Sa, 11. Juli 1959

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Fr, 10. Juli 1959   ◀                 1959                 ▶   So, 12. Juli 1959

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WDR
 14:00 Die Woche – Hier und heute
Eine wöchentliche Zusammenstellung der wichtigsten Beiträge aus dem aktuellen Regional-Fernsehprogramm des WDR (– 15:00 Uhr)

16:30 Die Perry-Como-Show
Eine Fernsehaufzeichnung der NBC
Hörzu 30/1959 schrieb in ihrer Kritik: Am Samstag zeigte Heinz Piper wieder die Perry-Como-Show. Wer sehr gut Englisch versteht, mag Gefallen an der Sendung haben. Aber wie viele Zuschauer sind das schon! Kein Wunder, dass sich die empörten Briefe der Fernseher auf den Redaktionstischen häufen. Wir haben uns lange zurückgehalten, haben beschwichtigt. Aber wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass es eine Zumutung ist, den Zuschauern eine so typisch amerikanische Sendereihe in einer Fremdsprache vorzusetzen. Höchste Zeit, damit Schluss zu machen! Es ist nur zu hoffen, dass nicht auch hier wie in anderen Fällen Riesenabschlüsse getätigt worden sind, die das Fernsehen zwingen, die Reihe fortzusetzen oder eine hohe Summe auf Verlustkonto zu buchen
17:00 Landshuter Fürstenhochzeit
Ein Filmbericht von Manfred Schwarz, Kamera: Ernst Hess
Der Beitrag bringt Ausschnitte aus der diesjährigen "Landshuter Fürstenhochzeit 1475", die mit Recht als das größte historische Festspiel Deutschlands bezeichnet wird. An dem prunkvollen Zeremoniell wirken über 1000 Einwohner der Stadt Landshut im Kostüm von Herzögen, Rittern, Edeldamen, Pagen, Landsknechten und mittelalterlicher Bürger mit. Das Festspiel umfasst einen dramatischen Teil im Rathaussaal, den historischen Festzug zur Einholung des Brautgefährts und ein Hochzeits-Tanzspiel (BR)
18:00 Evangelischer Vespergottesdienst
Übertragung aus der evangelisch-lutherischen Kirche zu Leck/Südtondern
Es predigt: Pastor Dr. Ferdinand Wilkes, Westerland (– 18:30 Uhr / NWRV)

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
Die aktuelle Schaubude
Treffpunkt Studio D. Ein buntes Kaleidoskop von Informationen, Unterhaltung und einem Rückblick auf die Ereignisse der vergangenen Woche
 19:30 Sehpferden zeigt
Die fröhliche Kamera

SFB
 19:00 Die Berliner Abendschau
 19:15 Der glücklichste Tag meines Lebens
– 19:45 Uhr

WDR
 18:45 Hier und Heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:25 Intermezzo
Tick-Tack-Quiz
Wer seinen Partner überlistet und in der Waagrechten, Senkrechten und Diagonalen drei zusammenhängende Felder besetzt hat, dann heißt es Tick-Tack, und er hat das Spiel gewonnen. Zu beachten ist, dass für das jeweilige Wissensgebiet, das im mittleren Spielfeld erscheint, besonders schwierige Fragen gestellt werden. Für jede richtige Antwort in einem der Randfelder sind 25 DM als Preis ausgesetzt, für das schwierige Mittelfeld 50 DM. Der Spieler, der zuerst ein "Tick-Tack" gemacht hat, kassiert den Gesamtwert der gewonnenen Beträge, der Verlierer erhält einen Trostpreis. Es kommt bei diesem Spiel also nicht nur auf ein fundiertes Allgemeinwissen an, sondern auch auf Kombinationsgabe und blitzschnelle Reaktionsfähigkeit

HR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Die verrückten Sycamores
In dieser Sendung werden internationale Varieté- und Zirkusnummern vorgestellt

