Mo, 18. Juli 1966

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So, 17. Juli 1966   ◀                 1966                 ▶   Di, 19. Juli 1966

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

07:45 Farbfernseh-Versuchssendungen
– 09:45 Uhr

Vormittagsprogramm von ARD und ZDF
nur über die Fernsehsender des NDR, SFB, Meißner (HR), Kreuzberg/Rhön und Ochsenkopf/Fichtelgebirge (BR)
 10:00 Nachrichten
 10:05 Tagesschau
Wiederholung von gestern
 10:20 Das aktuelle Sportstudio
 11:40 ... 18 – 20 – nur nicht passen
Skat und Musik
 12:00 Das aktuelle Magazin
– 13:30 Uhr

SR
 12:30 Im Dreieck
Eine Sendung für Schichtarbeiter im Montandreieck
In deutscher und französischer Sprache (– 13:30 Uhr)

SFB
 16:10 Die Abenteuer des Bob Moran
Heute: Der schwarze Cowboy

16:40 Nachrichten der Tagesschau
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
16:45 Unser Heim
Einrichtungsvorschläge von Wilfried Köhnemann
Heute geht es noch einmal um die praktische und bequeme Einrichtung eines Badezimmers: Armaturen, Becken, Wannen und Bidets, Platten, Kacheln und Dekorfliesen werden besprochen und gezeigt. Am Schluss sehen wir einen Wunschtraum: ein elegantes Bad mit anschließender Terrasse (NDR)
17:05 Staustufe Geesthacht
Filmbericht vom neuen Elbekraftwerk
Beim Ausbau des Hamburger Hafens Anfang des Jahrhunderts waren noch Tausende von Arbeitern nötig, um die gewaltigen Erdmassen zu bewegen. Dagegen erwies sich der Bau der Staustufe – wie die heutige Sendung in einer vergleichenden Betrachtung zeigt – geradezu als Kinderspiel: Das 500 mal 600 Meter große und 14 Meter tiefe Becken wurde von nur 230 Arbeitern mit Hilfe modernster Maschinen binnen eines Jahres ausgehoben (NDR)
17:20 Was wir von unseren Pflanzen oft nicht wissen (14)
Mit Emil Gercke
In den nächsten Folgen geht es um die sieben wichtigsten Pflanzen der Welt: Reis, Weizen, Mais, Kartoffel, Dattel, Baumwolle und Wein. Momentan leben drei Milliarden Menschen auf der Erde, in 50 Jahren werden es mehr als doppelt so viel sein, der Geburtenüberschuss beträgt 150 000 Menschen pro Tag, die Lebenserwartung hat sich in den letzten hundert Jahren von 36 auf 68 Jahre erhöht. Heute geht es um das Hauptnahrungsmittel Reis, seine Eigenschaften, Sorten und Geheimnisse (NDR)
18:00 Nachrichten der Tagesschau
Alle Sender außer BR (– 18:05 Uhr)

NDR/RB
 18:05 Berichte vom Tage
 18:16 Die Nordschau
mit der Sportschau
Vorgesehene Beiträge: Norddeutsche Schwimmmeisterschaften in Hamburg / Kanu-Gruppenregatta in Lübeck / Deutsche Segelmeisterschaften in Hannover / Deutsche Meisterschaft im 50 km-Gehen in Friedrichsgabe / Deutsche Meisterschaft der Military-Reiter in Luhmühlen / Rund um die Fußball-Weltmeisterschaft
 18:50 Das Sandmännchen
 19:00 Berichte vom Tage
 19:21 Kommissar Freytag
Heute: Achtung, Reifenstecher!
 19:59 Programmhinweise

SFB
 18:05 Programmhinweise
 18:30 Pater Brown
Heute: Das Auge des Apoll
 19:05 Das Sandmännchen
 19:15 Blick in die Presse
 19:23 Wetterbericht
 19:25 Berliner Abendschau

WDR
 18:05 5 nach 6
Wissenswertes aus aller Welt
 18:30 Hier und Heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:10 Jens Claasen und seine Tiere
Heute: Pantherfalle
 19:40 Stippvisiten in Bolivien
Heute: Hauptstadt La Paz

HR
 18:05 Programmhinweise
 18:10 Pater Brown
Heute: Das unlösbare Problem
War es klug, den früheren Gangster Flambeau mit der Bewachung eines kostbaren Kirchenschatzes zu beauftragen?
 18:40 Das Sandmännchen
 18:50 Die Hessenschau mit Sport
 19:10 Meine drei Söhne
Heute: Der richtige Arzt
Steve hat einen Hexenschuss und muss eine geschäftliche Reise nach Bolivien absagen ...
 19:50 Heute in Hessen

