So, 10. Juli 1966
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| Sa, 9. Juli 1966 ◀ 1966 ▶ Mo, 11. Juli 1966 |
ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
ZDF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 13:50 | Hinweise auf das Programm der Woche |
| 14:10 | Der Zar ist weit Tiflis – Hauptstadt der Sowjetrepublik Georgien Gesehen von Gerhard Dambmann und Manfred Durniok Der Beitrag berichtet über das Leben in der georgischen Hauptstadt. Hier werden im Winter Erdbeeren angeboten, hier staut sich der Autoverkehr, hier ist alles anders als sonst in der Sowjetunion. Chruschtschow soll gesagt haben, es genüge für Russland, wenn es den Wohlstand Georgiens erreiche. Die Reporter haben sich zwei Wochen lang umgesehen und das Leben in der 800 000-Einwohner-Stadt beobachtet. Da Filmarbeiten in Russland immer wieder auf Schwierigkeiten stoßen, haben sie mit der Fotokamera gearbeitet und 1000 Fotos mitgebracht. Sie zeigen Neubauten und Elendsviertel, ein Handballspiel gegen eine rotchinesische Militärmannschaft, eine Lokomotiven- und eine Weinbrandfabrik, eine Synagoge und ein Filmstudio ZDF-Erstsendung: 27. April 1965 Bild + Funk 28/1966: Als im April 1965 dieser Film zum erstenmal gesendet wurde, haben die Sowjets beim ZDF gegen diese Darstellung von Tiflis-Tbilissi protestiert und seitdem alle Reiseanträge von ZDF-Teams abgelehnt (ab 14) |
| 14:55 | Nachrichten – Wetter |
| 15:00 | Aus dem Reich der Tiere Ein Zoomagazin mit Prof. Hediger Mit einem Bericht über Tiere als Jäger und Fischer, als trickreiche Spezialisten des Nahrungserwerbs. Seltene Aufnahmen von bisher unbekannten Fressvorgängen werden gezeigt (Wh.) |
| 15:30 | Das Zauberkarussell (Für alle) |
| 15:35 | Hallo Freunde! Unser Studio für junge Zuschauer mit Harry Gondi (Für alle) |
| 16:00 | Unter Schmugglern (6) Eine abenteuerliche Geschichte aus dem alten England Heute: Richard weiß zu viel (ab 12) |
| 16:15 | Leichtathletik-Länderkampf Deutschland–Frankreich Aufzeichnung vom zweiten Tag aus dem Berliner Olympiastadion Sprecher: Gerd Krämer Hörzu 31/1966, Leserbrief: Die gute Bildführung und die schönen Leistungen der deutschen Athleten entschädigten für das von Fehlern strotzende Gerede des Sportkommentators. Lieber weniger und dafür richtiger, Herr Krämer! |
| 17:45 | Nachrichten – Wetter – Sport |
| 18:00 | Die Wahlprognose Zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen |
| Anschließend Die rätselhaften Amerikaner Sendereihe von Peter von Zahn und Dieter Franck Heute: Der neue Häuptling Von George Washington bis Lyndon B. Johnson reicht die wechselvolle Geschichte der bisherigen 36 US-Präsidenten. Die Macht der "Häuptlinge" wurde im Lauf der Jahre immer größer. Der Bericht untersucht, wie es dazu kam und welche Rolle der Präsident im Bewusstsein der Amerikaner spielt. Die amerikanische Präsidentschaft ist heute die stärkste und stabilste demokratische Führungsposition der Welt (ab 14) | |
| 18:30 | Pfarrer Sommerauer antwortet |
| 19:00 | Jede Stimme zählt Erste Ergebnisse der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen mit Sport und Musik |
| 19:27 | Der Wetterbericht |
| 19:30 | Nachrichten |
