Mi, 8. Juni 1966
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| Di, 7. Juni 1966 ◀ 1966 ▶ Do, 9. Juni 1966 |
ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 07:45 | Farbfernseh-Versuchssendungen – 09:45 Uhr |
| Vormittagsprogramm von ARD und ZDF nur über die Fernsehsender des NDR, SFB, Meißner (HR), Kreuzberg/Rhön und Ochsenkopf/Fichtelgebirge (BR) | |
| 10:00 | Nachrichten |
| 10:05 | Tagesschau Wiederholung vom Vorabend |
| 10:20 | Der Herr mit den Millionen Spielfilm mit Jean Gabin Anmerkung: Nach anderen Angaben bzw. ursprünglich geplant: "Unser Bursche, der Herr Professor" mit Vittorio De Sica |
| 12:00 | Das aktuelle Magazin – 13:30 Uhr |
SR | |
| 12:30 | Im Dreieck Eine Sendung für Schichtarbeiter im Montandreieck in deutscher und französischer Sprache (– 13:30 Uhr) |
| 16:40 | Nachrichten der Tagesschau Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| 16:45 | Optimisten auftakeln! Ein Filmbericht von Markus Joachim Tidick In Skandinavien gibt es schon über 4000 Optimisten-Jollen, winzige, viereckige Sperrholzboote, in denen neun- bis vierzehnjährige Burschen und Mädchen ihren Segelsport betreiben. Auch bei uns halten die kleinen Boote, von denen jedes 400 DM kostet, langsam Einzug. Der Beitrag zeigt, wie diese Boote in den Klubs und den Schulen von den Vätern oder älteren Brüdern gebaut werden, wie der Nachwuchs ausgebildet wird und wie sich alljährlich die Besten aus dem ganzen Land zur Dänischen Meisterschaft zusammenfinden. Die teuerste Segelregatta der Welt geht um den berühmten Amerika-Pokal, um den Jachten zu kämpfen pflegen, die heute weit mehr als eine Million Mark kosten (Für alle / SWF) |
| 17:15 | Vom Saumpfad zum Straßentunnel Der alte Weg über den St. Gotthard Der St. Gotthard ist momentan eine einzige Baustelle. Für den immer mehr werdenden Verkehr baut man eine neue Autobahn. Der alte Saumpfad, der seit dem 13. Jahrhundert genützt wird, um Reisende, Waren und Ideen von Nord nach Süden und umgekehrt zu bringen, wird in vielen Teilen in diesem Bericht, der im Sommer vergangenen Jahres entstand, zum letzten Mal zu sehen sein (SWF) |
| 18:00 | Nachrichten der Tagesschau Alle Sender außer BR (– 18:05 Uhr) |
NDR/RB | |
| 18:05 | Berichte vom Tage |
| 18:16 | Die Nordschau Heute: Von Nachbar zu Nachbar |
| 18:50 | Das Sandmännchen |
| 19:00 | Berichte vom Tage |
| 19:21 | Der Nachtkurier meldet ... Heute: Die Chronik von Schloss Lohenstein |
| 19:59 | Programmhinweise |
WDR | |
| 18:05 | 5 nach 6 Streiflichter – am Rande des Zeitgeschehens |
| 18:30 | Hier und Heute Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen |
| 19:10 | Wilde Spiele Heute: Als Löwe unter Löwen |
| 19:40 | Von A–Z für Balkon und Fensterbrett Heute: Sommerfrische für Zimmerpflanzen |
HR | |
| 18:05 | Programmhinweise |
| 18:10 | Der Fenstergucker Heute: Die Nibelungenstraße – Krimhild im Reiche Etzels |
| 18:40 | Das Sandmännchen |
| 18:50 | Die Hessenschau |
| 19:15 | Der Nachtkurier meldet ... Heute: Pockenalarm Ein Ingenieur hat die Pocken nach Deutschland eingeschleppt. Sämtliche Personen, die Kontakt zu ihm hatten, werden verzweifelt gesucht ... |
| 19:50 | Heute in Hessen |
SR | |
| 18:05 | Aktuelles von hüben und drüben |
| 18:15 | Gymnastik im Fernsehen |
| 18:30 | Das Sandmännchen |
| 18:35 | Piccolo, der kleine Maler |
| 18:45 | Gilligans Insel |
| 19:20 | Mosaik |
| 19:45 | Aktueller Bericht |
SDR/SWF | |
| 18:05 | Paris, wie es keiner kennt Ein Feuilleton |
