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Start einer neuen Serie Die Texas Rangers Aus der Geschichte einer berühmten Polizeitruppe Heute beginnt die erste, zunächst auf fünf Folgen angelegte Westernserie im Deutschen Fernsehen, aus Stuttgart. Die Helden sind die beiden Freunde Jace und Clay (gespielt von Willard Parker und Harry Lauter), beide Mitglieder der Texas-Polizei. Sie sorgen für Ordnung, helfen den Schwachen, verfolgen die Gewalttätigen und tauchen auf ihren schnellen Pferden überall da auf, wo die Gerechtigkeit gefährdet ist. Das Gute siegt, das Böse wird bestraft – diesem Western-Prinzip bleiben auch die "Texas Rangers" treu ... In der heutigen ersten Geschichte geht es um die Entlarvung des mysteriösen "Schwarzen Banditen von El Dorado", eines gefährlichen Raubmörders, der so schnell verschwindet, wie er gekommen ist und sich hinter der Maske des Schwarzen Reiters verbirgt. Die Texas-Rangers sind gefordert ... Gong 20/1959 schrieb in seiner Kritik: Als die "Texas Rangers" als Titelvorspann und fröhlich singend über den Bildschirm marschierten, war mir alles noch klar, und wenn ich im weiteren Verlauf auch nicht mehr recht dahinter kam, wer nun wem und weshalb krachend die Faust unters Kinn hieb, so wurde zumindest doch offenbar, dass solche Umgangsmethoden zum wesentlichen Bestandteil der neuen Stuttgarter Sendereihe gehören. Aber weil wir schon gerade bei amerikanischen Fernsehfilmen sind: so irrsinnig blöd wie der Spielfilm "Die Wette", mit dem uns wenige Tage davor der Südwestfunk beglückte, war die erste Folge der "Texas Rangers" nun doch wieder nicht (– 17:45 Uhr / SDR)
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Das ideale Brautpaar Mit Jacques Königstein und sechs Ehekandidaten Übertragung aus dem "Apollo-Theater" Düsseldorf Hören & Sehen 17/1959: Diese Reihe war schon als Rundfunksendung sehr beliebt. Sie wird aller Voraussicht nach auch über die Bildschirme "gut ankommen". Dafür dürfte schon Quizmeister Königstein bürgen, der seine Fragen an die Ehekandidaten und Kandidatinnen stets so amüsant zu formulieren versteht, dass dem Frohsinn und der guten Laune alle Türen geöffnet sind, und das Lachen die Stunde regiert Gong 20/1959 schrieb in seiner Kritik: Neben den großen Assen der Fernsehunterhaltung konnte sich Jacques Königstein, der "Das ideale Brautpaar" zu küren hatte kaum behaupten. Spannend wurde es erst, als alle Zuschauer mit Ausnahme Königsteins entdeckt haben mussten, dass der Siegerpreis in die falsche Hand zu geraten drohte. Und das war immerhin auch etwas Gong 21/1959, Leserbriefe: Das Schicksal bewahre uns vor weiteren derartigen "Unterhaltungssendungen". Fällt den Herren Programmgestaltern nichts Besseres ein als die Sendung, die schon manchem Hörer des Bayerischen Rundfunks zum Halse heraushing, zu wiederholen?; – Als Frau fand ich es ausgesprochen taktlos, den Inhalt einer Damenhandtasche zu inspizieren. Was sollte das junge Mädchen auch schon machen. Hätte es sich geweigert, dann wäre es für sie noch peinlicher gewesen. Ungerecht fand ich die Aufgabe, wo einer der Kandidaten eine elektrische Nähmaschine bedienen und der andere ein Bett beziehen musste. Letzteres kriegt auch ein Mann schon "irgendwie" hin. Einige Punkte hätte er damit immer bekommen. Eine elektrische Nähmaschine aber ist für einen Ungeübten so kompliziert, dass er in den meisten Fällen mit ihr kaum innerhalb von ein paar Minuten zurechtkommen dürfte Hören & Sehen 21/1959 schrieb in ihrer Kritik: Vom 26. April bis zum 3. Mai fiel das Unterhaltungsbarometer beim Deutschen Fernsehen von Tag zu Tag tiefer – bis in den Keller. Ganz kalte Füße bekam der Bildschirmfreund am Sonnabend. In Köln hatte man den Einfall, Jacques Königstein mit seinem "Idealen Brautpaar" Premiere feiern zu lassen. Viele Fernsehfreunde hatten sich sicher auf diese durch den Funk so beliebt gewordene Sendung gefreut. Aber schon die erste Runde war ein Reinfall. Mit Dekorationen aus der Mottenkiste, viel Kitsch und holprigen Worten fühlte man sich auf einen Jahrmarktsrummel versetzt, bei dem selbst das quietschende Karussell nicht fehlte. (Die Brautpaare kamen auf eisernen Stühlchen angefahren!) Außerdem hatte Kuli seine "Glücklichen Vier" vor noch nicht langer Zeit bereits hinsichtlich ihrer Charaktere wie eine Zitrone ausgepresst. Was bei Jacques Königstein übrig blieb, war ein sehr saurer Rest Hörzu 21/1959 schrieb in ihrer Kritik: Wieviel Geduld darf man vom Fernseh-Teilnehmer erwarten? Köln will es wohl genau wissen, denn es strapaziert diese Geduld über Gebühr. Keine Rundfunk-Anstalt hat so viele Teilnehmer, keine hat also so hohe