SR
 18:05 Aktuelles von hüben und drüben
 18:15 Fragen an die Kirche
 18:30 Das Sandmännchen
 18:35 Tele-Schlager
 18:45 Deutsche Mädchen in Stockholm
 19:20 Sportschau
 19:45 Aktueller Bericht

SDR/SWF
 18:05 Gefährliche Experimente
Heute: Der Fahrstuhl
Der Arzt und Wissenschaftler Dr. Barton (gespielt von George Nader) gerät in gefährliche Situationen ...
 18:40 Die Abendschau / Blick ins Land mit Sport
 19:10 Das Sandmännchen
 19:20 Bei uns daheim
Heute: Der Buddha
 19:54 Nachrichten
aus Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz

BR
 18:25 Nachrichten
 18:35 Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger
Heute: Kavaliere
Inspektor Wanninger beschäftigt sich mit einem Fall von Fahrerflucht: ein Sportwagen mit ausgeschalteten Lichtern hat einen Radfahrer angefahren, der Fahrer ist geflüchtet, die Zeugenaussagen sind dürftig. Als Playboy getarnt geht Wanninger auf Tätersuche ...
 19:05 Nachrichten und aktuelle Viertelstunde
 19:25 Die Münchner Abendschau
Heute: Der Sportquerschnitt

20:00 Tagesschau
Das Wetter morgen
20:15 Panorama
Berichte – Analysen – Meinungen
Hörzu 32/1966 schrieb in ihrer Kritik: Nicht weniger schonte Joachim Fest in seinem "Panorama" die Nerven der Fernseher. Seine Bilder von verstümmelten Frauen und Kindern in südvietnamesischen Krankenhäusern hätten einer Vorwarnung für Nervenschwache bedurft (ab 16 / NDR)
21:00 Musik und Information
Heute: Kriminal-Melodien
Mit Corry Brokken ("Er sah aus wie ein Lord, wie ein richtiger Lord, und er wurde gesucht wegen Mord"), Carmela Corren ("Der feine Gentleman"), Trude Herr ("In der Spelunke zur alten Unke"), Nina Westen ("Rififi"), Silvio Francesco, Heino Conty ("Kriminal-Tango"), Wyn Hoop ("In allen Kneipen von Soho"), Jean Thomé ("Maskenball bei Scotland Yard") und Charlie Hickman, der Starlets-Chor ("Folgen Sie mir"), es tanzt das Hamburger Fernseh-Ballett, Choreografie: Herbert F. Schubert, Szenenbild: Lorenz Withalm, Regie: Günther Würtz (ab 14 / NDR)
21:45 Du sollst nicht töten (2)
Ein Filmbericht von Paul Mautner
Heute: Die Friedensmarschierer
Die Sendung analysiert die politische Betätigung dieser außerparlamentarischen Opposition in der Bundesrepublik (ab 16 / BR)
22:30 Tagesschau
Das Wetter morgen
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
Anschließend
Kommentar
22:45 Fußball-Weltmeisterschaft
Berichte und Informationen vom Tage
Vom Deutschen Fernsehen aus London
23:00 Wir Menschen (5)
Ein Fernsehbericht von Hans Hass
Heute: Das Freundschaftszeichen
Hans Hass beschäftigt sich in der heutigen Folge mit unserem Lächeln. Er nennt es ein "Freundschaftszeichen", weil wir es bewusst als Mittel einsetzen, um Menschen für uns zu gewinnen, sie zu versöhnen oder freundlich zu stimmen. Daneben kann das Lächeln, in Verbindung mit anderen mimischen Äußerungen, noch etwa fünfzig weitere Bedeutungen haben (ab 16 / SDR)
23:30 Nachrichten der Tagesschau
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg

ZDF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

18:10 Nachrichten
Anschließend
Wetterbericht
18:20 Die Fußball-Drehscheibe
Rund um die Weltmeisterschaft 1966
Berichte und Reportagen zu den Ereignissen des Tages
18:55 Modecocktail
Heute: Bade- und Freizeitmoden
Eine musikalische Wochenendfahrt mit den vier Perrys, Regie: Klaus Überall
Auf einer Fahrt ins Blaue treffen sich fünf reizende und unternehmungslustige Mannequins, abgeholt von Begleiter Jürgen mit Wohnwagen und Straßenkreuzer. Gitte verwaltet die gemeinsame Kasse bzw. eigentlich ihr Pudel Dixie bekommt die Handtasche mit dem Reisegeld anvertraut. Prompt stellt man an der nächsten Tankstelle den Verlust der Reisekasse fest. Glücklicherweise lernen die Damen vier flotte Musiker kennen, die einen Ausweg wissen ...
Anmerkung: Bereits für vergangenen Montag, 11. Juli 1966 angekündigt, für heute geplant als Wiederholung vom 14. März 1964 eine Folge "Ewiges Wiener Lied": Kaiser, Nestroy, Pawlatschen
19:27 Mainzelmännchen-Kapriolen und Wetter
19:30 Heute
Nachrichten, Themen des Tages
20:00 Tagebuch
Aus der evangelischen Welt
20:15 Reichtum verpflichtet
Mäzene einst und jetzt
Eva Müthel berichtet aus Nürnberg, Hamburg und Frankfurt
Starke Einzelpersönlichkeiten – Monarche, Kirchenfürsten, Patrizier und wohlhabende Bürger – prägten früher das Bild ihrer Städte. In Architektur und Kunst repräsentierten sie ihren Reichtum und ihre Macht: Sie schenkten ihren Städten wertvolle Sammlungen, Museen und Grundstücke; sie schufen kulturelle und soziale Einrichtungen; sie riefen Stiftungen aller Schattierungen ins Leben. Die gesellschaftlichen Grundlagen haben sich inzwischen sehr verändert, mit ihnen die Träger des Mäzenatentums. Der Beitrag untersucht, wie sie beschaffen sind, was nicht mit den großen Vorbildern der Vergangenheit gemein und wie weit sie sich den Bedürfnissen unserer Gesellschaft angepasst haben (ab 14)
Anschließend
Kurznachrichten
21:00 Der besondere Film
Große Vögel, kleine Vögel
Ital. Spielfilm mit Totò, Regie: Pier Paolo Pasolini
Gong 29/1966: Humorgewürzter, poetischer Film (1966) des bekannten Regisseurs, der Elemente des Christentums und des Kommunismus montiert. In Form eines hintergründigen Schelmenromans wird eine Absage an jede diplomatische, aber nicht gelebte Ideologie erteilt, sei sie marxistisch oder christlich. Voraussichtlich: Nur für Erwachsene
Gong 32/1966 schrieb in seiner Kritik: Nach den dunklen Tragödien Accatones und des Matthäus-Evangeliums überrasche Pier Paolo Pasolini mit der franziskanischen Fröhlichkeit einer frommen Legende. Vater und Sohn (den Vater spielte der herrliche Komiker Totò) wandern die Straße des Lebens daher, akkompagniert von einem räsonierenden Raben. Unterwegs erzählt das Federvieh dem Vater, der im Bratenrock à la Chaplin fürbass schreitet, eine Geschichte aus der Zeit des heiligen Franziskus: wie zwei Mönche – wiederum dargestellt von Vater und Sohn – den Auftrag erhielten, die Sprache der Vögel zu erlernen, um ihnen das Evangelium zu predigen. Aber ach, am Ende preisen alle Vögel wohl den Herrn, jedoch die Großen fressen nach wie vor die Kleinen. So wie schließlich Vater und Sohn über den lästig argumentierenden Raben herfallen, ihn zerrupfen und verspeisen. Bittere Moral der fidelen Schnurre: Die Welt bleibt wohl, wie sie ist. Aber es bleibt der Auftrag, den der Film-Franziskus aktivistisch an Karl Marx weitergibt: "Die Welt muss verändert werden! Geht also und beginnt noch einmal von vorn." Im Koordinatensystem, das Christentum und Marxismus abstecken, greift Pasolini mit kabarettistischen Späßen die bequeme Dummheit der Menschen an, in deren Herzen immer noch nicht Himmel und Erde einander vermählt haben. Im Grunde verbirgt sich Trauer hinter den allegorischen und grotesken Figurationen. Trotz aller Erlösungssehnsucht, trotz allen Verlangens nach Frieden, nach Gewaltlosigkeit und brüderlicher Liebe hat sich die Welt eben immer noch nicht so verändert, wie es der enttäusche Christ und vergrätzte Marxist Pasolini wünscht. Versponnen und verrätselt ist dieser köstliche Film, mit krauser Fabelfülle höchst witzig erzählt. Nur einmal wird er sehr ernst, als der Linkssozialist Pasolini Dokumentaraufnahmen vom Begräbnis des italienischen Kommunistenführers Palmiro Togliatti zwischenschneidet. Wohl wird die Geschichte streckenweise etwas dünn, auch liegt die Poesie mehr im Erzählerischen als im Filmischen. Sicherlich aber ist Pasolinis Parabel ein ungewöhnlich origineller und sehr persönlicher Film
Hörzu 32/1966, Leserbriefe: Dieser italienische Film war tatsächlich etwas Besonderes, aber nur in negativer Hinsicht; – Wer diesen Film angekauft hat, der hat wirklich den Vogel abgeschossen; – Bitte, keine besonderen Filme, sondern nur noch normale Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
22:35 Heute
Nachrichten, Wetter, Themen des Tages
23:00 Aus London
Fußball-Weltmeisterschaft
Bericht vom Tage, heute haben alle Mannschaften spielfrei

