Mi, 15. Juni 1966
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| Di, 14. Juni 1966 ◀ 1966 ▶ Do, 16. Juni 1966 |
ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 07:45 | Farbfernseh-Versuchssendungen – 09:45 Uhr |
| Vormittagsprogramm von ARD und ZDF nur über die Fernsehsender des NDR, SFB, Meißner (HR), Kreuzberg/Rhön und Ochsenkopf/Fichtelgebirge (BR) | |
| 10:00 | Nachrichten |
| 10:05 | Tagesschau Wiederholung vom Vorabend |
| 10:20 | Haus Herzenstod Eine zornige Komödie von George Bernard Shaw ZDF-Erstsendung: 28. Oktober 1964 |
| 11:50 | Optische Spielereien Eden-Saloon |
| 12:00 | Das aktuelle Magazin – 13:30 Uhr |
SR | |
| 12:30 | Im Dreieck Eine Sendung für Schichtarbeiter im Montandreieck in deutscher und französischer Sprache (– 13:30 Uhr) |
| 16:40 | Nachrichten der Tagesschau Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| 16:45 | Unser Modellbaukasten Bastelsendung mit Friedrich Karl Ries Heute sehen wir, wie man mit Phantasie und Sachverstand einen guten Drachen mit Leitfläche bauen kann, der ohne Schwanz fliegt. Außerdem Tipps zum Einkauf jener Dinge, die man beim Drachen-Basteln braucht (NDR) |
| 17:05 | Am Hofe des Großmoguls (1) Ein historisches Puppenspiel aus Udaipur, gespielt von der Bhartiya Lok Kala Mandal (Für alle / NDR) |
| 17:25 | Was willst du werden? Heute: Uhrmacher Da manche Uhrmacherbetriebe nicht auf die Ausbildung von Lehrlingen eingestellt sind, gibt es in drei Städten der Bundesrepublik staatliche Uhrmacherschulen. In einer der Schulen in Hamburg wurde ein Gespräch mit einigen Auszubildenden geführt. Außerdem besuchen wir mehrere Uhrmacher-Betriebe (NDR) |
| 18:00 | Nachrichten der Tagesschau Alle Sender außer BR (– 18:05 Uhr) |
NDR/RB | |
| 18:05 | Berichte vom Tage |
| 18:16 | Die Nordschau Heute: Aus erster Hand – Gespräch des Regierungschefs |
| 18:50 | Das Sandmännchen |
| 19:00 | Berichte vom Tage |
| 19:21 | Piet und der Delphin Fernsehspiel |
| 19:59 | Programmhinweise |
WDR | |
| 18:05 | 5 nach 6 Streiflichter – am Rande des Zeitgeschehens |
| 18:30 | Hier und Heute Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen |
| 19:10 | Kommissar Freytag Heute: Tod auf Rentenbasis |
| 19:40 | Von A–Z für Balkon und Fensterbrett Heute: Durstige Schönheit aus Asien |
HR | |
| 18:05 | Programmhinweise |
| 18:10 | Ferien mit Svenbjörg Dokumentarfilm über unbeschwerte Ferien auf Island |
| 18:40 | Das Sandmännchen |
| 18:50 | Die Hessenschau |
| 19:15 | Hafenpolizei Heute: Das Autowrack Zwischen einem außergewöhnlich originell zusammengebastelten Autowrack und einer heruntergekommenen Autowerkstatt scheint es bestimme geheimnisvolle Zusammenhänge zu geben ... |
| 19:50 | Heute in Hessen |
SR | |
| 18:05 | Aktuelles von hüben und drüben |
| 18:15 | Gymnastik im Fernsehen |
| 18:30 | Das Sandmännchen |
| 18:35 | Postleitzahl genügt |
| 18:45 | Donaug'schichten Heute: W. M. und der Kapitän |
| 19:20 | Mosaik |
| 19:45 | Aktueller Bericht |
SDR/SWF | |
| 18:05 | Der Test Fernsehfilm Drei Astronauten befinden sich in einem mehrtägigen Versuch in einer Weltraumkapsel ... (Wh.) |
| 18:40 | Die Abendschau / Blick ins Land |
| 19:10 | Das Sandmännchen |
| 19:20 | Gestatten, mein Name ist Cox! Heute: 1000 Pfund suchen einen Täter |
