Fr, 10. Juni 1966
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| Do, 9. Juni 1966 ◀ 1966 ▶ Sa, 11. Juni 1966 |
ARD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 07:45 | Farbfernseh-Versuchssendungen – 09:45 Uhr |
| Vormittagsprogramm von ARD und ZDF nur über die Fernsehsender des NDR mit RB, Meißner (HR), Kreuzberg/Rhön und Ochsenkopf/Fichtelgebirge (BR) | |
| 10:00 | Nachrichten |
| 10:05 | Tagesschau Wiederholung vom Vorabend |
| 10:20 | Pension Schöller Von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby ARD-Erstsendung: 4. Juli 1965 |
| 12:00 | Das aktuelle Magazin – 13:30 Uhr |
SR | |
| 12:30 | Im Dreieck Eine Sendung für Schichtarbeiter im Montandreieck in deutscher und französischer Sprache (– 13:30 Uhr) |
| 16:40 | Nachrichten der Tagesschau Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| 16:45 | Was willst du werden? Heute: Werbefachmann Ein interessanter, vielseitiger Beruf, zu dem viele Wege führen: Grafiker, Bühnenbildner oder Psychologen, sie alle können Werbefachleute werden. Neuerdings kann man auch eine Werbefachschule besuchen. Der heutige Beitrag stellt die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten und interessanten Aufgaben dieses Berufes vor (WDR) |
| 17:10 | Der Platz Ein Film über junge Leute in der Tschechoslowakei Eine Schulklasse hilft gemeinsam bei der Hopfenernte. Das Verhalten der Schüler lässt Rückschlüsse auf Vorstellungen, Wünsche und Probleme der heutigen Jugend in der Tschechoslowakei zu (WDR) |
| 17:55 | Vorschau auf das Nachmittagsprogramm der kommenden Woche (WDR) |
| 18:00 | Nachrichten der Tagesschau Alle Sender außer BR (– 18:05 Uhr) |
NDR/RB | |
| 18:05 | Berichte vom Tage |
| 18:16 | Die Nordschau Heute: Das Freitagsmagazin |
| 18:50 | Das Sandmännchen |
| 19:00 | Berichte vom Tage |
| 19:21 | Kentucky Jones Heute: Die Gitarre |
| 19:59 | Programmhinweise |
WDR | |
| 18:05 | 5 nach 6 Sportvorschau |
| 18:30 | Hier und Heute Der Westen in Bildern, Berichten und Begegnungen |
| 19:10 | Pater Brown Heute: Das Lied an die fliegenden Fische |
| 19:40 | Woody Woodpecker Heute: Ouvertüre zu Wilhelm Tell |
HR | |
| 18:05 | Programmhinweise |
| 18:10 | Hessisches Tagebuch Aktuelle Berichte aus Hessen |
| 18:40 | Das Sandmännchen |
| 18:50 | Die Hessenschau |
| 19:10 | Gefährliche Experimente Heute: Wellenreiten Hat Professor Blanchart wirklich Selbstmord begangen? |
| 19:50 | Heute in Hessen |
SR | |
| 18:05 | Aktuelles von hüben und drüben |
| 18:15 | Drei und Paris |
| 18:30 | Das Sandmännchen |
| 18:35 | Wer will, der kann |
| 18:45 | Lieblinge unserer Eltern Heute: Lizzi Waldmüller |
| 19:20 | Mosaik |
| 19:45 | Aktueller Bericht |
SDR/SWF | |
| 18:05 | Unsere große Schwester Heute: Der Dackel Lehmann |
| 18:40 | Die Abendschau / Blick ins Land |
| 19:10 | Das Sandmännchen |
| 19:20 | Der dunkle Nachbar Heute: Paradies der Unterdrückten |
| 19:54 | Nachrichten aus Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz |
BR | |
| 18:10 | Panorama Italiano Für Italiener in Deutschland |
| 18:25 | Nachrichten |
| 18:35 | Länder unter dem Regenbogen Heute: Metropolen im Urwald Die einzelnen Plantagen im Dschungel des Amazonasgebietes sind meist nur im Flugzeug erreichbar. Brasilia wurde zur modernen Weltmetropole. Wir sehen Rio de Janeiro, die Copa Cabana und den Karneval in Rio |
| 19:05 | Nachrichten und aktuelle Viertelstunde |
| 19:25 | Die Münchner Abendschau Heute: Das Magazin |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen, mit dem Reisewetterbericht zum Wochenende |
