Mo, 18. Juli 1966
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| So, 17. Juli 1966 ◀ 1966 ▶ Di, 19. Juli 1966 |
ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 07:45 | Farbfernseh-Versuchssendungen – 09:45 Uhr |
| Vormittagsprogramm von ARD und ZDF nur über die Fernsehsender des NDR, SFB, Meißner (HR), Kreuzberg/Rhön und Ochsenkopf/Fichtelgebirge (BR) | |
| 10:00 | Nachrichten |
| 10:05 | Tagesschau Wiederholung von gestern |
| 10:20 | Das aktuelle Sportstudio |
| 11:40 | ... 18 – 20 – nur nicht passen Skat und Musik |
| 12:00 | Das aktuelle Magazin – 13:30 Uhr |
SR | |
| 12:30 | Im Dreieck Eine Sendung für Schichtarbeiter im Montandreieck In deutscher und französischer Sprache (– 13:30 Uhr) |
SFB | |
| 16:10 | Die Abenteuer des Bob Moran Heute: Der schwarze Cowboy |
| 16:40 | Nachrichten der Tagesschau Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| 16:45 | Unser Heim Einrichtungsvorschläge von Wilfried Köhnemann Heute geht es noch einmal um die praktische und bequeme Einrichtung eines Badezimmers: Armaturen, Becken, Wannen und Bidets, Platten, Kacheln und Dekorfliesen werden besprochen und gezeigt. Am Schluss sehen wir einen Wunschtraum: ein elegantes Bad mit anschließender Terrasse (NDR) |
| 17:05 | Staustufe Geesthacht Filmbericht vom neuen Elbekraftwerk Beim Ausbau des Hamburger Hafens Anfang des Jahrhunderts waren noch Tausende von Arbeitern nötig, um die gewaltigen Erdmassen zu bewegen. Dagegen erwies sich der Bau der Staustufe – wie die heutige Sendung in einer vergleichenden Betrachtung zeigt – geradezu als Kinderspiel: Das 500 mal 600 Meter große und 14 Meter tiefe Becken wurde von nur 230 Arbeitern mit Hilfe modernster Maschinen binnen eines Jahres ausgehoben (NDR) |
| 17:20 | Was wir von unseren Pflanzen oft nicht wissen (14) Mit Emil Gercke In den nächsten Folgen geht es um die sieben wichtigsten Pflanzen der Welt: Reis, Weizen, Mais, Kartoffel, Dattel, Baumwolle und Wein. Momentan leben drei Milliarden Menschen auf der Erde, in 50 Jahren werden es mehr als doppelt so viel sein, der Geburtenüberschuss beträgt 150 000 Menschen pro Tag, die Lebenserwartung hat sich in den letzten hundert Jahren von 36 auf 68 Jahre erhöht. Heute geht es um das Hauptnahrungsmittel Reis, seine Eigenschaften, Sorten und Geheimnisse (NDR) |
| 18:00 | Nachrichten der Tagesschau Alle Sender außer BR (– 18:05 Uhr) |
NDR/RB | |
| 18:05 | Berichte vom Tage |
| 18:16 | Die Nordschau mit der Sportschau Vorgesehene Beiträge: Norddeutsche Schwimmmeisterschaften in Hamburg / Kanu-Gruppenregatta in Lübeck / Deutsche Segelmeisterschaften in Hannover / Deutsche Meisterschaft im 50 km-Gehen in Friedrichsgabe / Deutsche Meisterschaft der Military-Reiter in Luhmühlen / Rund um die Fußball-Weltmeisterschaft |
| 18:50 | Das Sandmännchen |
| 19:00 | Berichte vom Tage |
| 19:21 | Kommissar Freytag Heute: Achtung, Reifenstecher! |
| 19:59 | Programmhinweise |
SFB | |
| 18:05 | Programmhinweise |
| 18:30 | Pater Brown Heute: Das Auge des Apoll |
| 19:05 | Das Sandmännchen |
| 19:15 | Blick in die Presse |
| 19:23 | Wetterbericht |
| 19:25 | Berliner Abendschau |
WDR | |
| 18:05 | 5 nach 6 Wissenswertes aus aller Welt |
| 18:30 | Hier und Heute Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen |
| 19:10 | Jens Claasen und seine Tiere Heute: Pantherfalle |
| 19:40 | Stippvisiten in Bolivien Heute: Hauptstadt La Paz |
HR | |
