Mi, 21. Oktober 1959

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Di, 20. Oktober 1959   ◀                 1959                 ▶   Do, 22. Oktober 1959

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Kinderstunde
Käpt'n Seebär
Zeichentrickfilm (BR)
17:10 Kinderstunde
Kinder musizieren
Das Orff-Schulwerk (BR)
17:30 Für die Frau
Der Tipp
Ein Kaleidoskop wissenswerter Kleinigkeiten
Dr. Irene Zander berichtet von der Münchner Ausstellung "Heim und Technik", Dr. Marianne Stradal unterhält sich mit den Zuschauerinnen über die Anfertigung eines "zerrauften Hockers" (– 18:00 Uhr / BR)

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
 19:30 Sehpferdchen zeigt
Inspektor Garrett

SFB
 19:00 Berliner Abendschau
 19:15 London 999
– 19:45 Uhr

WDR
 18:45 Hier und heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:25 Intermezzo
London 999

HR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Mode made in Germany

SDR/SWF
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Mode made in Germany

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Mode made in Germany

20:00 Nachrichten, Tagesschau, Wetterkarte
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
Mit dem persönlichen Auftreten von Sehbinchen und Sehbastian, Leitung: Martin S. Svoboda
20:25 Zum 100. Mal: Unsere Nachbarn heute Abend
Familie Schölermann
Regie: Ruprecht Essberger
Hörzu 45/1959 schrieb in ihrer Kritik: Schölermanns feierten Jubiläum. Hundert Sendungen sind eine beachtliche Leistung. Dass nicht jede ein Treffer sein konnte, ist verständlich. Aber trotz aller Sympathie: Es geht seit langem bergab mit den Schölermanns. Familienproblemen geht man aus dem Wege. Man pflegt die leicht plätschernde Unterhaltung, den Schwank, die Karikatur. Das Jubiläum war ein Grund, die Tassen hochzuschwingen. Aber danach sollte die nüchterne Überlegung Platz greifen, wie man die Sendereihe auf eine neue Basis stellen kann
Hörzu 45/1959, Leserbriefe: Mögen die Schölermanns auch hier und da Schwächeperioden gehabt haben – in welcher Familie kommt so was nicht vor? –, als Spiegel unseres Alltagslebens haben sie doch immer wieder großen Wert; – Eine hübsche Sendung mit vielen netten Einfällen; – Der neue Vorspann ist ganz reizend
Gong 45/1959 schrieb in seiner Kritik: Zur Feier der hundertsten Sendung gab es bei Schölermanns eine hochprozentige Bowle, von der zuvor auch die Autoren gekosten zu haben schienen. Jedenfalls erschöpfte sich die Folge in animiertem Gelächter und einigen Albernheiten, die diese Jubiläumssendung zu einer der schlechtesten in der ganzen Reihe machten (NWRV)
20:55 Ein Boot aus Dublin
Margit Wagner erzählt den zweiten Teil einer irischen Geschichte, Kamera: Hans Lutz
Während der erste Teil das Alltagsleben der irischen Fischer in der Bucht von Inisdrch zeigte, so gelangen der 15jährige Poraic und sein Vater diesmal nach Dublin und auf den Wasserweg quer durch die Stadt. Die "Gaelin" ist eine Organisation, die sich um das gälische Element in Irland kümmert, die irische Sprache pflegt und sich bemüht, Lebensbedingungen zu schaffen, die die Menschen von der Abwanderung abhalten. Diese Gaelin stellt den Fischern der Connemara-Küste für billiges Geld wertvolle Boote zur Arbeitserleichterung zur Verfügung. Auch der Fischer O'Ceoinin, von dem bereits im ersten Teil die Rede war, erhält ein solches Boot. Er fährt mit seinem Sohn Poraic nach Dublin, um es abzuholen. Es geht durch die neue, fremde und erstaunliche Welt der Stadt. Poraic sieht viel Unbekanntes: eine Horseshow, eine Musikkapelle und anderes, was es an der Küste nicht gibt. Im National-Museum sieht er die Schätze alter irischer Kunst. Vater und Sohn kehren mit dem neuen Boot zurück nach Inisdrch bei Carna. Auf dem River Liffey durchqueren sie nocheinmal die Stadt. Nach der einen Seite fährt ein großes Schiff, das Auswanderer nach England bringt, nach der anderen Seite fahren die O'Ceoinins, die ein kleines Schiff bekamen, damit sie nicht auswandern müssen. Kurz vor Inisdrch machen Vater und Sohn noch Stopp, um in einer Schänke einzukehren. Nun fällt die Fremdheit der großen Welt von ihnen ab, sie sind wieder zu Hause, in der bescheidenen, aber sehr individuellen und ihrer Art glücklichen Welt der Fischer von Connemara
Gong 45/1959 schrieb in seiner Kritik: Der zweite Teil des Irlandberichtes von Margit Wagner besaß nicht ganz die Dichte und Geschlossenheit, die den Einleitungsbericht aus Connemara auszeichneten. Hans Lutz hielt mit der Kamera großartige Impressionen fest, war thematisch aber etwas überfordert. Das "Verweile doch!" drängte sich immer wieder als Wunsch dem Zuschauer auf. Aber die Zeit drängte, die O'Ceoinins mussten nach Connemara zurück. Zu rasch zog ihr Boot an Dublin und den Ufern der grünen Insel vorüber. Trotzdem blieb dem Auge noch genug. Der Bayerische Rundfunk vermittelte mit dieser zweiteiligen Geschichte aus Irland einen ausdrucksstarken Bericht über einen fast unbekannten Winkel Europas, der trotz einiger Schwächen zu einer der besten Sendungen der vergangen Wochen gehörte (Schmalfilmaufnahme / BR)
21:35 Das Mädchen und der Ballon
Ein Fernsehfilm mit Tomoko Matsushima, Tadao Sawamoto, Mihoko Inagaki, Musik: Rokuro Hara, Regie: Ren Yoshimura
Der Vater der kleinen Michiko ist seit dem Krieg vermisst, ihre Mutter inzwischen gestorben und ihr Bruder Tamotsu auf böse und gefährliche Wege abgerutscht. Eines Tages gerät das Mädchen in große Verlegenheit, als sie als Hausaufgabe erhält, den Menschen zu zeichnen, den sie am meisten liebt. Am meisten liebt sie ihren Vater – aber wie sieht er aus? Sie kann ihn sich nicht vorstellen. So schreibt sie einen Brief an ihren Vater, in dem sie ihn bittet, ihr doch zu helfen. Sie heftet den Brief an einen Luftballon und lässt ihn steigen. Doch die Hilfe kommt von einer anderen Seite – und wird ihrem Bruder zum Verhängnis ...
Hörzu 42/1959: Von samtener Schönheit und doch streng wie die Gesichter der Darsteller sind die meisten japanischen Filme, und oft erzählen sie vom Unglück wie von einer Naturbestimmung
Hörzu 45/1959 schrieb in ihrer Kritik: Eine Überraschung war der japanische Fernsehfilm "Das Mädchen und der Ballon". Buch, Regie, Kameraführung, Technik waren so hervorragend, dass sie den Vergleich mit den besten Fernsehfilmen westlicher Herkunft nicht zu scheuen brauchen. Tradition und Moderne, Traum und Wirklichkeit waren zauberhaft ineinander verwoben
Gong 45/1959 schrieb in seiner Kritik: Nicht ohne Interesse wartete man auf den japanischen Fernsehfilm "Das Mädchen und der Ballon", der ein Stück fremdländischer Alltagspoesie versprach. Der Ballon aber, der über das melodramatische Durcheinander schwebte, war ständig am Platzen, und das lag vor allem an der deutschen Synchronisation. Die Bassstimmen von der Nordseeküste und der Halbstarken-Jargon zerschlugen die letzte Illusion, eine Begebenheit aus dem Lande der aufgehenden Sonne mitzuerleben. Hier wären deutsche Untertitel die weitaus bessere Lösung gewesen (Normalfilmaufnahme / NWRV)

