| 12:00 |
Der Internationale Frühschoppen Mit sechs Journalisten aus fünf Ländern Gastgeber: Werner Höfer (– 13:00 Uhr / NWRV)
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Anschließend Vorschau auf das Programm der kommenden Woche (NWRV)
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| 14:30 |
Kinderstunde Corky und der Zirkus Heute: Der Araber-Hengst Hassan (Wiederholung / – 15:00 Uhr / NWRV)
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| 15:30 |
Tour de France 1959 Erste Pyrenäen-Etappe Sprecher: Gerd Mehl Eine Eurovisionssendung des Französischen Fernsehens RTF (– 15:50 Uhr)
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| 16:00 |
90. Deutsches Galopp-Derby Sprecher: Heinz Eil, Bildregie: Ernst Markwardt Übertragung von der Rennbahn in Hamburg-Horn Derbysieger ist der höchste Titel, den der Galopprennsport für dreijährige Vollblüter zu vergeben hat. Eine Voraussage auf Sieger, Favoriten und Außenseiter ist äußerst schwer, es ist die "glorreiche Ungewissheit des Turfs", die triumphiert, wie man in England sagt. 2400 Meter müssen die Pferde galoppieren. Dem Sieger winken außer dem Lorbeerkranz und dem Blauen Band 75 000 DM. 25 000 DM werden auf die drei nächstplatzierten Pferde verteilt. Am 14. Januar 1958 wurden 155 Nennungen abgegeben, 105 blieben am 23. September startberechtigt, am 21. April dieses Jahres noch 55, heute vielleicht ein gutes Dutzend. Vollblutrennen bedeutet: Kampf der Besten Hörzu 30/1959, Leserbriefe: Die von Hamburg vorgenommene Übertragung des 90. Deutschen Derbys hätte – nicht nur aus Anlass dieses Jubiläums – etwas mehr Sorgfalt verdient. Der Sprecher war überhaupt nicht informiert. Die Bildführung war dagegen ordentlich; – Das war eine der jämmerlichsten Reportagen, die ich je gehört habe (– 16:30 Uhr / NWRV)
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| 16:30 |
Internationales Reitturnier Schlusstag der Veranstaltung mit dem Großen Preis von Aachen Sprecher: Hans Stein und Jochen Wimmer Übertragung aus dem Reitstadion Aachen-Laurensberg (– 18:55 Uhr / NWRV)
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WDR
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| 19:00 |
Hier und heute Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen (– 19:25 Uhr)
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Wochenspiegel Zusammenfassung der Tagesschauberichte der vergangenen Woche Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
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| 20:00 |
Nachrichten
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| 20:05 |
Der große und der kleine Mann Fernsehspiel von Kurt Heynicke, Personen und Darsteller: Maurice Barraine, Staatssekretär / Honoré Beauvisage, Kanzleisekretär (Karl Maria Schley), Angelique, erste Sekretärin Barraines (Tilly Lauenstein), Monique, Sekretärin im Vorzimmer (Eva Schreiber), Clementine Beauvisage, Honorés Gattin (Helga Mietzner), Florian Greisler, Freund Barraines (Walter Morbitzer), Printemps, ein junger Journalist (Wolfgang Eger), Anatole Debucourt, Minister (Richard Bohne), Armand Vatelle, Führer der Oppostion (Günther Gräwert), Musik: Kurt Heuser, Szenenbild: Horst Klös, Regie: Konrad Wagner Eine politische Affäre entzündet sich am Steckenpferd von Staatssekretär Barraine, der sich im Privatleben der Höhlenforschung widmet. Ausgerechnet am Tag einer wichtigen Brückeneinweihung und eines Termins auf einer Autoschau wollte er eigentlich in eine neu entdeckte Höhle hinabsteigen, um anderen Forschern zuvorzukommen. Seine Sekretärin hat die rettende Idee: Der kleine Kanzleisekretär Beauvisage, der seinem Chef wie ein Zwilling ähnelt – was schon für einige Kalamitäten sorgte – soll in dessen Rolle die wichtigen Termine wahrnehmen. Auf der Brücke läuft das geschickte Täuschungsmanöver wie am Schnürchen, dann passiert aber leider dem Politiker ein Unfall in der Höhle, sodass seine "Vertretung" auch zur Autoschau muss ... Die Vorlage bildete Heynickes eigenes Hörspiel "Der Staatssekretär und sein Steckenpferd", das mehrfach für den Rundfunk bearbeitet wurde: erstgesendet im HR am 01.08.1955 mit Joseph Offenbach, im SDR am 22.07.1956 mit Willy Reichert und und im SR am 10.07.1957 mit Ernst Kösling Gong 30/1959 schrieb in seiner Kritik: Die zweite Juli-Woche bot auf dem Sektor Fernsehspiel ausgesprochen leichte Kost. Und da zur selben Zeit überall lokale Hitzerekorde gebrochen wurden, war man ganz froh, von Problemen verschont zu bleiben. "Der große und der kleine Mann" – in der Idee nicht allzu originell und in den Dialogen unbekümmert dahinplätschernd – bot Karl Maria Schley eine amüsante Doppelrolle, die er nuanciert zu füllen verstand Gong 30/1959, Leserbrief: ... ein wirklich köstliches Fernsehspiel. Das Fernsehen sollte öfters solche Lustspiele bringen, statt den Klamauk der Heimatbühnen Hörzu 30/1959 schrieb in ihrer Kritik: Sommerlich leichte Kost bot die Fernseh-Dramaturgie. Eine hübsche Verwechslungskomödie: [...]. Karl Maria Schley hatte in der Doppelrolle Gelegenheit, alle Register seiner Kunst zu ziehen. Tilly Lauenstein als seine Sekretärin war ihm eine ebenbürtige Partnerin Hörzu 30/1959, Leserbrief: Dieses Fernsehspiel hat mir viel Freude gemacht. Die schauspielerischen Leistungen waren durchweg hervorragend (NWRV)