| 18:05 | Programmhinweise |
| 18:10 | Pater Brown Heute: Das unlösbare Problem War es klug, den früheren Gangster Flambeau mit der Bewachung eines kostbaren Kirchenschatzes zu beauftragen? |
| 18:40 | Das Sandmännchen |
| 18:50 | Die Hessenschau mit Sport |
| 19:10 | Meine drei Söhne Heute: Der richtige Arzt Steve hat einen Hexenschuss und muss eine geschäftliche Reise nach Bolivien absagen ... |
| 19:50 | Heute in Hessen |
SR | |
| 18:05 | Aktuelles von hüben und drüben |
| 18:15 | Fragen an die Kirche |
| 18:30 | Das Sandmännchen |
| 18:35 | Tele-Schlager |
| 18:45 | Deutsche Mädchen in Stockholm |
| 19:20 | Sportschau |
| 19:45 | Aktueller Bericht |
SDR/SWF | |
| 18:05 | Gefährliche Experimente Heute: Der Fahrstuhl Der Arzt und Wissenschaftler Dr. Barton (gespielt von George Nader) gerät in gefährliche Situationen ... |
| 18:40 | Die Abendschau / Blick ins Land mit Sport |
| 19:10 | Das Sandmännchen |
| 19:20 | Bei uns daheim Heute: Der Buddha |
| 19:54 | Nachrichten aus Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz |
BR | |
| 18:25 | Nachrichten |
| 18:35 | Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger Heute: Kavaliere Inspektor Wanninger beschäftigt sich mit einem Fall von Fahrerflucht: ein Sportwagen mit ausgeschalteten Lichtern hat einen Radfahrer angefahren, der Fahrer ist geflüchtet, die Zeugenaussagen sind dürftig. Als Playboy getarnt geht Wanninger auf Tätersuche ... |
| 19:05 | Nachrichten und aktuelle Viertelstunde |
| 19:25 | Die Münchner Abendschau Heute: Der Sportquerschnitt |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Panorama Berichte – Analysen – Meinungen Hörzu 32/1966 schrieb in ihrer Kritik: Nicht weniger schonte Joachim Fest in seinem "Panorama" die Nerven der Fernseher. Seine Bilder von verstümmelten Frauen und Kindern in südvietnamesischen Krankenhäusern hätten einer Vorwarnung für Nervenschwache bedurft (ab 16 / NDR) |
| 21:00 | Musik und Information Heute: Kriminal-Melodien Mit Corry Brokken ("Er sah aus wie ein Lord, wie ein richtiger Lord, und er wurde gesucht wegen Mord"), Carmela Corren ("Der feine Gentleman"), Trude Herr ("In der Spelunke zur alten Unke"), Nina Westen ("Rififi"), Silvio Francesco, Heino Conty ("Kriminal-Tango"), Wyn Hoop ("In allen Kneipen von Soho"), Jean Thomé ("Maskenball bei Scotland Yard") und Charlie Hickman, der Starlets-Chor ("Folgen Sie mir"), es tanzt das Hamburger Fernseh-Ballett, Choreografie: Herbert F. Schubert, Szenenbild: Lorenz Withalm, Regie: Günther Würtz (ab 14 / NDR) |
| 21:45 | Du sollst nicht töten (2) Ein Filmbericht von Paul Mautner Heute: Die Friedensmarschierer Die Sendung analysiert die politische Betätigung dieser außerparlamentarischen Opposition in der Bundesrepublik (ab 16 / BR) |
| 22:30 | Tagesschau Das Wetter morgen Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| Anschließend Kommentar | |
| 22:45 | Fußball-Weltmeisterschaft Berichte und Informationen vom Tage Vom Deutschen Fernsehen aus London |
| 23:00 | Wir Menschen (5) Ein Fernsehbericht von Hans Hass Heute: Das Freundschaftszeichen Hans Hass beschäftigt sich in der heutigen Folge mit unserem Lächeln. Er nennt es ein "Freundschaftszeichen", weil wir es bewusst als Mittel einsetzen, um Menschen für uns zu gewinnen, sie zu versöhnen oder freundlich zu stimmen. Daneben kann das Lächeln, in Verbindung mit anderen mimischen Äußerungen, noch etwa fünfzig weitere Bedeutungen haben (ab 16 / SDR) |