| 19:54 | Nachrichten aus Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz |
BR | |
| 18:25 | Nachrichten |
| 18:35 | Kurs für Eheglück Heute: Ein harter Schlag Die Familie zieht nach fünf Jahren in ein neues Haus. Vergeblich versuchen Jéróme und Chantal, in ihren Freunden alte Gefühle zu wecken. Dominique und Colette brauchen die Einigkeit, denn Dominique verliert seine Arbeit ... Bild + Funk 24/1966: Die Reihe will vor allem jungen Menschen, die gerade ein Leben zu zweit begonnen haben, ihre alltäglichen Nöte erleichtern helfen und zeigen, dass manches gar nicht so schlimm ist, wie es aussieht |
| 19:05 | Nachrichten und aktuelle Viertelstunde |
| 19:25 | Die Münchner Abendschau Heute: Das aktuelle Feuilleton |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | So dumm kommen wir nie mehr zusammen Ausschnitte aus dem neuen Programm der kleinen Düsseldorfer Literaten-, Maler- und Schauspielerbühne "Das Kom(m)ödchen" Mit Lore Lorentz, Karl-Heinz Gerdesmann, Ernst H. Hilbich, Kay Lorentz und Werner Vielhaber, Texte: Eckart Hachfeld, Martin Morlock, Wolfgang Franke, Werner Franke und Lore Lorentz, Musik: Fritz Maldener und Werner Krause, musikalische Leitung: Peter Frass-Wolfsburg, Szenenbild: Manfred Limmroth, Regie: Kay Lorentz Das "Kom(m)ödchen" nimmt wieder politische und private Themen kritisch-satirisch unter die Lupe: die deutsche Forschung, die deutschen Millionäre, den Strafvollzug ("Glockenspiel"), das Wundermittel Östrogen und die sogenannte Sexwelle, die uns momentan überschwemmt. In einer Parodie auf Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" nehmen Lore und Kay Lorentz letztere kabarettistisch aufs Korn, erstmals seit 19 Jahren tritt das Ehepaar damit in einem Zwei-Personen-Stück auf. In einer anderen Szene führt "Sir Beatle" bewegte Klage über die Schwierigkeit, als Nonkonformist zu leben, wenn der Staat nach dem Motto handelt: "Nicht tadeln – adeln". Im Musical "Donna Bianca" schließlich wird die Gastspiel-Welle an den Opernbühnen persifliert Gong 24/1966: Meist treffsicheres, vorwiegend politisch gezieltes Kabarett-Programm. Für Interessierte ab 16 Hörzu 27/1966 schrieb in ihrer Kritik: Nicht ungeschoren blieben auch die Stars im neuen Programm des "Kom(m)ödchens" [...]. Die Beatles wurden aufs Korn genommen und die reisenden Opernstars. Lore Lorentz verulkte (erstmals seit vielen Jahren zusammen mit Ehemann Kay) die modernen erotischen Bühnenstücke und – wieder einmal – Deutschlands Millionäre. Die Plattform für den geschliffenen politischen Witz wird leider immer kleiner. Vielleicht färbte die Umgebung – die Sendung wurde aus dem Millowitsch-Theater übertragen – ab? (WDR) |
| 21:45 | Antibaby-Pille Fortschritt oder Gefahr? Ein Film von Dieter Menninger und Gottfried Gülicher, Kamera: Werner Herbst Etwa 350 000 Frauen nehmen derzeit in der Bundesrepublik regelmäßig "die Pille", Tendenz steigend. Die Sendung beschäftigt sich mit den gesundheitlichen, sozialen und moralischen Problemen der vielumstrittenen Antibaby-Pille. Sie versucht, alles verfügbare Tatsachenmaterial zusammenzustellen und überlässt dem Zuschauer die Antwort auf die Frage "Fortschritt oder Gefahr?". Meinungen und Erfahrungen bedeutender Frauenärzte