Nord 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendepause vom 4. April bis 4. September 1966

West 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

13:00 Ein Tag = Eine Stunde
Aus den WDR-Regionalprogrammen
14:00 Programmhinweise
19:00 Programmhinweise
19:10 Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen
Das Wetter morgen
19:15 Hierzulande – Heutzutage
Prisma des Westens: Almanach der Woche / Kommentar "Für und Wider"
19:50 Ihre Heimat – Unsere Heimat
Für italienische Gastarbeiter
20:00 Tagesschau
Das Wetter morgen
20:15 Benvenuti in Italia
Anschließend
Programmhinweise

Hessen 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommerpause vom 16. Juli bis 18. September 1966

Bayern 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommerpause vom 17. Juli bis 18. September 1966

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

09:50 Medizin nach Noten
10:00 Aktuelle Kamera
10:25 Im Blickpunkt
10:35 Unbändiges Spanien
Dokumentation über den 30jährigen Kampf des spanischen Volkes gegen seine Unterdrücker unter Verwendung des Filmes "Spanische Erde" von Joris Ivens und Ernest Hemingway
Wiederholung von gestern
11:55 Rund um die Welt
12:20 Testsendungen
U.a. von 13:30–15:00 Uhr: "Neuland unterm Pflug (1)" (– 15:55 Uhr)
16:00 Programmvorschau
16:05 Medizin nach Noten
16:15 Kinderfernsehen für Kinder von 10 Jahren an
Bei Professor Flimmrich
Vor dreißig Jahren begann der spanische Freiheitskampf. Aus diesem Anlass läuft der DEFA-Film "Fünf Patronenhülsen" Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
17:45 Sportmix
18:15 Zwischen den Spielen
Meinungen, Prognosen, Tabellen zur Fußball-Weltmeisterschaft 1966
18:30 Tausend Tele-Tipps
18:45 Programmvorschau
18:50 Unser Sandmännchen
Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Die Umschau
19:25 Das Wetter
19:30 Aktuelle Kamera
19:50 Im Blickpunkt
20:00 Die Gewehre der Frau Carrar
Von Bertolt Brecht, Personen und Darsteller: Teresa Carrar (Helene Weigel), José (Ekkehard Schall), Pedro Jaquéras (Erwin Geschonneck), Paolo, ein Verwundeter (Erich Franz), Manuela (Regine Lutz), Der Padre (Norbert Christian), Frau Perez (Angelika Hurwicz), Ein Fischer (Friedrich Gnaß) sowie Harry Gillmann, Ausstattung: Hainer Hill, Künstlerische Leitung: Bertolt Brecht, Fernsehregie: Egon Monk
In der Inszenierung des Berliner Ensembles aus dem Jahre 1952
Erstsendung im DDR-Fernsehen: 11.09.1953
21:00 Der schwarze Kanal
Eine Sendung von und mit Heinz Grote
21:20 Eine kleine Romanze
Es singt Ludmilla Sykina
Redaktion: Heiner Strietzel, Regie: Wolfgang Asch und Christa Kulosa
21:40 Japanische Tierwelt
Heute: Die Insektenfalle
22:05 Aktuelle Kamera