| 20:15 | Abschlussveranstaltung des PRIX JEUNESSE 1966 Aus dem Nationaltheater in München: Preisverleihung Der Prix Jeunesse wird alle zwei Jahre für die besten Kinder- und Jugendfernsehsendungen vergeben und findet in diesem Jahr vom 3. bis 10. Juni in München statt. Alle große Fernsehstationen der Welt sind vertreten. Dieser vom Freistaat Bayern, der Landeshauptstadt München sowie dem Bayerischen Fernsehen gestiftete Preis wird in sieben Kategorien verliehen. Er soll ein Beitrag zur sinnvollen Entwicklung und Nutzung des Jugend- und Bildungsfernsehens leisten. Die nachfolgende Sendung wird die festliche Veranstaltung beschließen Preisträger laut Gong 26/1966: Kindersendungen bis 7 Jahre: Preis: Patrik und Putrik (Schweden), Ehrengabe: Play School, No. 454, (England, BBC) und Ein Schäflein vom blauem Himmelszelt (Tschechoslowakei) / Kindersendungen 7 bis 12 Jahre für Information und Instruktion: Preis: Das Land des großen Märchenerzählers (Tschechoslowakei), Ehrengabe: Wir machen eine Marionette (Venezuela) und Es war einmal ein Königssohn (Ungarn) / Kindersendungen 7 bis 12 Jahre für Spiel und Unterhaltung: Preis: Die Welt des Stuart Little (USA), Ehrengabe: Der Clown Ferdl (Tschechoslowakei) / Jugendsendungen 12 bis 15 Jahre für Information und Instruktion: Preis: nicht vergeben, Ehrengabe: Caroline (England, ITA) und Hechte (Holland) / Jugendsendungen 12 bis 15 Jahre für Spiel und Unterhaltung: Preis: nicht vergeben, Ehrengabe: Der Alte und der Leuchtturm (Italien) / Bildungsprogramm für Jugendliche über 15 Jahre für Information und Instruktion: Preis: nicht vergeben, Ehrengabe: Format 16/20 (Belgien) / Bildungsprogramm für Jugendliche über 15 Jahre für Spiel und Unterhaltung: Preis: nicht vergeben, Ehrengabe: Gefährlicher Kurs (Schweden), Format 18x24 (Dänemark) / Sonderpreis des Prix Jeunesse: für die menschlichste Sendung: Klein-Hinkebein (Ungarn) / Sonderpreis der UNESCO: Das Land des großen Märchenerzählers (Tschechoslowakei) / Sonderpreis der UNICEF: Schulkind von Tomteboda (Schweden) Im Gong 26/1966 schrieb Otto Pirner: Die Preisverteilung war um eine Hausnummer größer als beim Prix Jeunesse 1964: Für die Vergabe der Statuetten und Ehrenpreise (und der damit verbundenen DM 60 000,–) vor den Kameras der Eurovision und Intervision bot das Nationaltheater die festliche Kulisse. Sonst aber fehlten diesem Fernseh-Festival eigentlich Glanz und Schau. Es fehlten ihm Hektik (und Heckmeck), Zustände und Attribute, die Televisions-Profis bei solchen Anlässen wie Pfauengefieder der Öffentlichkeit präsentieren, und es fehlte – wieder abgesehen vom Abschlussabend – eigentlich die Öffentlichkeit, was aber zunächst nicht als Schaden anzumerken ist. Dafür trafen sich Fachleute, deren Fernsehalltag – rund um die Welt – nicht dazu angetan ist, Ruhm, Popularität und Glanz im Gefolge haben. Es waren Verantwortliche, Produzenten, Gestalter, Autoren, Regisseure von Kinder- und Jugendsendungen. Sie saßen vor den Bildschirmen im Haus des gastgebenden Bayerischen Rundfunks und ließen sich – organisatorisch wiederum bestens betreut – auf eine äußerst arbeitsame Woche ein. Die Atmosphäre war fachlich-familiär. Freilich, neben dem Glanz, auf den man gern verzichtete, fehlten die Glanzlichter, die man erwartet hatte bei der Vorführung der 82 Filme, die 36 teilnehmende Fernsehanstalten aus allen Erdteilen eingereicht hatten. Die Woche reizte natürlich zum ständigen Vergleich mit der Festival-Woche des Jahres 1964. Wichtigster organisatorischer Unterschied war die diesmal zweigeteilte Jury. Für die Kinder- und Jugendsendungen konstituierten