| 23:30 | Nachrichten der Tagesschau Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
ZDF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 18:10 | Nachrichten |
| Anschließend Wetterbericht | |
| 18:20 | Die Fußball-Drehscheibe Rund um die Weltmeisterschaft 1966 Berichte und Reportagen zu den Ereignissen des Tages |
| 18:55 | Modecocktail Heute: Bade- und Freizeitmoden Eine musikalische Wochenendfahrt mit den vier Perrys, Regie: Klaus Überall Auf einer Fahrt ins Blaue treffen sich fünf reizende und unternehmungslustige Mannequins, abgeholt von Begleiter Jürgen mit Wohnwagen und Straßenkreuzer. Gitte verwaltet die gemeinsame Kasse bzw. eigentlich ihr Pudel Dixie bekommt die Handtasche mit dem Reisegeld anvertraut. Prompt stellt man an der nächsten Tankstelle den Verlust der Reisekasse fest. Glücklicherweise lernen die Damen vier flotte Musiker kennen, die einen Ausweg wissen ... Anmerkung: Bereits für vergangenen Montag, 11. Juli 1966 angekündigt, für heute geplant als Wiederholung vom 14. März 1964 eine Folge "Ewiges Wiener Lied": Kaiser, Nestroy, Pawlatschen |
| 19:27 | Mainzelmännchen-Kapriolen und Wetter |
| 19:30 | Heute Nachrichten, Themen des Tages |
| 20:00 | Tagebuch Aus der evangelischen Welt |
| 20:15 | Reichtum verpflichtet Mäzene einst und jetzt Eva Müthel berichtet aus Nürnberg, Hamburg und Frankfurt Starke Einzelpersönlichkeiten – Monarche, Kirchenfürsten, Patrizier und wohlhabende Bürger – prägten früher das Bild ihrer Städte. In Architektur und Kunst repräsentierten sie ihren Reichtum und ihre Macht: Sie schenkten ihren Städten wertvolle Sammlungen, Museen und Grundstücke; sie schufen kulturelle und soziale Einrichtungen; sie riefen Stiftungen aller Schattierungen ins Leben. Die gesellschaftlichen Grundlagen haben sich inzwischen sehr verändert, mit ihnen die Träger des Mäzenatentums. Der Beitrag untersucht, wie sie beschaffen sind, was nicht mit den großen Vorbildern der Vergangenheit gemein und wie weit sie sich den Bedürfnissen unserer Gesellschaft angepasst haben (ab 14) |
| Anschließend Kurznachrichten | |
| 21:00 | Der besondere Film Große Vögel, kleine Vögel Ital. Spielfilm mit Totò, Regie: Pier Paolo Pasolini Gong 29/1966: Humorgewürzter, poetischer Film (1966) des bekannten Regisseurs, der Elemente des Christentums und des Kommunismus montiert. In Form eines hintergründigen Schelmenromans wird eine Absage an jede diplomatische, aber nicht gelebte Ideologie erteilt, sei sie marxistisch oder christlich. Voraussichtlich: Nur für Erwachsene Gong 32/1966 schrieb in seiner Kritik: Nach den dunklen Tragödien Accatones und des Matthäus-Evangeliums überrasche Pier Paolo Pasolini mit der franziskanischen Fröhlichkeit einer frommen Legende. Vater und Sohn (den Vater spielte der herrliche Komiker Totò) wandern die Straße des Lebens daher, akkompagniert von einem räsonierenden Raben. Unterwegs erzählt das Federvieh dem Vater, der im Bratenrock à la Chaplin fürbass schreitet, eine Geschichte aus der Zeit des heiligen Franziskus: wie zwei Mönche – wiederum dargestellt von Vater und Sohn – den Auftrag erhielten, die Sprache der Vögel zu erlernen, um ihnen das Evangelium zu predigen. Aber ach, am Ende preisen alle Vögel wohl den Herrn, jedoch die Großen fressen nach wie vor die Kleinen. So wie schließlich Vater und Sohn über den lästig argumentierenden Raben herfallen, ihn zerrupfen und