstrong und Duke Ellington

Österreich – Technisches Versuchsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:00 Kurznachrichten
19:03 Hallo – Herr Tankwart! (1)
Heute: Der Teufel ist los
Mit Klaus Behrendt, Wolfgang Bechmann, Sigrid Lagemann, Karl-Heinz Gerdesmann und anderen, Regie: Cas W. van den Berg
Gong 22/1966: In dem vierteiligen Film bildet eine außerhalb der Stadt gelegene Tankstelle den Mittelpunkt amüsanter und abwechslungsreicher Geschehnisse
Anmerkung: Verschiedene Titelschreibweisen, auch (z.T. bei der Ausstrahlung im ARD-Regionalprogramm) als "Hallo, Tankwart!" mit und ohne Beistrich, Gedankenstrich und Rufzeichen angekündigt
19:30 Zeit im Bild
20:00 Ein gewisses Lächeln
Spielfilm nach dem Roman von Francoise Sagan mit Joan Fontaine Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
Anmerkung: Nach anderen Angaben bzw. ursprünglich geplant: "Müßiggänger" von Federico Fellini

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

14:15 Schulfernsehen
Im Atelier eines Künstlers
15:15 Schulfernsehen
Im Atelier eines Künstlers
– 15:55 Uhr
17:00 La Giostra
Wir übernehmen die Kinderstunde der Televisione della Svizzera italiana in italienischer Sprache (– 18:00 Uhr)
18:30 Giro d'Italia
Bericht von der 16. Etappe: Ankunft in Bezzecca
Aufzeichnung vom Nachmittag Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
19:00 Nachrichten
19:05 Die Antenne
Anschließend
Tele-Spot
19:25 Harrys Girls
Filmserie mit Larry Blyden, Susan Silo, Dawn Nickenson, Diahn Williams
Anschließend
Tele-Spot / Programmvorschau
20:00 Tagesschau
Anschließend
Tele-Spot
20:20 Im Brennpunkt
Reportagen und Kommentare zur internationalen Lage
Leitung der Sendung: Hans O. Staub
20:45 Gsetz isch Gsetz
Fernsehfilm von Kurt Früh nach dem Schauspiel "Force de Loi" von Henri Deblue, Personen und Darsteller: Mathias Worf (Franz Matter), Annie Worf (Elisabeth Wenger), Landammann (Fred Tanner), Anwalt (Joseph Scheidegger), Pfarrer (Paul Bösiger), Zihler (Heinrich Gretler), Wirtin (Ellen Widmann), Hellbühl (Peter W. Loosli), Stocker (Max Knapp), Huber (Wernher Buck), Brienz (Edwin Mächler), Tschuppert (Klaus Steiger), Jules (C. F. Vaucher), Zwei Wärter (Paul Bühlmann, Eduard Huber), Zwei Richter (Karl Meier, Wolfgang Danegger), Zwei Gendarmen (Erich Muggli, Luzi Versell), Leitung und Regie: Kurt Früh
Erstsendung im Schweizer Fernsehen: 3. Mai 1965
22:50 Tagesschau
Spätausgabe
23:00 Programmvorschau

Do, 2. Juni 1966   ◀                 1966                 ▶   Sa, 4. Juni 1966