Do, 20. August 1959

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Mi, 19. August 1959   ◀                 1959                 ▶   Fr, 21. August 1959

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Deutschen Rundfunk-, Fernseh- und Phono-Ausstellung in Frankfurt am Main
14. bis 23. August 1959 auf dem Messe- und Ausstellungsgelände (–18:45 Uhr)

HR
 10:00 Filmsendungen
Kultur-, Dokumentarfilme und Produktionen der Rundfunkanstalten (– 13:00 Uhr)

14:00 Der aktuelle Ausstellungsbericht
Redaktion: Willi Michael Beutel (HR)
14:30 Kinderstunde
Die Muminfamilie
Heute: Die Gäste
Ein Spiel der Puppenbühne Walter Oehmichen (HR) Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
15:00 Zum Blauen Bock
Musik und Humor beim Äppelwoi mit Otto Höpfner sowie Heinz Schenk, Regnauld Nonsens und bekannten und unbekannten Gästen der Funkausstellung
Es spielen: Hans Schepior mit seinem Ensemble und Walter Pörschmann mit seinen Schrammeln
Regie: Ekkehard Böhmer, Produktion: Jente von Lossow (– 15:55 Uhr / HR)
16:00 Der Schlüssel zum Glück
Zum zweiten Mal Unterhaltung, Spiel und Quiz mit Fritz Benscher. Die Sieger der ersten Sendung treffen sich mit dem Publikum im Ausstellungsgelände in Frankfurt
Es spielt das Orchester Max Greger, Szenenbild: Hans Minarik, Regie: Hermann Lanske (– 17:45 Uhr / BR)
18:00 Jugendstunde
Ein altbayerischer "Hoamgart'n"
Wastl Fandler mit seinen Chiemgauer Sängern und Musikanten
"Hoamtgart'n" nennt man in Bayern eine fröhliche nachbarliche Zusammenkunft nach Feierabend, bei der man sich unterhält und musiziert, singt und tanzt. Die Chiemgauer Sänger und Musikanten bringen heute einen kleinen Querschnitt durch die alpenländische Volksmusik
Mitwirkende: die junge Harfnerin Irmgard Mohr, Lisl Mayer mit dem selten gewordenen Hackbrett-Instrument und kleine Burschen aus Ruhpolding, die auf Schützenschwegeln pfeifen (BR)
18:20 Franz Ruhm
serviert Windbeutel und Käsekrapferl (BR)

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
 19:30 Sehpferdchen zeigt
Geheimnisse am Rio Purus (2)

SFB
 19:00 Berliner Abendschau
 19:15 Wen wollen Sie sprechen?
Charles Regnier spielt ein ausgestoßenes und gejagtes Bandenmitglied, das telefonisch verzweifelt um Aufschub seiner Bestrafung kämpft ... (– 19:45 Uhr)

WDR
 18:45 Hier und heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:25 Intermezzo
Schlagerparade

HR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Fred-Kraus-Brettl
Vier heitere Kurzszenen zeigen, dass wir gerne kleine Unannehmlichkeiten akzeptieren – angefangen bei ungewohnten Hotelbetten bis zum verlorenen Hut – Hauptsache ist, wir waren verreist
Es spielen: Fred Kraus, Gunther Philipp, Hilde Berndt und Peter Wehle, die Originalbesetzung des einst so beliebten Kabaretts "Die kleinen Vier"