| 19:40 | Jede Stimme zählt Eine aktuelle und unterhaltsame Sendung zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen mit Professor Dr. Rudolf Wildenmann Mitwirkende: Esther und Abi Ofarim, Nini Rosso, Heidi Brühl, Petula Clark, Udo Jürgens, Vico Torriani und andere, es spielen die Orchester Mantovani und Max Greger Hörzu 31/1966 schrieb in ihrer Kritik: In den Pausen zwischen den Nachrichten von der Wahlschlacht blendete das ZDF Songs und Schlager unterschiedlichster Güte ein, durchweg sentimental verbrämt. Sollte die harte Wirklichkeit mit Kintopp-Idylle aufgewertet werden? Hörzu 31/1966, Leserbriefe: Was das Mainzer Fernsehen am Tag der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen brachte, war ausgezeichnet. Dass man schneller unterrichtet wurde als im ersten Fernsehen, muss besonders vermerkt werden. Nicht ganz so glücklich waren die Einblendungen der Gesangstars, weil sie teilweise in miserablen Aufzeichnungen erfolgten; – Ich finde die unkonventionelle Art, mit der Mainz solche Sendungen macht, einfach prima. Man fühlt sich viel unmittelbarer ins Geschehen einbezogen |
| Anschließend Nachrichten – Wetter | |
| Anschließend gegen 22:00 Uhr Maigret kennt keine Erbarmen Frz.-ital. Spielfilm mit Jean Gabin, Regie: Jean Delannoy Maigret reist auf Bitten der Gräfin de Saint-Fiacre, die eine schriftliche Morddrohung erhalten hat, in die Provinz. Er war früher Gutsverwalter auf dem Besitz der Familie und ist erschrocken über die Veränderungen. Am Tag, an dem das Verbrechen angekündigt war, bricht die Gräfin während des Frühgottesdienstes neben dem Kommissar tot zusammen ... Gong 28/1966: Französisch-italienischer Kriminalfilm (1959) nach dem Roman von Georges Simenon. Darstellerisch bemerkenswert. Für Erwachsene Hörzu 31/1966 schrieb in ihrer Kritik: Als Gegengewicht dann der "erbarmungslose" Maigret-Film. Den Stoff kannten die Zuschauer aus der Fernseh-Serie. Jean Gabins Maigret-Verkörperung mit der von Rupert Davies zu vergleichen war nicht ohne Reiz. Das Spiel Bildschirm gegen Leinwand ging 1:1 aus! |
Nord 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Sendepause vom 4. April bis 4. September 1966 |
West 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 19:00 | Gewählt – Gezählt Berichterstattung von der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Gewählt – Gezählt Fortsetzung der Berichterstattung von der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen |
Hessen 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Heute keine Sendung |
Bayern 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Heute keine Sendung |
DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 08:50 | Medizin nach Noten |
| 09:00 | Fernsehakademie Mathematik – Begriffe, Gesetze, Verfahren Heute: Zwischenbilanz |
| 09:25 | Aktuelle Kamera |
| 09:50 | Im Blickpunkt |
| 10:00 | Eröffnung der Ostseewoche 1966 Direktübertragung aus Rostock |
| 11:00 | Der Deutsche Fernsehfunk sendet für Intervision: Kinderfernsehen für Kinder von 8 Jahren an Mach mit – mach's nach – mach's besser Sport und Spiel mit Theo Doll beim Finale mit den drei besten Mannschaften |
| 12:00 | Nachrichten |
| 12:05 | Für die Landwirtschaft DFF-Original von der 14. LWA / Lernt man je aus im Leben? |
| 13:00 | Sonntagsgespräch des Deutschlandsenders |
| 13:30 | Der Deutsche Fernsehfunk sendet für Intervision Hafenkonzert Aus dem Jachthafen Warnemünde Redaktion: Heiner Jahnke, Regie: Manfred Spitz |
| 14:30 | Bunte Mischung Urlaubserlebnisse in der DDR, Rumänien, Bulgarien und Volkspolen |
| 15:30 | Tomek und sein Hund Heute: Ferienabenteuer Polnische Fernsehfilmreihe |
| 15:45 | Der Schornsteinfeger kommt Klamauk und Komik aus der Stummfilmzeit |
| 16:00 | Die Königin der Tankstelle Sowjetische Filmkomödie, Regie: A. Mischurin, N. Litus |
| 17:10 | Nachrichten |
| 17:15 | Bitte, Plätze einnehmen! Sport aktuell Mit Berichten von den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport in Berlin-Grünau und von den Deutschen Meisterschaften im Turnen in Potsdam |
| 18:50 | Dazwischen Unser Sandmännchen |
| 19:25 | Die Glückszahlen |