sich – mit dem Schweizer Fernsehdirektor Dr. Guido Frei und dem Kanadier Fred B. Rainsberry als Vorsitzenden – jeweils eigene Gremien und schon bald entstand der Eindruck, dass dabei die Mitglieder der Jury für Kindersendungen, generell gesehen, die besseren Beiträge zu bewerten hatten. Hier lag der entscheidende Unterschied zum ersten Prix Jeunesse: waren 1964 die Kindersendungen nicht den Erwartungen entsprechend, so enttäuschten dieses Mal die Jugendsendungen in besonders starkem Maß. Noch vor Beendigung des Wettbewerbs hörte man von Experten diesbezügliche Urteile: Es habe sich das Bild der Leistungspyramide verschoben, einem überaus weiten Sockel der Mittelmäßigkeit habe die Spitze gefehlt. Das Originelle, das Überraschende des ersten Prix haben man vermisst. Professor Erich Wasem, der deutsche Vertreter in der Jury für Jugendsendungen, machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Die Entscheidung in den Kategorien III und IV auf vier Preise zu verzichten und nur Ehrengaben zu verleihen, kam daher für den aufmerksamen Betrachter des Festivals nicht überraschend. Es ist eine Entscheidung, die im Sinne des Prix Jeunesse und seiner Bestrebungen nur zu begrüßen ist. Ein "einschlägiger" deutscher Fernsehmann schloss aus dem Gezeigten, dass auch andererorts nur mit dem sprichwörtlichen Wasser gekocht werde. Und da scheint es mir angebracht zu sein, über den deutschen Beitrag etwas zu sagen. Dass die vom ZDF eingereichte Sendung für Eltern gemacht war und nicht für Jugendliche, wusste man schon bei der Nominierung. Dass die ARD – die nach dem Ausscheidungsmodus als ein Ganzes auftreten musste – sich für einen 50-Minuten-Beitrag entschied, kann man nicht glücklich nennen. Die sehr aufwändig gedrehte (und daher eigentlich unrepräsentative) Geschichte von "Pipa und Ponpon" hatte in ihrer Perfektion bereits die Juroren des Festivals in Monte Carlo für sich gewonnen. Mich konnte sie als Kindersendung keineswegs überzeugen. Ich fand sie vielmehr für Erwachsene in hohem Maße vergnüglich vergagt. Aber darum ging's ja wohl nicht. Blamiert hat sich die ARD jedenfalls nicht, denn bei vielen eingereichten Sendungen tauchte die Frage weit dringender auf, ob die Einsender sich bewusst gewesen seien, auf was es bei diesem Prix Jeunesse ankam. Manchmal war man geneigt anzunehmen, die Empfehlungen des im 65. Jahr abgehaltenen Seminars, die zu einer Verdeutlichung der Beweggründe und Inhalte des Prix Jeunesse beitragen sollten, habe eher das Gegenteil bewirkt: so rieb man sich bei den Beiträgen der USA und UdSSR meist nur verwundert die Augen. Aufgefallen ist die geschickte Art, mit der Skandinavier an Kindersendungen herangehen, aufgefallen sind auf Anhieb die Beiträge der Tschechen. Beide Beobachtungen fanden sich am Ende durch die Jury bestätigt. Dass die Japaner diesmal leer ausgingen, lag vielleicht nicht so sehr an ihrem preisverdächtigen Film über "Tachi's Familiy" (der mir für den Sonderpreis mehr geeignet schien als der ungarische Mitleidswurm "Klein Hinkebein"), sondern an der asiatischen Höflichkeit und Zurückhaltung des japanischen Jury-Mitglieds in eigener Sache. Es geht nicht darum, die Jury zu kritisieren. Sie hat – wie beim ersten Prix – vorzüglich gearbeitet. Sie verdient besonderes Lob für die Konsequenz mit der sie verzichtet hat, bei den Jugendsendungen ins Füllhorn der Preise zu greifen. Damit hat sie sicher dem Wettbewerb einen entscheidenden Dienst geleistet: der Prix Jeunesse bleibt so weiterhin Ansporn zu größerer Anstrengung auf einem Sektor des Fernsehens, der offensichtlich nicht nur hierzulande in seiner vollen Bedeutung erst erkannt werden muss. Dass die Fernseh-Welt die Bedeutung des Prix Jeunesse erkannt hat. bleibt als schönster Dank für die Veranstalter. Wenn bei uns die Erkenntnis reift, mit diesem Fernsehpreis das einzige internationale bedeutende Fernsehfestival auf deutschem Boden zu haben, dann wird auch die Öffentlichkeit den Anteil daran nehmen, der dem Prix Jeunesse schon heute gehört (BR) |
