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Jugendstunde Fury Die Abenteuer eines wilden Pferdes Jim hat eine schöne weiße Stute einfangen und möchte sie zähmen, um das Tier Joeys Lehrerin Helen zu schenken. Doch Joey hasst die Stute, er ist eifersüchtig, weil Fury ihm seit ihrer Ankunft nicht mehr all seine Zuneigung widmet. Heimlich lässt er die wilde Stute zur Herde zurück. Erstmals ist Jim wirklich böse auf den Burschen. Um ihn zu versöhnen, versucht Joey, das Tier zurückzubringen. Das stellt sich als schwierig heraus, weil die Herde einen neuen, kampflustigen Hengst hat. Jim, Pete und Helen, die sich um Joey und Fury Sorgen machen, kommen gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie Fury den wilden Hengst in die Flucht schlägt und die weiße Stute zurückgewinnt ... Laut Bild + Funk 52/1959 bringt der Bayrische Rundfunk in der sonntäglichen Kinderstunde ab heute eine Reihe neuer Abenteuer von Fury und Joey, nachdem bisher im werktäglichen Familienprogramm Folgen wiederholt wurden. Laut Hörzu 52/1959 war die heute gezeigt Episode aber auch eine Wiederholung (Schmalfilm / – 15:00 Uhr / BR)
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| 20:05 |
Die Fledermaus Operette von Carl Haffner und Richard Genée, mit der Musik von Johann Strauß, Musikalische Leitung: Franz Marszalek, Personen und Darsteller: Gabriel von Eisenstein (Friedrich Schoenfelder), Rosalinde, seine Frau (Nadja Gray), Adele, ihr Stubenmädchen (Gerlinde Locker), Prinz Orlofsky (Horst Uhse), Dr. Falke (Wolf Ackva), Gefängnisdirektor Frank (Benno Kusche), Alfred, Sänger (Fred Kraus), Dr. Blind, Advokat (Willi Hoffmann), Frosch, Gefängniswärter (Michl Lang), Ida (Helga Memala), Szenenbild: Walter Dörfler, Choreographie: Dia Luca, Fernsehbearbeitung und Regie: Kurt Wilhelm 1874 in einem Badeort in der Nähe von Wien. Notar Dr. Falke will sich an Gabriel von Eisenstein rächen, weil dieser ihn bei einem Maskenball lächerlich gemacht hat. Er überredet Eisenstein, der gerade eine kleine Gefängnisstrafe anzutreten hätte, am Kostümball des Prinzen Orlofsky teilzunehmen und stellt ihm reizende Damenbekanntschaften in Aussicht. Eisenstein landet ihm turbulenten Verlauf dieses Festes letztendlich ahnungslos in den Armen seiner Frau Rosalinde, während die von Dr. Falke inszenierten Verwicklungen in der Gefängniskanzlei ihren Höhepunkt erreichen ... Hörzu 3/1960 schrieb in ihrer Kritik: Liebe Gewohnheiten sind nicht immer auch gute Gewohnheiten: Oft entspringen sie einfach dem Mangel an Phantasie und der Trägheit des Geistes. So ist es zum Beispiel mit dem althergebrachten Brauch, zu Silvester "Die Fledermaus" aufzuführen. Diese Operette hat mit Silvester genausowenig zu tun wie andere Operetten. Es liegt also kein Grund vor, sie so oft zu wiederholen, bis sie auch dem letzten Operettenfreund verleidet ist. Es verdient Erwähnung, dass das Deutsche Fernsehen zweimal hintereinander mit der Gewohnheit gebrochen hatte. Höchste Zeit also – meinten die für die Unterhaltung Verantwortlichen –, der "Fledermaus" zu ihrem Recht zu verhelfen. Offenbar war ihnen aber nicht ganz wohl in ihrer Haut. Deshalb verschafften sie sich ein Alibi, in dem sie die obligatorische Silvester-Fledermaus auf den 27. Dezember vorverlegten. Kurt Wilhelm, trotz seines Misserfolgs beim "Walzertraum" mit der Regie beauftragt, versuchte mit allen Mitteln, die Berechtigung der Inszenierung zu beweisen. Er schuf eine eigene Fernsehbearbeitung, indem er die übliche