| 18:40 | Die Abendschau / Blick ins Land |
| 19:10 | Das Sandmännchen |
| 19:20 | Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger Heute: Die Hexe von Ödach |
| 19:54 | Nachrichten aus Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz |
BR | |
| 18:25 | Nachrichten |
| 18:35 | Kurs für Eheglück Colette hat für sich und ihren Gemahl Dominique ein festliches Abendessen zubereitet. Nicht ganz ohne Hintergedanken: denn Colette ist schwanger und das ist wirklich ein Grund zu feiern. – Der Professor führt seinen Studenten vor Augen, wie sich ein gleichgültiger junger Mann bei so einer freudigen Mitteilung verhalten würde und wie reizend dagegen Dominique in dieser Zeit der Erwartung zu seiner Frau ist ... Mit Dominique Paturel, Colette Castel, Karl Schönböck und anderen, Regie: Jacqueline Audry, Ruprecht Essberger und Hans Harloff |
| 19:05 | Nachrichten und aktuelle Viertelstunde |
| 19:25 | Die Münchner Abendschau Heute: Das aktuelle Feuilleton |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Show hin – Schau her Eine Unterhaltungssendung von Hans Hubberten und Harald Vock Mitwirkende: Jane Burnett, Helga Feddersen, Beate Hasenau, Gitta Lind, Lolita, Mariona, Eva May, Anneliese Schmiedel, Nina Westen, Gus Backus, Ralf Bendix, Heino Conty, Gerlach Fiedler, Bert Fortell, Kurt Fuss, Peter Garden, Dieter Hallervorden, Kurt A. Jung, Kurt Klopsch, Peter Kraus, Franz Muxeneder, Bill Ramsey, Friedrich Schoenfelder, Peter Schütte, Wolfgang Völz, Rolf Weih, Ewald Wenck, die Geschwister Sigrid und Verena Vaupel, das Jochen-Brauer-Sextett und andere Das Hamburger Fernsehballett, Choreografie: Heinz Schmiedel, das Hamburger Studio-Orchester, Leitung: Rolf Kühn, der Starlets-Chor, Leitung: Kurt Lindenau, Szenenbild: Lorenz Withalm, Regie: Harald Vock ARD-Erstsendung, damals wurden z. T. andere Mitwirkende angeführt, die ev. der heutigen Kürzung um eine Viertelstunde zum Opfer fielen: 10. Oktober 1964 Bild + Funk 23/1966: Erfolgsregisseur Harald Vock [...] überraschte im Oktober 1964 die Zuschauer mit der originellen Herausforderung "Show hin – Schau her". Mit dieser Sendung versprach er mehr Inhalt, mehr Text, mehr Glosse, mehr Parodie, mehr Phantasie und mehr ungekünstelte Musikalität als bisher; er wollte den festgefügten Rahmen der Fernsehunterhaltungssendungen sprengen. Allein, nicht alle Fernsehzuschauer waren restlos begeistert. Ob sie nun bei der Wiederholung nach eineinhalb Jahren – und vielen Vergleichen – anderer Meinung sein werden? Im Mittelpunkt der "Handlung" steht wiederum eine Fernsehshow. Kleine Eitelkeiten werden auf die Schippe genommen, große Selbstgefälligkeiten lächerlich gemacht, und viele der Mitwirkenden (ein großes Staraufgebot!) parodieren sich selbst. Lohnt es doch hinzuschauen? Hörzu 26/1966 schrieb in ihrer Kritik: Trubel, Tempo, Witz waren auch die Kennzeichen einer Wiederholung, die als solche nicht angekündigt wurde. "Show hin – Schau her", von Harald Vock und Hans Hubberten glanzvoll offeriert, hätte nicht einen Zuschauer weniger zum Sehen verlockt, wenn man wahrheitsgemäß hinzugesetzt hätte, dass die alte, vom Publikum und Kritik gleichermaßen gerühmte Sendung neu aufbereitet worden war. "Großartig hielt Vocks Regie die Fülle der Szenen und der Mitwirkenden auf dem gleichen Ton der überlegenen kessen Selbstironie", jubelte Televisor vor zwei Jahren. Schade, ja bedenklich, dass die ARD nicht mit offenen Karten spielte und die allgemeine, begeisterte Anerkennung von damals nicht zur Begründung der Wiederholung nützte. Das war – bewusst oder unbewusst – eine unnötige Täuschung, dazu eine widersinnige Hörzu 27/1966, Leserbriefe: Bravo, Hans Hubberten und Harald Vock! Es war prima. So wollen wir Show sehen; – Zu dieser Sendung möchte ich Harald Vock und Hans Hubberten beglückwünschen. War ganz große Klasse (Eher ab 16 / NDR) |
