Mi, 29. Juli 1959
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| Di, 28. Juli 1959 ◀ 1959 ▶ Do, 30. Juli 1959 |
ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 17:00 | Kinderstunde Wie Prinz Heuschreck seinen Namen erhielt Bilderbuchgeschichte In einem großen Wald lebt ein winzigkleiner Kobold, nicht größer als ein Finger. Er träumt davon, Heldentaten zu vollbringen. Eines Tages ist er des langweiligen Waldlebens überdrüssig, sattelt eine Heuschrecke, greift sich ein Stecknadel-Schwert und zieht ins Abenteuer. Prompt bittet ein König, der durch feindliche Armeen in Bedrängnis geraten ist, um Hilfe. Der kleine Kerl hat eine großartige Idee: Er alarmiert die Heuschreckenschwärme der Umgebung und schickt sie den königlichen Feinden entgegen ... (NWRV) |
| 17:15 | Jugendstunde Vier Mädchen auf dem Rollsitz Ein Film von Hugo Murero (Schmalfilmaufnahme / NWRV) |
| 17:40 | Für die Frau Gesehen – gekonnt Handarbeiten bei uns und in der Schweiz mit Frau Dr. Marianne Stradal In der Handarbeitsreihe startet das Kölner Nachmittagsprogramm heute mit Berichten über Handarbeiten in verschiedenen Ländern. Erste Station ist die Schweiz, da einerseits die Handarbeit dort eine große volkswirtschaftliche Bedeutung hat und andererseits die Schweizer Zuschauerinnen, wie Briefe beweisen, mit sehr großem Anteil die deutschen Handarbeitssendungen verfolgen. – Frau Dr. Stradal ist Doktor der Philosophie, verheiratet und hat einen Sohn. Die Liebe zur Handarbeit stammt aus ihrer Kinderzeit in einem kleinen südmährischen Dorf in der k.u.k-Monarchie. Dort hat sie von sogenannten "Handarbeitsfräuleins", die als Wanderlehrerinnen zwischen drei Dörfern hin- und herpendelten, alle interessanten Handarbeitstechniken und Sticharten gelernt. Als sie in den Wirren nach dem Krieg selbst von einem bayerischen Dorf aus zwei Jahre drei Dörfer ebenfalls als Handarbeitslehrerin betreute, konnte sie ermessen, was dieser Beruf bedeutet. Ihre ersten journalistischen Erfolge mit der Handarbeit hatte Frau Dr. Stradal, als sie für ihren damals zweijährigen Jungen einen Anzug strickte und diesen in einer Zeitschrift veröffentlichte. Nach den Zeitungen kam der Rundfunk und nach vielen Zuschriften von Leserinnen und Hörerinnen, die immer wieder verlangten "Wenn Sie uns das Muster doch einmal vormachen könnten!" war es naheliegend, dies gleich zu Beginn des Fernsehens zu versuchen. Ein besonders erfolgreiches Beispiel für ihre Fernseharbeit war der Beitrag "Spitzen aus Brüssel" anlässlich der Brüsseler Weltausstellung 1958. Und bei ihren Gastsendungen in verschiedenen europäischen Ländern spürt Frau Dr. Stradal die Verbindung der Menschen durch Nadel und Faden besonders. Mit ihrem Buch "Gezeigt – gekonnt", 1957 im Verlag M. Girardet, Essen erschienen, hat Frau Dr. Stradal ihre Handarbeitssendungen im Fernsehen in übersichtlicher und leichtverständlicher Form zusammengefasst (– 18:00 Uhr / NWRV) |
NDR/RB | |
| 18:45 | Die Nordschau |
| 19:30 | Sehpferdchen zeigt Inspektor Garrett |
SFB | |
| 19:00 | Berliner Abendschau |
| 19:15 | London 999 Aus unerklärlichen Gründen wurde in einem Pelzgeschäft eingebrochen. Die Tat galt nicht der wertvollen Ware, sondern einem kostbaren und berühmten Rubin. Die Spur führt über den Kanal nach Deutschland, Interpol schaltet sich ein. Maguire vermutet einen gut "geölten" Weg, den die internationale Bande nutzt. Seine Ermittlungen führen ihn zum "Billingsgate", Londons größtem Fischmarkt ... Für Kinder dürfte die Sendung nicht geeignet sein (– 19:45 Uhr) |
WDR | |
| 18:45 | Hier und Heute Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen |
| 19:25 | Intermezzo Scotland Yard: Der Fall Buxter |
HR | |
| 19:00 | Die Abendschau |
