Sa, 12. Dezember 1959

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Fr, 11. Dezember 1959   ◀                 1959                 ▶   So, 13. Dezember 1959

ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WDR
 14:00 Die Woche – Hier und Heute
Eine wöchentliche Zusammenstellung der wichtigsten Beiträge aus dem aktuellen Regional-Fernsehprogramm des Westdeutschen Rundfunks (– 15:00 Uhr)

17:00 Sportler des Jahres 1959
Übertragung von der Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse der deutschen Sportpresse (NWRV) Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
Anmerkung: Genauer Ablauf des Nachmittags- und Vorabendprogamms unklar, TV-Fernsehwoche 2/1960, Leserbrief: Was uns das Deutsche Fernsehen vor einiger Zeit als Wochenendprogramm bot, war doch wohl der Gipfel! Das Nachmittagsprogramm sollte erst um 17:00 Uhr beginnen. Mit einer Ehrung für die "Sportler des Jahres". Die Sendung "Samstagnachmittag zu Hause" hatte man aber vorverlegt (was ich leider erst nach der Sendung erfuhr), um den Sportfreunden eine weitere Freude zu bereiten: ein Eishockeyspiel. Und im Abendprogramm zeigte man uns noch einen schöne Boxländerkampf. Mit dem, was er für die Nichtinteressierten in der Zwischenzeit gab, hat das Deutsche Fernsehen es wieder einmal geschafft, gute Wochenendlaune zu zerstören. Dabei dürfte es doch gar nicht so schwierig sein, ein gutes Wochenendprogramm aufzuziehen. Bringt den Sportfreunden zum Wochenende ruhig eine gute Sendung. Vergesst aber hierbei nicht die anderen Zuschauer und zeigt dazu ein gutes Unterhaltungsprogramm!
Hörzu 1/1960, Leserbriefe: Wegen einer Sportveranstaltung verzögerte sich der Beginn der Berliner Abendschau am 12.12. Es erschien nur noch "Schrubbke", damit das Werbefernsehen pünktlich einsetzen konnte. Also nicht der Dienst am Kunden ist das primäre, sondern das Werbefernsehen. Eine sonderbare Einstellung!; – Wir sind sehr ärgerlich, dass man am 12.12. das Programm der beliebten "Aktuellen Schaubude" wegen der länger dauernden Sportsendung rigoros gekürzt hat, das Werbefernsehen aber in voller Länge brachte. Wir hoffen, dass sich das nicht wiederholt
17:45 Samstagnachmittag zu Hause
Ein buntes Allerlei
Hans-Reinhard Müller führt die Zuseher auch heute wieder durch ein buntes Magazin-Programm. Neben einer neuen Folge "Lassie" vorgesehen: der Film "Operation Noah" über die Rettungsaktion für Tiere in den Gebieten Rhodesiens, die durch einen britischen Staudamm überflutet werden sollen (– 18:45 Uhr / BR)
Eishockey
Vermutlich eine Übertragung vom Olympia-Qualifikationsspiel zwischen den Nationalmannschaften der BRD und der DDR
Gong 1/1960, allgemeiner Leserbrief: Für mich war es sehr interessant, dass die Eishockey-Spiele zwischen Ost und West und der Länderkampf Deutschland–UdSSR auch vom sowjetzonalen Deutschen Fernsehfunk übertragen wurde. Hier kommt ein normal empfindender Mensch nicht ohne weiteres mit. Einerseits liefern sich die Fernsehprogramme von Ost und West erbitterte Attacken (z.B. in der "roten Optik"), andererseits scheint man immer wieder unter der Hand zu verhandeln, um wie in diesem Fall gemeinsame Sendungen auszustrahlen. Auch im Osten treibt man eine schizophrene Politik, wenn man einerseits Westsendungen übernimmt, andererseits aber Leute nur deshalb ins Gefängnis bringt, weil sie ihrerseits westdeutsche Sendungen angesehen haben (von solchen Fällen wurde in der letzten Zeit mehrfach in der Zeitung berichtet). Ich bin sehr dafür, dass man offiziell in ein klares und in wichtigen Fragen kompromissloses Gespräch miteinander kommt. Aber solange die Fronten noch so verhärtet sind, sollte auch das Fernsehen nicht einen derartigen Ziczack-Kurs betreiben

NDR/RB
 18:45 Die Nordschau
Die aktuelle Schaubude
 19:30 Sehpferdchen zeigt
Tick-Tack-Quiz