| 21:30 | Die große Nummer Ausschnitte aus einer Zirkusveranstaltung im Eispalast von Tokio ARD-(Teil?)-Wiederholung vom 8. Januar 1966 (ab 12 / NDR) Hörzu 26/1966 schrieb in ihrer Kritik: Was sich die Programmgestalter dabei gedacht haben, auf das Schau-Feuerwerk einen zirzensischen Wirbel, "Die große Nummer", folgen zu lassen, wird wohl ewig dunkel bleiben. Oder galt die Devise: Alles oder nichts? |
| 21:45 | Unter uns gesagt Gespräch über Politik in Deutschland Leitung: Kurt Wessel Gong 27/1966, Leserbrief: ... dass aber auch ein Meinungsbildner des Deutschen Fernsehens wie Herr Littmann (8. Juni, ARD) nicht weiß, was sich vor dem Jahre 1938 in Österreich und der Tschechoslowakei tat, ist erschreckend. Man braucht sich daher über die leider sehr häufigen Entgleisungen des Fernsehens gegenüber den Heimatvertriebenen nicht zu wundern (BR) |
| 22:30 | Tagesschau Das Wetter morgen Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| Anschließend Kommentar | |
| 22:45 | Berichte von den Aufstiegsspielen zur Bundesliga |
ZDF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 17:55 | Französisch – in Paris gelernt (22) En France comme si vous y étiez Heute: Au bord de l'eau Kurzfassung der Sendung vom Samstag |
| 18:10 | Nachrichten |
| Anschließend Der Wetterbericht | |
| 18:20 | Die Drehscheibe Ein Magazin zum Feierabend Im Unterhaltungsteil Hansi Jochmann mit "Wenn ich was zu sagen hätt" und Werner Krenn mit dem Schubertlied "Die Forelle" |
| 18:55 | Dezernat M Im Kampf mit der Unterwelt Chikagos Heute: Der faule Apfel Personen und Darsteller: Frank Ballinger (Lee Marvin), Captain Grey (Paul Newlan), Patty Conway (June Blair), Joan Woods (Baily Harper), Dervin (Pitt Herbert), Sam Francis (Robert Palmer), Danny Conway (Charles Aidman), Mrs. Conway (Nora Marlowe), Manager (Robert Courtleigh), Regie: Don Taylor Lt. Frank Ballinger sucht zwei dreiste Räuber, die Diamanten im Wert von 100 000 Dollar gestohlen haben. Die Verbrecher wussten über die firmlichen Abläufe erstaunlich gut Bescheid ... (ab 16) |
| 19:27 | Mainzelmännchen-Kapriolen und Wetter |
| 19:30 | Heute Nachrichten, Themen des Tages |
| 20:00 | Schnappschüsse Streiflichter aus der Dunkelkammer Mitwirkende: Günter Pfitzmann, Ruth Nimbach (Fräulein Schnuckelbach), Ingrid van Bergen, Loni Heuser, Jo Herbst, Edith Elsholtz, Joachim Röker, Andreas Mannkopff, Wilfried Herbst, Werner Hass, Regie: Hans Rosenthal In Herrn von Luthes Agentur bieten Amateurfotografen und Bildreporter tagtäglich ihre aktuellen Schnappschüsse an. Bei einem Blick in diese Bildagentur werden auch für den Zuschauer die Schlagzeilen lebendig – allerdings in leicht abgeänderter Form. Denn Fräulein Schnuckelbach, der "gute Geist" der Firma, retuschiert zu viel, vergrößert zu stark und belichtet die Negative auch noch mit eigenen Einfällen. Ingrid van Bergen meint "Protestlieder sind heute zu einer Masche geworden" und interpretiert wildentschlossen einen Anti-Protest-Song, Loni Heuser beschäftigt sich mit den Leiden gelangweilter Frauen. Außerdem werden zwei Umfragen aus Berlin live übertragen (ab 16) |
