Mo, 27. Juli 1959

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So, 26. Juli 1959   ◀                 1959                 ▶   Di, 28. Juli 1959

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Jugendstunde
Eine Jungenfahrt durch Griechenland
Filmbericht von Uwe Kreher, auf der Gitarre begleitet von Gustav Jürgens
Ein Jahr lang hatte sich die "Hellasmannschaft" von 25 deutschen Burschen für ihre 14tägige Griechenlandfahrt vorbereitet. Bevor die "Argo", ein betagter 4,5-Tonner (Allradantrieb und zehn Gänge!), aus dänischen Beständen billig aufgekauft wurde, hatten die Hellas-Fahrer neugriechische Vokabeln und neugriechische Geschichte studiert, um die heutigen Hellenen zu verstehen. Das Ziel der Argonautenfahrt, an der auch zwanzig junge Griechen teilnahmen, war nicht nur, die steinernen Zeugen der Antike zu bewundern – die jungen Leute wollten den Kräften nachspüren, die über Sage und Bildungsmythos hinaus in der Gegenwart des griechischen Volkes wirken. Gemeinsame Wanderungen und Bootsfahrten durch Thessalien, Attika, die Insel Syros und viele andere vertieften das Verständnis für einen der ältesten europäischen Kulturräume und die Menschen, die heute in ihm leben und trugen zur Völkerverständigung bei (Schmalfilmaufnahme / NWRV)
17:20 Jugendstunde
Jugendmagazin
Mit Beiträgen aus aller Welt (– 18:00 Uhr / NWRV)

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
Die Sportschau der Nordschau
 19:30 Sehpferdchen zeigt
Vater ist der Beste

SFB
 19:00 Berliner Abendschau
 19:15 Abenteuer unter Wasser
– 19:45 Uhr

WDR
 18:45 Hier und heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:25 Intermezzo
Die Töpfer von Nucastro

HR
 19:00 Die Abendschau
Sport vom Wochenende
 19:30 Zwischen halb und acht
Alfred Hitchcock zeigt ...

SDR/SWF
 19:00 Die Abendschau
Sport vom Wochenende
 19:30 Zwischen halb und acht
Alfred Hitchcock zeigt ...

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
mit dem Sport-Querschnitt
 19:25 Zwischen halb und acht
Alfred Hitchcock zeigt ...

20:00 Nachrichten und Tagesschau
Leitung: Martin S. Svoboda
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
Anschließend
Wetterkarte
Persönliches Auftreten von Sehbinchen und Sehbastian
20:25 Vom Kap zur Sahara
Besuch bei den Wasser- und Steppentieren des schwarzen Erdteils
Leitung der Sendung: Friedrich Sauer
Übertragung aus dem Tierpark Hellabrunn
Hellabrunn ist ein sogenannter Geo-Zoo, das heißt, seine Tiere sind nach Erdteilen, Ländern und Landschaften angesiedelt. Sie leben in Gruppen und Gemeinschaften, die sich auch in ihrer Heimat bilden. Um den Eindruck der natürlichen Landschaft zu verstärken, sind die Zäune größtenteils gefallen. Die Freianlagen sind nur von Wassergräben umgeben. – Der Bayerische Rundfunk hat sich für seine diesjährige Tierpark-Übertragung die Tierwelt Afrikas ausgesucht. Tiergarteninspektor Alfred Zoll nimmt die Zuschauer mit auf eine zoologische Reise von der Küste des Kaplandes bis an den Rand der Sahara. Interessante Tiere dieser Reise sind die Seebären und Brillenpinguine der Kapküste, das in Freiheit inzwischen ausgestorbene Weißschwanz-Gnu, die Damara-Steppenzebras, Bergzebras und blauen Gnus aus Südwest-Afrika; aus den gleichen Landschaften Oryx-Antilopen, Pelikane und Flamingos; die Mantelpaviane aus Abessinien, dessen Hellabrunn-Herde auf 80 Tiere angestiegen ist, die stark gestreiften Grants-Zebras aus der Gegend um den Kilimandscharo; die riesigen Grevy-Zebras aus Nordkenia; aus Ostafrika die Elen-Antilope, die so schwer wie in Kind werden kann; Strauße, Kronkenkraniche und afrikanische Wildenten, die Berber-Löwenfamilie mit vier Jungen, die Wildeselherde aus Nordost-Afrika, eine der größten Kostbarkeiten Hellabrunns
Hören & Sehen 34/1959 schrieb in ihrer Kritik: Mühsam schleppte sich am Montag der Besuch im Tierpark Hellabrunn, eine Sendung mit dem anspruchsvollen Titel "Vom Kap zur Sahara", über die Runden (BR)
21:05 Susie (2)
Ein Fernsehfilm mit Ann Sothern und Don Porter
Hörzu 33/1959, Leserbrief: Nachdem ich die Folge mit der hypnotisierten Susie gesehen habe, habe ich den heißen Wunsch, dass nunmehr der Verantwortliche für diese Sendung hypnotisiert werden möge, so dass ihm bei dem Wort "Susie" stehts die Worte von den Lippen kommen: "Amerikanische Filme dieser Art dürfen wir den Zuschauern nicht mehr zeigen!"
Hören & Sehen 34/1959 schrieb in ihrer Kritik: Die zweite Kostprobe der US-Serie "Susie" gefiel besser als die erste Begegnung mit der kessen Sekretärin. Man fragt sich, wie schaffen die Amerikaner es nur, soviel Unsinn zu fabrizieren, ohne dabei den mit Humor begabten Zuschauer zu der Bemerkung herauszufordern: "Was soll der Unsinn?" (Schmalfilm-Aufnahme / BR)
21:35 "Macht Euch die Erde untertan ..." (7)
Der Mensch und die Naturwissenschaft des 20. Jahrhunderts
Heute: Röntgenstrahlen
Eine Sendereihe von Dr. Rudolf Kühn (BR)