| 19:30 | Aktuelle Kamera |
| 19:50 | Im Blickpunkt |
| 20:00 | Ostseestudio Rostock Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade Drama in zwei Akten von Peter Weiss, Personen und Darsteller: Direktor Coulmier (Kurt Wetzel), Frau Coulmier (Maryela Baumann), Tochter Coulmiers (Katrin Stephan), Marquis de Sade (Ralph Borgwardt, Kunstpreisträger), Jean Paul Marat (Gerd Micheel, Kunstpreisträger), Simonne Evrad (Annelise Matschulat), Charlotte Corday (Christine van Santen), Duperret (Ulrich Voß), Jacques Roux (Dieter Unruh), Ausrufer (Hans Rohde), Die vier Sänger (Cucurucu: Horst Ziethen, Polpoch: Peter Bause, Kokol: Ernst Heise, Rossignol: Erika Solbrig), 1. Patient (Karl-Heinz Fischer), 2. Patient (Wolfram Lindner), 3. Patient (Siegfried Kellermann), 4. Patient (Erich Staubach), Nonnen (Hans Joachim Theil, Johannes Suschke, Karlheinz Siewert, Rudolf Brachmann), Patient als Lavoisier (Armin Roder), Patient als Lehrer (Jac Diehl), Patient als Mutter (Herbert Clemens), Patient als Neureicher (Erhard Schmidt), Patient als Priester (Paul Henkel), Patient als Vater und Napoleon (Hermann Wagemann), Patient als Vertreter des Militärs (Helmut Grell), Patient als Voltaire (Georg Lichtenstein), Patienten (Erhard Treffkorn, Ettore Gaipa, Georg Kreisler, Klaus Dickhoff, Kurt Helms, Kurt Lehmann, Wilfried Kretschmer), Patientinnen (Brigitte Jeuthe, Dagmar Evers, Elsbeth Schönfeld, Gertrud Böttcher, Gertrud Kobermann, Helga Isensee, Leny Budd, Renate Voigt) und andere sowie Mitglieder des Orchester, des Chores und des Corps de ballet des Volkstheaters Rostock, Musik: Hans-Martin Majewski, Bildregie: Henry Riedel, Inszenierung: Hanns-Anselm Perten, NPT, choreografische Mitarbeit: Jean Weidt und Dagmar Evers Übertragung aus dem Volkstheater Rostock FF dabei 28/1966: Ausgehend von der Urfassung des Stückes, die auch den Epilog enthält, zielte die Inszenierung des Volkstheaters Rostock, die erste in der DDR darauf, Wort und Anliegen des Autors herauszuarbeiten im Sinne seiner Auffassung, dass eine Inszenierung verfehlt sei, in der Marat nicht der "moralische Sieger" bleibe Eine andere Theaterbearbeitung zeigte das Dritte Programm Hessen am 20. Oktober 1965 |
| 21:50 | Nachrichten |
| 21:55 | Bitte, Plätze einnehmen! Sport aktuell |
Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 17:00 | Kurznachrichten |
| 17:03 | Für die Kinder von 11 Jahren an Fury Die Abenteuer eines Pferdes |
| 17:30 | Für die Jugend von 11 Jahren an Welt der Jugend Unser internationales Filmmagazin mit Beiträgen aus den USA (Vergnügungspark "Freiheitsland" in New York), Schweden (Tierpark von Boras), Schweiz ("Felsputzen" in der Aareschlucht) und Italien (Keramikerzeugung aus Castelli), Redaktion: Hans Richter |
| 17:55 | Was könnte ich werden? Heute: Forstfacharbeiter Ein Filmbericht von Dr. Irmbert Fried und Dr. Helmut Zilk Mit einem Waldanteil von 43% ist Österreich das waldreichste Land Europas. Das bietet Forstfacharbeitern viele Möglichkeiten. Drei Lehrjahre an einer Ausbildungsstätte sind Pflicht, die Schulen liegen in Ossiach, Kärnten (als Internatsberufsschule), in Gams und Pichl, Steiermark, in Hohenlehen und Waidhofen an der Ybbs, Niederösterreich, in Ort bei Gmunden, Oberösterreich und in Rotholz, Tirol. Nach dem 3. Lehrjahr legt der Schüler seine Prüfung ab und nach einer vierjährigen Praxis sowie einem Meisterkursus kann er Meister werden |
| 18:25 | Betthupferl Gute-Nacht-Sendung für kleine Leute |
| 18:30 | Für die Familie Neues für die Frau Ein aktuelles Magazin von Ingeborg Diwo und Dr. Helga Czeike |
| 19:00 | Rue Saint-Honoré Porträt einer berühmten Straße |
