Do, 17. September 1959

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ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Jugendstunde
Sport – Spiel – Spannung
Eine (möglichst) unterhaltsame Sendung mit Heinrich Fischer
Auch für die dritte Ausgabe der schon beliebten Reihe gelangten wieder viele hundert Wünsche der jungen Zuschauer ein, die den oder jenen Sporthelden persönlich sehen oder befragen wollen, die Wünsche für einen spannenden Filmausschnitt, für eine nette Unterhaltungsszene äußerten – kurz alles, was das jugendliche Herz zwischen 12 und 18 bewegt. Neben der berühmten Sportlerpersönlichkeit bei Sammy Drechsel gibt es das Quiz "Zwei aus einer Klasse" mit ihren Steckenpferden und schönen Sachpreisen. Schiedsrichter sind die Kinder, die im Studio die Zuschauerkulisse bilden. Zum Schluss gibt es ein hübsches Geschenk: Ein Bauchredner oder ein Jongleur werden ihre Kunst zeigen (– 18:00 Uhr / BR)

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
 19:30 Sehpferdchen zeigt
Sonne, Kreuz und Halbmond

SFB
 19:00 Berliner Abendschau
 19:15 Unterhaltung frei Haus
– 19:45 Uhr

WDR
 18:45 Hier und heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:25 Intermezzo
Schlagerbummel

HR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Fred-Kraus-Brettl

SDR/SWF
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Fred-Kraus-Brettl

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Fred-Kraus Brettl

20:00 Nachrichten und Tagesschau
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
20:20 Ein Platz für Tiere
Mit Dr. Bernhard Grzimek
"Alles über Schwalben" ist das Motto der heutigen Sendung
Hörzu 40/1959 schrieb in ihrer Kritik: Ausgezeichnet wieder Dr. Grzimeks "Ein Platz für Tiere"
Gong 40/1959, Leserbrief: Hoffentlich sind viele Tierfreunde durch die letzte Sendung Dr. Grzimeks alarmiert worden. Meines Erachtens wäre es auch eine Aufgabe der vielen deutschen Touristen in Italien, aufklärend zu wirken und mit der Meinung über das Töten von Singvögeln nicht hinter dem Berg zu halten
Hören & Sehen 41/1959 schrieb in ihrer Kritik: Ein Leckerbissen für alle Tierfreunde steuerte Dr. Bernhard Grzimek an diesem Abend bei. In seiner Reihe waren diesmal die Rauch- und Mehlschwalben Stars seiner Plauderei (HR)
21:00 Die Gerechten
Von Albert Camus, deutsch von Guido Meister, Fernsehbearbeitung: Helmut Krapp, mit Margot Trooger (Dora Duljebow), Dagmar Altrichter (Die Großfürstin), Pinkas Braun (Iwan Kaliajew), Hans-Helmut Dickow (Stepan Fjodorow), Siegfried Wischnewski (Boris Annenkow), Thomas Braut (Alexis Woinow), Willy Trenk-Trebitsch (Skuratow), Adolf Rebel (Foka), *** (Der Wächter), Szenenbild: Rudolf Küfner, Regie: Rolf Hädrich
1905 töten Revolutionäre in Moskau den russischen Großfürsten Sergej. Das Schauspiel, das sich mit dem Problem des politischen Mordes auseinandersetzt, schildert Vorgeschichte und Durchführung des Anschlags. Attentäter Kaliajew, bei den Revolutionären, weil er "das Leben liebt", weigert sich beim ersten Versuch, die tödliche Bombe einzusetzen, weil der Großfürst von seiner Frau und seinen Neffen begleitet wird. Sein Gegner in der Truppe, der fanatische Stepan, will die Revolution um jeden Preis und ohne Rücksicht auf moralische Rechtfertigungen durchsetzen ...
Hörzu 40/1959 schrieb in ihrer Kritik: Auch das seriöse Spiel der Woche war eine Anleihe beim Theater: Frankfurt fühlte sich beflissen, etwas für unsere Bildung zu tun und uns mit den "Gerechten" von Camus junge französische Dramatik nahezubringen. So jedenfalls erklärte es der Dramaturg. Ein ausgesprochenes Rede- und Diskutierstück, das auf der Bühne schon wenig wirksam ist und das seinen besten Platz im Nachtprogramm des Hörfunks hätte. Es wurde gut gespielt (Margot Trooger, Pinkas Braun, Hans Helmut Dickow), aber Fernseh-Bearbeitung (Helmut Krapp) und Regie (Rolf Hädrich) setzten die Möglichkeiten des Fernsehens (Bildwechsel und Szenenwechsel) sehr ungenügend ein. Die Kamera muss ja nicht immer nur den zeigen, der spricht oder geht, sie kann auch mal auf den gerichtet werden, der angesprochen wird oder der zusieht
Gong 40/1959 schrieb in seiner Kritik: Camus' wirkungsvoll gebautes und ehrlich gedachtes Stück enthüllt das Brüchige seiner These an jener Stelle, an der der Attentäter Kaliajew der Großfürstin entgegenschleudert, dass er das Leben liebe, so, als stände dieses Bekenntnis im unversöhnlichen Widerspruch zur Lehre des Christentums, die er noch unter dem Galgen von sich weist. Vor dieser dünnen Argumentation aber spürte man einen Autor am Werk, der jeder billigen Effekthascherei sorgsam aus dem Wege geht und die Handlung geradlinig vorwärtstreibt. Am stärksten zeigt sich das dichterische Vermögen Camus' in den Gefängnisszenen, in denen neben Pinkas Braun Willy Trenk-Trebitsch einen großartigen Auftritt hatte und dem Spiel gedämpfte und doch schillernde Töne beimischte, die das revolutionäre Pathos auffingen und milderten. Die Kamera, die die Köpfe immer wieder an den unteren Bildrand rückte, um das Verlorene des Raumes und der Situation spürbar zu machen, trug genauso zum Gelingen der Inszenierung bei wie das karge und "Spielraum" lassende Szenenbild
Hören und Sehen 41/1959 schrieb in ihrer Kritik: Einen besonders schweren Brocken hatte sich der Hessische Rundfunk für Donnerstag ausgesucht. Es waren "Die Gerechten" von Albert Camus, ein Streitgespräch über den politischen Mord aus den ersten Tagen der russischen Revolution. Regisseur Rolf Hädrich hatte hervorragende Schauspieler in den Mittelpunkt gestellt, die in dem fast schattenhaften Bühnenbild von Rudolf Küfner eindrucksvolle Leistungen boten. Margot Trooger und Hans-Helmut Dickow konnten neben Siegfried Wischnewski und Willy Trenk-Trebitsch am meisten überzeugen (HR)