| Anschließend Der Rosenkavalier (2. Akt) Komödie für Musik von Hugo von Hofmannsthal, Musik von Richard Strauss, Personen und Darsteller: Baron Ochs von Lerchenau (Kurt Böhme), Octavian, genannt Quinquin (Herta Töpper), Herr von Faninal (Otto Wiener), Sophie, seine Tochter (Ingeborg Hallstein), Jungfer Marianne Leitmetzerin, die Duenna (Annelie Waas), Valzacchi, ein Intrigant (Paul Kuen), Annina, seine Begleiterin (Brigitte Fassbaender), Haushofmeister bei Faninal (Karl Ostertag), Ein Notar (Josef Knapp) Chöre: Wolfgang Baumgart, musikalische Leitung: Joseph Keilberth, Bühnenbild: Helmut Jürgens, Inszenierung: Rudolf Hartmann (ab 14 / BR) | |
| 21:40 | Monitor Berichte zur Zeit (ab 16 / WDR) |
| 22:25 | Tagesschau Das Wetter morgen Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
| Anschließend Kommentar | |
| 22:40 | Wetterleuchten Von August Strindberg, Personen und Darsteller: Der Herr, Beamter in Pension (Attila Hörbiger), Sein Bruder, Konsul (Paul Hoffmann), Konditor Stark (Günther Haenel), Agnes, seine Tochter (Maria Martina), Louise, eine Verwandte des Herrn (Paola Loew), Gerda, ehemalige Gattin des Herrn (Martha Wallner), Herr Fischer, Gerdas zweiter Mann (Swonimir Pintar), Eismann (Ernst Nadherny), Briefträger (Ludwig Blaha), Laternenanzünder (Ralph Boddenhuser), Geschäftsdiener (Max Strassberg), Kostüme: Hill Reihs-Gromes, Szenenbild: Gerhard Hruby, Musik: Felix Scheiffelder, Produktion: Erich Neuberg, Regie: Wolfgang Glück Der Herr sucht nach einer anstrengenden Ehe mit einer viel jüngeren Frau nun die Ruhe, Distanz und Einsamkeit des Alters. Zu den wenigen Menschen, die er in seiner Nähe erträgt, gehören die stille, zuvorkommende Louise, eine Verwandte, die dem Pensionisten den Haushalt führt und sein Bruder. In der Wohnung über ihm geht es wesentlich lebhafter zu. Als der dortige Herr des Hauses seine Familie verlässt, merkt der Alte, dass die sitzengelassene Gattin seine geschiedene Frau ist. Wie ein Wetterleuchten flammt an einem schwülen Augustabend noch einmal die alte Leidenschaft auf ... Eine Gemeinschaftsproduktion des Österreichischen und Bayerischen Fernsehens ORF-Erstsendung: 24. April 1964, Erstsendung im Dritten Programm Bayern: 19. Februar 1965 Gong 23/1966: Kammerspiel (1907) des schwedischen Autors, mit autobiographischen Zügen, Porträt eines von Dämonen eingekreisten alternden Mannes. Ab 16 |
| 00:05 | Nachrichten der Tagesschau Vom Deutschen Fernsehen aus Hamburg |
ZDF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 14:00 | Daviscup Deutschland–Großbritannien Übertragung des Semifinales der Europazone B aus Hannover Sprecher: Werner Schneider |
| Anschließend gegen 16:30 Uhr Mit freundlichen Grüßen aus Italien Stars und Sternchen mit Schlagern und Liedern Mit Wilma de Angelis, Paola Bartoni, Marisa Brando, Miranda Martino, Tony Dallara ("Si chiamava Lucia"), Luigi Infantino, Ansage: Renata Mauro und Silvio Francesco Es spielt das Orchester Ritmica di Milano della RAI, Leitung: Riccardo Vantellini, Szenenbild: Otto Stich, Regie: Hans Roth Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung aus der Mercatorhalle in Duisburg (ab 14) | |