| 19:30 | Aktuelle Sportschau Berichte und Kommentare zu den Wochenendereignissen Von und mit Dr. Kurt Jeschko |
| 20:10 | Erste Abendnachrichten |
| 20:20 | Mit besten Empfehlungen Lustspiel in drei Akten von Hans Schubert († 22. Oktober 1965), Personen und Darsteller: Dr. Karl Brock (Carl Bosse), Eva (Monika Strauch), Juliane Kahr (Silva Medwed), Präsident Fohnsheim-Battenfeld (Erich Nikowitz), Dr. Eckert (Martin Costa), Max Stehberger (Otto Schenk), Müller (Johann Sklenka), Josef Pötzl (Ernst Waldbrunn), Ferdinand Neubauer (Franz Messner), Hilde Hartmann (Ilse Hanél), Inszenierung: Hans Hollmann, Regie: Herbert Fuchs Aufzeichnung einer Aufführung der Wiener Kammerspiele Der junge Max Stehberger hat "beste Empfehlungen", damit stehen ihm alle Türen offen und seiner Karriere sind keine Schranken gesetzt. Aber er hat Pech. Zwar erscheint er in dem Betrieb, für den ihm die "besten Empfehlungen" ausgestellt wurden, aber er hat die Tasche vergessen, die den so wichtigen Brief enthält. Durch allerlei Zufälle gelangt das wichtige Schreiben in die Hände des kleinen Lohnverrechners Josef Pötzl, der es weitergibt und damit öffen sich die Schleusen des Glücks für den bisher vom Schicksal arg gebeutelten Mann. Rasch steigt er die Erfolgsleiter empor – bis zu dem Tag, an dem der Schwindel auffliegt ... Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 12.07.1966: Zur selben Zeit hat man im Ersten Programm übers "Protektionskind" gelacht. Das ist auch ein Weg, diese Probleme zu erledigen: über Korruption lachend den Bauch wackeln zu lassen Österreich-Hörzu 31/1966 schrieb in ihrer Kritik: "Mit besten Empfehlungen", das Lustspiel von Hans Schubert, das wir schon 1962 sahen, wurde mit Berechtigung wiederholt. Es ist ein reines Lachstück, an dem alle Publikumsschichten ihr Vergnügen haben konnten. Hier wird die Protektionswirtschaft aufs Korn genommen und alle Pfeile treffen. Wenn auch gesagt werden muss, dass es kein aggressiver Ton ist, der hier angeschlagen wird, sondern eben ein wienerischer, mit Pointen, wie man sie sonst nirgends auf der Welt so sicher und so herzlich zu formulieren weiß. Die Hauptperson stellte Ernst Waldbrunn dar. Er ist selber so sehr Theaterhase, dass er es nicht übers Herz brachte, seinen Rollentext ungeschoren zu lassen: Er versah ihn mit typisch waldbrunnschen Klängen, er durchtränkte ihn mit seinem köstlichen Witz und spielte seine ganze feinsinnige Komik in die Kamera. Dazu Otto Schenk, der in letzter Zeit mit der Inszenierung von Opern dermaßen beschäftigt ist, dass er zum Leidwesen des Publikums anscheinend seine urkomische Begabung vernachlässigt. Was der Mann allein durch sein Vorhandensein auf der Bühne an Gelächter erzeugen kann, ist aufsehenerregend. Bei aller Freundschaft zur Oper und bei allem Verständnis der großen Aufgabe, eine solche in Szene zu setzen: Den Komiker Schenk wollen wir nicht missen ORF-Erstsendung: 07.09.1962, eine andere Bearbeitung zeigte die ARD am 9. August 1964 |
| 22:25 | Christ in der Zeit Pater Johannes Leppich für die Katholische Kirche: "Kuriere des Nächsten" |
| 22:35 | Zweite Abendnachrichten |
| 22:45 | Bericht von der Tour de France Kommentar: Ferry Dusika |
Österreich – Technisches Versuchsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 19:00 | Kurznachrichten |
| 19:03 | Silence please Aus den Kindertagen des Films |
| 19:30 | Die Weimarer Republik (7) Letzte Folge: Die verratene Republik Eine Sendung von Albert Wucher und F. A. Krummacher Die letzte Folge beginnt mit der Ernennung Papens zum Reichskanzler im Sommer 1932, setzt sich fort über die Zeit seines Nachfolgers Schleicher und endet mit der Machtergreifung Hitlers und der Errichtung der ersten Konzentrationslager ZDF-Erstsendung: 8. Dezember 1964 |
