Di, 18. August 1959

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ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Deutschen Rundfunk-, Fernseh- und Phono-Ausstellung in Frankfurt am Main
14. bis 23. August 1959 auf dem Messe- und Ausstellungsgelände (–18:45 Uhr)

HR
 10:00 Filmsendungen
Kultur-, Dokumentarfilme und Produktionen der Rundfunkanstalten (– 13:00 Uhr)

14:00 Der aktuelle Ausstellungsbericht
Redaktion: Willi Michael Beutel (HR)
14:30 Kinderstunde
Die Muminfamilie
Heute: Der Urwald
Ein Spiel der Puppenbühne Walter Oehmichen (HR) Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
15:00 Zum Blauen Bock
Musik und Humor beim Äppelwoi mit Otto Höpfner sowie Heinz Schenk, Regnauld Nonsens und bekannten und unbekannten Gästen der Funkausstellung
Es spielen: Hans Schepior mit seinem Ensemble und Walter Pörschmann mit seinen Schrammeln
Regie: Ekkehard Böhmer, Produktion: Jente von Lossow
Hörzu 36/1959, allgemeiner Lesebrief: Was Otto Höpfner am Dienstag (18. August) den Zuschauern seiner Sendung "Zum blauen Bock" bot, ließ hoffentlich alle Fernseh-Schleichwerber vor Neid erblassen. In einer mit seltener Frechheit vorgetragenen "Direkt-Werbung" wurde so oft der Name eines alkoholischen Markengetränks genannt, erläutert und angepriesen, dass ein Versehen oder Zufall völlig ausgeschlossen ist. Wer verantwortet diese offensichtlich bestellte Werbung? Und weshalb hat der Regisseur in diesen peinlichen Augenblicken nicht auf Publikum oder Kapelle umgeschaltet?, Antwort HÖR ZU-Redaktion: Es wird allerhöchste Zeit, dass gegen derartigen Missbrauch des Fernsehens von höchster Stelle mit Disziplinarstrafen eingegriffen wird. Was sagt eigentlich der Fernseh-Programmbeirat dazu? (– 15:55 Uhr / HR)
16:00 Drei kölsche Jungen
Volksstück in drei Akten von Walter Schmidt, Personen und Darsteller: Witwe Schumacher (Elsa Scholten), Louise, ihre Tochter (Helga op gen Orth), Marie (Lucy Millowitsch), Karlemann, ihr Sohn (Peter Millowitsch), Hans Lindner (Karl Heinz Bender), Änne, seine Schwester (Lotte Krekel), Hermann Fritsche (Karl Heinz Hillebrand), Anton Kistenmacher (Willy Millowitsch), Senator Niessen (Josef Tilgen), Egon Kirchner (Christian Pippong), Krause, Kriminalbeamter (Franz Schneider), Chauffeur (Heinz Scholten), Bildregie: Günter Fiedler, Spielleitung und Regie: Willy Millowitsch
Ein Gastspiel der Millowitsch-Heimatbühne Köln
Anton Kistenmacher, verwitweter Schweinezüchter, sucht eine neue Gefährtin – eine treusorgende Gattin und "gute Mutter" für seine Schweine. Auf Brautschau reist er in die Stadt, besucht dabei seine Freunde Hermann Fritsche und Hans Lindner. Untergekommen ist Anton bei der Schlosserei-Besitzerin Schumacher, deren Tochter Marie er verehrt. Doch Marie hat kein Interesse an dem Schweinezüchter, liebt seinen Freund Hans Lindner – dumm nur, dass dieser gerade wegen Diebstahls im Knast sitzt. Anton macht sich zum Anwalt der beiden Verliebten, paukt prompt Hans heraus, sorgt wenig später auch dafür, dass sein anderer Freund Hermann seine Auserwählte zum Altar führen kann. Und zu guter letzt kommt auch Anton unter die Haube ...
Das Paradestück der Kölner Bühne wurde für die Deutsche Rundfunk-, Fernseh- und Phonoausstellung in Frankfurt/Main aufgefrischt. Ganz konnte nicht geklärt werden, ob es sich um eine Neuaufführung oder eine Wiederholung der Sendung vom 10. Januar 1959 handelte (– 18:00 Uhr / NWRV)
18:05 Jugendstunde
Der Backfisch und sein Star
Mädchen und Jungen unterhalten sich mit Europameister Gustav Scholz
Der Mittelgewichtseuropameister im Boxen "Bubi" Scholz muss heute als Star vieler weiblicher und männlicher Backfische eine Reihe von Fragen aus dem Kreis seiner jungen Verehrer über sich ergehen lassen (– 18:45 Uhr / SDR)

