Do, 11. Juni 1959

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Mi, 10. Juni 1959   ◀                 1959                 ▶   Fr, 12. Juni 1959

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Jugendstunde
Auf einem schwedischen Dorfplatz
Es spielen und tanzen Maester Olofsgarden und seine Volkstanzgruppe aus Stockholm (NWRV)
17:30 Jugendstunde
Das Filmseminar
Mit Siegfried Morhof (NWRV)
18:00 Selbst ist die Frau
Wilfried Köhnemann und Angelika Feldmann zeigen, wie ein Couchtisch hergestellt wird
Was den Herren der Schöpfung recht ist, ist den Frauen heutzutage im allgemeinen billig. Im Zeitalter der Gleichberechtigung versuchen es die Evastöchter auf allen Gebieten den Angehörigen des sogenannten starken Geschlechts gleichzutun. Manchmal stellt sich dann aber doch heraus: ganz ohne Männer geht es auch nicht. Auch Angelika Feldmann ist in der Sendereihe ein "männliches Individuum" an die Bastel-Seite gestellt. Sicherlicht bastelt es sich zu zweit um vieles leichter und schneller, Hauptsache, die Frau behält den "Oberbefehl", um dem Sendungstitel gerecht zu werden (– 18:20 Uhr / NWRV)

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
 19:30 Sehpferdchen zeigt
Japan – Tradition und Gegenwart

SFB
 19:00 Berliner Abendschau
 19:15 Die Tante Doktor hat gesagt ...
Eine junge Ärztin stößt eines Morgens in einem Bett ihrer Wöchnerinnenstation auf einen Mann, dem man nachts den Blinddarm entfernen musste und aus Bettenmangel hier untergebracht hat. Der Patient würde viel lieber mit der Frau Doktor flirten, als ihre ärztlichen Vorschriften zu befolgen. Sie aber hat eine strenge Dienst- und Lebensauffassung und sagt erst ja zu einem gemeinsamen Theaterbesuch, als der Patient wieder gesund und entlassen ist. Ihrer Meinung nach ist der Herr ja ein reicher Faulenzer, der nie von ernsthafter Arbeit spricht. Sie macht ihm klar, dass sie der herkömmliche Typ Mann, der im Haus herrschen will und die Frau kochen lässt, nicht interessiert. Am Ende der Geschichte erlebt sie eine Überraschung ...
Mit Scott Brady und Joanne Dru (– 19:45 Uhr)

WDR
 18:45 Hier und heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:25 Intermezzo
Die fröhliche Kamera

HR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Cinematographen-Theater

SDR/SWF
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Cinematographen-Theater

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Cinematographen-Theater

20:00 Nachrichten und Tagesschau
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
20:20 Das mittlere Fenster
Komödie von Elizabeth Goudge, deutsch von Chr. G. Florian, mit Fritz Rasp (Angus), Peter Arens (Jan Macdonald), Anne Kersten (Lady Cameron), Hans Epskamp (Sir James Cameron), Gertrud Kückelmann (Judith Cameron), Susanne Kraetsch (Jean Macdonald), Hans E. Schons (Charles Higham), Erich Buschardt (Major Macdonald), Werner Hessenland (Hauptmann Jenkins), Georg Thomas (Thomas Arbuthnot), Szenenbild: Walter Dörfler, Fernsehbearbeitung und Regie: Fritz Umgelter
Glen Suilag, ein hochherrschaftliches altes Gebäude im schottischen Hochland, steht als Sommeraufenthaltsort zu vermieten. Das sehr alte Haus ist von einem besonderen Geist umgeben, nimmt Einfluss auf die Geschicke derjenigen, die es bewohnen. Diese Erfahrung muss auch die Familie Sir James Camerons machen, die Suilag für die Sommerfrische mieten. Während Sir James und Tochter Judith entzückt über die Unterkunft sind, jammert Lady Cameron über den unkomfortablen alten Kasten ohne fließend Wasser. Geradezu unheimliche Formen nimmt das Verhalten der sensiblen Judith an, deren auftauchende Erinnerungen sich um das vermauerte Mittelfenster eines großen Zimmers im Erdgeschoss drehen. Eine sommerlich-schwüle Gewitternacht schließlich enthüllt die Geheimnisse dieses mittleren Fensters und der Erinnerungen des jungen Mädchens ...
Gong 26/1959 schrieb in seiner Kritik: Unter erheblichem Aufwand von Bühnendonner enthüllte der Bayerische Rundfunk das Geheimnis, das "Das mittlere Fenster" umwitterte. Wer sich schon einmal an Wildes "Gespenst von Canterville" erheitert hat, wird auch das zwielichtig komödiantische dieses verspäteten Happy-End ganz amüsant gefunden haben. Um dem Stück einen Publikumserfolg zu sichern, hätte sich Regisseur Fritz Umgelter allerdings auf den mittleren Akt beschränken und aus der Komödie eine schottische Ballade machen müssen. Unter den Rollen gefielen nicht nur das Dreigespann der Camerons [...], sondern auch der herrlich vertrottelte Butler Angus. Erst wenn man Fritz Rasp auch in anderen Rollen erlebt hat, kann man die Wandlungsfähigkeit ermessen, die in dieser Charakterstudie zum Ausdruck kam
Hörzu 26/1959 schrieb in ihrer Kritik: Unbegreiflich auch, was das Münchner Fernsehen bewogen haben mag, ein so rissiges und zerflatterndes Spiel wie "Das mittlere Fenster" ins Programm zu nehmen. Es nennt sich Komödie, ist aber zur Hälfte Tragödie; es dreht sich um Dinge wie Wiedergeburt und zweites Gesicht, aber es geht an sie heran, als ob es Angst davor hätte, sie fest anzupacken. Dass es trotzdem kein ganz verlorener Abend war, lag am Spiel von Gertrud Kückelmann und Peter Arens. Es lag weniger an der Regie Fritz Umgelters, der viel zuviel Längen duldete und der sich wohl auch nicht zur letzten Klarheit durchgerungen hatte, was er daraus machen wollte, sonst hätte er zumindest die Figur des Angus (Fritz Rasp) anders und einheitlicher angelegt. Sicher darf ein schottischer Butler originell sein, aber Schnoddrigkeit steht ihm schlecht und ist unglaubwürdig
Hören & Sehen 27/1959 schrieb in ihrer Kritik: Am Donnerstag kam "Das mittlere Fenster " dran. Auch Elizabeth Goudge huldigte dem englischen Stil, die Handlung möglichst langsam und zähflüssig in Gang zu schmeißen. Wenn dann der vierte Gang – wie beim Auto – dran ist, ist auch schon Schluss. Aus dem mittleren Fenster sah man einen brav bestellten Acker der Unterhaltung mit wenig Aufregung. Das Bier schmeckte vor dem Fernsehschirm ausgezeichnet. Man vergaß nicht, es zu trinken (BR)
21:50 Der Sonnentempel der Inkas
Ein Bericht von Prof. Dr. Rolf Müller
Vor mehr als 400 Jahren eroberten und zerstörten die Spanier das riesige Reich der Inkas. Nur wenige der gewaltigen Tempel und Paläste entgingen der Zerstörung. Die Inkas waren ein Agrikulturvolk, das seine Produkte einem kargen und schwierigen Boden abrang. Priesterastronomen, die den jährlichen Sonnenlauf beobachteten, legten die wichtigen Zeiten für Saat und Ernte fest. Vielerorts im alten Inkareich sind Stätten dieser Sonnenbeobachtung zu finden. Der Astronom Dr. Müller, Direktor des Sonnenobservatoriums auf dem Wendelstein, ging mit modernen Messmethoden der Bedeutung und dem Zweck der Anlagen nach. Seine Reise führt die Zuschauer in die heutigen Länder Peru und Bolivien und zu den in Ruinen liegenden alten Sonnenwarten der Inkas (BR)