| 20:15 | Der Angeklagte Tschechoslowakischer Spielfilm (1964) nach einer Novelle von Lenka Haskova mit Vlado Müller (Josef Kudrna), Jaroslav Blazek (Gerichtsvorsitzender), Miroslav Machácek (Staatsanwalt), Milan Jedlicka (Richter Frantisek Duchon), Kamil Besták (Verteidiger Dr. Hruska), Pavel Spaleny (Potucek), Richard Lederer (Zelenka) und anderen, Regie: Ján Kadár, Elmar Klos Josef Kudrna, Direktor eines volkseigenen Werkes und überzeugter Kommunist, hat durch unerlaubte Leistungsprämien an seine Mitarbeiter gegen die Prinzipien des Marxismus verstoßen. Nun wird ihm und seinen Mitarbeitern Potucek und Zelenka vor einem tschechoslowakischen Gerichtshof der Prozess gemacht. Kudrna fühlt sich unschuldig. Werden die Richter bei der Urteilsverkündung nur politische oder auch menschliche Motive gelten lassen? ZDF-Erstsendung: 25. Oktober 1965 Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 12.07.1966: "Bitte sehr", hat mir gestern ein Kollege geantwortet, als ich ihn fragte, wie ihm "Der Angeklagte" gefallen hätte, "wen interessiert es hier, welche Probleme sie in der Tschechoslowakei haben?" Den Standpunkt nenne ich zumindest egozentrisch. Denn wenn wir einmal so weit sind, dass uns alles, was um uns herum und jenseits der Grenzen, besonders aber jenseits des sogenannten Eisernen Vorhangs los ist, gleichgültig lässt, dann können wir gleich, gut wie wir sind, zusperren und unsere Jausenbrote auspacken und dazu ein kühles Seidel trinken und die Welt Walzer tanzen lassen. Aber davon sei nicht die Rede. Sondern vielmehr davon, dass wir uns glücklich schätzen können, wenn ein solcher Film hierzulande gemacht worden wäre. Nicht, dass ich meine, uns fehlen gerade solche Probleme – aber es gibt auch in unserem schönen Land (das ja gar nicht so wunderschön ist) Probleme genug, die einen Film wert wären. Ganz sicherlich hat dieser Film die gute Basis aller vorangegangenen, kritischen, analysierenden Filme in der Tschechoslowakei, aber er ist, ganz abgesehen davon, eine Mitteilung über Zustände an uns, die aussagereicher ist als seitenlange Analysen in Fachzeitschriften. Doch nicht nur diese Kritik am Dogma und am Apparat macht uns diesen Film sehenswert, sondern vielmehr sein Stil, der ein Beispiel für den neuen tschechoslowakischen Film überhaupt ist, dessen allgemeines Merkmal, wenn ein solches überhaupt festzustellen ist, ein wacher und frischer, mutiger und intelligenter kritischer Realismus ist, formal, in allen möglichen Ausdrucksarten, genauso jung wie im Inhalt |
Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 14:00 | Il balcun tort Rätoromanische Sendung Emissiun planisada da Tista Murk e realisada da Willi Walther |
| 15:00 | Die Briefmarke Ein Film der Televisione della Svizzera Italiana |
| 15:15 | Internationale Ruder-Regatta Sprecher: Werner Vetterli Übertragung aus Luzern |
| 18:00 | Meine drei Söhne |
| 18:25 | Tour de France Aufzeichnung vom Nachmittag |
| 19:00 | Sport Berichte und Toto-Ergebnisse |
| 19:15 | Nachrichten |
| 19:20 | Tatsachen und Meinungen Unser politisches Gespräch, Leitung: Alphons Matt |
| 20:00 | Tagesschau |
| 20:15 | Sport am Wochenende |
| 20:35 | Die Katze Frz. Spielfilm von Henri Decoin mit Francoise Arnoul, Bernhard Wicki (Deutsche Fassung) |
| 22:10 | Nachrichten |
| Anschließend Bericht von der Tour de France | |
| 22:25 | Internationales Reitturnier – CHIO Großer Preis von Aachen |
| Anschließend Wiederholung der Tagesschau / Programmvorschau |
| Sa, 9. Juli 1966 ◀ 1966 ▶ Mo, 11. Juli 1966 |


