Mi, 4. März 1959

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Di, 3. März 1959   ◀                 1959                 ▶   Do, 5. März 1959

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Kinderstunde
Ein neues Abenteuer mit Fiete Appelschnut und Hein Segelohr
Es spielt die Marionettenbühne Fritz Fey, Mölln. (NDR)
17:30 Für die Frau
Neue Frisuren für Frühjahr und Sommer
Es beraten uns Dieter Haak und Helga Örtel-Mornhart. (NDR)
17:50 Selbst ist die Frau
Wilfried Köhnemann und Angelika Feldmann basteln eine Blumenbank.
Hörzu 12/1959, Leserbriefe: Wie lange will man uns diese dürftige Sendung noch zumuten? Die Zuschauerin möchte ich sehen, die nach einer solchen Sendung den Mut zu derartigen Bastelarbeiten aufbringt; – Was hat das eigentlich mit Basteln zu tun? Alles wird maßgerecht zugeschnitten und für den Zusammenbau hergerichtet. Und selbst das würde die sich meist recht ungeschickt anstellende Angelika nicht schaffen, wenn nicht der sachkundige Herr Köhnemann den Löwenanteil bestritte (NDR)

NDR/RB
 19:00 Die Nordschau
– 19:30 Uhr

SFB
 19:00 Die Abendschau
 19:15 Nachsitzen für Erwachsene
– 19:45 Uhr

WDR
 19:00 Hier und Heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen (– 19:30 Uhr)

HR/SWF
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Des Königs Musketiere

SDR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Des Königs Musketiere

BR
 18:45 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Des Königs Musketiere

20:00 Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
Nachrichten und Tagesschau
20:20 Wetterkarte
(NWRV)
Fußball Europapokal der Landesmeister
Atlético Madrid–Schalke 04
Anmerkung: Genauer Ablauf des Abendprogramms unklar, möglicherweise wurde die Sport-Diskussionssendung, die für 21:30 Uhr geplant war, an einem anderen Abend dieser Woche gesendet, Gong 14/1959 schrieb in seiner Kritik: Zum zweiten Male (Anm.: dann wieder am 18. März für das Rückspiel) stellte das Fernsehen das Abendprogramm auf den Kopf, um ein Spiel zwischen Schalke 04 und Atlético Madrid zu übertragen. Nichts gegen Fußballspiele. Aber diese zweimaligen Programmänderungen zugunsten eines im Endeffekt ohnehin aussichtslosen Wettkampfes zeugte nur von sportlichem Übereifer beim Fernsehen. Außerdem waren beide Übertragungen Aufzeichnungen – recht schlechte sogar – die man auch außerhalb der normalen Programmzeit hätte senden können
20:30 Aus Wien
Schwester Angelika
Oper in einem Akt von Giacomo Puccini
Personen: Schwester Angelika (Sena Jurinac), die Fürstin (Elisabeth Hoengen), Äbtissin (Hilde Roessl-Majdan), Lehrmeisterin der Novizen (Dagmar Hermann), Schwester Eifrerin (Sonia Draksler), Schwester Genoveva (Margareta Sjöstedt) und Schwester Osmina (Elisabeth Sobota)
Es spielen die Wiener Philharmoniker.
Es singen der Akademie-Kammerchor und die Mozart-Sängerknaben.
Musikalische Leitung: Argeo Quadri
Regie: Dr. Herrmann Lanske
Eine Eurovisionssendung des Österreichischen Fernsehens/ORF
Der Regisseur dieser Inszenierung meint, man könnte "Schwester Angelika" fast eine Fernsehoper nennen, darum erscheine sie auch selten im Repertoire der Opernhäuser. Entscheidend für die wenigen Aufführungen seien die dramaturgischen Eigenheiten dieses einaktigen Werkes Puccinis. Das letzte Viertel habe keine reale Handlung mehr – Selbstmord in mystischer Verzückung, Erkennen der Tat und schließlich Erlösung durch das verklärende Wunder verzeihender Liebe. Was Puccini in erschütternder Großartigkeit musikalisch gestaltet habe, könne auf der Bühne allzu leicht zum Kitsch werden. Die optischen Mittel des Fernsehens mit Großaufnahmen, Fahrten und Blenden müßten daher viel eher die Möglichkeit geben, einer irrealen Handlung entsprechenden Ausdruck zu verleihen.
Hörzu 9/1959: Laut Programm des Österreichischen Fernsehens beginnt die Übertragung erst um 20:55 Uhr. Trotz häufiger Anfragen konnten wir von den zuständigen Stellen keine verbindliche Auskunft über den Beginn der Sendung erhalten. Anm.: vermutlich wurden vorher noch Berichte vom Europapokal-Spiel Atletico Madrid–Schalke 04 gezeigt, genauer Ablauf des Abendprogramms unklar
Hörzu 12/1959 schrieb in ihrer Kritik: Beherrschten am Sonntag ausschließlich Männer in Uniform den Bildschirm (Anm.: "Die Caine war ihr Schicksal"), drei Tage später taten es Frauen in Uniform. Wien präsentierte Puccinis Ein-Akt-Oper "Schwester Angelica". Warum wohl gerade dieses stille, wenig bewegte Werk? Puccini-Liebhaber mochten ihre Freude daran gehabt haben; sicher waren auch Gesang und Spiel Sena Jurinacs sehr schön; aber das Werk ist zu handlungs- und bewegungsarm! Schon Puccinis "Gianni Schicchi" aus demselben Triptychon, dem die "Angelica" angehört, ist fernseh-gemäßer. Und es gibt noch andere lebensvolle und dramatische Kurzopern, die wie geschaffen fürs Fernsehen erscheinen
Hörzu 12/1959, Leserbriefe: Man muss dem Österreichischen Fernsehen dafür danken, dass es uns mit einer unbekannten Oper von Puccini bekannt gemacht hat; – ... war wieder ein dankenswerter Beitrag des Österreichischen Fernsehens. Leider zeigt dieses Werk erhebliche Breiten und kaum irgendwo einen Ansatz zu einer echten Puccini-Melodie
21:30 Sport – Steckenpferd oder Schwerstarbeit?
Eine Diskussion zwischen Manfred Germar, Fritz Herkenrath, Willi Quatuor, Dr. Helmut Körnig, Franz Dahmen, Dr. Wilhelm Fessler und Werner Höfer
Ausschnitte einer Fernsehaufzeichnung von einer öffentlichen Veranstaltung des Westdeutschen Rundfunks aus der Volkshochschule Erkenschwick
Hörzu 11/1959 schrieb in ihrer Kritik: Den Löwenanteil am Abendprogramm hatte der Sport. Zwei Eishockey-Spiele [...], ein Zweistunden-Sportprogramm am Samstagabend [...]. Und eine Diskussion. Das Thema dieser Diskussion, veranstaltet vom WDR, hieß: "Sport – Schwerstarbeit oder Steckenpferd?" Das Fernsehen hat Fachleute, die vom Sport etwas verstehen und auch eine Diskussion leiten können, z.B. Robert Lembke, Heinz Maegerlein, Horst Seifart, Rudi Michel – um nur einige zu nennen. Weshalb um alles in der Welt gibt man Werner Höfer das Präsidium, der vom Sport keine Ahnung hat! Die drei Sportler hätten bei geschickter Fragestellung und vernünftiger Führung durchaus als repräsentative Beispiele gelten können – wenn die übrigen Teilnehmer in der Lage gewesen wären, diese Beispiele auszuwerten. Ein Stadtgespräch für 16 Pfennig mit Prof. Carl Diem hätte genügt, wissenschaftlich und praktisch geschulte Partner zu finden. Koryphäen auf dem Gebiet der Sportmedizin wie Prof. Reindell aus Freiburg oder Dr. Hollmann und Dr. Mieß aus Köln, Trainer wie Woldemar Gerschler hätten an den runden Tisch gehört! Da hätte man gewiss erstaunliche Tatsachen erfahren. Denn Leistungssport ist Schwerstarbeit! Aber solche Experten hätten Werner Höfers Untauglichkeit auf diesem Gebiet schonungslos aufgedeckt. So ließ man sie lieber draußen. Ein interessantes Thema wurde sinnlos vertan. Und das Publikum von Werner Höfer für dumm verkauft (WDR)