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| 21:20 |
Links und rechts vom Kurfürstendamm Ein Bummel durch die IX. Internationalen Filmfestspiele Berlin Sprecher: Jürgen Graf, Regie: Gerhard Klüh Alle, die nicht direkt am Filmgeschehen in Berlin teilnehmen können, sollen in Kurzausschnitten die großen und kleinen Begebenheiten im Scheinwerferlicht und am Rande des Trubels miterleben. Ohne auf heitere Erlebnisse verzichten zu wollen, soll von den internationalen Kontakten berichtet werden, von der Teilnahme der Berliner aus Ost und West und den Großveranstaltungen in der Waldbühne und in der Deutschlandhalle. Der Filmball wird die Reportage beenden. Die Fernsehzuschauer können dann entscheiden, ob für die Gäste aus 45 Nationen auch in diesem Jahr Berlin die Festspielreise wert war. Jürgen Graf wird mit den Kamerateams Tag und Nacht durch Berlin bummeln Gong 30/1959 schrieb in seiner Kritik: Jahr für Jahr stehen die Berliner vor dem Problem, sich anlässlich der Internationalen Filmfestspiele etwas Neues einfallen zu lassen. Dieses Mal verzichteten sie weitgehend auf "offizielle" Übertragungen. Auch der Nimbus der herbeigeeilten Filmprominenz schien ihnen weniger zu imponieren als früher. Sie kritisierten und informierten – die Zuschauer dürften für die Ausschnitte aus den preisgekrönten Filmen dankbar gewesen sein – und hielten mit ihrem Berliner Witz nicht zurück. "Es war kein Jahrmarkt der Eitelkeit", schnodderte Wolfgang Neuss als Einleitung zum Bericht über den Berliner Filmball, "es war der Triumph der Dummheit". Die Kameras freilich hielten sich taktvoll zurück, und fast wünschte man sich, die durch ihre ironischen Reportagen bekannten Reporter des Süddeutschen Rundfunks hätten in Berlin ein bisschen gekiebitzt. Aber die gehen, um ihren Kollegen vom SFB nicht in die Quere zu kommen, vermutlich lieber wieder nach Cannes Gong 30/1959, Leserbrief: Was während der Filmfestspiele gezeigt worden ist, hat uns sehr interessiert. Auch die Ausschnitte aus den preisgekrönten Filmen, und es ist sicher sehr richtig, dass man dafür auf die ja immer etwas langweiligen Übertragungen von den Preisverleihungen verzichtet hat. Was bei den preisgekrönten Filmen in den Ausschnitten als "Höhepunkt" gezeigt wurde, hat uns allerdings nicht besonders imponiert. Wir sind zu der Ansicht gekommen, dass sich in sehr vielen Fernsehspielen die gleichen Leistungen finden lassen können Hörzu 30/1959 schrieb in ihrer Kritik: Paradepferd des Senders Freies Berlin sind alljährlich die Berliner Filmfestspiele, und man wird nicht müde, den Fernseh-Zuschauern von der Eröffnung über die Verleihung der Bundesfilmpreise und den Filmball bis zur Vergabe des Berliner Bären alles zu zeigen, was sich dort tut. Inzwischen müssten Sendeleiter und Reporter eigentlich gelernt haben, wie man so etwas macht. Aber sie stellten sich auch diesmal wieder an wie Kolumbus, als er zum erstenmal den Boden der Neuen Welt betrat. Wir wissen, dass nicht alles von langer Hand vorbereitet werden kann, dass vieles der Improvisationskunst überlassen ist. Aber selbst wenn man diesen Umstand als mildernd berücksichtigt, bleibt die Tatsache bestehen, dass zwei Sendungen – die Eröffnung und die Verleihung des Berliner Bären – Nieten und die dritte eine Reklamesendung waren. Der einzige gelungene Bericht – "Außenseiter der Filmfestspiele" – wurde nur im Nachmittagsprogramm gezeigt. Die Hilflosigkeit der Sendeleiter und der Reporter, die bei diesem Festival-Rummel wieder erschreckend zutage trat, ist eine Frucht der Methode, möglichst alles vor der Sendung auf Film oder Band zu nehmen und jedem Risiko aus dem Wege zu gehen. Die aktuelle Reportage, der Live-Bericht, also das, was eigentlich das Fernsehen ausmacht, haben die Herren des Deutschen Fernsehens kaum auf der Rechnung Hörzu 30/1959, Leserbrief: Es ist mir unverständlich, dass das Fernsehen dem Filmrummel in Berlin einen derart großen Platz einräumt, wo wir doch vom deutschen Film auf dem Fernsehschirm garnichts zu sehen bekommen, es sei denn alte Klamotten. Der Film betrachtet das Fernsehen doch als Konkurrenz und hat ihm den Kampf angesagt. Wir aber werden mit dem Star-Rummel belästigt, und das Fernsehen macht noch Reklame dafür (SFB)
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