| 17:40 | Die Sportinformation Dreißig Minuten rund um den Sport |
| 18:10 | Nachrichten |
| Anschließend Wetterbericht | |
| 18:20 | Die Drehscheibe Ein Magazin zum Feierabend Im Unterhaltungsteil Harry Rimon mit "Heivenu Shalom" |
| 18:55 | Schiff ahoi! Von Seebären und Landratten Heute: Gute Nachbarschaft Sam Bailey und sein Sohn Jim sollen die Truthähne aus dem Jachtclub von Barbaras Vater gestohlen haben. Der biedere Captain behauptet, dass er seinen fetten Thanksgiving-Braten auf ehrliche Weise erworben habe ... Mit Judy Corne (Barbara), Paul Ford (Sam Bailey), Les Brown jr. (Jim) und anderen (ab 14) |
| 19:27 | Mainzelmännchen-Kapriolen und Wetter |
| 19:30 | Heute Nachrichten Themen des Tages |
| 20:00 | Der Fall Mata Hari Dokumentarspiel von Sam Waagenaar, Personen und Darsteller: Mata Hari (Louise Martini), Oberst Goubet (Paul Verhoeven), Hauptmann Bouchardon (Carl Lange), Hauptmann Ladoux (Hans Korte), Maitre Clunet (Peter Paul), Sir Basil Thomson (Werner Hessenland), Captain Grant (Horst Sachtleben), Oberst Danvignes (Anton Reimer), Major von Kalle (Walter Kiesler), Hauptmann Massloff (Alfons Höckmann), Anna Lintjens (Flory Jacobi), Senator Junoy (Herbert Weicker), Kommissar Priolet (Ulrich Folkmar), Baudouin (Wolfgang Zeiger), Szenenbild: Heinrich Mager, Regie: Paul Verhoeven Das Dokumentarspiel stützt sich auf aktuelle Recherchen, die zeigen, dass die Schönheitstänzerin Mata Hari keine Spionage für Deutschland im Ersten Weltkrieg betrieben und auch für Frankreich kaum etwas geleistet hat, weil sie für Spionagedienste ungeeignet war. Sie unterhielt Beziehungen zu vielen Männern, darunter einem hohen deutschen Polizeioffizier, der sie mit größeren Geldschenken verwöhnte. Daraus wurde der Spionageverdacht abgeleitet. Verurteilung und die Hinrichtung Mata Haris am 15. Oktober 1917 waren Ablenkungsmanöver für die kriegsmüde französische Bevölkerung. Spione sollten als Schuldige für den drohenden Zusammenbruch der französischen Front im Winter 1916/17 herhalten ... Gong 23/1966 zitiert Regisseur und Darsteller Paul Verhoeven: "Unser Fernsehspiel nimmt dieser Mata Hari endgültig die Gloriole vom Haupt. Was übrigbleibt, ist im Grunde ein kleiner Fall: Die Geschichte einer Frau, die Frankreich liebte und in dieser Beziehung durchaus guten Willens war – einer Frau aber auch, die recht leichtsinnig über sich selber verfügte. Sie war als Spionin keine Sensation – sie war ein Blatt, das im Kriegssturm mitbewegt wurde. Und die Quittung, die ihr am Ende vom Schicksal präsentiert wird, ist blutig, aber logisch. Beim Zuschauer wird der Eindruck haftenbleiben: Was für ein armseliges Ende ..." Hörzu 23/1966: [Autor] Sam Waagenaar vertritt die These, dass Mata Hari einem Justizmord zum Opfer fiel. Er stützt sich dabei auf das von ihm gesammelte Tatsachenmaterial, das er voriges Jahr in einem Fernsehbericht vorgelegt hat (Anm.: ARD-Erstsendung am 21. Februar 1965) Gong 27/1966 schrieb in seiner Kritik: Zur Legende geworden ist ihr Leben und insbesondere ihr Tod als vermeintliche deutsche Spionin. Greta Garbo brachte sie in den dreißiger Jahren auf die Leinwand, Jeanne Moreau in unseren Tagen. Aber was ist Wahrheit, was Dichtung im Abenteuerinnen-Dasein der Mata Hari? Nach seinem Buch "Sie nannte sich Mata Hari" schrieb Sam Waagenaar seine Fernsehfassung. In der vom zweiten Programm mit Erfolg gepflegten Gattung des Dokumentarspiels erhielt das Bild einer Luxus- und Lebedame durch Verwendung von Aktenmaterial und Archivfilmen und -fotos den Anstrich des Authentischen. Mata