| 20:30 | Ein Däne sieht Mitteldeutschland (1) Heute: Arbeitsalltag und Menschen Ein Bericht von Erik Palsby, deutsche Bearbeitung: Jochen Müthel Der Beitrag des Dänischen Fernsehens wurde im vergangenen Jahr gedreht. Die Reporter besichtigten verschiedene Betriebe und waren bei einem Transportarbeiter zu Gast, der ihnen ausführlich seine Lebensverhältnisse schilderte Hörzu 26/1966 schrieb in ihrer Kritik: Schwerer (Anm.: als Thilo Koch mit "Begegnungen in Deutschland") hatte es der dänische Berichterstatter Erik Palsby, der durch seinen neutralen Standpunkt zwar den Vorzug hatte, die Situation aus einem gewissen Abstand heraus betrachten zu können, dessen Bericht "Ein Däne sieht Mitteldeutschland" jedoch durch Schwierigkeiten mit den Obstberliner Kontrollstellen deutlich gehandikapt war. Die inneren Zusammenhänge blieben oft undurchsichtig, der Abstand war offenbar zu groß Gong 26/1966 schrieb in seiner Kritik: Laut Ansage sollte es einer der besten Filme sein, die in letzter Zeit über Mitteldeutschland gedreht wurden. Man durfte daher gespannt sein. – Der erste Teil der Dokumentation war Berlin gewidmet, jenem Teil von Berlin, der früher einmal das Herz dieser Stadt war: Bilder vom Alexanderplatz, dem heutigen Marx-Engels-Platz, von der wiederaufgebauten Staatsoper Unter den Linden, aber auch von Ruinen und uniformierten Wohnblocks. Wer jedoch geglaubt hatte, eine unkonventionelle Begegnung mit den Menschen zu sehen, war enttäuscht. Die in einem Betrieb durchgeführte Befragung mit den stereotypen Sätzen "Können Sie von Ihrem Lohn sparen?" und "Wofür sparen Sie?" blieb mit ihren ausweichenden Antworten eine letzte Information schuldig. Der Film bewies, dass sich das Leben in den letzten Jahren weitgehendst normalisiert hat und dem Lebensstandard (jedenfalls soweit es Ost-Berlin betrifft) im Westen nicht mehr um vieles nachsteht. Der Fernsehantennen-Wald auf den Häusern kann mit dem in der Bundesrepublik durchaus konkurrieren. Der grundlegende Unterschied aber liegt in der freien Meinungsäußerung. Auch das Aufnahmeteam musste mit der Beschlagnahme eines Tonbandes und der Vernichtung eines Filmes seine Erfahrungen machen (ab 14) |
| Anschließend Kurznachrichten | |
| 21:00 | Die Nacht zum Vierten Kriminalstück von Harald Bratt, Personen und Darsteller: Roberts, Chefinspektor und Leiter des Morddezernats (Paul Edwin Roth), Dr. Atkins (Wolf Frées), Ordinationshilfe (Eva Schuch), Rechtsanwalt Dr. Clark (Wolfram Schaerf), Eduard Redlich (Peter Schiff), Mary Castellione (Renate Küster), Castellione (Joachim Hildebrandt), Protokollführer (Kurt Weidner), Wombat, Fingerabdruckexperte (Charles H. Vogt), Inspektor (Klaus Sonnenschein), Verhafteter (Hans Nitschke), Inder (Bruno Arno), Patientin (Käthe Camossa), Sekretärin (Brigitte Schumann), Erster Polizist (Joseph Sira), Zweiter Polizist (Kurt Baumann), Bühnenbild: Werner Viktor Töffling, Bearbeitung und Inszenierung: Konrad Wagner Eine Aufführung des Berliner Theaters In der titelgebenden Nacht zum Vierten ist unter geheimnisvollen Umständen der bekannte Wohltäter Castellione umgebracht worden. Chefinspektor Roberts kümmert sich wegen des großen öffentlichen Interesses selbst um die Mordaffäre. Die Spur führt zu einem gewissen Jack Walpole, das Motiv scheint in Mrs. Castellione begründet zu liegen ... – Am Nachmittag des Vierten erscheint beim Psychiater