Fassung durch einige Personen (Graf Bobby!), durch Kalauer und Ballett-Einlagen erweiterte. Wiener Scharm wurde zu bajuwarischer Deftigkeit. Den Gegnern seines Double-Verfahrens goss Kurt Wilhelm selber Wasser auf die Mühlen durch krasse Fehlbesetzungen. Das Verfahren hat doch nur einen Sinn, wenn die Schauspieler, die statt der Sänger agieren, den vom Autor gewünschten Typen genau entsprechen. Das traf aber höchstens bei Friedrich Schoenfelder als Eisenstein und Gerlinde Locker als Adele zu. Während der Ouvertüre blätterte Kammerkätzchen Adele in einem Bilderbuch. Die Bilder sollten den Zuschauern die Vorgeschichte der Fledermaus erzählen. Aber wer ist wohl dahintergekommen? Das war so verschnörkelt und verklausuliert, dass man gut tat, die Augen zu schließen und der Musik zu lauschen. Die Musik war das wirklich Erfreuliche an diesem Abend. Dirigent Franz Marszalek, die Sänger und das Orchester musizierten echten Strauß, spritzig, beschwingt, wienerisch. Retten konnten sie die Aufführung nicht Hörzu 3/1960, Leserbriefe: Die Aufführung der "Fledermaus" fand ich bezaubernd. Diese Operette wurde mit soviel Scharm, Esprit, Schönheit und Humor gebracht, dass ich allen Beteiligten beglückt meinen Dank aussprechen möchte; – Es war ein schöner Abend, aber trotzdem möchte ich fragen: weshalb wählte man eigentlich dieses vielgespielte Stück, das im übrigen schon vor drei Jahren vom Fernsehen gebracht worden war?; – Ganz reizend Gerlinde Locker als Adele. Bei ihr klappte es auch ganz gut mit der Synchronisation. Bei Nadja Gray allerdings überhaupt nicht. Mit Mundaufundwiederzumachen ist es nicht getan; – Die feiertägliche Fledermausaufführung hätte viel fernsehwirksamer sein können, wenn man den ganzen vorsintflutlichen Kulissenzauber dort gelassen hätte, wo er hingehört: auf eine Bühne des vorigen Jahrhunderts! Man ertrank geradezu in Kulissen TV Fernseh-Woche 3/1960 schrieb in ihrer Kritik: Nicht gespart hatten Köln und München bei der "Fledermaus". Besonders der 2. Akt – das Fest des Fürsten Orlowski – ging mit einem szenischen Aufwand vonstatten, wie man ihn sonst nur vom Film her kennt. Großartige Fotografie von sechs Kameras, wirkungsvolles Dekor, gutes Ballett und prächtige Stimmen Gong 3/1960, Leserbriefe: Ich möchte nicht versäumen, Ihnen dafür zu danken, dass ihre Rundfunkzeitschrift in unserem Hause gelesen wird. Dadurch war es uns möglich, die Fernsehsendung am 27.12. als die Operette "Die Fledermaus" zu identifizieren; – Es war gewiss eine vergnügliche Angelegenheit aber viel zu gedehnt. Schon auf der Bühne wäre sie zu lange gewesen. Auf dem Bildschirm hätten 2 Stunden leicht genügt; – Das war wohl die beste Sendung, die während der Weihnachtszeit gebracht wurde, obwohl auch sonst sehr ordentliche Sendungen gezeigt wurden. Der Name Kurt Wilhelm ist beim Fernsehen langsam zu einer Art Gütezeichen geworden TV-Fernsehwoche 4/1960, Leserbrief: Was uns Kurt Wilhelm als "Fledermaus" servierte, war unkünstlerisch, stilwidrig und obendrein noch langweilig. Wenn nicht hin und wieder eine der herrlichen Fledermausmelodien erklungen wäre, hätte man glauben können, im falschen Theater zu sitzen bzw. sich im TV-Kanal geirrt zu haben! Vorbildlich dagegen war der glänzend besetzte und brillante "Barbier von Sevilla" (Anm.: am 25.12.) Eine Gemeinschaftsproduktion des NWRV-Köln und des Bayerischen Rundfunks Vom Nord- und Westdeutschen Rundfunkverband aus München (NWRV)
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