Hari erschien darin als eine eitel-schwatzhafte, aber herzlich bedeutungslose Frau, die freilich mit dem Feuer gespielt hatte. In harten Verhören verstrickte sie sich mehr und mehr im Netz der Verdächtigungen. Sie wurde geopfert, als die miserable militärische Lage der Franzosen ein exemplarisches Urteil verlangte, um vom Versagen der Generale im Krieg abzulenken. Also eine Art militärischer Justizmord – so jedenfalls sah es der Verfasser, und so stellte es Paul Verhoeven in solider, effektvoller Regie dar; zugleich spielte Verhoeven den französischen Abwehrchef. In der Titelrolle hatte es Louise Martini nicht leicht, die erotische Charmefurie glaubhaft zu machen. Sehr eindrucksvoll Carl Lange als Untersuchungsrichter, dessen Hexenjagd die einstmals gefeierte Tänzerin anheimfällt (Eher für Erwachsene) |
| Anschließend Kurznachrichten | |
| 21:15 | Bilanz Informationen und Meinungen aus dem Wirtschaftsleben |
| 21:50 | Glanz und Glimmer Ein Bericht über echten und falschen Schmuck Von Joachim Obst Noch nie hatten die deutschen Juweliere so hohe Umsätze wie in den vergangenen Jahren, allein 1965 über eine Milliarde DM. Neben der jahrtausendealten weiblichen Taktik, sich durch dekorativen Schmuck noch reizvoller zu machen, ist inzwischen auch das Bedürfnis getreten, erworbenes Kapital sicher anzulegen – und zu zeigen. Doch ist es auch für Fachleute schwierig geworden, mitunter Echtes von Unechtem auf Anhieb zu unterscheiden (ab 14) |
| 22:20 | Heute Nachrichten, Wetter, Themen des Tages |
| 22:45 | Gespräch mit Paul Henri Spaak Eine Sendung von Gerhard Löwenthal in französischer Sprache |
Nord 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Sendepause vom 4. April bis 4. September 1966 |
West 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 13:00 | Ein Tag = Eine Stunde Aus den WDR-Regionalprogrammen |
| 14:00 | Programmhinweise |
| 19:00 | Programmhinweise |
| 19:10 | Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen |
| 19:15 | Hierzulande – Heutzutage Prisma des Westens: Landesforum / Kommentar "Für und Wider" |
| 19:50 | Ihre Heimat – Unsere Heimat Für italienische Gastarbeiter |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Der Große Krieg (11) Geschichte des Ersten Weltkriegs Heute: Das Ringen um Verdun Eine Produktion der BBC |
| 20:45 | Friedliche Invasion Ein Bericht von Gerd Hennenhofer über amerikanisches Kapital in Deutschland |
| Anschließend Programmhinweise |
Hessen 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 19:00 | Schreiben Sie schneller (21) Stenografie mit Walter Klein Wiederholung von gestern |
| 19:30 | Benvenuti in Italia (21) Italienisch für Anfänger mit Ima Agustoni (Wh.) |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Frankfurter Stammtisch Mit Botho Jung und seinen Gästen Anlässlich des "Hessentages" wird der Stammtisch diesmal aus Friedberg übertragen, eingeladen sind vier prominente Persönlichkeiten des Landes |
| 21:00 | Nachrichten aus Hessen |
| 21:05 | Film als Hobby (7) Ein Amateurfilm-Album mit Informationen für Film-Amateure, präsentiert von Jan-Thilo Haux |
| 21:35 | Der Sportkalender – gegen 22:05 Uhr |
Bayern 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 11:35 | Schulfernsehen Die Brüder Asam Zweite Wiederholung (– 12:05 Uhr) |
| 19:00 | Kursprogramm Kunst in Bayern (9) Eine Stilkunde zum Erwandern mit Herbert Alexander Stützer Der Dreißigjährige Krieg und die Türkenkriege ließen in 17. Jahrhundert in Deutschland lange keine Bautätigkeit aufkommen. Danach entstand die Wallfahrtskirche Kappel in der Oberpfalz. Erst um die Wende zum 18. Jahrhundert setzte dann der breite Strom bayerischer Barockkirchen mit so berühmten Bauten wie Banz und Vierzehnheiligen, Weltenburg und Rott am Inn ein |