Dr. Atkins ein Mann, der seinen Namen nicht nennt, der aber von sich auf Grund von Indizien annimmt, er habe im Zustand einer Bewusstseinsspaltung den Mord an Castellione begangen. Der Arzt ist zwar von der Richtigkeit der Indizien überzeugt, doch kann er nach dem Persönlichkeitsbild des Patienten nicht glauben, dass dieser zu so einer Tat fähig war. Zu seiner Überraschung erkennt Dr. Atkins am nächsten Tag auf dem Polizeirevier in seinem Besucher Roberts, den Chef des Morddezernates ... Gong 26/1966 schrieb in seiner Kritik: Einen kuriosen Krimi setzte man vor: das doppelte Ich in einem Körper, hier der Leiter eines Morddezernats, und der Psychiater, der alles wieder ins reine bringt. Harald Bratt verlässt sich auf psychologische Reize, die er auf angelsächsische Manier vorbringt. Der Psychiater ersetzt ja in den Vereinigten Staaten den Seelsorger, in Deutschland ist man noch altmodisch, und der Psychiater bleibt eine Randerscheinung. Mit der Amerikanisierung unseres Lebensstils seit dem Zweiten Weltkrieg treten auch in den Massenmedien, im Theater, in der Literatur immerzu Psychiater auf, aber wenn ein einfacher Mensch wie der Kritiker sich selbst einmal psychoanalysieren lassen möchte, dann müsste er sehr herumfragen, wo denn eine Psychiater-Couch stehe ... Man sieht zuerst mit Interesse zu, die Spannung steigt, am Ende stellt sich das Ganze als eine Studentenscherz heraus, obwohl der Autor Bratt es gar nicht beabsichtigte. Der Kritiker hatte Besuch aus der Zone bei sich, aus jener Gegend, die nie das Westfernsehen empfangen kann. Die Sprache, die Verwicklungen wurden überhaupt nicht verstanden. Paul Edwin Roth war der Mann mit dem Doppelleben, das gar keins war. Er machte seine Sache gut, obwohl er selbst kaum geglaubt haben dürfte, was er das spielte. Am besten gefiel uns Wolf Frées als Psychiater. – Das Stück war von der Berliner Presse verrissen worden, als es am Berliner Theater gegeben wurde. Im Fernsehen kam es besser zum Zuge, man braucht dann nichts auf großer Bühne zu verzetteln. Konrad Wagner, der Regie führte, machte das Unglaubliche nicht glaubhaft, aber er setzte es geschickt vor (Für Erwachsene) |
| 22:15 | Heute Nachrichten, Wetter, Themen des Tages |
| 23:00 | Anlässlich des 20. Todestages von Gerhart Hauptmann Rose Bernd Deutscher Spielfilm (1957) mit Maria Schell, Raf Vallone, Käthe Gold, Regie: Wolfgang Staudte ZDF-Erstsendung: 11. November 1963 Gong 23/1966: In Farbe gedrehter deutscher Spielfilm nach dem Schauspiel von Gerhart Hauptmann. Gelegentliche Krassheiten. Nur für Erwachsene |
Nord 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Sendepause vom 4. April bis 4. September 1966 |
West 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 13:00 | Ein Tag = Eine Stunde Aus den WDR-Regionalprogrammen |
| 14:00 | Programmhinweise |
| 19:00 | Programmhinweise |
| 19:10 | Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen |
| 19:15 | Hierzulande – Heutzutage Prisma des Westens: Handel und Wandel / Kommentar "Für und Wider" |
| 19:50 | Ihre Heimat – Unsere Heimat Für spanische Gastarbeiter |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Fritz Kortner probt "Kabale und Liebe", zweiter Abend |
| Anschließend Programmhinweise |