und Wissenschaftler (wie der Schweizer Mediziner Dr. Hauser) werden genauso vorgestellt wie das Urteil der Kirchen (von katholischer Seite der Leiter des Instituts für Ehe- und Familienfragen, Monsignore Dr. Paul Adenauer). Trifft im Urteil der Kirchen der Vorwurf zu: "Sie drücken sich um das entscheidende Wort"? Der Beitrag berichtet über die leidenschaftliche Auseinandersetzungen, ob ein Arzt jungen, unverheirateten Mädchen die Pille verschreiben darf, ob die Pille die Moral erschüttern und die Liebe entwerten wird. Oder ist sie ein verantwortbares Verhütungsmittel, das die Zahl der Abtreibungen senkt? Sind alle Frauen darüber informiert, was sie beachten müssen, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden? Gong 24/1966: Ärzte und Wissenschaftler kommen mit ihren Meinungen und Erfahrungen zu Wort, und die gegenwärtige Haltung der Kirchen zu dieser Frage wird untersucht. Für Erwachsene Das Hamburger Abendblatt schrieb am 16.06.1966: Die Herren Menninger und Gülicher trugen hier noch einmal alle sich heftig widersprechenden Meinungen im Streit um den Gebrauch der Antibabypille zusammen und ließen den ratlosen Zuschauer "so klug als wie zuvor" zurück. Größer als die Sorge um die Gesundheit der Frauen scheint allerdings einigen gestrengen Leuten die Sorge um die angeblich durch die "Pille" gefährdete Moral. Erschreckend hinterwäldlerische Ansichten kamen da zur Sprache, beschämend und wenig realistisch, in feierlichen Dekreten niedergelegt. Die Wissenschaftler fanden harte Worte dafür Hörzu 27/1966 schrieb in ihrer Kritik: Interessanter schon (Anm.: als "Kinder, Kunst und Kunsterziehung"), wenn auch keineswegs klärend, die Diskussion über die "Antibaby-Pille". Zunächst bliesen die Reporter [...] zum Angriff gegen die deutschen Illustrierten, deren Artikel über die Pille die Leser angeblich verwirren. Dann unterhielten sie sich mit Ärzten, Pharmazeuten, Geistlichen und Sozialpflegern. "Krebsfördernd", sagt der eine, "völlig unschädlich" der nächste. In Hamburg war man dafür, in Ulm dagegen. Die Fernseh-Zuschauer wurden zumindest nicht weniger verwirrt entlassen als die zuvor bedauerten Illustrierten-Leser Gong 27/1966 schrieb in seiner Kritik: Die Antibaby-Pille, von den Befürwortern zur "Wunschkindpille" poetisiert, im Schlagzeilenjargon der Illustrierten einfach zur "Pille" verkürzt – sie ist eines der größten Geschäfte des Jahrhunderts. Jede 5. Amerikanerin nimmt sie regelmäßig, von 12 Millionen Frauen in der Bundesrepublik schlucken sie 350 000, und die Tendenz zum Pillenkonsum steigt. So erfuhr man es aus einem Bericht, den das bewährte Reportergespann [...] zusammengetragen hatte. Sie lieferten keine fertige Meinung, sondern befragten Ärzte, Wissenschaftler, Theologen, Jugendliche, Verbände und nicht zuletzt die Frauen um ihre Ansicht. Sie brachten das heftig umstrittene Thema übrigens nicht als erste auf den Bildschirm (das zweite Programm hatte dies vor längerer Zeit schon getan). Sie entledigten sich ihrer heiklen Aufgabe jedoch mit Takt, wenn sie auch zu ein paar optischen Mätzchen flüchteten, um den abstrakten Stoff "bildschirmgerecht" zu servieren. Neue Gesichtspunkte wurden nicht aufgedeckt. Im Pro und Kontra der Meinungen war nicht zu