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:00 Kurznachrichten
19:05 Abenteuer unter Wasser
Heute: Nitratfabrik
19:25 Für Sie notiert
19:30 Zeit im Bild
mit Sport
19:55 Schaufenster
20:00 Lumpazivagabundus oder Das liederliche Kleeblatt
Zauberposse mit Gesang in drei Aufzügen von Johann Nestroy, Musik: Adolf Müller, Bearbeitung: Georg Kreisler und Leopold Lindtberg, Personen und Darsteller: Stellaris, Feenkönig (Erik Frey), Fortuna, Beherrscherin des Glücks (Ursula Schult), Brillantine, ihre Tochter (Helma Gautier), Amorosa, Beschützerin der wahren Liebe (Sonja Sutter), Mystifax, ein alter Zauberer (Hans Unterkircher), Hilaris, sein Sohn (Heinz Ehrenfreund), Fludribus, Sohn eines Magiers (Klaus Rott), Lumpazivagabundus, ein böser Geist in verschiedenen Verkleidungen (Willy Trenk-Trebitsch), Knieriem, ein Schustergesell (Attila Hörbiger), Zwirn, ein Schneidergesell (Bruno Dallansky), Leim, ein Tischlergesell (Walther Reyer), Erster Spaziergänger (Josef Krastel), Zweiter Spaziergänger (Wolfgang Hackenberg), Pantsch, Wirt und Herbergsvater (Michael Janisch), Fassel, Oberknecht in einem Brauhaus (Wolfgang Hebenstreith), Nanette, Tochter des Wirts (Elisabeth Hintzenberger), Sepherl (Gertrud Ramlo), Hannerl (Lotte Tobisch), Ein Tischlergesell (Peter Jost), Hobelmann, Tischlermeister in Wien (Oskar Wegrostek), Peppi, seine Tochter (Lotte Ledl), Anastasia Hobelmann, seine Nichte (Hedwig Pistorius), Strudl, Gastwirt zum goldenen Nockerl (Heinz Rohn), Gertraud, Haushälterin bei Hobelmann (Margaret Carl), Reserl, Magd daselbst (Angelika Hauff), Hackauf, Fleischermeister in Prag (Edd Stavjanik), Ein Maler (Wolfgang Dauscha), Bediente bei Zwirn (Paul Höfer und Wolfgang Hübsch), Gesellen bei Zwirn (Peter Anger und Franz Mössmer), Signora Palpiti (Ljuba Welitsch), Camilla (Erika Pluhar), Laura (Elfriede Ott)
Es spielt das Mozarteum-Orchester, es tanzt das Ballett der Wiener Volksoper, Musik: Adolf Müller, musikalische Leitung: Georg Kreisler, Choreografie: Dolores Hubert, Bildregie: Erich Neuberg, Inszenierung: Leopold Lindtberg
Aufzeichnung einer Aufführung der Salzburger Festspiele 1962
Lumpazivagabundus ist ein böser Geist, der die Söhne der großen Zauberer zu liederlichem Lebenswandel verführt und behauptet, Reichtum könne die Jugend nie besser machen. Auch einer der Verführten, Hilaris, Sohn des alten Zauberers Mystifax, behauptet das gleiche und meint, nur die Liebe sei für junge Leute gut. Und deshalb wirbt er um die Tochter der Glücksgöttin Fortuna. Fortuna zögert und lässt sich schließlich auf eine Wette ein: drei lockere Gesellen aus der Welt der Sterblichen sollen von ihr mit großem Reichtum überschüttet werden - machen zwei klugen Gebrauch davon, bleiben Hilaris und Brillantine für immer getrennt, verspielen zwei aber ihr Glück wieder, dann sollen die Liebenden ein Paar werden. Vor den Toren der Stadt Ulm wird Fortuna fündig: das liederliche Kleeblatt, bestehend aus Knieriem, Zwirn und Leim, ist so recht für den Plan der Glücksgöttin geeignet ...
ORF-Erstsendung: 26. August 1962, lief in der ARD am 21. März 1963
Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 20.07.1966: Ins Dickicht, das ihm über der Stirn wuchert, hat schon die dritte Spatzengeneration ihr Nest gebaut, und wenn er mit seiner schwieligen Faust drüberfährt, staubt's wie beim Teppichklopfen. Sein Gesicht ist dieselbe wunderschöne Wildnis wie sein ganzes zernepftes Gwandl. Wenn er gehen will, dann stolpert er mit der Grazie eines Soldatenspinds. Er ist die lebendige Allegorie der Trunksucht, und der Johannes Nepomuk Nestroy wird droben im Wienerhimmel jauchzen, wenn er ihn sieht. Diesen Attila Hörbiger in der Rolle des Knierim in Leopold Lindtbergs "Lumpazivagabundus"-Inszenierung, deren Aufzeichnung ich wieder einmal sah, und von der ich wieder einmal begeistert war. Und wenn dieser Hörbiger-Knierim sagt: "Oba seit dem letzten Kometn, da greift mi ollas so aauun ...!", dann sehe ich jetzt, nach dem zweitenmal, sogar eine Spur vom Herrn Karl in ihm. Und dann steht er wieder da, abgerissen wie ehedem, und sie servieren ihm einen Slibowitz im Stamperl – nicht, dass er kleinlich herumzunörgeln beginnt darüber, nein, für ihn ist es ein Anlass zu einer herrlichen Pantomime rund ums Glaserl herum, da wird der tollpatschige Elefant zum behänden Tänzer. Und dann singt er das Lied von der Welt, die auf kan Fall mehr lang steht, und die Bühne und das Publikum gehört ihm allein, und am Schluss dann wieder ein kleiner Kampf mit dem sogenannten Guten in ihm, in dem wieder der Alkohol siegt. Er ist elementar. Eine Filmrolle mit dieser Darstellung sollte bei jedem österreichischen Theatermuseum zusammen mit dem Grundstein eingemauert werden
Österreich-Hörzu 32/1966 schrieb in ihrer Kritik: Man sah zum zweitenmal: "Lumpazivagabundus" in einer Aufführung der Salzburger Festspiele. Ein ganz bedeutendes liederliches Kleeblatt: Attila Hörbiger als Knieriem, Bruno Dallansky als Zwirn und Walther Reyer als Leim. Nestroys Wiener Humor, verbunden mit seiner scharfen Beobachtung, die in die Tiefen der Sprache hinunterführt, kam hier trefflich zum Ausdruck. Es ist nicht allein Komik, was einem Nestroy-Stück zu einer guten Aufführung verhelfen kann, es bedarf ebenso der Intelligenz des Schauspielers – und sie war hier in großem Maße vorhanden
22:30 Zeit im Bild
mit Berichten vom Start der Gemini 10
Anschließend
Janine Aimée (18)
Die Geschichte eines französischen Mädchens von Paul Xandor, Buch: Jacques Siclier, mit Janine Vial, Maxime Fabert, Edmond Beauchamp und anderen, Regie: Jean-Pierre Desagnat
Dajou versucht, Janine zu trösten und versichert ihr, nicht weiter auf das Geld zu dringen, das Bernhard ihm schuldet. Damit sind die Aufregungen jedoch immer noch nicht überstanden: Bernard liegt weiter im Krankenhaus, der Arzt hat jeden Besuch untersagt. Nur Janine darf in die Nähe des Patienten. Da taucht Alice auf und besteht unverschämt darauf, zu Bernard vorgelassen zu werden. Janine weist die ungebetene Besucherin ab ...
Österreich-Hörzu 32/1966 schrieb in ihrer Kritik: Zur montagnächtlichen "Janine Aimée" etwas zu sagen, ist ziemlich überflüssig, da der Zuschauer längst seine Meinung über diese seltene Dummheit besitzt. Wie viele Fortsetzungen es gibt – darüber scheint Uneinigkeit zu herrschen. Der Zuschauer, der er sich nicht verkneifen kann, diesem Spiel beizuwohnen, vermeint, dass es schon die vierhundertste oder vierhundertfünfzigste sein wird, die er eben gesehen hat. So sehr legt sich dieser Import aus Frankreich auf den Nerv