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
 19:30 Sehpferdchen zeigt
Fröhliche Kamera

SFB
 19:00 Berliner Abendschau
 19:15 Tick-Tack-Quiz
– 19:45 Uhr

WDR
 18:45 Hier und heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:25 Intermezzo
Unterhaltung frei Haus

HR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Vater ist der Beste

SDR/SWF
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Vater ist der Beste

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Vater ist der Beste

20:00 Nachrichten und Tagesschau
Leitung: Martin S. Svoboda
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
Gong 36/1959, allgemeiner Leserbrief: Bin gespannt, wie lange es noch dauern wird, bis die Tagesschau zeigt, wie oft sich der Bundeskanzler während seines Urlaubs die Zähne putzt, wann er morgens aufsteht und welche Art Schnürsenkel er bevorzugt. Unsere Staatsmänner haben ein Recht, sich im Urlaub als Privatmenschen zu erholen. Weshalb lässt man sie da nicht in Ruhe? Wenn sie wieder im Dienst sind, haben die Reporter noch genügend zeigt, sie bei ihren Amtshandlungen zu filmen
20:20 Nikita Chruschtschow
Versuch eines Porträts
Buch: Gerd Ruge, Produktion: Hannes Hoff (NWRV)
Gong 36/1959 schrieb in seiner Kritik: Selten hat eine Sendung in der politischen Arena soviel Staub aufgewirbelt wie der vom Westdeutschen Rundfunk aufs Programm gesetzte "Versuch eines Porträts" des roten Diktators Chruschtschow. Zweifelsohne lag das Dilemma darin, dass den Kölnern nach den heftigen Vorwürfen gar nichts mehr anderes übrig blieb, als die Sendung nun auf jeden Fall auszustrahlen, wollten sie nicht schon von vornherein stillschweigend zugeben, dass die Angriffe aus den Reihen des Parlaments berechtigt wären. Nun, die Sendung zeigte nichts von der politischen Naivität, die man vielleicht von ihr befürchtet hatte. Autor Gerd Ruge steht auch gewiss nicht im Verdacht, einem gefährlichen Neutralismus zu huldigen, und überdies lässt sich vermuten, dass seine Texte noch einmal Wort für Wort unter die Lupe genommen worden sind. Die gefährliche Doppelzüngigkeit des Kremldiktators und sein skrupelloser, ehrgeiziger Weg zur Macht wurden nüchtern, unüberhörbar und übersehbar nachgezeichnet und aufgedeckt. Freilich hätten wir uns noch mehr Schlaglichter gewünscht, die die verhängnisvolle Deutschlandpolitik Chruschtschows aufgehellt und wenigstens an einer Stelle das unmenschliche, taktische Schweigen um die unzähligen immer noch in Russland zurückgehaltenen Menschen vor allem aus den volksdeutschen Gebieten durchleuchtet hätten. Nach wir vor aber bleibt die Frage, ob in der augenblicklichen, politisch unterkühlten Situation eine solche Sendung besonders klug war. Zumindest hätte es den Streit der Meinungen entschärft, wenn sie nicht so vordergründig isoliert, sondern im Rahmen einer Sendereihe über die führenden Männer der Weltpolitik in Ost und West aufs Programm gesetzt worden wäre. Denn nicht jedermann vorm Bildschirm ist gegen den Basiliskenblick hinter der biedermännischen Maske immun
Hören & Sehen 37/1959 schrieb in ihrer Kritik: Gerd Ruge traf am Dienstag mit seinem Versuch eines Porträts ins Schwarze. Es war wirklich nur ein Versuch. Neues über Chruschtschow gab es nicht, dafür aber einige bekannte Wochenschauaufnahmen
Anmerkung: Bereits für den 31.07.1959 vorgesehen, heute geplant: "Ausgerechnet Tatsachen", eine Bilanz in bewegten Bildern
21:00 Für die Filmfreunde
Kronjuwelen
Spielfilm mit Sybille Schmitz, Hans Nielsen, Regie: Franz Cap