SWF/SDR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Die verrückten Sycamores

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Die verrückten Sycamores

20:00 Nachrichten und Tagesschau
Leitung: Martin S. Svoboda
20:20 Mein Freund Harvey
Von Mary Chase, deutsch von Alfred Polgar, Personen und Darsteller: Elwood P. Dowd (Günther Lüders), Veta Louise Simmons (Erika von Thellmann), Myrtle Mae (Dorit Fischer), Omar Gaffney (Karl Georg Saebisch), Dr. Chumley (Friedrich Schoenfelder), Betty Chumley (Martina Otto), Dr. Sanderson (Albert Rueprecht), Ruth Kelly (Anke Tegtmeyer), Marvin Wilson (Hans Schwarz), Taxi-Chauffeur (Alfred Adermann-Abel), Musik: Werner Haentjes, Szenenbild: Hanna Jordan, Fernsehbearbeitung und Regie: Imo Moszkowicz
Mr. Elwood P. Dowd ist ein so außergewöhnlich liebenswürdiger Mensch, dass man es am Ende sogar ganz in Ordnung findet, dass er einen Hasen besitzt. Der versonnene Elwood geht mit seinem unsichtbaren, 1,80 m großen, weißen Hasenfreund Harvey so um, als sei er ein Mensch aus Fleisch und Blut. Seine Verwandten halten ihn für verrückt und wollen ihn ins Irrenhaus verfrachten. Aber so einfach ist das nicht, denn Harvey beschützt seinen Freund. Und am Ende müssen seine Mitmenschen feststellen, dass es sich mit dem freundlichen Elwood und seinem weißen Hasen besser leben lässt als mit der ganzen vermeintlich normalen Gesellschaft ...
Das Stück hat am Broadway 1.800 Aufführungen erlebt, ist auch von vielen deutschen Bühnen gespielt worden. Ein eigentümlicher Spaß, eigentlich nur zu verstehen aus der Situation, dass es in Amerikas Gesellschaft üblich ist, einen eigenen Leibpsychiater zu haben und bei jedem Mitmenschen einen Tick zu vermuten
Gong 30/1959 schrieb in seiner Kritik: Zwei Etagen höher (Anm.: als "Der große und der kleine Mann") war das Bühnenstück "Mein Freund Harvey" von Mary Chase in der Übertragung von Alfred Polgar angesiedelt, wenn sein surrealistischer Humor auch nicht jedermanns Sache gewesen sein mag. Harvey – das bedeutete in diesem Spiel das Symbol, unter dem die Autorin das Märchen im Alltag, die versponnene und verspielte Phantasie gegen den Zugriff der nüchternen Erwachsenenwelt und den Tiefsinn der Psychologen verteidigte. Regisseur Imo Moszkowicz, der das Stück für das Fernsehen bearbeitet hatte, ließ sich stellenweise zu sehr dazu verleiten, filmische Elemente einzubauen und die Szene öfter als notwendig zu wechseln. Diese unruhige Regie aber wurde vollauf durch das bedächtige und köstliche Spiel Günther Lüders aufgewogen, der mit kauziger Liebenswürdigkeit alle ausgelegten Netze so durchschritt, als wären sie wie sein Freund Harvey nur Luft
Hörzu 30/1959 schrieb in ihrer Kritik: Eineinhalb Stunden ungetrübten Vergnügens bescherte die Fernseh-Inszenierung [...] in der großartigen Übersetzung von Alfred Polgar. Eine feine Leistung des Regisseurs Imo Moszkowicz, der es sorgsam vermied, das schwierige Stück aus der Hand gleiten zu lassen. Günther Lüders spielte die Hauptrolle überlegen, mit feinem Humor und einer Selbstsicherheit, die das überraschende Ende glaubhaft, ja selbstverständlich machte. Er brachte das Kunststück fertig, seinen unsichtbaren Freund durch Mimik und Gestik gegenwärtig zu machen. Aus dem Ensemble ragten hervor: Erika von Thellmann, Friedrich Schoenfelder und – als Fernseh-Debütantin – Anke Tegtmeyer
Hörzu 30/1959, Leserbrief: Das war die richtige Kost für einen heißen Sommerabend. Großartig Günther Lüders und Erika von Thellmann. Schade nur, dass die Film-Einblendungen von so schlechter technischer Qualität waren (NWRV)
22:05 Das Wort zum Sonntag
Es spricht Pfarrer Adolf Sommerauer (BR)