übersehen, dass die warnenden Stimmen überwogen: körperliche und seelische Störungen sowie die moralischen Folgen würden verharmlost. Ein Arzt formulierte es so: "Wir Ärzte sind Diener des Lebens und nicht Bedienstete des Sichauslebens". Die Meinung der Kirchen, denen man gelegentlich vorgeworfen hat, sie drückten sich an einer klaren Antwort vorbei, kam als Anhängsel in diesem Kaleidoskop des Für und Wider leider etwas knapp zur Geltung Hörzu 27/1966, Leserbriefe: Ich habe fast alle Berichte von Dieter Menninger und Gottfried Gülicher gesehen und die beiden Autoren immer bewundert, weil sie so sachlich und objektiv heiße Eisen anfassten. Diesmal sind sie offenbar mit vorgefasster Meinung an das Thema herangegangen. Man hatte den Eindruck: Menninger und Gülicher sind gegen die Pille, was immer auch zu ihren Gunsten gesagt wurde; – Bei aller Anerkennung über das zusammengetragene Material: Beim unvoreingenommenen Zuschauer wurde die Verwirrung nur noch größer; – Hochinteressant! Zeigte aber, wie tief die Moral bei uns gesunken ist. Zur Liebe und zum Glücklichsein gehört ein wenig mehr als der Gebrauch der Pille; – Diese Sendung hat mich maßlos enttäuscht. Die Herren der Schöpfung sind stets bemüht, für alle wichtigen Dinge, Politik usw., möglichst allein die Verantwortung zu übernehmen. Nur die Verantwortung für ein "Menschwerden" lehnen sie in dem meisten Fällen aus recht egoistischen Gründen ab; – Anstatt sachlich über die Pille zu berichten, wurde auf der Moral herumgeritten. Einziger Lichtblick: der Vertreter der "Pro Familia" Gong 28/1966, Leserbrief: In ihrer Vornotiz zu dieser Sendung schrieben Sie, dass sie nur für Erwachsene geeignet sei. Muss denn immer grundsätzlich jede Sendung, die Probleme der Sexualität behandelt, nur für Erwachsene sein? Hier wurde doch recht gut auf die Probleme beim Gebrauch der Pille aufmerksam gemacht. Sowohl die ärztliche Schwierigkeit wie auch die Aussagen der Jugendlichen hätten doch eher vorteilhaft auf die Geschlechtserziehung der Heranwachsenden gewirkt. Als Geistlicher finde ich es immer neu bestätigt, dass die Jugendlichen und Kinder, entsprechend ihrer Intelligenz, Geschlechtsfragen aufgeschlossener und objektiver beurteilen, als es die Erwachsenen in ihrer "Hilflosigkeit" meinen (SWF) |
| 22:35 | Tagesschau Das Wetter morgen Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| Anschließend Kommentar | |
| 22:50 | Traummelodie Suite für sechs junge Mädchen und einen schüchternen jungen Mann Mit Michèle Montanari und Annie Dolbeau, Regie: Serge Leroy Wenn in einer versteckten, kaum besuchten Bar plötzlich sechs hübsche junge Mädchen auftauchen und den verträumten Barkeeper beim Kreuzworträtsel stören, dann kann man verstehen, wenn ein solch aufwühlendes Erlebnis den schüchternen jungen Mann bis in die Träume verfolgt. Aber auch im Traum fehlt dem Burschen die nötige Entschlusskraft. Schließlich macht das glücklicherweise nur ge- und nicht erträumte Ende deutlich, dass Schüchternheit durchaus nicht immer eine Tugend sein muss. – Die heutige Geschichte ist eine weitere Folge der Show-Serie "Traummelodie", die in recht unkomplizierter deutsch-französischer Zusammenarbeit entstanden ist Gong 24/1966: Deutsch-französische Schau-Serie mit kleinen Tanz-Geschichten. Möglich ab 14 Hörzu 27/1966 schrieb in ihrer Kritik: Recht gewagt, in dem charmant-frechen Ballett "Traummelodie" sechs Nixen in der Badewanne zu zeigen (– 23:30 Uhr / SR) |