Gong 33/1959: Der 1950 gedrehte deutsche Kriminalfilm schildert die Geschichte eines Juweliers, der aus Liebe sein Berufsethos verraten hat und im Konflikt zwischen äußerer und innerer Ehre zum Selbstmörder wird. Es handelt sich um eine durchaus vordergründige Kriminalaffäre. Lediglich Sybille Schmitz als hochstaplerische Baronin bringt Spannungsmomente ins Spiel, da ihre Rolle bis zum Schluss im Zwielicht bleibt. Die regielichen Anstrengungen bleiben zu sehr in kalter Nachahmung größerer Vorbilder stecken. Der Selbstmord des Juweliers soll der Sühnung seiner Verirrungen dienen. Es ist klar, dass diese oberflächliche und irrige Erfüllung des Grundsatzes "Der Schuldige darf nicht ungestraft ausgehen" als völlig ungenügend angesehen werden muss. Der Film ist für Jugendliche nicht geeignet
Gong 36/1959, allgemeiner Leserbrief: Deine Ausführungen über "Kronjuwelen" sind treffend, und ich pflichte ihnen voll und ganz bei. Was mich aber veranlasst, einige Minuten Zeit zu verlieren und ein Blatt Papier zu opfern, ist der Ärger, der mich befällt, wenn ich derartige Dinge lese. Und da steht noch klipp und klar: "Der Film ist für Jugendliche nicht geeignet." Mein Standpunkt: Was für die Jugend nichts taugt, ist auch für das Alter nichts nutz, Antwort GONG-Redaktion: Ihr Standpunkt trifft sicher für viele Fernsehsendungen zu. Leider, möchten wir sagen. Ohne Zweifel hat das Fernsehen aber auch das Recht, Themen zu behandeln, die wichtig und ernsthaft sind, aber Erwachsene und urteilsfähige Zuschauer voraussetzen. Das Fernsehen hat zugesichert, solche Sendungen erst nach 21 Uhr auszustrahlen. Das ist leider keineswegs immer der Fall
Hören & Sehen 37/1959 schrieb in ihrer Kritik: Nach diesem Versuch (Anm.: vorangegangene Sendung) glaubte Hamburg, mit einem Griff in die Mottenkiste des Films das Programm füllen zu können. "Kronjuwelen" sind ganz schön, wenn man sie besitzt, nicht aber wenn sie schon so (film)alt sindMehr Informationen in der deutschen Wikipedia
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11:00 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Aktuelle Kamera
11:15 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Sport und Musik
11:45 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Land unter'm schwarzen Stern
13:00 Testsendungen
U.a. von 13:30–15:00 Uhr: "Karussell" (P 14) (– 16:00 Uhr)
16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 10 Jahren an
Unsere Freundschaftsbriefecke
Marlies, Margret und Michael beantworten eure Fragen
16:30 Testsendungen
– 18:55 Uhr
18:55 Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Der denkende Mensch – der schaffende Mensch
Heute: Berliner Handel beginnt zu handeln
Anschließend
Wetterdienst
20:00 Aktuelle Kamera
Berichte aus dem Zeitgeschehen
20:15 Akte Dr. Hauser
Dokumentarisches Fernsehspiel von Fred Rainer, Dramaturgie: Evelyn Heyden, Personen und Darsteller: Clark, Amy (Rainer R. Lange), amerikanischer Offizier, weiblich (Gisela Rimpler), Dr. Hauser (Horst Preusker), Dolly, seine Frau (Gisela Graupner), Lothar Kellermann (Horst Friedrich), Lehnert (Heinz Hellmich) und Peter Friedrich, Regie: Horst-Günther Flick
20:50 Die Geschichte vom Stein
Blick in die Vergangenheit
Anschließend
Letzte Nachrichten der Aktuellen Kamera

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute keine Sendung

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute keine Sendung

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