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vormittags
Gymnastik-Länderkampf DDR-CSSR
Aus Prag
12:00 Testsendungen
– 16:00 Uhr
16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 6 Jahren an
Meister Nadelöhr erzählt Märchen
– 16:30 Uhr
18:00 Demnächst in Ihrem Theater
Irene Korb gibt einen Überblick über den Juli-Spielplan des Progress Film-Vertrieb
18:55 Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Durch Urwald und Dschungel
Wolfgang Ullrich berichtet von seinen Safaris durch Indien
Anschließend
Wetterdienst
20:00 Aktuelle Kamera
20:15 Was darf's denn sein?
fragt Wolfgang Brandenstein
Diesmal die Gäste und Besucher der VII. Landwirtschaftsausstellung der DDR in Leipzig-Markkleeberg
Anschließend
Letzte Nachrichten der Aktuellen Kamera

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:30 Was sieht man Neues?
Von und mit Heinz Conrads
20:00 Zeit im Bild
20:20 Mein Freund Harvey
Übernahme vom Deutschen Fernsehen
Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 19.07.1959: Vor zehn Jahren haben wir die Komödie "Harvey" von Mary Chase in der Insel in der Komödie gesehen und von ihr einen charmanten und irgendwie rührenden Gesamteindruck zurückbehalten; nun, auf dem Bildschirm, haben wir sie kaum wiedererkannt. Das lag einerseits an der etwas plumpen Fernsehbearbeitung, dann an der Regie, die nicht die poetischen, sondern die schwankhaften Züge des Stückes in den Vordergrund rückte, ferner an der Verkörperung der Hauptrolle. In der Wiener Aufführung war Oskar Karlweis in der Hauptrolle des Elwood der liebenswerte, gütige, seine Umwelt nicht durch einen scharfen Verstand, aber mit einem liebevollen Herzen betrachtende reine Tor, den die imaginäre Begegnung mit einer gütigen Fee, verkörpert durch den überdimensionalen Hasen Harvey, verzaubert hat. In der deutschen Einstudierung mühte sich Günther Lüders, gewiss ein ausgezeichneter Schauspieler, der aber durch seine überakzentuierte Sprechweise immer irgendwie kantig wirkt, um den liebenswerten Hasenseher; die alle Hässlichkeit der Umwelt besiegende Ausstrahlung haben wir ihm nicht geglaubt. Da trotz einigen aufgesetzten Possenmätzchen und der recht anständigen Besetzung der übrigen Rollen weite Strecken der Aufführung geradezu langweilten, lieferte der Abend ein Musterbeispiel dafür, wie ein Stück durch Regie und Wiedergabe in seinen Grundzügen verwandelt werden kann
22:05 Sportkaleidoskop
22:20 Zeit im Bild

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Eidgenössisches Turnfest 1959 in Basel
Übertragung des Großes Umzuges
Kommentar: Werner Job
20:15 Tagesschau
20:30 Revue-Mosaik 1959
Ausschnitte aus dem Unterhaltungsprogramm
Mit Josephine Baker, Anita Traversi, Aurelio Fierro, Quartetto Radar und anderen
21:30 Grenzland
Authentische Geschichten aus der Pionierzeit des amerikanischen Westens
Heute: Der verlorene Sohn
21:55 Das Wort zum Sonntag
22:05 Programmvorschau / Nachrichten / Wiederholung der Tagesschau

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