Hessen 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 19:30 | Italien in seinen Landschaften (8) Eine Geografie der Apenninenhalbinsel von Eckhart Peterich Heute: Latium (2) |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Fernsehen im Ausland Stephen D. Fernsehspiel von H. Leonard nach "Jugendbildnis" und "Stephen Daedalus" von James Joyce in englischer Sprache, Einführung: Dr. Karlheinz Braun Personen und Darsteller: Stephen Daedalus (Norman Rodway/Rockway), Mr. Daedalus (Kevin Flood), Mrs. Daedalus (Ruth Durley), Stephen als Kind (Kim Goodman), Bruder Michael (Kevin McHugh), Vater Dolan (Desmond Perry), Stephen als junger Mann (Christopher Matthews), Cranly (T. P. McKenna), Davin (Kevin McHugh), Temple (Gerry Sullivan) und viele andere, Regie: Anthony Page Eine Produktion der BBC |
| 21:30 | Nachrichten aus Hessen |
Bayern 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 11:35 | Schulfernsehen Meier Helmbrecht Zweite Wiederholung (– 12:10 Uhr) |
| 19:00 | Kursprogramm Die Erde baut ein Gebirge (9) Eine Gesteinskunde mit Klaus Raacke Heute: Stein aus Wasser und Wind |
| 19:30 | Schulfernsehen Der Hunger in der Welt Zum Erdkundeunterricht und zur Sozialkunde der 8. Klasse der Volksschule sowie der entsprechenden Klassen der Realschule und der Gymnasien |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Wissenschaftliches Studienprogramm Welt der Musik (9) Eine Einführung in die Musikgeschichte von Professor Erich Valentin Heute: Musik der Geselligkeit |
| 20:45 | Wissenschaftliches Studienprogramm Formen des Lebendigen (9) Eine biologische Vorlesung von Professor Adolf Portmann Heute: Das Zeugnis der Erdgeschichte |
| 21:15 | Chronik Nachrichten und Information |
| 21:30 | Repetitorium Bildungswege (9) Von Margret Zang und Friedrich Mager Heute: Hochschule |
| 21:40 | Repetitorium Deutsch für Deutsche (9) Mit Margarete Schaumann |
| 21:55 | Repetitorium Benvenuti in Italia (48) Italienischer Sprachkurs Heute: Die Blume von Amalfi Wiederholung von gestern (– 22:25 Uhr) |
DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 09:50 | Medizin nach Noten |
| 10:00 | Aktuelle Kamera |
| 10:25 | Im Blickpunkt |
| 10:35 | Atom-Strom aus Rheinsberg Wiederholung von gestern |
| 11:05 | Berolina-Konzert (2) Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung des Berliner Rundfunks |
| 12:05 | Wir lieben das Leben Gedanken und Skizzen – Kunstausstellung zum 20. Jahrestag der SED in der Neuen Berliner Galerie, mit anschließender Diskussion über Willi Sittes Gemälde "Leuna 21" Wiederholung von gestern |
| 13:05 | Testsendungen U.a. von 13:30–15:05 Uhr: "Rivalen am Steuer" (– 16:40 Uhr) |
| 16:45 | Programmvorschau |
| 16:50 | Medizin nach Noten |
| 17:00 | Kinderfernsehen für Kinder von 8 Jahren an Die Lehrerin von Ivenack Die Geschichte spielt in einem kleinen Ort am Ivenacker See und erzählt von einer engagierten Lehrerin, die traurig ist, wenn sie eine "4" ins Klassenbuch schreiben muss, sich mit ihrer Klasse über eine gelungene Mathematikarbeit freut, noch spätabends über ihren Büchern sitzt und mit den Kindern sonntags im Park spazieren geht |
| 17:30 | Strandparade Musikalische Urlaubsgrüße von der rumänischen Schwarzmeerküste |
| 18:00 | Von Tieren und Trickfiguren In einer Reiherkolonie / Die bestrafte Habgier |
| 18:30 | Tausend Tele-Tipps |
| 18:45 | Programmvorschau |
| 18:50 | Unser Sandmännchen Abendgruß des Kinderfernsehens |
| 19:00 | Treffpunkt Berlin |
| 19:40 | Das Wetter |
| 19:45 | Aktuelle Kamera |
| 20:00 | Mit Zikmund und Hanzelka durch Asien (22) Heute: Souvenirs und Steckenpferde |