ZDF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 17:55 | Französisch – in Paris gelernt (23) En France comme si vous y étiez Heute: Un voyage en Champagne Kurzfassung der Sendung vom Samstag |
| 18:10 | Nachrichten |
| Anschließend Der Wetterbericht | |
| 18:20 | Die Drehscheibe Ein Magazin zum Feierabend In einer Außenübertragung vom Marktplatz in Xanten singt Paul Kuhn "Früher war es anders" |
| 18:55 | Dezernat M Im Kampf mit der Unterwelt Chikagos Heute: Alibi für einen Mörder Personen und Darsteller: Frank Ballinger (Lee Marvin), Captain Grey (Paul Newlan), Jack Busard (Ed Parker), Sandy Malone (Charles Cooper), Ray Gargan (Walter Coy), Angela (Virginia Christine), Polizist (Don Turner), Fred (Tetsu Koami), Carl (S. John Sauner), Tammy (Joanna Barnes), Regie: Mark Lawrence Unruhe in Chikagos Unterwelt. Der führende Gangsterboss und Schnapsgroßhändler Jack Busard wird vor seinem Haus erschossen. Er war polizeibekannt und alles deutet daraufhin, dass ihn ein Konkurrent aus dem Weg geräumt hat. Ein Gärtner, der Zeuge des Mordes wurde, identifiziert auf Fotos Sandy Malone als Täter. Doch der hat ein lückenloses Alibi, das ihm eine prominente Schauspielerin gibt. Ein kniffliger Fall für Lt. Ballinger ... (ab 16) |
| 19:27 | Mainzelmännchen-Kapriolen und Wetter |
| 19:30 | Heute Nachrichten, Themen des Tages |
| 20:00 | Unser Pauker Alltagsgeschichten einer Berliner Familie von Detlef Müller Letzte Folge: Die Entscheidung Mit Georg Thomalla (als Ulrich Schulz), Heli Finkenzeller (als Ruth, seine Frau), Jürgen Wölffer, Uwe Reichmeister (als Christian und Ricky), Veronique Viala (als Jacqueline), Willi Rose (als Onkel Arno), Willi Lenz (als Tierarzt), Otto Sommer (als Pedell Krause) und anderen, Szenenbild: Ernst H. Albrecht, Regie: Helmut Weiss Ulrich Schulz erhält ein verlockendes Angebot: er könnte in Westdeutschland die Direktion über einige Hotels eines kürzlich verstorbenen Kusins übernehmen. Auch für Onkel Arno, der als Wärter im Zoo arbeitet, wäre ein lukrativer Posten frei. Wie werden sich die beiden Herren entscheiden? Hängt Herr Schulz seinen geliebten Lehrerposten wirklich an den Nagel? Das Hamburger Abendblatt schrieb am 16.06.1966: Unser Pauker hat diesmal selbst eine Prüfung bestanden: Gegen die Verlockung schnöden Geldes hat er einen attraktiven Direktorenjob ausgeschlagen, um seinen Idealen, seinen Schülern und seinem Beruf treuzubleiben. Das war der Inhalt der letzten Folge der Pauker-Serie. Da regte einen freilich nichts auf, da regte einen nichts an. Die leichte Unterhaltung plätscherte so dahin, ein bisschen Rührung und ein paar weitere Zutaten aus dem Rezeptbuch für einfache Gerichte, trotz Georg Thomalla in der Hauptrolle (ab 14) |
