So, 8. November 1959
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| Sa, 7. November 1959 ◀ 1959 ▶ Mo, 9. November 1959 |
ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 12:00 | Der internationale Frühschoppen Mit sechs Journalisten aus fünf Ländern Gastgeber: Werner Höfer (NWRV) |
| Anschließend Vorschau auf das Programm der kommenden Woche (– 13:00 Uhr / NWRV) | |
| 14:30 | Kinderstunde Corky und der Zirkus Heute: Der verschwundene Prinz (– 15:00 Uhr / Schmalfilm / NWRV) |
| 16:00 | Internationales Schwimmfest Sprecher: Hanns Schulz Übertragung aus dem Zentralbad in Bremen Gong 45/1959: Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, ob das vom 1. auf 8. November verlegte Endspiel um die Deutsche Handball-Meisterschaft heute vom Fernsehen übertragen wird (RB) |
| 17:00 | So weit die Füße tragen (3) Ein Fernsehfilm nach dem Roman von Josef Martin Bauer mit Heinz Weiss (Clemens Forell), Klaus Bauer (Anastas), Willy Leyrer (Grigorij), Georg Hartmann (Semjon), Gert Stachowski (Der "Zar"), Ernst Konstantin (Lederer), Georg Djanumow (Natschalnik), Hans Friedrich und anderen, Szenenbild: Alfred Buetow und Theo Zwierski, Kamera: Walter H. Schmitt, Herstellungsleitung: Walter Pindter, Drehbuch und Regie: Fritz Umgelter In der muffigen Heimeligkeit der Nomadenzelte gelingt es Clemens Forell, seine Scheu vor den Menschen abzulegen. Er fühlt sich wohl in all der vielköpfigen, geschwätzigen Freundlichkeit, lässt sich treiben, geht mit den Männern fischen und jagen. Forell lernt, wie man einem Hasen das wärmende Fell über die Ohren zieht, wie man ein Zelt baut und mit Moos Feuer macht. Eines Tages gibt aber sein Freund Pehtak Signal zum Aufbruch. Die Nomaden geben ihn soviel er tragen kann, mit auf die Reise. Pehtak übergibt Forell weiter an den "Zaren", der Zar bringt ihn zu Anastas, Grigorij und Semjon, drei mutigen russischen Waldläufern, die selber aus einem Straflager geflüchtet sind. Doch die drei machen keinen vertrauenerweckenden Eindruck. Soll Forell mit ihnen weiterziehen? Er ist besorgt, denn die drei stellen sich taub vor seinen Worten, sie verstehen nur die harte Sprache der Fäuste, Messer und Revolver. Forell hat noch seinen "Nagan", mit dem er sich etwas Respekt verschaffen kann. Schließlich marschieren die vier los, ohne gerade Richtung, ohne Ziel. Was ihre gemeinsame Flucht bestimmt, was sie zusammenhält, ist die Furcht vor den Flintenläufen russischer Soldaten, das gegenseitige Misstrauen und der Machorka aus Forells Rucksack. Die Spannung wird immer unerträglicher ... ARD-Erstsendung: 10. März 1959 (Normalfilm / NWRV) |
| 18:15 | Fußball-Länderspiel Ungarn–Deutschland 2. Halbzeit Sprecher: Rudi Michel Aufzeichnung einer Übertragung des Ungarischen Fernsehens vom Nachmittag aus Budapest Hörzu 48/1959, Leserbrief: Der Deutsche Fußball-Bund ließ nicht zu, dass das Fußball-Länderspiel Ungarn gegen Deutschland direkt übertragen wurde, billigte uns nur eine verkürzte Aufzeichnung zu, um den innerdeutschen Spielbetrieb nicht einiger Einnahmen zu berauben. Wann macht sich das Fernsehen vom Zwang der Verbände frei? (– 19:00 Uhr) |
WDR | |
| 19:00 | Hier und Heute Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen (– 19:25 Uhr) |
| 19:30 | Wochenspiegel Zusammenfassung der Tagesschauberichte der vergangenen Woche |
| 20:00 | Nachrichten |