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11:00 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Unserem Volk den Friedensvertrag!
Berichte zur Außenministerkonferenz in Genf
11:20 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Was darf's denn sein?
... fragt Wolfgang Brandenstein
13:00 Testsendungen
U.a. von 13:30–15:00 Uhr: "Der Schatz des Kapitän Martens" (– 16:00 Uhr)
16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 8 Jahren an
Karli Kurbels Flimmerkiste zeigt ...
Heute: Claudia
Anschließend
Testsendungen
– 18:30 Uhr
18:30 Notizen für den Einkauf
18:55 Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Sendung für die Frau
Wie erziehe ich richtig?
Die ersten eigenen Schritte
19:30 Zum 25. Male
Zweierlei und doch nur eins
Eine rätselvolle Sendung mit Prof. Köpfchen
Buch und Regie: Hans-Joachim Riegenring
Unser Rundfunk 31/1959: Schier 25 ist er alt, der berühmte Rätselprofessor, 25 Sendungen. Das ist nicht einfach, ganz allein 25 Abende durchzuhalten, besonders wenn man eine Puppe ist. Vor 2 Jahren entstand er unter den Händen von Gerhard Behrend, dem Leiter des Puppenstudios. Für sein geistiges Fortkommen sorgte sein ganz spezieller Autor, Hans-Joachim Riegenring, der ihm eine unerschöpfliche Fülle von Wortspielen und verdrehten Lebensweisheiten in den Mund legte, genaugenommen natürlich in den Mund des Sprechers Walter Richter-Reinick. Während jeder normale Spielmeister sein Rätsel von der sicheren Bühne her aufgibt, hat der Regisseur Hans-Joachim Riegenring unserem Professor vom Weltraumflug bis zum gefährlichen und chemischen Experiment und einem aufregenden Auftritt als Conférencier nichts erspart. Sein Kameramann Horst Walter begleitete ihn furchtlos auch in den gefährlichsten Situationen und hielt seine Abenteuer für alle Köpfchen-Freunde im Bilde fest. Was sich Professor Köpfchen für die nächsten 25 Sendungen ausgedacht hat, verrät er natürlich nicht; aber sicher wird er seine unzähligen Rätselstudenten – vom Schichtarbeiter bis zum Chefarzt – nicht enttäuschen
Anschließend
Wetterdienst
20:00 Unserem Volk den Friedensvertrag!
Berichte zur Außenministerkonferenz in Genf
20:20 Sport und Musik
20:50 Für den Filmfreund ausgewählt
Napoleon ist an allem schuld
Filmkomödie von und mit Curt Goetz Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
Anschließend
Aktuelle Kamera und die letzten Nachrichten

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:30 Täter unbekannt
Heute: Zwischen 2 und 2 Uhr 30
20:00 Zeit im Bild
20:15 Aktueller Sport
20:35 Weltgeschichte der Dame
Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 02.08.1959: "Die Weltgeschichte der Dame" hieß der anspruchsvolle Titel für eine weit weniger anspruchsvolle Plauderei. Ihr Niveau entsprach etwa dem Deutschaufsatz einer gewandten Mittelschülerin: "Die Frau im Wandel der Zeiten." Es soll natürlich nicht verkannt werden, dass so ein Galopp durch die Kulturgeschichte, eingeengt durch den dominierenden Aspekt der Mode, notwendigerweise oberflächlich geraten muss; aber hätte man nicht versuchen können, aus dieser Plauderei durch charmante, persönliche Interpretation ein kleines, rundes Ganzes zu machen, amüsant oder betrachterisch oder ironisch oder sonstwie – egal: nur nicht dieses strohfade Aneinanderreihen kunst- und kulturhistorischer Fakten, die eh jeder kennt, papriziert mit schwachbrüstigen Witzchen und Anekdötchen, verbunden durch sogenannte "Übergänge", die keine Waren! "Da wir gerade von Hüten sprechen – auch die Römerinnen frisierten sich kunstvoll ..." Maria Emo, wunderhübsch anzuschauen und eine intelligente Sprecherin, gab sich Mühe und projizierte sogar Tränen der Ergriffenheit über ein Minnelied auf den Bildschirm; Walter Nießner sympathisch, gescheit und um zwei Grade zu routiniert, trocknete diese Tränen unglaubhafter Naivität – und der Mensch vor dem Fernsehkastel fragte sich erbittert, warum man ihm seinen Walther von der Vogelweide so verleidet. Doch gab es am Ende der Sendung noch einen ausgleichenden Spaß, denn das Bildnis der Madame Curie wurde als das der Madame Dubarry ausgegeben, womit man die Entdeckung des Radiums der königlichen Maitresse in die winzigen Seidenschuhe unterm Reifrock schob ... Da sieht man, wie amüsant die "Weltgeschichte der Dame" sein kann
21:20 Fred-Kraus-Brettl
21:50 Zeit im Bild

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20:15 Tagesschau
20:30 Gala 59
Internationales Liederfestival mit Teilnehmern aus Deutschland, Italien, England und Frankreich, Kommentar: Gordelia
Mitwirkende: Caren und Villy, Paris; Duo Giolly, Rom; Petula Clark, London; Claudio Villa, Rom; das Orchester Bob Azzam, Kairo; Achille Christen und seine Solisten, Genf
Regie: Pierre Matteuzzi
22:00 Programmvorschau / Nachrichten / Wiederholung der Tagesschau

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