| 20:30 | Ein Däne sieht Mitteldeutschland (2) Heute: Parolen – Parteien – Politik Ein Bericht von Erik Palsby, deutsche Bearbeitung: Jochen Müthel Der dänische Autor kommt zum Schluss, dass Mitteldeutschland sicher ein Staat im materiellen Aufwind ist, dass aber über dem Land Schatten liegen, die nur schwer weichen werden Das Hamburger Abendblatt schrieb am 16.06.1966: Über Parteien, Parolen und Politik in der Zone berichtete das Zweite Fernsehen in einer vom dänischen Fernsehen übernommenen Sendung. Was in diesem Beitrag von Pankow an Propagandathesen aufgetischt wurde, war starker Tabak. Wie weit vermag ein Ausländer zu durchschauen, was sich hinter wohlklingenden Phrasen an politischer Wirklichkeit verbirgt? Die Interviews mit einigen Landsleuten hatten ihre besondere Sprache. Man hörte wohl viele SED-Thesen als eigene Meinung, aber man sah gleichzeitig auch die Gesichter. Und die sagten manchmal mehr, als mancher Kommentar auszudrücken vermag. Solange deutschen Kamerateams solche Reisen verwehrt werden, muss man dankbar sein, dass auf Umwegen solche Berichte – auch wenn die politische Einordnung etwas zu wünschen übrig lässt – zu uns kommen (ab 14) |
| Anschließend Kurznachrichten | |
| 21:00 | Anlässlich des 20. Todestages von Gerhart Hauptmann († 6. Juni 1946) Michael Kramer Fernsehspiel nach dem Drama von Gerhart Hauptmann, Personen und Darsteller: Michael Kramer (Martin Held), Michaline Kramer (Gertrud Kückelmann), Frau Kramer (Ruth Hellberg), Arnold Kramer (Ernst Jacobi), Liese Bänsch (Karin Baal), Ernst Lachmann (Wolfgang Weiser), Quantmeier (Johannes Grossmann), Baumeister Ziehn (Gert Haucke), Assessor Schnabel (Dirk Dautzenberg), von Krautheim (Karl Heinz Peters), Alwine Lachmann (Lorley Katz), Bertha (Edith Volkmann), Pedell Krause (Martin Rosen), Kellner Fritz (Axel Scholtz), Kostüme: Nicola Hoeltz, Szenenbild: Jan Schlubach, Regie: Peter Beauvais Eine Produktion der Intertel, hergestellt in den RIVA-Studios Unterföhring bei München Michael Kramer arbeitet um 1900 als Kunstlehrer in einer preußischen Provinzhauptstadt. Die Mittelmäßigkeit seiner Schüler macht dem manisch veranlagten Kramer ebenso zu schaffen wie die Verwirklichung seiner eigenen musischen Vorstellungen. Sein schwerstes Los ist jedoch die Rolle als Vater Arnolds, der – obwohl sensibel und hochbegabt – durch seine Faulheit, Lügerei und seinem unsteten Lebenswandel dem Abgrund zutreibt. Arnolds Provokation seiner Umwelt endet mit Suizid: der Junge stürzt sich in die Oder. Die Tragödie weckt den Vater aus seiner heroischen Melancholie, lässt ihn über sich hinauswachsen. In seiner Totenrede schließt Michael Kramer Frieden mit seinem Sohn ... Gong 24/1966: Vater-Sohn-Drama. Zusammenprall zweier gegensätzlicher Charaktere. In naturalistischer Regie. Eher für Erwachsene Hörzu 27/1966, Leserbriefe: Martin Held gebührt eine ganz große Auszeichnung für die Rolle des Vaters; – Eine Köstlichkeit unter den Fernsehspielen. Martin Held war großartig ZDF-Erstsendung: 14. April 1965 Zum Drama: |
| 22:55 | Heute Nachrichten, Wetter, Themen des Tages |
Nord 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Sendepause vom 4. April bis 4. September 1966 |
West 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 13:00 | Ein Tag = Eine Stunde Aus den WDR-Regionalprogrammen |
| 14:00 | Programmhinweise |
| 19:00 | Programmhinweise |
| 19:10 | Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen |
| 19:15 | Hierzulande – Heutzutage Prisma des Westens: Handel und Wandel / Kommentar "Für und Wider" |
