Do, 30. Juli 1959

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Mi, 29. Juli 1959   ◀                 1959                 ▶   Fr, 31. Juli 1959

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Besuch im Kölner Hänneschen-Theater
Beim Köllschen Marionetten-Theater zu Gast
Anina, die Tochter des reichen und geizigen Grafen, wird im Auftrag des Berggeistes Nasadonis entführt. Dieser hatte den Grafen in Gestalt eines Bettlers auf die letzte Probe gestellt. Als der Geizige ihn aus dem Haus warf, ließ er die Tochter entführen. Hänneschen und Thünnes befreien mit Hilfe der Wichtelmänner die Tochter des Grafen aus der Wolkenburg des Nasadonis und bestehen dabei einige gefährliche Abenteuer. Eine Heirat als Belohnung lehnt Hänneschen aber ab. Schließlich wartet sein Bärbelchen schon sehnsüchtig auf ihn ... (– 18:00 Uhr / NWRV)

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
 19:30 Sehpferdchen zeigt
Zwischen Himmel und Erde

SFB
 19:00 Berliner Abendschau
 19:15 Baby gesucht
Ein heiteres Spiel mit kriminalistischem Einschlag, das im alten Prag spielt. – Einer jungen Frau ist beim Einkaufen ihr Kinderwagen mit dem darin befindlichen Säugling gestohlen worden. Die verzweifelte Mutter bittet die Polizei um Hilfe, doch der Beamte, ein eingefleischter Junggeselle, weiß über Kleinkinder nicht so recht Bescheid. Daraus entwickeln sich eine Reihe komischer Situationen. Das Baby bleibt vorerst verschwunden, bis ein Wurf junger Hunde den Polizisten auf eine großartige Idee und schließlich zur Lösung des Falles führt ...
Mit Mario Adorf, Willy Rösner, Franziska Stömmer, Hans Stadtmüller, Ellinor von Wallerstein und anderen, Regie: Fritz Umgelter (– 19:45 Uhr)

WDR
 18:45 Hier und heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:25 Intermezzo
So ein Seemann ...

HR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Das Gangster-Frühstück
Ein junges Ehepaar berät beim Frühstück, wie man den Chef einer Gangsterbande am besten und unauffälligsten um die Ecke bringen könnte. Jeder erwägt einen anderen Plan, verschiedene Möglichkeiten und Waffen, um den perfekten Mord zu begehen – und der neuen Kriminalstory eines Schriftsteller-Ehepaares den letzten Schliff zu geben ...
Mit Hanne Wieder, Harald Maresch, Justin Lauterbach, Regie: Korbinian Köberle

SDR/SWF
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Das Gangster-Frühstück