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

18:00 Naturkundliche Streifzüge
Eine Sendereihe von und mit Hans A. Traber (Wh.)
18:30 Le francais par la Télévision (20)
Wir frischen unser Französisch auf
Heute: Voilà Gilbert, le voilà (Wh.)
19:00 Nachrichten
19:05 Die Antenne
Anschließend
Tele-Spot
19:25 Sportecho
Anschließend
Tele-Spot / Programmvorschau
20:00 Tagesschau
Anschließend
Tele-Spot
20:20 Shindig Show
Musik und Tanz für Teens und Twens mit Matt Monro, Chad and Jeremy, Donna Loren, Neil Sedaka, Tina Turner, The Righteous Brothers, Präsentation: Jimmy O'Neill
Eine Sendung der US-Fernsehgesellschaft ABC
20:45 Das schwarze Gesicht der Kultur
Afrika zeigt seine Kunst und Künste
Kommentar: Dr. Hugo Loetscher
21:20 Soll und Erben
Fernsehfilm von Hans Heinrich mit Manfred Steffen, Horst Beck, Isobel Stumpf
21:45 Club du Piano
Intermezzi am Flügel
22:00 Tagesschau
Spätausgabe
22:15 Programmvorschau

So, 17. Juli 1966   ◀                 1966                 ▶   Di, 19. Juli 1966