SFB
 18:55 Das Sandmännchen
Ein Gute-Nacht-Gruß für die Kinder
 19:00 Die Berliner Abendschau
 19:15 Herr Ohnix sucht seinen Mörder
Herr Ohnix, seines Zeichens Im- und Exporteur von Ei-Produkten aller Art, frönt zweier Hobbies: seiner attraktiven Frau Helen und seiner kostbaren Pfeifensammlung. Als er eines Tages zufällig beobachtet, wie Helen in Begleitung eines jungen Mannes ein Seemannshotel betrifft, ist er wegen der vermeintlichen Untreue seiner Frau so verzagt, das er sterben möchte. Da er vor einem Selbstmord jedoch zurückschreckt, bittet er den riesigen Ganoven "Krümel-Karl", ihn innerhalb der nächsten drei Tage überraschend und schmerzlos ins Jenseits zu befördern. Da stellt sich durch das Geschenk Helens an Ohnix – eine seltene mexikanische Pfeife – ihre Treue und die Harmlosigkeit des Hotelbesuches heraus. Und nun schwebt die entsetzliche Abmachung mit "Krümel-Karl" über ihn. Voller Angst macht sich Ohnix auf die Suche nach seinem Mörder ...
Autor Dieter Rohkohl setzt seine Folge seltsamer Begebenheiten mit dieser tragikomischen Geschichte fort. Unter der Regie von Ralph Lothar spielen Rudolf Platte, Eva Andres-Purucker, Hans Schwarz jr. und Ethel Reschke, Musik: Kurt Drabeck (– 19:45 Uhr)

WDR
 18:45 Hier und Heute
Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen
 19:25 Intermezzo
Tick-Tack-Quiz

HR
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Mantovani-Show

SDR/SWF
 19:00 Die Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Mantovani-Show

BR
 18:45 Die Münchner Abendschau
 19:30 Zwischen halb und acht
Mantovani-Show

20:00 Nachrichten, Tagesschau
Leitung: Martin S. Svoboda
20:20 Es gibt immer drei Möglichkeiten
Ein Musical in Fortsetzungen von Fritz Eckhardt und Carl Merz mit Herta Staal als Romarei Rastall bzw. Liesl Wickelmaier und Ernst Stankowski (Alexander Groß), Fritz Eckhardt (Boss der Monoton-Film), Liesl Karlstadt (Hebamme), Eva Maria Bauer (Piwonka), Franz Fröhlich (Bäckermeister), Hans Epskamp (Chefplaner), Thomas Fabian (Direktor Miesling), Klaus Havenstein (Komponist), Dieter Hildebrand (Autor), Walter Koch (Huber), Josef Maerz (Kegelbub), Paul Stieber-Walter (Notar) und vielen anderen
Musik: Gerhard Bronner und Peter Wehle, es spielt das Tanzorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Herbert Beckh, Choreographie: Irene Mann, Szenenbild: Walter Dörfler, Regie: Michael Kehlmann
Besprechung zwischen Autor, Chefplaner und Komponisten im Kasino. Der zerstreute Chefplaner lässt sich das Gulasch des Komponisten schmecken, während der Autor die dritte Folge des Musicals schildert: Filmstar Romarei Rastall hat nach dem Hinauswurf durch Direktor Miesling unter dem Namen Lisa Wickell eine zweite Karriere gemacht. Liesl Wickelmaier sollte im Heimatfilm mitspielen, schob nach Erkenntnis der eigenen Talentlosigkeit aber den in Ungnade gefallenen Star Romarei Rastall, ihre Doppelgängerin, vor. Doch sowohl der Boss der Monoton-Filmgesellschaft und auch der Star leben in ständiger Angst, Liesl Wickelmaier könnte den Schwindel ausplaudern. Sie fahren nach Kümmelbach, um Liesl zu überreden, mit ihnen in die Stadt zu kommen, wo sie sie besser unter Kontrolle haben. Liesl fällt trotz verlockender Angebote die Entscheidung schwer. Sie liebt den Kümmelbacher Apotheker Alexander Groß ...
Gong 1/1960, Leserbrief: Wie lange soll dieser Unfug denn noch weitergehen? Es wird Zeit, dass diese drei Möglichkeiten endlich abgesetzt werden
Hörzu 1/1960, Leserbriefe: Wann wird dieses Musical – sprich Musik-qual endlich vom Bildschirm verschwinden?; – ... man hat den Eindruck, dass den Programmgestaltern Geist und Witz ausgegangen sind; – Die Sehnsucht nach einem guten Samstagabendprogramm wird immer größer; – Dieses Musical ist der größte Schmarren, der uns je gezeigt wurde. Jetzt reicht's aber wirklich. In einem bayerischen Dorfwirtshaus würden Maßkrüge auf die Bühne fliegen, wenn so etwas geboten würde; – Niemand wird erwarten, dass eine Sendung alle Zuschauer zufriedenstellt. Es ist aber bekannt, dass dieses Musical ganz und gar abgelehnt wird. Trotzdem wird der Zuschauer mit diesem unverdaulichen Produkt weiter gequält oder zum Abschalten gezwungen (BR)
21:15 Amateur-Boxländerkampf: Deutschland–UdSSR
Sprecher: Günter Isenbügel
Übertragung aus der Dortmunder Westfalenhalle (NWRV)
Anschließend
Das Wort zum Sonntag
Es spricht Bischof i. R. D. Wilhelm Stählin, Rimsting (HR)

DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

16:00 Kinderfernsehen für Kinder von 6 Jahren an
Meister Nadelöhr erzählt Märchen
16:30 Fabel und Tiere
Ein poetischer Spaziergang durch den Berliner Tierpark mit Peter Brang
17:00 Weimarer Pitaval (4)
Der Fall Wandt
Von Friedrich Karl Kaul und Walter Jupé, Dramaturgie: Aenne Keller, Personen und Darsteller: Heinrich Wandt (Hans-Peter Minetti), Hauptmann Stähle (Rudolf Christoph), Kommissar (Walter Richter-Reinick), Untersuchungsrichter Hallstedt (Peter-Paul Goes), Max Ziehe (Walter Lendrich), Prinz Heinrich XXXVII. (Jochen Diestelmann), Pauline, Bordellbesitzerin (Else Wolz), Juliette, Dirne (Ingeborg Naß), ein leichtes Mädchen (Ingrid Arnold), Rittmeister (Rudolf Grabow) Oberleutnant (Horst Gill), Vizefeldwebel Niederländer (Erik S. Klein), Unteroffizier Debeuckelaere (Siegfried Michael Ressel), Vorsitzender des Kriegsgerichts (Peter Kiwitt), Ankläger (Wolfgang Hellmund), Vorsitzender des Amtsgerichts (Wolfgang Brunecker), Staatsanwalt (Erich Bludau), Vorsitzender des Reichsgerichts (Heinz Frölich), Reichsgerichtsrat Hüfter (O. P. Fliedner), Verteidiger Rosenfeld (Hans-Ulrich Lauffer), Dr. Müssbeck (Otto Dierichs), Szenenbild: Heinz Zeise, Kostüme: Joachim Voeltzke, Kamera: Adam Pöpperl, Regie: Wolfgang Luderer
Der Schriftsteller Heinrich Wandt, der 1920 das Buch "Etappe Gent" veröffentlichte, wurde in der Weimarer Republik wegen Beleidigung hoher Offiziere vor Gericht gestellt. Nachdem er freigesprochen werden musste, forcierten bestimmte Kräfte eine Wiederaufnahme des Verfahrens. Diesmal lautete die Anklage Landesverrat ...
Erstsendung im DDR-Fernsehen: 19. Februar 1959 Mehr Informationen in der deutschen Wikipedia
18:00 Spiel mit dem Teufel
Spiel von Jan Drda nach alten böhmischen Märchenmotiven
Ähnlich der Puppenfabel vom "Dr. Faustus" erhält in diesem Stück die immer wieder zur Poesie reizende Sache des Seelenkaufs durch den Teufel auf eine neue Art Gestalt und Aussage. Der Dichter wollte zeigen, dass sich eine gesunde, lebensfrohe Volksseele durch keine böse Macht kaufen lässt. – Das Puppenspiel, von Jana Nowakova ins Deutsche übertragen, erscheint in einer fernsehmäßigen Kürzung
18:40 Kurz notiert
18:55 Unser Sandmännchen
Abendgruß des Kinderfernsehens
19:00 Aktuelle Kamera
19:15 Was darf's denn sein?
fragt Wolfgang Brandenstein Sie und seine Gäste in der Spielzeugstadt Sonneberg
Es spielt das Tanzorchester Alo Koll, Redaktion: Heiner Strietzel, Regie: Berthold Beissert
21:15 Für die Boxsportfreunde
Boxen Sowjetunion–Westdeutschland

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19:30 Was sieht man Neues?
Von und mit Heinz Conrads
20:00 Zeit im Bild
20:20 Es gibt immer drei Möglichkeiten
Übernahme vom Deutschen Fernsehen
21:15 Amateur-Boxländerkampf: Deutschland–UdSSR
Eurovisionssendung des Deutschen Fernsehens aus der Dortmunder Westfalenhalle
Anschließend
Zeit im Bild

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17:00 Jugendnachrichten aus aller Welt
17:30 Trickfilm
17:40 Des Königs Musketiere
18:00 Englisch für Anfänger (6)
– 18:15 Uhr
20:15 Tagesschau
20:30 Wüethrich Chrischtes Mäde
Eine Bauernkomödie in drei Akten von August Hinrichs, ins Berndeutsche Übertragen und eingerichtet von Paul Schenk
Es spielen Mitglieder des Berner Heimatschutztheaters
21:50 Das Wort zum Sonntag
Es spricht für die Katholische Kirche Prof. Dr. Alois Müller, Priesterseminar St. Johann, Solothurn
22:00 Programmvorschau / Nachrichten / Wiederholung der Tagesschau

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