verspeisen. Bittere Moral der fidelen Schnurre: Die Welt bleibt wohl, wie sie ist. Aber es bleibt der Auftrag, den der Film-Franziskus aktivistisch an Karl Marx weitergibt: "Die Welt muss verändert werden! Geht also und beginnt noch einmal von vorn." Im Koordinatensystem, das Christentum und Marxismus abstecken, greift Pasolini mit kabarettistischen Späßen die bequeme Dummheit der Menschen an, in deren Herzen immer noch nicht Himmel und Erde einander vermählt haben. Im Grunde verbirgt sich Trauer hinter den allegorischen und grotesken Figurationen. Trotz aller Erlösungssehnsucht, trotz allen Verlangens nach Frieden, nach Gewaltlosigkeit und brüderlicher Liebe hat sich die Welt eben immer noch nicht so verändert, wie es der enttäusche Christ und vergrätzte Marxist Pasolini wünscht. Versponnen und verrätselt ist dieser köstliche Film, mit krauser Fabelfülle höchst witzig erzählt. Nur einmal wird er sehr ernst, als der Linkssozialist Pasolini Dokumentaraufnahmen vom Begräbnis des italienischen Kommunistenführers Palmiro Togliatti zwischenschneidet. Wohl wird die Geschichte streckenweise etwas dünn, auch liegt die Poesie mehr im Erzählerischen als im Filmischen. Sicherlich aber ist Pasolinis Parabel ein ungewöhnlich origineller und sehr persönlicher Film Hörzu 32/1966, Leserbriefe: Dieser italienische Film war tatsächlich etwas Besonderes, aber nur in negativer Hinsicht; – Wer diesen Film angekauft hat, der hat wirklich den Vogel abgeschossen; – Bitte, keine besonderen Filme, sondern nur noch normale |
| 22:35 | Heute Nachrichten, Wetter, Themen des Tages |
| 23:00 | Aus London Fußball-Weltmeisterschaft Bericht vom Tage, heute haben alle Mannschaften spielfrei |
Nord 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Sendepause vom 4. April bis 4. September 1966 |
West 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 13:00 | Ein Tag = Eine Stunde Aus den WDR-Regionalprogrammen |
| 14:00 | Programmhinweise |
| 19:00 | Programmhinweise |
| 19:10 | Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen Das Wetter morgen |
| 19:15 | Hierzulande – Heutzutage Prisma des Westens: Almanach der Woche / Kommentar "Für und Wider" |
| 19:50 | Ihre Heimat – Unsere Heimat Für italienische Gastarbeiter |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Benvenuti in Italia |
| Anschließend Programmhinweise |
Hessen 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Sommerpause vom 16. Juli bis 18. September 1966 |
Bayern 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Sommerpause vom 17. Juli bis 18. September 1966 |
DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 19:00 | Kurznachrichten |
| 19:05 | Abenteuer unter Wasser Heute: Nitratfabrik |
| 19:25 | Für Sie notiert |
| 19:30 | Zeit im Bild mit Sport |
| 19:55 | Schaufenster |
| 20:00 | Lumpazivagabundus oder Das liederliche Kleeblatt Zauberposse mit Gesang in drei Aufzügen von Johann Nestroy, Musik: Adolf Müller, Bearbeitung: Georg Kreisler und Leopold Lindtberg, Personen und Darsteller: Stellaris, Feenkönig (Erik Frey), Fortuna, Beherrscherin des Glücks (Ursula Schult), Brillantine, ihre Tochter (Helma Gautier), Amorosa, Beschützerin der wahren Liebe (Sonja Sutter), Mystifax, ein alter Zauberer (Hans Unterkircher), Hilaris, sein Sohn (Heinz Ehrenfreund), Fludribus, Sohn eines Magiers (Klaus Rott), Lumpazivagabundus, ein böser Geist in verschiedenen Verkleidungen (Willy