| 19:30 | Zwischen halb und acht Ein schöner Tag in 20 Minuten Ruhe und Gelassenheit sind den Menschen im Getriebe der Großstadt fremd geworden. Ein Tag jagt den nächsten. Für die stillen und beschaulichen Momente bleibt keine Zeit mehr. Und doch liegen sie greifbar nahe. Rechts und links der Autobahn, am Rande der großen Straßen, an einem Weg: Kleinode in den Dörfern und Kleinstädten unseres Landes. Über Jahrhunderte haben sie sich jung erhalten. Heute ist die Kamera auf Entdeckungsfahrt gegangen und spürt vieles auf, was übersehen wird ... |
SWF/SDR | |
| 19:00 | Die Abendschau |
| 19:30 | Zwischen halb und acht Ein schöner Tag in 20 Minuten |
BR | |
| 18:45 | Die Münchner Abendschau |
| 19:30 | Zwischen halb und acht Ein schöner Tag in 20 Minuten |
| 20:00 | Nachrichten und Tagesschau Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| Anschließend Wetterkarte Persönliches Auftreten von Sehbinchen und Sehbastian (NWRV) | |
| 20:25 | Unsere Nachbarn heute Abend Familie Schölermann Regie: Ruprecht Essberger Hören & Sehen 34/1959 schrieb in ihrer Kritik: Bei "Familie Schölermann" fühlte man sich am Mittwoch wie zu Hause (NWRV) |
| 21:00 | Rendezvous in Salzburg Spaziergang durch die Festspielstadt Margot Hielscher, Heinz Fischer-Karwin und Heinz Conrads interviewen viele prominente Sänger und Schauspieler Eine Eurovisionssendung des Österreichischen Fernsehens ORF aus Salzburg Hörzu 33/1959 schrieb in ihrer Kritik: Das Rendezvous in Salzburg rief wehmütige Erinnerungen wach an Zeiten, als es im Deutschen Fernsehen noch Live-Reportagen gab. Man nahm das Risiko in Kauf, dass die Außenaufnahmen im Regen ertranken, dass prominente Künstler nicht immer die geeigneten Gesprächspartner sind. Was tut's! Das Rendezvous hatte Leben, war Fernsehen in des Wortes wahrster Bedeutung. Leider wurde der gute Eindruck durch die höchst laienhaften Interviews Margot Hielscher empfindsam gestört Hörzu 34/1959, Leserbriefe: Sehr hübsch, diese Direkt-Übertragung (!) aus Österreich. Gut gefallen hat mir auch der österreichische Reporter. Weshalb man sich Margot Hielscher als Reporterin geholt hatte, ist mir unklar geblieben. Man hätte besser daran getan, eine charmante Wienerin zu nehmen; – War das ein gekonntes Interview mit Willy Birgel, das Margot Hielscher durchführte! "Willy, ich habe Ihnen noch garnicht zu Ihrer neuen Heirat mit dieser entzückenden jungen Frau gratuliert!" – "Das ist meine 17jährige Tochter Christiane!" Worauf sich Frau Hielscher sehr verwunderte, der Fernseh-Zuschauer aber nicht, weil er weiß, dass solche Interviews vorher abgesprochen werden; – Richten Sie den Verantwortlichen bitte aus, ich lasse sie hochachtungslos grüßen! Hören & Sehen 34/1959 schrieb in ihrer Kritik: Anschließend waren wir von den Österreichern zu einem "Rendezvous in Salzburg" eingeladen. Sicher lag es nicht an der Festspielstadt, dass wir nicht glücklich waren über diese Begegnung. Was im vorigen Jahr mit einer Opernaufführung "einschlug", misslang mit dieser Interview-Serie gründlich. Lag es an Margot Hielscher? Hörzu 37/1959, (allgemeine) Leserbriefe: Warum wird uns dauernd Margot Hielscher vorgeführt: als Sängerin, in Interviews, zu Besuch bei ...? Sie ist doch wirklich nicht so interessant oder geistreich!; – Warum reden die Fernseh-Ansager und Interviewer ihrer Kollegen von Theater, Film und Sport fast stehts mit Vornamen und mit Du an? Wollen sie sich auf diese Weise mit hervorragenden Künstlern auf eine Rangstufe stellen? Dann müssten sie aber wirklich denselben Rang haben. Andernfalls ziehen sie die Angesagten und Befragten zu sich herunter |