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Das Gangster-Frühstück

20:00 Nachrichten und Tagesschau
Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg
20:20 Der zerbrochene Krug
Lustspiel von Heinrich von Kleist, Personen und Darsteller: Walter, Gerichtsrat (Robert Meyn), Adam, Dorfrichter (Hans Mahnke), Licht, Schreiber (Joseph Offenbach), Frau Marthe Rull (Lucie Mannheim), Eve, ihre Tochter (Ursula Lillig), Veit Tümpel, ein Bauer (Erich Buschardt), Ruprecht, sein Sohn (Helmut Griem), Frau Brigitte (Sonja Karzau), Erste Magd (Inge Schönberg), Zweite Magd (Eva Maria Strien), Bedienter (Rudolf Möller), Büttel (Robert Dittmann), Szenenbild: Herbert Kirchhoff, Produktion: E. Koschmieder, Regie: Joachim Hess
Dorfrichter Adam soll am Gerichtstag feststellen, wer des Nachts im Zimmer von Eve, der lieblichen Tochter von Frau Marthe Rull, einen Krug zerbrochen hat. Frau Rull hält Ruprecht, Sohn des Bauern Tümpel, für schuldig. Doch Adam ist längst klar geworden, dass er selbst der Taugenichts war. Mit List und Tücke versucht der Dorfrichter nun, sich unter den gestrengen Augen des Gerichtsrats Walter aus der Sache herauszuwinden. Es gelingt Adam nicht – der Spott seiner Gemeinde ist ihm sicher ...
Hinter den lustigen Verwicklungen und Enthüllungen um den alten Sünder Adam, der über seine eigene Schandtat richten soll und sich so lange in Lügen und Widersprüche verstrickt, bis seine Schuld offenbar wird, steht das ungewöhnlich entwickelte Gefühl Kleists für Recht und Gerechtigkeit. Die Tatsache, dass das Fernsehen den jungen und verhältnismäßig unbekannten Regisseur und Käutner-Schüler Joachim Hess mit dieser profilierten Aufgabe betraut, gleicht einer kleinen Sensation. Hess dazu: "Mir scheint, dass es überhaupt kein geeigneteres klassisches Stück für das Fernsehen gibt. Ich komme vom Theater und vom Film und will keinen Film machen, sondern dem Fernsehen geben, was des Fernseh-Theaters ist. Gerade die Figuren dieses Stückes reizen zu spielerischen, nuancierten Ausdrucksformen und sind daher für das mit vielen Kameras arbeitende Fernsehen prädesdiniert. Der Rhythmus der unnachahmlichen, kompliziert gegliederten und doch so klaren Kleistschen Sprache verlockt dazu, dass sich Bildführung und Bildwechsel ihm anpassen und sich ihm unterordnen. Sie können sich sicher vorstellen, wie sehr mich diese große Aufgabe reizt, aber mit welch großem Mut ich mich auch in diese verantwortungsvolle Arbeit stürzen muss, das kostbarste deutsche Lustspiel für das Fernsehen zu inszenieren."
Hörzu 33/1959 schrieb in ihrer Kritik: Die Klassiker sind doch die besten Fernsehspiel-Autoren! Shakespeare, Schiller und Lessing, Goldoni, Lope de Vega und Calderon auf den Bildschirmen – das sind bleibende Eindrücke. Es war keine Frage, dass auch Kleists "Zerbrochener Krug" seine Fernseh-Tüchtigkeit erweisen würde. Trotzdem stand der Regisseur hier von einer schwierigen Aufgabe; denn er musste sich gegen viele Aufführungen auf der Bühne und gegen den Film mit Emil Jannings behaupten, durch die das Stück einem großen Kreis bekannt ist. Das ist Joachim Hess gelungen! Er hat eine Inszenierung zustande gebracht, die genau auf den kleinen Bildschirm passte, bei der die Kameras gerade so wendig und so ruhig waren, wie es der jeweiligen Szene entsprach. Großaufnahme, Totale, Detail der Szenerie, mal frontal, mal seitlich aufgenommen, rückten die Handlung und die Darsteller ins rechte Licht. Der Dorfrichter Adam, Paraderolle aller Charakterkomiker, hinterhältig, verschlagen, aber nicht geistreich genug, seine Ausreden und Ausflüchte glaubhaft zu machen, wurde in Hans Mahnkes Darstellung zu einer nahezu tragischen Figur, so dass die Anwandlung von Milde, die der Gerichtsrat Walter am Schluss ihm gegenüber zeigt, verständlich war. Eine großartige Leistung! Die Rollen seiner Gegenspieler waren ebenso hervorragend besetzt. [...] Kleists klassische Komödie ist ein Musterbeispiel in Aufbau, Dialog und Charakterzeichnung. Und die Aufführung – sie war ein Musterbeispiel für eine künstlerisch und technisch gute Fernseh-Inszenierung. Ein genussreicher Abend, eine ungetrübte Freude, für die dem NWRV Hamburg Anerkennung und Dank gebühren
Hörzu 33/1959, Leserbrief: ... war ein hoher künstlerische Genuss. Vollendete Darstellung aller Schauspieler und hervorragende Arbeit der Kameraleute
Hören & Sehen 34/1959 schrieb in ihrer Kritik: Die Aufführung gewann nach einer etwas gemächlichen Einleitung an Tempo und wurde zu einem reinen Vergnügen. Köstliche Typisierungen von Hans Mahnke, Joseph Offenbach, Robert Meyn, Helmut Griem und Lucie Mannheim (NWRV)
21:40 Weltwunder an der Seine
70 Jahre Eiffelturm
Eine Übertragung aus Paris in Zusammenarbeit mit dem Französischen Fernsehens RTF
Die Besucherin aus Deutschland: Margret Kämpf, der Gastgeber: Léon Zitrone, Leitung: Günther Meyer-Goldenstaedt
Hörzu 33/1959 schrieb in ihrer Kritik: Der Eiffelturm in Paris gilt seit 70 Jahren als ein Weltwunder. Er wird auch die Reportage des Kölner Senders überstehen. Und das ist tröstlich (NWRV)