SDR/SWF
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Fred-Kraus-Brettl

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Fred-Kraus-Brettl

20:00 Nachrichten und Tagesschau
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
20:20 Affäre Dreyfus
Von Hans Rehfisch und Wilhelm Herzog, mit Albrecht Schoenhals (Cavaignac, Kriegsminister), Gerhard Ritter (General de Boisdeffre, Chef des Generalstabs), Herbert Hübner (General de Pellieux), Robert Meyn (Oberst Henry), Konrad Wagner (Oberstleutnant du Paty de Clam), Dieter Borsche (Oberstleutnant Picquart), Richard Häussler (Major Walsin-Esterhazy), Heinz Klingenberg (Major Lauth), Ruth Hausmeister (Lucie Dreyfus), Werner Hessenland (Mathieu Dreyfus, ihr Schwager), Ursula Lingen (Blanche Monnier), Hans Hinrich (Emile Zola), Hans Hessling (Jean Jaurés), Konrad Mayerhoff (Georges Clemenceau), Kurt Condé (Scheurer-Kestner), Alexander Engel (Anatole France), Helmut Rudolph (Delegorgue, Präsident des Schwurgerichts), Erwin Linder (von Cassel, Generalstaatsanwalt), Paul Edwin Roth (Labori, Rechtsanwalt), Günther Schramm (Graf Bernis), Hans Daniel (Oberleutnant Dubois), Hans G. Harnisch (Christian, Esterhazys Neffe), Ursula Grabley (Marguerite Pays), Joachim Rake (Casella, ein italienischer Journalist), Hedwig Schmitz (Frau Gaston, Haushälterin), Wilhelm Fricke (Arbeiter), Musik: Kurt Heuser, Szenenbild: Fritz Brauer, Produktion und Regie: Hanns Farenburg
Die Affäre Dreyfus gilt als eines der bewegendsten und polarisierendsten Kapitel in der Geschichte der damals noch jungen Republik Frankreich: Artilleriehauptmann Dreyfus wurde wegen des angeblichen Verrats militärischer Geheimnisse an den deutschen Geheimdienst aus der französischen Armee ausgestoßen und zu lebenslänglicher Verbannung auf die Teufelsinsel verurteilt. Auch als sich berechtigte Zweifel an der Schuld des Hauptmanns meldeten, war der französische Generalstab zu keiner Rehabilitation bereit. Die Tatsache, dass Dreyfus Jude war, schien zu genügen, den Irrtum nicht zu korrigieren. Erst nach zähem Ringen und zahlreichen Protesten der geistigen Elite gelang es, einen Revisionsprozess durchzusetzen, der mit dem Freispruch des Hauptmanns endete. Das Fernsehspiel schildert die Zeitspanne nach Dreyfus' Deportation bis zur Revision seines Prozesses ...
Gong 33/1959 zitiert Hanns Farenburg: Das Stück Zeitgeschichte, das hier lebendig wird, ist bis heute, wie unsere jüngste Vergangenheit zeigt, noch nicht Historie geworden. Zu warnen vor den Schrecken einer Diktatur, von welcher Seite und in welcher Form sie auch kommt, und zu warnen vor jedem blinden und fanatischen Hass gegen Menschen, mit denen wir leben, nur weil sie anderer Rasse sind, ist die Aufgabe dieses Stückes
Gong 36/1959 schrieb in seiner Kritik: Hanns Farenburg hat zuletzt in der "Caine" gezeigt, dass ihm als Regisseur die dramatische Zuspitzung, die knisternde, unter der Oberfläche gehende Dialogregie mehr liegen als breit angelegte Szenen. Das Sektgelage, das die "Affäre Dreyfus" einleitete, schien mit Limonadengläsern eingeläutet zu werden, und das blasiert-theatralische Offizierspathos wirkte noch bis in die ersten Gerichtssaalszenen hinein. Dann aber löste sich die Regie von diesen Mängeln und fand beklemmende Höhepunkte, mit denen auch manche Schwächen der Handlung überspielt wurden. (So ließ z.B. der alte Spielfilm über die Dreyfus-Affäre die Unschuld des Hauptmanns wie auch die hier etwas verworren dargestellten intriganten Brieffälschungen in einem viel klareren Licht erscheinen.) Unter den Darstellern fiel uns vor allem ein verwandelter Dieter Borsche auf, der endgültig den Rollen eines lockigen Liebhabers entwachsen zu sein scheint
Hörzu 36/1959 schrieb in ihrer Kritik: Rehfischs und Herzogs Bühnenstück "Affäre Dreyfus" wurde von Hanns Farenburg auf den Bildschirm gebracht, wobei sich im Betrachter wieder einmal der Wunsch regte, es möge gelingen, die Dichter von heute fürs Fernsehen zu interessieren. Die Beweisführung hat nicht die wünschenswerte letzte Klarheit; der Schluss ist unbefriedigend. Dazu hat des Dichters Sprache für unsere Ohren nicht immer den rechten Klang. Ein technisches Manko mag zudem diesen und jenen Zuschauer am Bildschirm gleich zu Beginn des Spiels abgeschreckt haben: Da wurde geflüstert und geschrien, und es war beinahe unmöglich, die Lautstärke zu finden, die das Flüstern verständlich und gleichzeitig das Schreien erträglich machte. Hanns Farenburg, der Regisseur, hatte in "Caine" gezeigt, wieviel die konsequente Ausnutzung von Kamera, Licht und Ton und dazu eine feste Hand in der Führung des Ensembles vermögen. Bei dieser neuen Inszenierung bannte er zwar auch Auge und Aufmerksamkeit des Zuschauers durch geschickten Bildwechsel und Bildschnitt, aber die Geschlossenheit und Eindringlichkeit der "Caine" hatte diese Inszenierung nicht. Manches war zu laut, zu dick aufgetragen. Immerhin gab es eindrucksvolle schauspielerische Leistungen; so Dieter Borsche als Offizier im Zwiespalt zwischen Pflicht und Recht oder Richard Häußler als Major Walsin-Esterhazy, dem Lebensgenuss hingegeben ohne moralische Hemmungen, so Hans Hinrich in der überaus schwierigen Rolle des anklagenden Dichters Emile Zola
Hören & Sehen 37/1959 schrieb in ihrer Kritik: Donnerstag gab's eine spannend gemachte "Affäre Dreyfus" (NWRV)