| 21:30 | Das musikalische Autogramm Überreicht durch Ralph Bendix Mit Eva-Maria Bauer, Hellmut Lange, Helga Keck, Gerda-Maria Jürgens, Mita von Ahlefeld, Sylvia Filzen, Walter Weymann, Bruno Vahl-Berg, der Tanzgruppe und anderen Szenenbild: Helmut Koniarski, Regie: Udo-Wolfgang Wilk, Leitung der Sendung: Horst Trinkwald Schlagersänger Ralph Bendix versucht mit der heutigen Sendung vom "Schema F" des Bunten Abends wegzukommen und das Publikum durch szenische Darstellungen anzusprechen und anzusingen. Seine Schlagerparade ist eine locker miteinander verbundene Folge einzelner Episoden, in die auch Ballettszenen einfließen Gong 30/1959: Besonderen Tiefgang soll man bei solchen Sendungen nicht erwarten. Dass das "Musikalische Autogramm" schon ziemlich bald ins Animierdamen- und Stundenhotel-Milieu abrutscht, ist unseres Erachtens jedoch mehr als überflüssig Hörzu 33/1959 schrieb in ihrer Kritik: Und die Ralph-Bendix-Show bewies, dass man aus den Misserfolgen des bisherigen Fernseh-Showgeschäfts nichts, aber auch garnichts gelernt hat Hören & Sehen 34/1959 schrieb in ihrer Kritik: Die Rückkehr nach Hamburg zu Ralph Bendix, der "Das musikalische Autogramm" bestritt, rettete den Abend auch nicht mehr (NWRV) |
DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 17:00 | Für die Kinder von 5 Jahren an Kasperls Abenteuer Eine Aufführung der Austria Handpuppenspiele Anni Bondi |
| 17:40 | Aus unserem Kinderfilmprogramm Corky und der Zirkus – 18:00 Uhr |
| 19:30 | Helfer der Menschheit |
| 20:00 | Zeit im Bild |
| 20:15 | Bilder vor und hinter der Kamera Ein Film von Walt Disney Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 02.08.1959: Disneys Kulturfilme schwammen wie Rettungsringe auf dem Meer fader Sendungen. Vieles kannten wir schon, aber wir begegnen ihnen immer wieder gern, den Reiher jagenden Elefantenkindern, den streitbaren Robbenbullen und der Familienidylle bei Familie Löwe. Thank you, Mister Disney, für die Hebung des tiefgesunkenen österreichischen Fernsehprogramms |
| 21:00 | Rendezvous in Salzburg Siehe Deutsches Fernsehen Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 02.08.1959: In "Eurovision" sahen wir "Rendezvous in Salzburg" – unterhaltend, informierend, werbend –, bemüht, die spezifische Mischung von Festspieltradition, ernster Arbeit an den Bühnen, heiterem Sommerurlaub, Schauspielertratsch und erlesenem Kunstgenuss atmosphärisch einzufangen. Heinz Fischer-Karwin machte das wie immer sehr gut, wir haben keinen Besseren und wissen es zu schätzen. Da hielt er zuerst der reizenden Graziella Sciutti das Mikrophon hin und ließ sie in drei Sprachen fließend hineinzwitschern. Die vierte – Deutsch – zwitscherte sie etwas gebrochen. Wir lernten auch Günther Rennert kennen, den Regisseur der "Zauberflöte" und der "Schweigsamen Frau", einen besonnenen, zurückhaltenden Künstler, der gut zu sprechen weiß. Wir saßen mit Erika Köth und Oskar Czerwenka im Peterskeller und ließen uns von ihren Erfolgen und Plänen berichten. Derweil residierte Margot Hielscher im Café Tomaselli; ein wenig fremd und aus dem Norden hereingeschneit wirkend interviewte sie den jungen Maximilian Schell – er spielt im "Turm" von Hofmannsthal den Prinzen –, der auf eine nachdenkliche und anziehende Art über Salzburg sprach als Treffpunkt und Stadt kollegialen Meinungsaustausches. Margot Hielscher interviewte ferner Willy Birgel, der mit Tochter am Tisch aufkreuzte, warum, weiß man nicht genau, denn mit den Festspielen hat er nur als prominenter Konsument zu tun. Dann kam aber zu unser aller Wohlgefallen Walter Berry dazu, renommierte weder mit seinen Erfolgen noch Villen noch Engagements, wusste dafür um so gewinnender von der Salzburger Festspielatmosphäre zu sprechen, die ihm seinen Papageno neu erleben lässt ... Und das war's, was wir eigentlich hören wollten |
| 21:30 | Zeit im Bild |
Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 20:15 | Tagesschau |
| 20:30 | Vater ist der Beste |
| 21:00 | Rendezvous in Salzburg Siehe Deutsches Fernsehen Eine Eurovisionssendung des Österreichischen Fernsehens ORF aus Salzburg |
| 21:30 | Komm und sieh die Welt Vom Mittelmeer zum Tschadsee (1): Anfahrt mit Schwierigkeiten Ein neuer Reisebericht von Dr. Erich Tilgenkamp |
| 22:00 | Heute Kommentare und Berichte |
| 22:10 | Programmvorschau / Nachrichten / Wiederholung der Tagesschau |
| Di, 28. Juli 1959 ◀ 1959 ▶ Do, 30. Juli 1959 |