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11:00 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Aktuelle Kamera
11:15 Wir wiederholen für Spätarbeiter
Musik, die wir lieben
Sowjetische Solisten
13:00 Testsendungen
U.a. von 13:30–15:00 Uhr: "Tatort Berlin" (P 14) (– 16:00 Uhr)
16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 8 Jahren an
Alarm in Erfurt-Süd
Eine Sendung über die Arbeit unserer Volkspolizei
16:30 Testsendungen
(– 18:55 Uhr)
18:55 Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Unsere Sportstafette
Heute: Deutsch-sowjetische Sportfreundschaft
19:30 Die Woche im Bildschirm
Programmvorschau
Anschließend
Wetterdienst
20:00 Unserem Volk den Friedensvertrag!
Berichte zur Außenministerkonferenz in Genf
20:20 "Was ich gesehen, empfunden und gedacht"
Eine Sendung zum 70. Geburtstag von Frans Masereel
20:50 Venezianisches Glas
Fernsehspiel von Fritz Kuhn, Dramaturgie: Aenne Keller, Personen und Darsteller: Genia, die Unmündige (Angela Brunner), Francesco, der Spion (Wilfried Ortmann), Zorzi, der Beauftragte (Hubert Suschka), Antonio, der Glasmacher (Wolfgang Kalweit), Szenenbild: Horst Hennicke, Regie: Karl-Heinz Bieber
Erstsendung im DDR-Fernsehen: 14. November 1957, erste Wiederholung am 24.07.1958
21:50 Die ruhmreiche Räterepublik
Ein ungarischer Dokumentarfilm
Anschließend
Aktuelle Kamera und die letzten Nachrichten

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:30 Achtung! Ruhe! Aufnahme!
Eine Unterhaltungssendung mit Edith Hancke, Alfred Rasser, Dieter Hildebrandt, den "Morlidors" und den "Drei Peheiros"
20:00 Zeit im Bild
20:15 Der Hexer
Ein Kriminalstück von Edgar Wallace, Fernsehbearbeitung: Hans Gottschalk und Franz Peter Wirth, Personen und Darsteller: Cora Ann (Susanne von Almassy), Maurice Messer (Franz Schafheitlin), Dr. Lomond (Herbert Tiede), Hauptinspektor Bliss (Armas Sten-Fühler), Inspektor Wembury (Hans-Walter Clasen), Kommissar Walford (Walther Reymer), Sam Hackitt (Arnulf Schröder), Mary Lenley (Irene Marhold), John Lenley (Joachim Fontheim), Wachtmeister Carter (Heinz Dieter Eppler), Wachtmeister Field (Fritz Albrecht), Musik: Rolf Unkel, Szenenbild: Karl Waegele, Regie: Franz Peter Wirth
ARD-Erstsendung: 07.04.1956
22:10 Zeit im Bild

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20:15 Tagesschau
20:30 Spiele und Varieté
Mit dem Akrobatenduo "Les Britters" und dem Ensemble "Tropical Paraguay"
21:15 Ein Jahr in Borneo
Filmbericht von Hugh Gibb
Heute: Die Dayaks (Wh.)
21:45 George-Enescu-Festival Bukarest
Ausschnitte mit Yehudi Menuhin und David Oistrach
22:00 Programmvorschau / Nachrichten / Wiederholung der Tagesschau

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