Einnahmen. Trotzdem leistet sich keine so katastrophale Missgriffe; und keine zeigt sich so einfallslos. Nach dem Reinfall mit dem Feltzschen "Schlager-Karussell", nach dem Fiasko mit dem Feltzschen "Hart auf hart" ist Köln nun darangegangen, mangels neuer Ideen bewährte Rundfunk-Serien aufs Fernsehen umzuarbeiten. Aber Funk und Fernsehen sind zweierlei. Und Witze, die man zu häufig hört, werden bärtig. Das gilt für das Pfennigquiz von Helmut M. Backhaus und gilt noch mehr für "Das ideale Brautpaar", mit dem Köln einigen Millionen Zuschauern das Wochenende verdarb. "Das ideale Brautpaar" war einmal – vor Jahren – eine amüsante Rundfunk-Reihe. Heute ist es eine abgestandene Sache. Der Fragen-Komplex ist erschöpft, das Interesse des Zuschauers desgleichen. Es ist unmöglich, hiervon noch gefesselt zu sein. Selbst der pompöse Apparat, den die Kölner Fernseh-Gestalter um diese liebe alte Rundfunk-Großmutter aufbauen, erfreut nicht, sondern verärgert. Man fragt sich, wer wohl die Umstandskrämer sind, die sich in Köln so ungeniert austoben können. Diese Leute bringen die Hauptsachen in Nebensätzen unter und die Nebensächlichkeiten in den Hauptsätzen. Sie bauen bemerkenswerte Kulissen auf und engagieren, was gut und teuer ist, und dann verstecken sie alles hinter einem langweiligen Geschwafel Hörzu 21/1959, Leserbriefe: Es dauert lange, bis mir der Geduldsfaden reißt. Was uns mit dieser Sendung geboten wurde, übersteigt aber alles bisher Dagewesene. Ist es wirklich so weit gekommen, dass alte abgelegte Klamotten wieder herausgefischt werden müssen? Diese Sendung darf nie wieder ins Programm!; – Wir haben uns langsam daran gewöhnen müssen, zum Wochenende mit meist mäßigen Sendungen bedacht zu werden. Wenn man aber glaubt, uns künftig mit derart dilettantischen Spielereien beglücken zu können, haben wir Zuschauer nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, uns dagegen zu wehren; – Hätte doch Wilhelm an Stelle des Federbettes Herrn Königstein in den Bezug gesteckt, dann wäre die Sendung wenigstens vorzeitig beendet gewesen!; – Herr Königstein mag sich für rheinische Karneval-Prunksendungen eignen, für eine Fernseh-Sendung eignet er sich nicht; – Die Szenerie hat in ihrem Wust von Pappmaché an Blumen, Schlangen, Laternen und dergl. die kühnsten Träume aller vergangenen prunkliebenden Stilepochen weit übertroffen. Der voluminöse Brautvater bewegte sich mit gewolltem Charme über die Bühne und bewertete die Paare in plumper Vertraulichkeit mit Punkten. Er wusste allerdings zum Schluss nicht mehr, wer gesiegt hatte; – Ob Herr Königstein wohl die Zurechtweisungen durch die Herren Neuss und Frankenfeld verstanden hat? Mir sprach Herr Neuss aus der Seele!; – Ein Lob für die Einlagen: Peter Frankenfeld und Lonny Kellner und Gitta Lind als Blumenfrau waren sehr gut; – Uns graut bei dem Gedanken, die Übertragung vom 2. Mai könnte der Auftakt zu einer längeren Sendereihe dieser Art sein. Der Versuch, die Rundfunksendung durch kitschige Aufmachung den Fernseh-Zuschauern schmackhaft zu machen, ist gründlich misslungen Gong 23/1959 schrieb in seiner Rubrik "Rund um den Bildschirm": Der Westdeutsche Rundfunk hat die Sendereihe "Das ideale Brautpaar" bereits nach den ersten Sendungen wieder eingestellt, weil die Kritik fast durchwegs negativ war Gong 24/1959, Leserbrief von Jacques Königstein, Bad Aachen: In Ihrer Nr. 21 kritisieren zwei Einsender sehr stark die erste Fernsehsendung "Das ideale Brautpaar", die allgemein in dieser Form mit wenigen Ausnahmen abgelehnt wurde. Ich darf Ihren Lesern erwidern, dass mir die Aufgabe mit der Damenhandtasche von der Leitung der Sendung genauso vorgeschrieben wurde, so dass ich daran gebunden war. Ferner wurde der junge Mann keinesfalls an eine elektrische Nähmaschine gesetzt, sondern an eine einfache Nähmaschine mit Fußantrieb, deren Erfordernissen bei den vorhergehenden Proben einige andere Kandidaten bestens gewachsen waren. Im übrigen war ich keinesfalls der Leiter dieser Sendung, sondern meine Aufgabe war mir in allen Einzelheiten und in jeder Form vorgeschrieben; daher kann ich nur einen Teil der, wenn auch berechtigen Kritik, auf mich selbst beziehen. Wenn ein Leser meint, dass die Sendung schon als Hörfunk manchen Hörern des Bayerischen Rundfunks "zum Hals heraus hing", so entsinne ich mich einer Besprechung in "Gong" Nr. 21/1958. Diese Besprechung war eitel Lob für die Sendung, die als "eine der geglücktesten Quiz-Sendungen" bezeichnet wurde, und für mich, dem man "unforcierte Pointen und echten Humor, weniger aus bloßer Routine" bescheinigte (NWRV)
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