Trenk-Trebitsch), Knieriem, ein Schustergesell (Attila Hörbiger), Zwirn, ein Schneidergesell (Bruno Dallansky), Leim, ein Tischlergesell (Walther Reyer), Erster Spaziergänger (Josef Krastel), Zweiter Spaziergänger (Wolfgang Hackenberg), Pantsch, Wirt und Herbergsvater (Michael Janisch), Fassel, Oberknecht in einem Brauhaus (Wolfgang Hebenstreith), Nanette, Tochter des Wirts (Elisabeth Hintzenberger), Sepherl (Gertrud Ramlo), Hannerl (Lotte Tobisch), Ein Tischlergesell (Peter Jost), Hobelmann, Tischlermeister in Wien (Oskar Wegrostek), Peppi, seine Tochter (Lotte Ledl), Anastasia Hobelmann, seine Nichte (Hedwig Pistorius), Strudl, Gastwirt zum goldenen Nockerl (Heinz Rohn), Gertraud, Haushälterin bei Hobelmann (Margaret Carl), Reserl, Magd daselbst (Angelika Hauff), Hackauf, Fleischermeister in Prag (Edd Stavjanik), Ein Maler (Wolfgang Dauscha), Bediente bei Zwirn (Paul Höfer und Wolfgang Hübsch), Gesellen bei Zwirn (Peter Anger und Franz Mössmer), Signora Palpiti (Ljuba Welitsch), Camilla (Erika Pluhar), Laura (Elfriede Ott) Es spielt das Mozarteum-Orchester, es tanzt das Ballett der Wiener Volksoper, Musik: Adolf Müller, musikalische Leitung: Georg Kreisler, Choreografie: Dolores Hubert, Bildregie: Erich Neuberg, Inszenierung: Leopold Lindtberg Aufzeichnung einer Aufführung der Salzburger Festspiele 1962 Lumpazivagabundus ist ein böser Geist, der die Söhne der großen Zauberer zu liederlichem Lebenswandel verführt und behauptet, Reichtum könne die Jugend nie besser machen. Auch einer der Verführten, Hilaris, Sohn des alten Zauberers Mystifax, behauptet das gleiche und meint, nur die Liebe sei für junge Leute gut. Und deshalb wirbt er um die Tochter der Glücksgöttin Fortuna. Fortuna zögert und lässt sich schließlich auf eine Wette ein: drei lockere Gesellen aus der Welt der Sterblichen sollen von ihr mit großem Reichtum überschüttet werden - machen zwei klugen Gebrauch davon, bleiben Hilaris und Brillantine für immer getrennt, verspielen zwei aber ihr Glück wieder, dann sollen die Liebenden ein Paar werden. Vor den Toren der Stadt Ulm wird Fortuna fündig: das liederliche Kleeblatt, bestehend aus Knieriem, Zwirn und Leim, ist so recht für den Plan der Glücksgöttin geeignet ... ORF-Erstsendung: 26. August 1962, lief in der ARD am 21. März 1963 Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 20.07.1966: Ins Dickicht, das ihm über der Stirn wuchert, hat schon die dritte Spatzengeneration ihr Nest gebaut, und wenn er mit seiner schwieligen Faust drüberfährt, staubt's wie beim Teppichklopfen. Sein Gesicht ist dieselbe wunderschöne Wildnis wie sein ganzes zernepftes Gwandl. Wenn er gehen will, dann stolpert er mit der Grazie eines Soldatenspinds. Er ist die lebendige Allegorie der Trunksucht, und der Johannes Nepomuk Nestroy wird droben im Wienerhimmel jauchzen, wenn er ihn sieht. Diesen Attila Hörbiger in der Rolle des Knierim in Leopold Lindtbergs "Lumpazivagabundus"-Inszenierung, deren Aufzeichnung ich wieder einmal sah, und von der ich wieder einmal begeistert war. Und wenn dieser Hörbiger-Knierim sagt: "Oba seit dem letzten Kometn, da greift mi ollas so aauun ...!", dann sehe ich jetzt, nach dem zweitenmal, sogar eine Spur vom Herrn Karl in ihm. Und dann steht er wieder da, abgerissen wie ehedem, und sie servieren ihm einen Slibowitz im Stamperl – nicht, dass er kleinlich herumzunörgeln beginnt darüber, nein, für ihn ist es ein Anlass