| 20:05 | Zwischen Sommer und Winter Eine Plauderei über den Sport von Heinz Maegerlein Mit einem Rückblick auf den Sport-Sommer und einer Vorschau auf den olympischen Winter verbindet Heinz Maegerlein in der Sendung einer sehr kritische Betrachtung der Situation im deutschen und im internationalen Sport an der Schwelle zum neuen Jahr. Zu sehen in Filmausschnitten u.a.: der deutsche Rekordlauf über 800 Meter von Paul Schmidt; der Länderkampf Deutschland–Polen in Köln; Carl Kaufmanns Europarekord über 400 Meter; Skilauf der derzeit bedeutendsten alpinen Läufer Österreichs, der Schweiz und Deutschlands (Willy Bogner, Hans Peter Lanig, Karl Schranz und andere); Trainingsbilder von Herb Elliott, dem australischen Inhaber des Weltrekords über 1500 Meter und eine englische Meile; die russischen Turner Titov und Stolpov; Bodenübungen eines Japaners (wahrscheinlich Kawamota) und Ausschnitte vom Internationalen Gymnastik-Kongress Hörzu 48/1959 schrieb in ihrer Kritik: Über dem Mittelmaß lagen nur zwei Sendungen der Sparte Bericht und Unterrichtung: Heinz Maegerleins nachdenkliches und zum Nachdenken anregendes Sportfeuilleton "Zwischen Sommer und Winter" und die etwas lang geratene, aber aufschlussreiche und gut gemachte Tessin-Reportage "Paradies – trotz kleiner Fehler". Beide Sendungen hatten einen aktuellen Hintergrund. Das war ihr Vorteil gegenüber manchem anderen Thema Hörzu 48/1959, Leserbrief: Diese Sportplauderei von Heinz Maegerlein war wieder ausgezeichnet. Das ist der richtige Platz für ihn! (BR) |
| 20:40 | Akt mit Geige Lustspiel von Noel Coward, deutsch von Martin Dongen, Personen und Darsteller: Sebastian (Lukas Ammann), Celeste (Josette Boulmier), Clinton (Thomas Wondrak), Isabel (Inge Schmidt), Mary (Dinah Hinz), Colin (Peter Arens), Pamela (Ruth Grossi), Jan van der Meulen (Franz Schafheitlin), Anya Pawlikow (Hanne Wieder), Cherry-May (Carla Hagen), Fabrice (Peter Eschberg), Abimelech Shakespeare (Reginald Farrar), George (Gerd Potyka), Wellington (Stephan Neuner), Szenenbild: Walter Dörfler, Fernsehbearbeitung und Regie: Trude Kolman Der berühmte Maler Paul Sorodin, der Meister der "Wilden", der "Kreisförmigen" und der "West-Indischen" und ein Liebling der Kunstkritik, ist gestorben. Ein unvollendetes Werk soll Paul hinterlassen haben, ein Wunder der modernen Kunst, die Krönung seines Schaffens, zugleich der Beginn einer neuen, seiner "Neo-Infantilistischen"-Periode: "Akt mit Geige". Wirklich gekannt hat Paul nur sein Kammerdiener Sebastian Lacreole und der teilt es mit der Zeit dessen Tochter Mary mit, die dem Maler am meisten ähnelt ... Gong 47/1959 schrieb in seiner Kritik: Der Baden-Badener Diskussion "Wird die moderne Kunst gemanagt?" schien der Bayerische Rundfunk mit Noel Cowards Lustspiel einige humorvolle Lichter aufsetzen zu wollen. Aber es blieb bei dem amüsanten Auftakt. Daran reihte sich in leicht variierten Wiederholungen die Suche nach den Urhebern der verschiedenen Stil-Epochen des Meisters. Coward hätte dabei mühelos noch eine "pseudo-surrealistische" und eine "arokubistische" anhängen oder aber zwei der bereits vorhandenen streichen können, am Ablauf des Stückes hätte sich dabei nichts geändert. Vornehmste Aufgabe der Darsteller war es, durch ihr bloßes Dasein über das Fehlen einer Handlung hinwegzutäuschen. Sie taten's nach bestem Können, vermochten aber nur einige heitere Gags und Pointen zu retten Gong 48/1959, Leserbrief: Ich will mich hier nicht mit den künstlerischen Qualitäten des Stückes auseinandersetzen. Mir scheint es aber ganz treffend zu sein, was hier über die moderne Kunst gesagt wir: selbst der Kenner vermag oft nicht zu entscheiden, ob hier ein Könner oder ein Schmierer am Werke ist. Verstehen Sie mich bitte recht: Ich will hier weder den NS-Parolen von der "Kunst dem Volke" noch dem sowjetzonalen "künstlerischen Realismus" das Wort reden, die beide nur getarnte Propaganda darstellen sollten und sollen. Ich setze auch voraus, dass sich der moderne Maler etwas bei seinen Werken denkt, dass er nicht nur ein Scharlatan ist, sondern um neue Ausdrucksmittel ringt. Aber wenn 98 Prozent der Bevölkerung (dieser Schätzung ist von mir, aber sie dürfte stimmen) unfähig ist, diesen Denkprozess nachzuvollziehen, dann stimmt doch irgendetwas nicht mehr. Fragen Sie nach, wer etwa mit der Kunstdiskussion in Baden-Baden oder mit dem Filmbericht über Dada etwas anfangen konnte. Ähnlich ist es mit der modernen