| 19:30 | Schulfernsehen Hitler und die Autobahn Zum Geschichtsunterricht der 8. und 9. Klasse der Volksschule und der entsprechenden Klassen der Realschule und der Gymnasien |
| 20:00 | Tagesschau Das Wetter morgen |
| 20:15 | Preisverteilung des Prix Jeunesse Übernahme aus dem Ersten Programm |
| Anschließend Der Rosenkavalier (2. Akt) Übernahme aus dem Ersten Programm | |
| 21:40 | Chronik Nachrichten und Information (– 21:55 Uhr) |
DFF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 10:00 | Schulfernsehen Islandsaga (3) |
| 11:00 | Kurznachrichten |
| 11:03 | Programm für Schichtarbeiter Freude an Musik Wiederholung vom Dienstag |
| 11:25 | Programm für Schichtarbeiter Horizonte Wiederholung vom Mittwoch |
| 12:50 | Kurznachrichten |
| 18:30 | Kurznachrichten |
| 18:35 | Unbekannte Welt Heute: Flug nach Kapstadt Ein Filmbericht von Ernst Elsigan |
| Anschließend Tipp-Revue | |
| 19:00 | Der Konsument Unsere Verbraucherrundschau Heute: Badeanzüge Anmerkung: Nach anderen Angaben bzw. ursprünglich geplant eine weitere Ausgabe der Reihe "Markt zum Wochenende", diesmal zum Thema Kindernährmittel |
| Anschließend Für Sie notiert | |
| 19:30 | Zeit im Bild |
| 19:55 | Schaufenster und Kurzfilm-Mosaik |
| 20:15 | Preisverteilung des Prix Jeunesse Übernahme von der ARD 34 Fernsehgesellschaften aus 25 Ländern haben sich am Wettbewerb beteiligt. Anlässlich ihres 20jährigen Bestehens haben die UNO-Organisationen UNESCO und UNICEF Sonderpreise gestiftet. Die UNESCO will eine Sendung auszeichnen, die am ausdrucksvollsten zeigt, wie junge Menschen verschiedener Länder einander verstehen lernen, die UNICEF-Anerkennung soll ein TV-Film erhalten, der für die Rechte des Kindes eintritt |
| Anschließend Der Rosenkavalier (2. Akt) Übernahme von der ARD Die Wiener Arbeiterzeitung schrieb allgemein am 12.06.1966: [...] das Menü der Feierstunde ist vom Programmkoch zusammengestellt, und man genießt es, weil man es zu genießen hat, weil Kultur genossen werden muss, egal, ob in ganzen Stücken oder nur in Teilen. Ich weiß, es ist Tradition, zu Feierstunden, sagen wir: den vierten Satz von Mozarts Kleiner Nachtmusik zu konsumieren, die zweite Szene aus dem ersten Akt von Goethes "Faust", irgendeinen schweren Monolog oder den zweiten Akt des "Rosenkavaliers". Ich bin kein Purist, wenn ich dagegen bin. Ich glauben nur, dass derlei wenig Sinn hat. Denn erstens ist ja keine Oper, ist kein Drama ein zusammenhangloses Nebeneinandersein von Teilen, sondern ein Ganzes. Und zweitens wird durch solche Behandlung das Werk vollends degradiert zum Gebrauchsartikel anlässlich irgendeines Festmoments. Wenig Phantasie nur braucht es, um sich nur noch einen Katalog vorzustellen, in dem diverse Akte und Monologe für diverse Anlässe preisgünstig angeboten werden: Kultur-und-Kunst-Versand | |
| 21:40 | Verkehrsrundschau Eine Sendung im Dienst der Verkehrserziehung von und mit Fritz Senger |
| 23:00 | Zeit im Bild |
| 22:35 | Österreich-Radrundfahrt der Amateure 1966 Filmbericht |
Österreich – Technisches Versuchsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 19:00 | Kurznachrichten |
| 19:03 | Islandsaga (3) |
| 19:30 | Zeit im Bild |