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11:00 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Aktuelle Kamera
11:15 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Neues aus Wissenschaft und Technik
11:45 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Der gefilmte Brehm
Heute: Durch Urwald und Dschungel
12:15 Ein großer Sieg für die Menschheit
Filmbericht vom Start des sowjetischen Sonnensputniks
13:00 Testsendungen
U.a. von 13:30–15:00 Uhr: "Wege und Schicksale" (P 14) (– 16:00 Uhr)
16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 10 Jahren an
Unsere Schule soll schöner werden
Wie wir unsere Klassenräume, Pionierzimmer und unsere "eigenen vier Wände" einrichten möchten
16:30 Testsendungen
– 18:55 Uhr
18:55 Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Unsere Sportstafette
Wir blenden zurück: Noch einmal III. Deutsches Turn- und Sportfest
19:30 Die Woche im Bildschirm
Programmvorschau
20:00 Aktuelle Kamera
20:15 Start einer neuen Reihe
Blaulicht
Aus der Arbeit unserer Kriminalpolizei
Heute: Tunnel an der Grenze
Fernsehspiel von Günter Prodöhl, Dramaturgie: Evelyn Heyden, Personen und Darsteller: Wernicke, Oberleutnant der VP (Bruno Carstens), Thomas, VP-Meister (Alexander Papendieck), Timm, VP-Meister (Horst Torka), Siebert, Staatsanwalt (Werner Senftleben), Inge Martens, Leutnant der VP (Ruth Leksa), Bremer, Objektleiter (Gerhard Schinschke), Laband, Angestellter (Siegfried Seibt), Frau Vallenthien, Reinemachfrau (Ursula Alexa), Frau Wulf, Hausbewohnerin (Liska Merbach), Linke, Hausbewohner (Albert Zahn), Becher, VP-Wachtmeister (Horst Giesen), Hella Grassnick, Freundin von Bremer (Rosa Lotze), Szenenbild: Christoph Lindemann, Filmkamera: Franz-Peter Lindlar, Regie: Hans-Joachim Hildebrandt
Im ersten Fall geht es um die Flucht von Menschen durch einen U-Bahn-Tunnel am Potsdamer Platz ...
21:25 Die Abenteuer des Herrn Schuby
Drei burleske Pantomimen mit Heinz Schubert (Herr Schuby) sowie Brigitte Soubeyran und Brigitte Hosalla, Szenenbild: Erich Geister, Kostüme: Eva Sickert, Maske: Günter Fesecke, musikalische Improvisationen: Jazz-Optimisten Berlin, Regie: Brigitte Soubeyran und Gerhard Klingenberg
21:45 Auf der Suche nach reichem Fang
Ein Film aus dem litauischen Filmstudio
Anschließend
Letzte Nachrichten der Aktuellen Kamera

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:30 Der Fenstergucker
Heute: Bauernland
20:00 Zeit im Bild
20:20 Affäre Dreyfus
Übernahme vom Deutschen Fernsehen
Anschließend
Zeit im Bild

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20:15 Tagesschau
20:30 Quer durch die Antarktis
Dokumentarfilm über die Expedition 1959 Hillary-Fuchs (Wh.)
21:15 La Cenerentola
Oper von Gioacchino Rossini mit Maria Rota, Juan Oncina, Ian Wallace, Festo Bruscantini, musikalische Leitung: Vittorio Gui, Regie: Peter Ebert
Eurovisions-Direktübertragung der BBC aus Glyndebourne zum 25-Jahr-Jubiläum des Opernhauses
23:00 Programmvorschau / Nachrichten

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