| 19:50 | Ihre Heimat – Unsere Heimat Für spanische Gastarbeiter |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Mozart-Konzert Adagio und Fuge c-moll, KV 546 / Rondo C-dur für Violine und Orchester, KV 373 / Adagio E-dur für Violine und Orchester, KV 261 / Sinfonie D-dur, KV 136: Allegro – Andante – Presto Es spielt das Kammerorchester Tibor Varga, Solist und Dirigent: Tibor Varga Eine Aufzeichnung aus dem Roten Saal des Detmolder Schlosses |
| Anschließend Programmhinweise |
Hessen 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bayern 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 11:35 | Schulfernsehen Hitler und die Autobahn Zweite Wiederholung (– 12:00 Uhr) |
| 19:00 | Kursprogramm Die Erde baut ein Gebirge (10) Eine Gesteinskunde mit Klaus Raacke Heute: Kalkstein |
| 19:30 | Schulfernsehen Gewässerschutz Zum Naturkundeunterricht bzw. zur Sozialkunde der Oberstufe der Volksschule und der entsprechenden Klassen der Realschule und der Gymnasien |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Wissenschaftliches Studienprogramm Welt der Musik (10) Eine Einführung in die Musikgeschichte von Professor Erich Valentin Heute: Musik zur Unterhaltung Von der mittelalterlichen Musik der Spielleute führt die Sendung über die Tafelmusiken des Barock und die Kaffeehauskonzerte Lanners und der Strauß-Dynastie zum Improvisandospiel der Jazzmusiker |
| 20:45 | Wissenschaftliches Studienprogramm Formen des Lebendigen (10) Eine biologische Vorlesung von Professor Adolf Portmann Heute: Weltbeziehung und Innerlichkeit |
| 21:15 | Chronik Nachrichten und Information |
| 21:30 | Repetitorium Bildungswege (10) Von Margret Zang und Friedrich Mager Heute: Studienförderung |
| 21:40 | Repetitorium Deutsch für Deutsche (10) Mit Margarete Schaumann |
| 21:55 | Repetitorium Benvenuti in Italia (49) Italienischer Sprachkurs Heute: Natalinos Bauernhof Wiederholung von gestern (– 22:25 Uhr) |
DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 09:50 | Medizin nach Noten |
| 10:00 | Aktuelle Kamera |
| 10:25 | Im Blickpunkt |
| 10:35 | Schüsse vom Nachbarn Wiederholung von gestern |
| 11:05 | Telegramme aus Übersee Wiederholung von gestern |
| 12:00 | Prager Frühling XXI. Internationales Musikfestival 1966 Wiederholung von gestern |
| 12:50 | Testsendungen U.a. von 13:30–14:55 Uhr: "Rote Tinte" (– 16:40 Uhr) |
| 16:45 | Programmvorschau |
| 16:50 | Medizin nach Noten |
| 17:00 | Kinderfernsehen für Kinder von 8 Jahren an Hier spricht die Deutsche Volkspolizei Eine Funkwagen-Ferien-Fahrt mit Hindernissen |
| 17:30 | Melodien aus Belgrad |
| 18:00 | Von Tieren und Trickfiguren Ungewöhnliche Freundschaft / Alte Bekannte |
| 18:30 | Tausend Tele-Tipps |
| 18:45 | Programmvorschau |
| 18:50 | Unser Sandmännchen Abendgruß des Kinderfernsehens |
| 19:00 | Treffpunkt Berlin |
| 19:40 | Das Wetter |
| 19:45 | Aktuelle Kamera |
| 20:00 | Schlager-Wettbewerb 1966 Endausscheid der 10 erfolgreichsten DDR-Kompositionen, vorgestellt von Herbert Küttner Öffentliche Übertragung aus dem Großen Sendesaal des Staatlichen Rundfunkkomitees |
| 21:10 | Mit Zikmund und Hanzelka durch Asien (23) Heute: "Versuchen Sie's mal mit Stäbchen!" |
| 21:50 | Aktuelle Kamera |