| 20:30 | Willi Schwabes Rumpelkammer Redaktion: Heiner Strietzel, Regie: Ingrid Fausak |
| 21:30 | Zapfenstreich heut später Redaktion: Christa Gelling, Regie: Volker Büttner |
| 22:20 | Aktuelle Kamera |
Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 10:00 | Schulfernsehen Islandsaga (2) |
| 11:00 | Kurznachrichten |
| 11:03 | Programm für den Schichtarbeiter Maigret und der Verrückte Wiederholung vom Montag |
| 11:55 | Programm für den Schichtarbeiter Die größten Boxkämpfe des Jahrhunderts Wiederholung vom Montag |
| Anschließend Kurznachrichten | |
| 17:00 | Kurznachrichten |
| 17:03 | Für die Kinder von 5 Jahren an Kasperls Abenteuer Eine Aufführung der Austria-Handpuppenbühne Anni Bondi |
| 17:45 | Für die Kinder von 11 Jahren an Das kleine Sport-Abc Heute: Fußball Eine Sendung von Ludwig Stecewicz |
| 18:15 | Das Betthupferl Eine Gute-Nacht-Sendung für die kleinen Leute |
| 18:30 | Kurznachrichten |
| 18:35 | Les Francais chez vous Französisch für Anfänger mit Prof. Georges Creux und Ulli Petek |
| Anschließend Tipp-Revue | |
| 19:00 | Streiflichter aus Österreich |
| 19:23 | Für Sie notiert |
| 19:30 | Zeit im Bild |
| 19:55 | Schaufenster und Kurzfilm-Mosaik |
| 20:15 | Susannens Geheimnis Intermezzo in einem Akt von Ermanno Wolf-Ferrari mit Evelyn Lear (Gräfin Susanne), Thomas Stewart (Graf Gil), Edd Stavjanik (Diener Sante) Es spielt das Orchester der Wiener Volksoper, Dirigent: Franz Allers, Regie: Herbert Wise Eine Gemeinschaftsproduktion des Österreichischen Fernsehens, der BBC und des Süddeutschen Rundfunks Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb allgemein am 08.06.1966: Von etwas anderem: von der Zusammenstellung des Programms dieser Woche, die, meiner Meinung nach, ziemlich misslungen ist. Abgesehen davon, dass ich es für nicht günstig halte, wenn an einem Tag, der im Hauptprogramm eine Oper präsentiert, im Versuchsprogramm ebenfalls eine Sendung läuft, die nur speziell Interessierten etwas bringt ("Le bourgeois gentilhomme"), halte ich es für noch ungünstiger, wenn in einer Woche gleich dreimal ernste Musik serviert wird ("Susannens Geheimnis", "Freude an Musik", "Rosenkavalier") Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 09.06.1966: Ermanno Wolf-Ferraris heiteres Intermezzo "Susannens Geheimnis" kann gut und gern als Prototyp der Fernsehoper gelten: kurz, allgemein verständlich, musikalisch ergiebig, dient es Bildung und Unterhaltung im gleichen Maße, ohne einerseits zu hohe geistige Ansprüche zu stellen, ohne andererseits in allzu seichtes Fahrwasser billiger Unterhaltungsmusik zu geraten. Was an dieser Fernsehproduktion neben der geschickten Regie Herbert Wises am meisten besticht, ist die Gleichberechtigung von Singstimme und Orchester, wie sie in solch klanglicher Balance noch selten anzutreffen war. Mit dem Sängerehepaar Evelyn Lear und Thomas Stewart standen gesanglich, ausdrucksmäßig und schauspielerisch zwei ideale Protagonisten zur Verfügung, Edd Stavjanik ergötzte in der stummen Rolle des "Advocatus mali", des Dieners, der für Nachschub an Zigaretten sorgt |