Musik. Wenn man, wie ich kürzlich las, die Schönheit dieser Musik nicht mehr beim Zuhören, sondern nur noch beim Lesen der Partitur erkennen und genießen kann, dann lässt sich nur sagen, dass sich diese bewegte Musik auf Irrwegen bewegt Hörzu 48/1959 schrieb in ihrer Kritik: [Ein] amüsantes Lustspiel, trefflich besetzt und sicher inszeniert von Trude Kolman Hörzu 48/1959, Leserbriefe: Bravo! Das war eine köstliche, sehr gut gespielte Persiflage auf die sogenannte "moderne Kunst". Ich freue mich schon auf die Wiederholung; dazu werde ich mir nämlich ein paar "Kunstkenner" einladen; – Inge Schmidt als dümmliche Ehefrau, Hanne Wieder als russische "Prinzessin" und der dickliche Knabe waren köstlich. Aber auch die anderen Rollen waren hervorragend besetzt (BR) |
DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 10:00 | Kinderfernsehen |
| 11:30 | Der staatliche ukrainische Volkschor singt, tanzt und musiziert |
| 13:00 | Sendung für die Landwirtschaft |
| 13:30 | Fußball-Länderspiel Ungarn–Deutschland Aus Budapest |
| 16:00 | Internationales Berliner Kunstturnen Übertragung aus der deutschen Sporthalle Berlin |
| 17:15 | Ich sag's dir mit Musik Eine heitere Geschichte |
| 18:45 | Fernsehstudio Naturwissenschaften |
| 19:30 | Abendgruß des Kinderfernsehens |
| 19:35 | Eine Woche Zeitgeschehen |
| 20:00 | Kabale und Liebe Ein Trauerspiel von Friedrich Schiller |
Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 17:00 | Für die Kinder von 5 Jahren an Hans Tollpatsch Eine lustige Geschichte erzählt von Trudi Gerster |
| 17:30 | Für die Familie Mit Rat und Tat Eine Sendung für den Landwirt |
| 19:30 | Familie Leitner Unser monatliches Treffen mit der Fernsehfamilie |
| 20:00 | Zeit im Bild mit Sportkommentar |
| 20:20 | Liebesplädoyer Komödie von Harold Brooke und Kay Bannerman mit Walter Kohut, Johannes Schauer, Michael Toost, Gerlinde Locker, Jane Tilden, Rolf Olsen, Evi Servaes, Günther Haenel, Benno Smytt Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb am 15.11.1959: Es ist doch recht betrüblich, dass die – wie immer wieder betont wird – spärlichen Mittel unserer Televisior so häufig an unwürdige Objekte verschwendet werden. Noch gibt es eine ganz stattliche Anzahl von Dramen der Weltliteratur, auch Lustspiele und Komödien, die eine Einstudierung rechtfertigen würden. Aus welchem Grund also setzt man uns eine so banale, zum Teil sogar geschmacklose Geschichte vor wie das "Liebesplädyoer" der englischen Autoren Harold Brooke und Kay Bannerman, die noch dazu mit gewiss viel Mühe eigens für diese, wie wir hoffen, einmalige Wiedergabe aus dem Original ins Deutsche übertragen werden musste? Noch überflüssiger als das ganze Fernsehspiel war die "Einführung" durch einen Juristen, der einige Unterschiede zwischen österreichischer und englischer Rechtspflege aufzeigte. Soviel Lärm um ein Stück mit einer einzigen originellen Wendung, der unerwarteten Wandlung der scheinbar primitiv-einfältigen Heldin zur raffinierten Mondäne. Eine Prachtrolle für Jane Tilden, die ihre Möglichkeiten auch voll zu nützen verstand. Die übrigen Darsteller blieben zum Teil farblos, zum anderen gefielen sie sich – oder dem Regisseur? – in Übertreibungen |
| 21:45 | Zeit im Bild |
Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 09:45 | Volks-Choralmesse Direktübertragung aus der Erlöserkirche in Zürich Die Predigt hält Pfarrer Dr. Gnos (– 11:00 Uhr) |
| 17:15 | Herbst in Basel Schülertuch und Messglöcklein Buch und Regie: Viktor Meier |
| 17:35 | Gefahr ist mein Beruf Heute: Der Haifisch-Arzt |
| 18:00 | Sportresultate – 18:10 Uhr |
| 20:15 | Wochenrückblick |
| 20:40 | Jugendliebe Englischer Spielfilm (O: Quiet Weekend) mit Derek Farr, Regie: Harold French Deutsche Version |
| 22:10 | Heute Kommentare und Berichte |
| 22:25 | Programmvorschau / Nachrichten |
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