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11:00 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Aktuelle Kamera
11:15 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Simplon-Tunnel
Ein Spielfilm der DEFA, Regie: Gottfried Kolditz
15:00 Testsendungen
– 16:00 Uhr
16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 3 Jahren an
Schaut euch mit uns um
Eichhörnchen Putzi lädt zum Erntefest ein
16:30 Testsendungen
– 18:55 Uhr
18:55 Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Treffpunkt Berlin
Mit Karl-Eduard von Schnitzler
19:45 Kurz notiert
20:00 Aktuelle Kamera
20:15 Ein Paradies wird umgegraben (2)
Reisebericht aus Indonesien von Heinz Grote und Hubert Kintscher, Filmschnitt: Christa Ebert
20:55 So "sehen" Sie aus
Ein vergnügtes Spielchen mit und um Menschenkenntnis
Anmerkung: Nach anderen Angaben: "Lunikflip und Mondstaubzucker", in einem Café Berlins
21:35 Gestern – heute – morgen

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Für die Kinder von 5 Jahren an
Wir blättern im Bilderbuch
Heute: Drache Himmelweit
Eine Geschichte, gezeichnet von Fritzi Asböck-Jores
17:30 Aus unserem Jugendfilmprogramm
Nordlandfahrt
17:45 Für die Jugend
Der Motorpraktikus
19:30 Hüter der Gesundheit
20:00 Zeit im Bild
20:20 Dämon Gold
Wildwest-Drama mit Lloyd Bridges, Luther Adler, Lee J. Cobb, Regie: Elmo Williams
21:45 Zeit im Bild
Anschließend
Streiflichter aus Österreich

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:15 Kinderstunde in französischer Sprache
– 18:15 Uhr
20:15 Tagesschau
20:30 Heute
Kommentare und Berichte
20:35 Ein Phoenix zuviel
Spiel in einem Akt von Christopher Fry, deutsch von Hans Feist, mit Ingeborg Lüscher (Dynamene), Beatrice Schweizer (Doto), Wolfgang Schwarz (Tegeus), Regie: Roger Burckhardt
21:35 Der Fenstergucker
Heute: Leben in einem kroatischen Dorf Österreichs
Dokumentarbericht von Leopold Hainisch
Anmerkung:Unklar, ob dieser oder ein anderer Filmbericht gesendet wurde
22:35 Nachrichten / Wiederholung der Tagesschau / Programmvorschau

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