| 21:10 | Horizonte Ausblicke, Erkundungen, Auskünfte Das zeitkritische Magazin mit internationalen Berichten und polemischen Österreich-Reportagen Vorgesehene Beiträge: ein Bericht von Hannes Baumann über das 9. Schuljahr, den "Polytechnischen Lehrgang", der heuer erstmals in Kraft tritt und die unzulängliche Vorbereitung darauf, verschärft durch den Mangel an Lehrkräften und Schulräumen / ein Bericht über den Strafvollzug in Österreich von Hans Walter Christ und Herbert Zinnebner / ein BBC-Bericht über den Streit zwischen den Wallonen und Flamen in Belgien, besonders an der Universität von Löwen, dazu ein Kurzbericht aus einem Neonnaziklub in Antwerpen / ein satirischer Beitrag aus Deutschland über einen ehemaligen Offizier, der Uniformen und Ausrüstungsgegenstände der Hitlerwehrmacht aufkauft, instandsetzt und damit lukrativ handelt. Besonders US-Besatzungssoldaten in München sind begeisterte Käufer dieser "Souvenirs" / Hans Schubert fotografiert eine Herzklappenentfernung und das Einsetzen einer künstlichen Herzklappe in einem Krankenhaus in Brünn Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 09.06.1966: Vom randvollen Uniformkabinett des SS-Andenkendoktors in Schwabing in den Operationssaal des berühmten Herzchirurgen in Brünn, vom außerordentlich florierenden Handel mit Souvenirs einer Zeit, in der es so ziemlich egal war, ob 100 000 Menschen mehr oder minder starben, hinüber um ein einsames Menschenleben – genau und richtig setzte Dr. Brantl die zwei attraktivsten Beiträge seiner "Horizonte" am Mittwoch an den Schluss der Sendung. Sicher: Reminiszenzen (erinnerungsselig oder nur als Teile der umfassenden Sammlung einschlägiger Art) an Hitlers Unzeit gibt's sicher nicht nur in München (zum Beispiel auch in der Neonazibar Antwerpens) und Herzoperationen dieser Art werden sicher auch anderswo vollbracht werden – doch der Effekt ist, dass es gezeigt wird, egal, von woher. In der besten "Horizonte"-Tradition der gar nicht teilnahmslosen Beschreibung von Zuständen standen die beide Inlandsbeiträge über das 9. Schuljahr und den Strafvollzug. Der erste Beitrag, der sicher etliche (wenn nicht gar die meisten betroffenen) Eltern darüber aufklärte, in welches typisch österreichische Provisorium nicht nur ihre Kinder, sondern auch die Lehrerschaft mit diesem "polytechnischen Lehrgang" eintreten werden. Und der zweite, der ein wirkliches Bild vom Leben der Strafgefangenen gab, entgegen dem Klischee von den "Staatspensionären" (wozu allerdings zu bemerken wäre, dass jene, die für die Todesstrafe sind, auch durch solche wichtige Filme kaum umgestimmt werden können). Wieder einmal gute "Horizonte" |
| 22:35 | Zeit im Bild |
| 22:55 | Filmbericht von der Österreich-Rundfahrt der Amateur-Radfahrer 1966 |
Österreich – Technisches Versuchsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 19:00 | Kurznachrichten |
| 19:03 | Islandsaga (2) |
| 19:30 | Zeit im Bild |
| 20:00 | Neues aus der Welt der Wissenschaft Ein populärwissenschaftliches Magazin |
| 20:30 | Le bourgeois gentilhomme (Der Bürger als Edelmann) Lustspiel von Molière, Personen und Darsteller: Covielle (Jean Meyer), Herr Jourdain (Louis Seigner), Frau Jourdain (Andrée de Chauveron), Tochter Lucile (Michèle Grellier), Clèonte (Jean Piat), Dorante (Georges Descrieres), Nicole (Micheline Boudet), Dorimène (Marie Sabouret), Tanzlehrer (Jacques Charon), Musiklehrer (Robert Manuel), Philosophielehrer (Georges Chamarat), Fechtlehrer (Jacques Eyser), Schneider (Jean-Louis Jemma), Schneidergeselle (Jenri Tisot), Diener (René Camoin und Francois Valère), Bühnenbild: Suzanne Lalique, Regie: Jean Meyer Eine Aufführung der "Comédie-Française" in französischer Originalfassung ZDF-Erstsendung: 4. Februar 1964 |
Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Di, 7. Juni 1966 ◀ 1966 ▶ Do, 9. Juni 1966 |