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11:00 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Die aktuelle Kamera
11:15 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Tödliche Rache
Ägyptischer Film, Regie: Yousef Chahine
13:00 Testsendungen
U.a. von 13:30–15:00 Uhr: Augenzeuge / Stacheltier "Auf dem Boden der Tatsachen" / Der Weg zu den Sternen (– 16:00 Uhr)
16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 4 Jahren an
Unser neues Puppenhaus
Von Susanne Dancker, Musik: Wolfgang Richter, Regie: Günter Puppe
16:45 Testsendungen
– 18:55 Uhr
18:55 Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Treffpunkt Berlin
Mit Karl-Eduard von Schnitzler
Anschließend
Wetterdienst
20:00 Die aktuelle Kamera
20:25 Unter Flutlicht!
Fußballspiel Leipzig – Brüssel
2. Halbzeit des Internationalen Messe-Fußball-Cups
Direktübertragung aus dem Zentral-Stadion in Leipzig
21:20 Die Rumpelkammer
Von und mit Willi Schwabe
Anschließend: Die aktuelle Kamera bringt
Letzte Nachrichten

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Für die Kinder von 5 Jahren an
Kasperls Abenteuer
Eine Aufführung der Austria-Handpuppenspiele Anni Bondi
17:30 Für die Jugend von 11 Jahre an
Welt der Jugend
Unser internationales Filmmagazin (– 18:05 Uhr)
18:35 Fußball-Europacup Wiener Sportclub–Real Madrid
20:45 Schwester Angelika
Wie ARD
21:45 Zeit im Bild

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:30 Kinderstunde
Kindernachrichten aus aller Welt / "SJW contra Tarzan", ein Theaterstück, aufgeführt von Zürcher Primärschülern (– 18:30 Uhr)
20:15 Tagesschau
20:30 Warschau
Eine Stadt und ihre Menschen
20:55 Schwester Angelika
Siehe ARD
Eurovision aus Wien
22:00 Session im Bundeshaus
Eine Sendung von Dr. Ernst Mörgeli
22:05 Programmvorschau / Nachrichten
Anschließend
Tagesschau
(Wiederholung von 20:15)

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