| 20:00 | Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie Komödie von Max Frisch, Personen und Darsteller: Don Juan (Helmuth Lohner), Tenorio, sein Vater (Manfred Inger), Miranda (Hertha Martin), Don Gonzalo, Komtur von Sevilla (Fritz Schulz), Donna Elvira, seine Gattin (Grete Zimmer), Donna Anna, ihr Kind (Nurith Yaron), Pater Diego (Theo Lingen), Don Roderigo (Dieter Rupp), Donna Inez (Ina Peters), Celestina, Kupplerin (Berta Drews), Don Balthazar Lopez (Wolf Ackva), Leporello (Georg Lehn), Vettern (Kurt Bülau, Johannes Münster, Peter Brand) sowie Ellen Umlauf, Ingrid Capelle, Corinna Rahls, Angelika Mertens, Gisela Hahn, Alfred Cerny und andere, Szenenbild: Walter Dörfler, Regie: Michael Kehlmann Don Juan liebt zwar viele Frauen, tatsächlich aber ist er dem Abstrakten verfallen, dem "nüchternen Staunen vor einem Wissen, das stimmt": der Geometrie. Nur in der mathematischen Wissenschaft der arabischen Tradition findet er Wahrheit und Glück, alles andere kann Irrtum sein. Daraus entwickelt sich Don Juans Schicksal ebenso wie das der Frauen, die er beglückt und enttäuscht zugleich. Da ist Donna Anna, die er heiraten soll. Vor dem Altar sagt er nein, weil er Angst bekommt. Er treibt dadurch das Mädchen in den Tod, ersticht den rachedurstigen Vater Don Gonzalo im Duell und gründet damit die erste Legende um seine Person, die ihm fortan die Rolle des großen Verführers aufzwingt. Die Kirche verdammt ihn, die Frauen reißen sich um ihn und Don Juan hat vollauf zu tun, um all die galanten Schlechtigkeiten zu erfüllen, die die Welt von ihm erwartet. Dabei sehnt er sich nur danach, mit seiner Geometrie allein zu sein. In seiner Not entschließt er sich, die Legende um seine Person durch eine stärkere zweite zu besiegen. In Anwesenheit seiner ehemaligen Freundinnen möchte er seine eigene Höllenfahrt inszenieren. Der Erfolg ist unbeschreiblich. Don Juan zieht sich nach Schloss Ronda zurück ... Es gibt neben den Episoden aus Don Juans Leben eine Gestalt, die unabhängig und doch mit ihm verbunden, eine eigene Entwicklung hat: das unglückliche Freudenmädchen Miranda. Ihre seltenen Begegnungen mit Don Juan sind schattenhaft, aber nie ohne Bedeutung ... ARD-Erstsendung: 21. Oktober 1965 Gong 23/1966: Interessante psychologische Deutung (1953) des Don-Juan-Stoffes durch den bekannten Schweizer Schriftsteller. In einer ebenso verblüffenden wie mit Witz und Eleganz geführten Komödienhandlung erweist sich Don Juan vor allem als geistig kompromissloser, in seiner Jugend anarchistischer Mensch, dessen unerhörte Frevel am Ende verständlich werden. Für Erwachsene |
Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| 14:15 | Schulfernsehen Die Tagebücher des Lewis und Clark (2) Expeditionsbericht aus der Pionierzeit Amerikas Eine Übernahme von der NBC |
| 15:15 | Schulfernsehen Die Tagebücher des Lewis und Clark (2) |
| 17:00 | La Giostra Wir übernehmen die Kinderstunde der Televisione della Svizzera italiana in italienischer Sprache (– 18:00 Uhr) |
| 19:00 | Nachrichten |
| 19:05 | Die Antenne |
| Anschließend Tele-Spot | |
| 19:25 | Die sechs Siebeng'scheiten Ein Schülerwettbewerb zwischen dem Richard-Wagner-Gymnasium Baden-Baden und der Kantonschule Aarau |
| Anschließend Tele-Spot / Programmvorschau | |
| 20:00 | Tagesschau |
| Anschließend Tele-Spot | |
| 20:15 | Preisverteilung des Prix Jeunesse Übernahme von der ARD |
| Anschließend Der Rosenkavalier (2. Akt) Übernahme von der ARD | |
| 21:40 | Im Brennpunkt Reportagen und Kommentare zur internationalen Lage Leitung der Sendung: Hans O. Staub |
| 22:05 | 77 Sunset Strip Heute: Der Zelluloid-Cowboy ARD-Erstsendung: 9. März 1963 |
| 22:50 | Tagesschau Spätausgabe |
| 23:00 | Programmvorschau |
| Do, 9. Juni 1966 ◀ 1966 ▶ Sa, 11. Juni 1966 |