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11:00 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Aktuelle Kamera
11:15 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Professor Köpfchen
11:40 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Schiff ahoi
12:40 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Schulbank und Werkbank
Arbeitstechnischer Unterricht in der 1. Mittelschule Gera
13:00 Testsendungen
U.a. von 13:30–15:00 Uhr: "Wer seine Frau lieb hat" (P 6) (– 16:00 Uhr)
16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 10 Jahren an
Mein Steckenpferd
Steckenpferd Kunterbunt gibt neue Tipps für die jungen Kaninchenzüchter und hilft beim Einrichten eines Terrariums
16:30 Testsendungen
– 18:55 Uhr
18:55 Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Unsere Sportstafette
Heute: "Leipzig ruft" – Turnfestübungen der Männer für das III. Deutsche Turn- und Sportfest
19:30 Die Woche im Bildschirm
Programmvorschau
Anschließend
Wetterdienst
20:00 Aktuelle Kamera
Berichte aus dem Zeitgeschehen
20:15 Lysistrata oder Der Bettstreik der Athenerinnen
Komödie von Aristophanes, deutsche Nachdichtung: Paul Mochmann, Personen und Darsteller: Lysistrata, Athenerin (Ingeborg Ottmann), Kalonike, Athenerin (Sonja Theobald), Myrrhine, Athenerin (Marianne Christina Schilling), Lampito aus Sparta (Gisela Bestehorn), Weitere Athenerinnen (Annemarie Collin, Sigrid Hausmann, Adelheid Sanden, Eva Mayer), Kinesias, Myrrhines Mann (Hans-Joachim Hegewald), Ratsherr (Joachim Tomaschewsky), Greise (Erich Giesa, Martin Knapfel, Werner Schoch, Otto Saltzmann, Günter Schwarzlose), Spartanische Gesandte (Manfred Wagner, Werner Wedding), Bühnenbild: Bernhard Schröter, Kostüme: Eleonore Kleiber, Musik: Siegfried Tiefensee, Fernsehregie: Jürgen Degenhardt, Inszenierung: Rudi Kurz
Direktübertragung aus den Kammerspielen der Städtischen Theater Leipzig
Anschließend
Letzte Nachrichten der Aktuellen Kamera

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:30 Ihr Auftritt, bitte!
Die aktuelle Rundschau aus Oper, Schauspiel und Operette
20:00 Zeit im Bild
20:20 Das mittlere Fenster
Übernahme vom Deutschen Fernsehen
21:50 Zeit im Bild

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20:15 Tagesschau
20:30 Session im Bundeshaus
Eine Sendung von Dr. Ernst Mörgeli
20:35 Detektivspiel
Anmerkung: Nach anderen Angaben lief die erste Folge einer Reihe mit Meisterwerken der englischen Dokumentarfilmproduktion der letzten 30 Jahre: "Nordsee-Fischer"
21:15 15 Minuten mit Boris Mersson
"Trois Préludes" von George Gershwin, "Moonlight Concert" von Boris Merrson, "Bach goes to town" von Alex Templeton
21:30 Die Welt im Kunstwerk
Berichte und Betrachtungen, heute aus dem neuen Kunsthaus und der Staatsbibliothek Aarau
22:10 Programmvorschau / Nachrichten / Wiederholung der Tagesschau

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