zu einer herrlichen Pantomime rund ums Glaserl herum, da wird der tollpatschige Elefant zum behänden Tänzer. Und dann singt er das Lied von der Welt, die auf kan Fall mehr lang steht, und die Bühne und das Publikum gehört ihm allein, und am Schluss dann wieder ein kleiner Kampf mit dem sogenannten Guten in ihm, in dem wieder der Alkohol siegt. Er ist elementar. Eine Filmrolle mit dieser Darstellung sollte bei jedem österreichischen Theatermuseum zusammen mit dem Grundstein eingemauert werden Österreich-Hörzu 32/1966 schrieb in ihrer Kritik: Man sah zum zweitenmal: "Lumpazivagabundus" in einer Aufführung der Salzburger Festspiele. Ein ganz bedeutendes liederliches Kleeblatt: Attila Hörbiger als Knieriem, Bruno Dallansky als Zwirn und Walther Reyer als Leim. Nestroys Wiener Humor, verbunden mit seiner scharfen Beobachtung, die in die Tiefen der Sprache hinunterführt, kam hier trefflich zum Ausdruck. Es ist nicht allein Komik, was einem Nestroy-Stück zu einer guten Aufführung verhelfen kann, es bedarf ebenso der Intelligenz des Schauspielers – und sie war hier in großem Maße vorhanden |
| 22:30 | Zeit im Bild mit Berichten vom Start der Gemini 10 |
| Anschließend Janine Aimée (18) Die Geschichte eines französischen Mädchens von Paul Xandor, Buch: Jacques Siclier, mit Janine Vial, Maxime Fabert, Edmond Beauchamp und anderen, Regie: Jean-Pierre Desagnat Dajou versucht, Janine zu trösten und versichert ihr, nicht weiter auf das Geld zu dringen, das Bernhard ihm schuldet. Damit sind die Aufregungen jedoch immer noch nicht überstanden: Bernard liegt weiter im Krankenhaus, der Arzt hat jeden Besuch untersagt. Nur Janine darf in die Nähe des Patienten. Da taucht Alice auf und besteht unverschämt darauf, zu Bernard vorgelassen zu werden. Janine weist die ungebetene Besucherin ab ... Österreich-Hörzu 32/1966 schrieb in ihrer Kritik: Zur montagnächtlichen "Janine Aimée" etwas zu sagen, ist ziemlich überflüssig, da der Zuschauer längst seine Meinung über diese seltene Dummheit besitzt. Wie viele Fortsetzungen es gibt – darüber scheint Uneinigkeit zu herrschen. Der Zuschauer, der er sich nicht verkneifen kann, diesem Spiel beizuwohnen, vermeint, dass es schon die vierhundertste oder vierhundertfünfzigste sein wird, die er eben gesehen hat. So sehr legt sich dieser Import aus Frankreich auf den Nerv |
Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 18:00 | Naturkundliche Streifzüge Eine Sendereihe von und mit Hans A. Traber (Wh.) |
| 18:30 | Le francais par la Télévision (20) Wir frischen unser Französisch auf Heute: Voilà Gilbert, le voilà (Wh.) |
| 19:00 | Nachrichten |
| 19:05 | Die Antenne |
| Anschließend Tele-Spot | |
| 19:25 | Sportecho |
| Anschließend Tele-Spot / Programmvorschau | |
| 20:00 | Tagesschau |
| Anschließend Tele-Spot | |
| 20:20 | Shindig Show Musik und Tanz für Teens und Twens mit Matt Monro, Chad and Jeremy, Donna Loren, Neil Sedaka, Tina Turner, The Righteous Brothers, Präsentation: Jimmy O'Neill Eine Sendung der US-Fernsehgesellschaft ABC |
| 20:45 | Das schwarze Gesicht der Kultur Afrika zeigt seine Kunst und Künste Kommentar: Dr. Hugo Loetscher |
| 21:20 | Soll und Erben Fernsehfilm von Hans Heinrich mit Manfred Steffen, Horst Beck, Isobel Stumpf |
| 21:45 | Club du Piano Intermezzi am Flügel |
| 22:00 | Tagesschau Spätausgabe |
| 22:15 | Programmvorschau |
| So, 17. Juli 1966 ◀ 1966 ▶ Di, 19. Juli 1966 |