| 22:05 | Opernprobe nach Feierabend Besuch beim Arbeiter-Opern-Ensemble des VEB Sachsenwerk Dresden-Niedersedlitz Redaktion: Johannes Reuther, Sprecher: Dieter Kranz, Regie: Jürgen Brill |
Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 10:00 | Schulfernsehen Der Fenstergucker Heute: Die Burg zu Wien (Wh.) |
| 11:00 | Kurznachrichten |
| 11:03 | Programm für den Schichtarbeiter Musik aus Studio B Wiederholung vom Montag |
| 11:50 | Programm für den Schichtarbeiter Einundzwanzig Wiederholung von gestern |
| 12:40 | Kurznachrichten |
| 17:00 | Kurznachrichten |
| 17:03 | Für die Kinder von 5 Jahren an Wir blättern im Bilderbuch Heute: Ein Sommer mit Plumpsack Eine Geschichte von Ebba Schwimann-Pichler, für das Fernsehen gezeichnet von Paula Keller |
| 17:20 | Für die Kinder von 5 Jahren an Aus dem Leben der Schlumpfe Heute: Der Zauberer Gargamel |
| 17:35 | Für die Kinder von 11 Jahren an Poly |
| 18:05 | Das Betthupferl Eine Gute-Nacht-Sendung für die kleinen Leute |
| 18:30 | Kurznachrichten |
| 18:35 | Les Francais chez vous Französisch für Anfänger mit Prof. Georges Creux und Ulli Petek |
| Anschließend Tipp-Revue | |
| 19:00 | Streiflichter aus Österreich |
| 19:23 | Für Sie notiert |
| 19:30 | Zeit im Bild |
| 19:55 | Schaufenster |
| 20:05 | Aber, Herr Doktor ... Englische Filmkomödie mit Dirk Bogarde Österreich-Hörzu 27/1966 schrieb in ihrer Kritik: [...] bot nette, aber anspruchslose Unterhaltung. Der synchronisierte Humor hatte nur sehr geringe Wirkung Lief im Technischen Versuchsprogramm am 12. November 1965 |
| 21:35 | Zeit im Bild |
| 21:55 | Diese unsere Welt Weltpolitische Betrachtungen zur Gegenwart, präsentiert von Alfred Payrleithner, Regie: Günther Schifter Österreich-Hörzu 27/1966 schrieb in ihrer Kritik: In der Reihe "Diese unsere Welt" wurde ein Beitrag über Afrika gezeigt. Da wir erst kürzlich einen sehr ähnlichen Streifen sahen – er war nur etwas geschickter und journalistischer aufgenommen –, hatten viele den Eindruck, dass sie ihre Zeit vergeudeten |
Österreich – Technisches Versuchsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 19:00 | Kurznachrichten |
| 19:03 | Weg ins Dunkel Heute: Percy Bysshe Shelley |
| 19:30 | Zeit im Bild |
| 20:00 | Männer und Mächte Heute: Kaiser Hirohito Erstsendung im ORF-Hauptprogramm: 29. September 1965 |
| 20:50 | Freunde wie Wölfe Fernsehspiel von Heinrich Carle mit Karl Georg Saebisch (als Lewis), Konrad Georg (als Chris), Franz-Josef Steffens (als John), Peter Thom (als Richard), Udo Richter (als James), Alexander Engel (als Arzt), Wolfgang Engels (als Sergeant), Lothar Rollauer (als Pilot) und anderen, Musik: R. Mersey, Szenenbild: Adalbert Hartel, Regie: Heinz Schimmelpfennig In einer einsamen Hütte in den Weiten Kanadas hausen einige Telefonarbeiter. Eines Nachts, der Kolonnenführer und seine vier Männer schlafen in ihren Feldbetten, stirbt einer der Arbeiter nach kurzem Todeskampf. In der gespannten Atmosphäre taucht plötzlich der Verdacht auf, es handele sich um Mord ... Gong 24/1966: Psychologisch-realistisches Stück mit reißerischen Effekten über harte Männer. Ab 16 ZDF-Erstsendung: 24. Juli 1963 |
Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Di, 14. Juni 1966 ◀ 1966 ▶ Do, 16. Juni 1966 |