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11:00 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Aktuelle Kamera
11:15 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Rügenfestspiele 1959
12:15 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Dem Volke gehört unsere Kraft
Ein Filmbericht von der Arbeit unserer Volkspolizei
13:00 Testsendungen
U.a. von 13:30–15:00 Uhr: "Das Zauberkorn" (– 16:00 Uhr)
16:00 Kinderfernsehen für Kinder ab 12 Jahren
Pfiffikusse – hergeschaut
Kleine technische Basteleien
16:30 Testsendungen
– 17:00 Uhr
17:00 Volkskorrespondenten auf dem Wege zur Literatur
Eine Sendung um und für schreibende Arbeiter
17:30 Schule und Leben
Eine Sendereihe für Lehrer und Erzieher zum Unterrichtsfach: Maschinenkunde I
Heute: Verschrauben und Verstiften
18:15 Unsere Sportstafette
Heute: Fußballer auf der Schulbank
18:55 Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Sendung für die Frau
Meisterinnen der Chemie
19:30 Neues aus Wissenschaft und Technik
Anschließend
Wetterdienst
20:00 Aktuelle Kamera
20:15 Samba
Schauspiel von Ulrich Becher, Personen und Darsteller: Julius Kornau (Christoph Engel), Mana (Erika Müller-Fürstenau), Parisius (Hanjo Hasse), Rosa (Anny Stöger), Hauptmann Augustin (Hans-Joachim Büttner), Blaise (Heinz Hellmich), Gomes (Karl-Heinz Rothin), Ernesto (Franz Bonnet), Condessa (Traute Sense), Heredia (Werner Dissel), Mann aus Rio (Gerhard Meyer), Zivilgardist (Dieter Schindelhauer), Tänzerin (Johanna Freiberg), Inszenierung: Kurt Rabe, Fernsehregie: Horst-Günter Flick, Szenenbild: Werner Schulz
Studiogastspiel des Hans-Otto-Theaters Potsdam
Anschließend
Neues vom Tage

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:30 Sport
20:00 Zeit im Bild
20:15 Schach dem Tod
Eine Sendung im Dienste der Verkehrserziehung von und mit Fritz Senger
20:40 Aus unserem Kulturfilmprogramm
Afrikanische Pygmäen
21:00 Die Gerechten
Übernahme von der ARD
Anschließend
Zeit im Bild

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:30 Kleinstädte
Heute: Hirtshals
Dokumentarfilm des dänischen Fernsehens aus der Eurovisionsserie
18:00 Jugendstunde
Anche le vacanze hanno una fine! Im Tessin beginnt der Herbst und die Schule! (– 18:30 Uhr)
20:15 Tagesschau
20:30 Heute
Kommentare und Berichte
20:35 Meisterwerke der englischen Dokumentarfilm-Produktion
Eine Folge der besten englischen Dokumentarfilme der letzten 30 Jahre, kommentiert von Theodor Haller, London
Heute: III. Industrial Britain
20:55 Einführung
in das nachfolgende Fernsehspiel
21:00 Die Gerechten
Übernahme von der ARD
Anschließend
Programmvorschau / Nachrichten / Wiederholung der Tagesschau

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